KI-Funktionen können dynamische Login-Seiten, interaktive Benutzerflüsse und schwer erkennbare Webendpunkte besser erfassen. Gleichzeitig verändern sie Datenflüsse, Laufzeit, Nachvollziehbarkeit und Fehlerbilder. Das Seminar trennt selbst gehostete Klassifikation, generative Browseragenten und MCP-gesteuerte Aktionen technisch und organisatorisch voneinander.
Der Model Context Protocol Server ermöglicht kompatiblen Assistenten das Lesen von Ressourcen und das Ausführen von Aktionen wie Target-Verwaltung, Scanstart oder Berichtserzeugung. Deshalb stehen minimale Rechte, Bestätigungsschritte, Scope-Kontrolle, Protokollierung und manuelle Befundprüfung im Zentrum.
Inhaltsübersicht
- Zielsetzung
- Zielgruppe
- Voraussetzungen
- Seminarinhalte mit schrittweisen Arbeitsabläufen
- Praxisübungen im autorisierten Labor
- Methodik und Arbeitsweise
Zielsetzung
Ziel ist der kontrollierte, nachvollziehbare und sicher begrenzte Einsatz von KI- und MCP-Funktionen in Security-Workflows.
- ML-Klassifikation, KI-Authentifizierung, Flowmapping und MCP klar unterscheiden.
- KI-Unterstützung für dynamische Webanwendungen zielgerichtet konfigurieren.
- MCP-Clients mit minimalen Berechtigungen und sicherer Schlüsselnutzung anbinden.
- Natürliche Sprachworkflows in überprüfbare technische Schritte zerlegen.
- Ausgaben, Grenzen, Datenverarbeitung und Fehlentscheidungen fachlich validieren.
Zielgruppe
- Application-Security- und Product-Security-Teams
- Pentester mit dynamischen Webanwendungen
- DevSecOps- und Automatisierungsentwickler
- Security-Verantwortliche für KI-Governance und Toolfreigaben
Voraussetzungen
- Gute Kenntnisse zu HTTP, Webanwendungen, Authentifizierung und Crawling
- Erfahrung mit Targets, Scans, Findings und Berichten
- Grundverständnis von REST-APIs, API-Schlüsseln und KI-Agenten
- Verbindliche Autorisierung für sämtliche Testziele; aktive Prüfungen ausschließlich im bereitgestellten Labor oder in ausdrücklich freigegebenen Umgebungen.
Seminarinhalte
1. KI- und ML-Funktionen fachlich abgrenzen
- Schritt 1: Klassifikation, generative Navigation und agentische Werkzeugnutzung unterscheiden.
- Schritt 2: Nutzen, Datenfluss, Fehlerbild und Betriebsrisiko je Funktion erfassen.
- Schritt 3: Geeignete Laborziele und nicht zulässige Datenklassen definieren.
- Schritt 4: Manuelle Kontrollpunkte und Abschaltkriterien festlegen.
2. ML Classifier für Soft-404-Erkennung nutzen
- Schritt 1: Verhalten einer Anwendung bei nicht existierenden Pfaden untersuchen.
- Schritt 2: Soft-404-Fälle von echten Inhalten und klassischen Fehlercodes unterscheiden.
- Schritt 3: Website-Scanner- und URL-Fuzzer-Ergebnisse mit aktivierter Klassifikation vergleichen.
- Schritt 4: Falsch gefilterte oder weiterhin verrauschte Resultate manuell prüfen.
3. KI-unterstützte Authentifizierung einsetzen
- Schritt 1: Standard- und aufgezeichnete Login-Methode zunächst ohne KI-Fallback vorbereiten.
- Schritt 2: Dynamische Formulare, Iframes, ungewöhnliche Layouts und mehrstufige Logins erfassen.
- Schritt 3: Automatischen Fallback in einer komplexen Laboranmeldung kontrollieren.
- Schritt 4: Session-Erfolg, Rollenabdeckung und nicht sichtbare Einsatzgrenzen dokumentieren.
4. Flowmapper für dynamische Benutzerwege verwenden
- Schritt 1: Erwartete Nutzerreisen und durch Standardspider schwer erreichbare Funktionen definieren.
- Schritt 2: Flowmapping aktivieren und parallele Browsernavigation beobachten.
- Schritt 3: Gefundene URLs, Methoden, Header und Formdaten auf Scope und Relevanz prüfen.
- Schritt 4: Bot-Schutz, Captchas, Zeitlimits und nicht deterministische Abläufe als Grenzen festhalten.
5. MCP-Zugriff sicher einrichten
- Schritt 1: Lokalen oder entfernten Transport nach Betriebs- und Vertrauensmodell auswählen.
- Schritt 2: API-Schlüssel getrennt speichern und auf notwendige Kontorechte begrenzen.
- Schritt 3: Ressourcen mit Lesezugriff von Werkzeugen mit Änderungs- oder Scanwirkung unterscheiden.
- Schritt 4: Testclient anbinden und ausschließlich einen unkritischen Lesevorgang verifizieren.
6. Agentische Sicherheitsworkflows steuern
- Schritt 1: Natürliche Sprachanweisung in explizite Ziele, Tools, Scope und Abbruchbedingungen übersetzen.
- Schritt 2: Vor jedem Scanstart Target, Scanmodus und Autorisierung bestätigen.
- Schritt 3: Langlaufende Aktionen, Statusabfragen und Fehlerfälle kontrolliert behandeln.
- Schritt 4: Findings und Berichte niemals ohne fachliche Prüfung als endgültige Aussage übernehmen.
7. Daten- und Betriebsgovernance etablieren
- Schritt 1: Verarbeitete Webinhalte, Zugangsdaten, Protokolle und Aufbewahrung je Funktion bewerten.
- Schritt 2: Organisationseigentümer, Freigaben und erlaubte Mandanten festlegen.
- Schritt 3: API-Schlüsselrotation, Clientinventar und Änderungsmanagement organisieren.
- Schritt 4: Stichproben, Qualitätsmetriken und Abschaltverfahren für den Dauerbetrieb definieren.
Praxisübungen
- Vergleich von URL-Fuzzer-Ergebnissen mit und ohne Soft-404-Klassifikation
- Komplexer Login mit Standardverfahren und kontrolliertem KI-Fallback
- Flowmapping einer dynamischen Single-Page-Anwendung mit Scope-Prüfung
- MCP-Anbindung eines Laborclients mit getrennten Lese- und Aktionsschritten
- Natürlicher Sprachworkflow mit expliziter Scanfreigabe und manueller Befundvalidierung
- Governance-Review zu Datenfluss, Schlüsseln, Rollen und Protokollierung
Methodik und Arbeitsweise
Die Vermittlung kombiniert strukturierte Fachvorträge, Live-Demonstrationen, geführte Schritt-für-Schritt-Übungen und eigenständige Laboraufgaben. Jeder Arbeitsablauf wird mit Scoping, Konfiguration, sicherer Durchführung, Befundprüfung und dokumentiertem Re-Test vollständig durchlaufen.
Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt. Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Application-Security-Teams, Pentester, DevSecOps-Fachkräfte, Automatisierungsentwickler und Security-Verantwortliche |
| Voraussetzungen: | Gute Web- und HTTP-Grundlagen; Erfahrung mit Scans und APIs; Grundverständnis von KI-Agenten und Berechtigungen |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, geführte Schritt-für-Schritt-Übungen und praktische Übungen im autorisierten Labor |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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