Seminar / Training
Der Lebenszyklus legt fest, welche Test-, Debug-, Boot- und Geheimnisfunktionen eines OpenTitan-Geräts zulässig sind. Viele Übergänge sind absichtlich irreversibel und müssen deshalb technisch sowie organisatorisch vor der Fertigung vollständig geklärt werden.
Das Seminar verbindet Zustandsmodell, OTP-Verankerung, Tokenprüfung, JTAG- und TAP-Steuerung mit Produktions-, RMA- und Incident-Prozessen. Der Schwerpunkt liegt auf Fehlbedienungsvermeidung, Negativtests und belastbaren Freigaben.
Inhaltsübersicht
- Seminarziel
- Zielgruppe
- Voraussetzungen
- Lernziele
- Seminarinhalte
- Lifecycle-Modell und Zustandsbedeutung
- OTP-Verankerung und Zustandskodierung
- Token und Übergangsprotokoll
- JTAG, TAP und Debugfreigaben
- Produktion, RMA und Außerbetriebnahme
- Alerts, Fault-Schutz und Audit
- Praxisübungen
Seminarziel
Lifecycle-Zustände und Übergänge sollen sicher geplant, Debug- und Testzugänge kontrolliert, RMA-Verfahren risikogerecht gestaltet und alle irreversiblen Entscheidungen durch technische sowie organisatorische Nachweise abgesichert werden können.
Zielgruppe
Hardware Security Engineers, SoC- und DFT-Entwickler, Firmware- und Provisionierungsteams, Fertigungsverantwortliche, Product Security, Qualitätssicherung und Revisionsverantwortliche.
Voraussetzungen
Grundverständnis der OpenTitan-Architektur, von OTP-Speicher, JTAG beziehungsweise DFT sowie sicherer Fertigungs- und Provisionierungsprozesse.
Lernziele
- Lifecycle-Zustände und ihre Funktionsfreigaben unterscheiden
- Tokenbasierte Zustandsübergänge und OTP-Verankerung analysieren
- JTAG-, TAP-, Test- und Debugzugänge nach Zustand absichern
- RMA-Autorisierung und Geheimnisbehandlung kontrolliert planen
- Negative Tests und Auditnachweise für irreversible Übergänge definieren
Seminarinhalte
Schritt 1: Lifecycle-Modell und Zustandsbedeutung
- Test-, Entwicklungs-, Produktions-, RMA- und Endzustände fachlich ordnen
- Pro Zustand freigegebene Boot-, Debug-, Test- und Geheimnisfunktionen erfassen
- Irreversible und beschränkte Übergänge kennzeichnen
- Auswirkungen eines falschen Zustands auf Fertigung und Feldbetrieb bewerten
Schritt 2: OTP-Verankerung und Zustandskodierung
- Lifecycle-Informationen und Übergangsparameter im OTP-Kontext einordnen
- Redundante beziehungsweise robuste Kodierungen als Schutz gegen Bitfehler und Faults erklären
- Lesen, Prüfen und Latching der Zustandsinformation als Startsequenz darstellen
- Inkonsistente Werte, OTP-Fehler und Alertreaktionen in Negativtests aufnehmen
Schritt 3: Token und Übergangsprotokoll
- Übergangsziel, Autorisierungstoken und aktuelle Zustandsbedingungen bestimmen
- Tokenableitung, -speicherung und -vergleich nach Geheimhaltungsbedarf trennen
- Reset- und Bestätigungsfolgen für einen Zustandswechsel dokumentieren
- Wiederholung, falsche Reihenfolge und unzulässiges Ziel als Missbrauchsfälle testen
Schritt 4: JTAG, TAP und Debugfreigaben
- Lifecycle-TAP, RISC-V-Debug und DFT-Zugänge voneinander abgrenzen
- Zustandsabhängige Auswahl, Isolation und Sperrung der Zugänge nachvollziehen
- Debugauthentisierung und physische Laborfreigabe als gemeinsame Kontrolle planen
- Restzugänge, alternative Pins und Hostpfade auf Umgehungsmöglichkeiten prüfen
Schritt 5: Produktion, RMA und Außerbetriebnahme
- Übergabe aus Fertigung in Produktion mit Freigabepunkten versehen
- RMA-Antrag, Autorisierung, Geheimnislöschung und Diagnosezugang als Prozess modellieren
- Datenschutz- und Eigentümeranforderungen vor RMA-Zugriff berücksichtigen
- Endzustand und sichere Entsorgung mit Nachweisen definieren
Schritt 6: Alerts, Fault-Schutz und Audit
- Fault-Versuche gegen Zustand, Tokenvergleich und TAP-Steuerung als Bedrohungen erfassen
- Alerts, Eskalation, Reset und Sperre angemessen kombinieren
- Positive und negative Übergangstests einschließlich Stromunterbrechung planen
- Freigaben, Tokenhandling, Geräteidentität und Testergebnis revisionsfest protokollieren
Praxisübungen
- Eine Zustands- und Berechtigungsmatrix für Boot, Debug, Test und Geheimnisse erstellen
- Einen zulässigen sowie mehrere unzulässige Lifecycle-Übergänge modellieren
- Eine Debugzugangsprüfung mit TAP-Auswahl, Freigabe und Umgehungstests entwerfen
- Einen kontrollierten RMA-Prozess mit Autorisierung, Löschung und Auditnachweis ausarbeiten
Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, 2. Tag: 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt. Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Hardware Security Engineers, SoC- und DFT-Entwickler, Firmware- und Provisionierungsteams, Fertigungsverantwortliche, Product Security, Qualitätssicherung und Revisionsverantwortliche. |
| Voraussetzungen: | Grundverständnis der OpenTitan-Architektur, von OTP-Speicher, JTAG beziehungsweise DFT sowie sicherer Fertigungs- und Provisionierungsprozesse. |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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