Netzwerk-Schwachstellenscans reichen von schneller versionsbasierter Einschätzung bis zu aktiver Prüfung mit mehreren Engines. Die Auswahl beeinflusst Laufzeit, Netzlast, Beweisqualität und Betriebsrisiko. Ein Deep-Scan ist daher keine Standardoption, sondern eine begründete Entscheidung innerhalb eines freigegebenen Testplans.
Drei Tage sind erforderlich, um Scanmodi, TCP und UDP, Engine-Verhalten, Custom-Konfiguration, gezielte CVE-Prüfung, Rate-Limits und technische Validierung praktisch zu vergleichen. Das Seminar verbindet externe und interne Sicht mit Befund-Triage und dokumentierten Re-Tests.
Inhaltsübersicht
- Zielsetzung
- Zielgruppe
- Voraussetzungen
- Seminarinhalte mit schrittweisen Arbeitsabläufen
- Praxisübungen im autorisierten Labor
- Methodik und Arbeitsweise
Zielsetzung
Ziel ist ein sicher gesteuerter Netzwerk-Assessment-Prozess mit passender Prüftiefe und belastbarer Evidenz.
- Light-, Deep- und Custom-Scans nach Risiko und Prüfziel auswählen.
- Versionserkennung, Sniper, Nuclei und OpenVAS korrekt einordnen.
- TCP-/UDP-Ports, CVE-Fokus und Rate-Limits zielgerichtet konfigurieren.
- Versionstreffer, aktive Nachweise, Fehlalarme und Backports unterscheiden.
- Priorisierte Maßnahmen und fokussierte Re-Tests erstellen.
Zielgruppe
- Pentester und Network Security Consultants
- Network Security Engineers und Administratoren
- Vulnerability-Management- und SOC-Teams
- Technische Auditoren und Betreiber kritischer Infrastrukturen
Voraussetzungen
- Gute Kenntnisse zu TCP/IP, Ports, Netzwerkdiensten und Betriebssystemen
- Grundverständnis von CVE, CVSS und Versionsmanagement
- Erfahrung mit Portscans und technischen Scannergebnissen ist hilfreich
- Verbindliche Autorisierung für sämtliche Testziele; aktive Prüfungen ausschließlich im bereitgestellten Labor oder in ausdrücklich freigegebenen Umgebungen.
Seminarinhalte
1. Scope, Netzlast und Sicherheitsgrenzen planen
- Schritt 1: Hosts, Bereiche, Protokolle, Ausschlüsse und verantwortliche Betreiber erfassen.
- Schritt 2: Kritische Systeme, Wartungsfenster, Monitoring und Stop-Kriterien bestimmen.
- Schritt 3: Externe und interne Scanperspektive getrennt dokumentieren.
- Schritt 4: Erwartete Portzahl, Zielmenge, Parallelität und Laufzeit abschätzen.
2. Scanmodi auswählen
- Schritt 1: Light-Modus für schnelle versionsbasierte Orientierung bewerten.
- Schritt 2: Deep-Modus nur für umfassende, ausdrücklich freigegebene aktive Tests wählen.
- Schritt 3: Custom-Modus für spezifische Engines, Ports, CVEs und Raten einsetzen.
- Schritt 4: Auswahl und verbleibende Abdeckungsgrenzen im Testplan festhalten.
3. Scan-Engines verstehen
- Schritt 1: Versionserkennung als schnellen, aber patchstandabhängigen Hinweis einordnen.
- Schritt 2: Sniper-Module als gezielte aktive Prüfungen mit Beweischarakter bewerten.
- Schritt 3: Nuclei-Templates für aktuelle und technologiebezogene Tests einsetzen.
- Schritt 4: OpenVAS für breite servicebezogene Abdeckung in kontrollierten Custom-Scans nutzen.
4. TCP, UDP und Portlisten konfigurieren
- Schritt 1: Relevante Dienste und Portpresets anhand von Infrastruktur und Testziel auswählen.
- Schritt 2: TCP- und UDP-Prüfungen getrennt planen und unterschiedliche Laufzeiten berücksichtigen.
- Schritt 3: Erreichbarkeitsprüfung bei blockiertem ICMP bewusst anpassen.
- Schritt 4: Alternative Verwaltungs-, Datenbank-, Messaging- und Webports ergänzen.
5. Custom CVE und Rate-Limit einsetzen
- Schritt 1: Konkrete CVEs aus Incident-, Exposure- oder Patchinformationen auswählen.
- Schritt 2: Prüfen, welche aktiven Engines den jeweiligen Nachweis unterstützen.
- Schritt 3: Request-Rate an Produktionsnähe, Netzleistung und Monitoring anpassen.
- Schritt 4: Einen begrenzten Pilotlauf vor dem vollständigen Custom-Scan durchführen.
6. Scan überwachen und Fehler beheben
- Schritt 1: Status, Laufzeit, Erreichbarkeit und ungewöhnliche Last beobachten.
- Schritt 2: Fehlende Ports, Protokollkonflikte und nicht startende Engine-Kombinationen analysieren.
- Schritt 3: Rate, Portumfang oder Erreichbarkeitsprüfung konservativ korrigieren.
- Schritt 4: Abgebrochene oder unvollständige Läufe eindeutig kennzeichnen.
7. Befunde validieren und priorisieren
- Schritt 1: Versionbasierte Treffer mit realem Patchstand und Backports abgleichen.
- Schritt 2: Aktive Nachweise, Scannerbeweise und Voraussetzungen prüfen.
- Schritt 3: Exposition, EPSS-ähnliche Ausnutzungswahrscheinlichkeit, bekannte aktive Ausnutzung und Geschäftsbezug berücksichtigen.
- Schritt 4: Duplikate zusammenführen und kritische Angriffsketten gesondert dokumentieren.
8. Re-Test und Dauerbetrieb aufbauen
- Schritt 1: Behebungen in konkrete Host-, Port-, Versions- oder Konfigurationskriterien übersetzen.
- Schritt 2: Fokussierten Re-Test mit minimal notwendiger Engine-Auswahl durchführen.
- Schritt 3: Vorher-Nachher-Evidenz und Restrestrisiko dokumentieren.
- Schritt 4: Wiederkehrende Scans und Benachrichtigungen nach Kritikalität einrichten.
Praxisübungen
- Planung eines Netzwerk-Scans für produktionsnahe und Laborziele
- Vergleich von Light-, Deep- und Custom-Ergebnissen
- Engine-Auswahl mit Versionserkennung, Sniper, Nuclei und OpenVAS
- TCP-/UDP- und Portlisten-Labor mit angepasster Erreichbarkeitsprüfung
- Gezielter CVE-Scan mit konservativem Rate-Limit
- Befundvalidierung, Priorisierung und fokussierter Re-Test
Methodik und Arbeitsweise
Die Vermittlung kombiniert strukturierte Fachvorträge, Live-Demonstrationen, geführte Schritt-für-Schritt-Übungen und eigenständige Laboraufgaben. Jeder Arbeitsablauf wird mit Scoping, Konfiguration, sicherer Durchführung, Befundprüfung und dokumentiertem Re-Test vollständig durchlaufen.
Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de -

Paul Goldschmidt
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: paul.goldschmidt@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 3 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.797 zzgl. MwSt. Inhaus: € 5.100 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Pentester, Network Security Engineers, Administratoren, Vulnerability-Management-Teams und technische Auditoren |
| Voraussetzungen: | Gute TCP/IP-, Port- und Dienstkenntnisse; Grundverständnis von CVE und Schwachstellen; autorisiertes Labor |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, geführte Schritt-für-Schritt-Übungen und praktische Übungen im autorisierten Labor |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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