Seminar Cloud- und Kubernetes-Sicherheitsprüfungen

Cloud-Speicher und Kubernetes-Cluster besitzen unterschiedliche Angriffsflächen, werden im Betrieb jedoch häufig gemeinsam verantwortet. Öffentlich lesbare Buckets, zu weitreichende Zugriffsregeln, exponierte APIs, unsichere Dashboards, fehlerhafte RBAC-Zuweisungen und privilegierte Container können sich zu durchgängigen Angriffspfaden verbinden.

Drei Seminartage sind erforderlich, weil Cloud-Speicher, Kubernetes-Reconnaissance, aktive Clusterprüfungen und technische Re-Tests jeweils eigene Sicherheits- und Betriebsgrenzen besitzen. Das Labor trennt passive Erkennung, aktive Validierung und authentifizierte Prüfungen klar voneinander.

Inhaltsübersicht

  1. Zielsetzung
  2. Zielgruppe
  3. Voraussetzungen
  4. Seminarinhalte mit schrittweisen Arbeitsabläufen
  5. Praxisübungen im autorisierten Labor
  6. Methodik und Arbeitsweise

Zielsetzung

Ziel ist ein methodischer Prüfprozess für Cloud-Speicher und Kubernetes-Umgebungen mit klarer Risikosteuerung.

  • Cloud- und Kubernetes-Ziele eindeutig scopen und technisch vorbereiten.
  • Fehlkonfigurationen in unterstützten Cloud-Speicherumgebungen erkennen und bewerten.
  • Kubernetes-Scans in Light-, Deep- und Custom-Modi sicher einsetzen.
  • Passive, aktive und authentifizierte Erkennung voneinander abgrenzen.
  • Befunde in Härtungsmaßnahmen und dokumentierte Re-Tests überführen.

Zielgruppe

  • Cloud Security Engineers und Plattformverantwortliche
  • Kubernetes-Administratoren und DevSecOps-Teams
  • Pentester und Security Consultants mit Cloud-Schwerpunkt
  • Technische Auditoren für Cloud- und Containerplattformen

Voraussetzungen

  • Grundkenntnisse zu Cloud-Speicher, IAM-Konzepten und öffentlich erreichbaren Diensten
  • Grundverständnis von Kubernetes-Komponenten, Namespaces, Service Accounts und RBAC
  • Kenntnisse zu TCP/IP, Ports, TLS und JSON beziehungsweise YAML sind hilfreich
  • Verbindliche Autorisierung für sämtliche Testziele; aktive Prüfungen ausschließlich im bereitgestellten Labor oder in ausdrücklich freigegebenen Umgebungen.

Seminarinhalte

1. Cloud- und Cluster-Scope definieren

  1. Schritt 1: Provider, Konten, Projekte, Cluster, Namespaces und verantwortliche Teams erfassen.
  2. Schritt 2: Erlaubte Hostnamen, IP-Adressen, Bucket-Adressen und Clusterendpunkte festlegen.
  3. Schritt 3: Produktive Schreiboperationen, kritische Namespaces und sensible Daten ausdrücklich ausschließen.
  4. Schritt 4: Prüftiefe, Zeitfenster, Monitoring und Eskalationsweg dokumentieren.

2. Cloud-Speicherressourcen identifizieren

  1. Schritt 1: Zieladressen auf Cloud-Provider- und Speichermerkmale untersuchen.
  2. Schritt 2: Erkannte Buckets und Objektspeicher dem freigegebenen Eigentümer zuordnen.
  3. Schritt 3: Direkte Speicherziele getrennt von allgemeinen Hosts und Webanwendungen verwalten.
  4. Schritt 4: Nicht unterstützte Provider- oder Diensttypen als Abdeckungsgrenze festhalten.

3. Cloud-Speicherfehlkonfigurationen prüfen

  1. Schritt 1: Öffentliche Auflistung, Lese- und Schreibrechte kontrolliert testen.
  2. Schritt 2: ACL- und IAM-Hinweise auf übermäßig breite Zugriffsrechte untersuchen.
  3. Schritt 3: Schutzmerkmale wie Protokollierung, Versionierung, Aufbewahrung und Verschlüsselung bewerten.
  4. Schritt 4: Interessante Dateinamen ausschließlich als Hinweis erfassen und ohne unnötigen Datenzugriff dokumentieren.

4. Kubernetes-Reconnaissance und passive Erkennung

  1. Schritt 1: Clusterziele auf typische API-, Kubelet-, Etcd-, Dashboard- und Metrikdienste prüfen.
  2. Schritt 2: Light-Scans für Service-Fingerprinting, Versionserkennung und Konfigurationshinweise einsetzen.
  3. Schritt 3: Exponierte oder anonym erreichbare Schnittstellen von korrekt geschützten Diensten unterscheiden.
  4. Schritt 4: Erkenntnisse zu Ports, Versionen und Komponenten mit der vorgesehenen Clusterarchitektur abgleichen.

5. Aktive und authentifizierte Kubernetes-Prüfungen

  1. Schritt 1: Deep- oder Custom-Modus nur nach bestätigter Freigabe und in einem überwachten Zeitfenster auswählen.
  2. Schritt 2: Aktive Erkennung für Schwachstellen, Privilegienpfade und Containerisolation gezielt begrenzen.
  3. Schritt 3: Service-Account-Token mit minimaler, dokumentierter Testrolle einbinden.
  4. Schritt 4: RBAC-Zuweisungen, privilegierte Workloads, Hostzugriffe und fehlende Segmentierung bewerten.

6. Scanparameter und Betriebsstabilität steuern

  1. Schritt 1: Portlisten, Erreichbarkeitsprüfung und aktive Module an das Zielsystem anpassen.
  2. Schritt 2: Stufenweise von kleiner passiver Prüfung zu tieferer Validierung vorgehen.
  3. Schritt 3: Laufzeit, Fehler, ungewöhnliche Last und Sicherheitsalarme kontinuierlich beobachten.
  4. Schritt 4: Bei Instabilität den Scan stoppen, Ursache dokumentieren und Parameter konservativ korrigieren.

7. Befunde validieren und korrelieren

  1. Schritt 1: Cloud- und Kubernetes-Befunde nach Exposition, Berechtigung und erreichbarer Wirkung gruppieren.
  2. Schritt 2: Versionserkennung von tatsächlich bestätigten Fehlkonfigurationen und aktiven Nachweisen trennen.
  3. Schritt 3: Gemeinsame Angriffspfade zwischen offenem Speicher, Zugangsdaten und Clusterzugriff analysieren.
  4. Schritt 4: Beweise minimieren, sensible Inhalte schwärzen und unnötige Datenspeicherung vermeiden.

8. Härtung und Re-Test durchführen

  1. Schritt 1: Öffentliche Zugriffe, breite IAM-Zuweisungen und unsichere ACLs einschränken.
  2. Schritt 2: Kubernetes-APIs absichern, RBAC minimieren und privilegierte Workloads reduzieren.
  3. Schritt 3: Netzwerksegmentierung, Authentifizierung und Protokollierung nachschärfen.
  4. Schritt 4: Mit identischem Scope gezielte Re-Tests durchführen und verbleibende Grenzen dokumentieren.

Praxisübungen

  • Scope- und Sicherheitsplanung für ein kombiniertes Cloud- und Kubernetes-Engagement
  • Prüfung eines absichtlich fehlkonfigurierten Objektspeichers ohne unnötige Dateneinsicht
  • Light-Scan eines Kubernetes-Labors mit Service- und Expositionsanalyse
  • Freigegebener Custom-Scan mit begrenzter aktiver Erkennung und Test-Service-Account
  • Korrelation von Cloud- und Clusterbefunden sowie dokumentierter Re-Test nach Härtung

Methodik und Arbeitsweise

Die Vermittlung kombiniert strukturierte Fachvorträge, Live-Demonstrationen, geführte Schritt-für-Schritt-Übungen und eigenständige Laboraufgaben. Jeder Arbeitsablauf wird mit Scoping, Konfiguration, sicherer Durchführung, Befundprüfung und dokumentiertem Re-Test vollständig durchlaufen.

Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner

Seminardetails

   
Dauer: 3 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 1.797 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 5.100 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: Cloud Security Engineers, Kubernetes-Administratoren, Pentester, DevSecOps-Teams und Plattformverantwortliche
Voraussetzungen: Grundkenntnisse zu Cloud-Speichern, Kubernetes, TCP/IP und Rollenmodellen; autorisierte Laborumgebung
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, geführte Schritt-für-Schritt-Übungen und praktische Übungen im autorisierten Labor
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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Seminar Startdatum Enddatum Ort Dauer
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