Seminar Open Source Identity & Access Management – IAM, SSO und Zero Trust

Themenüberblick

Identitäten bestimmen, wer auf Anwendungen, Systeme und Daten zugreifen darf. Die Seminarreihe verbindet zentrale Anmeldung, kontrollierte Berechtigungen, automatisierte Benutzerprozesse und kurzlebige technische Zugänge. Der Schwerpunkt liegt auf selbst betriebenen Open-Source-Komponenten, offenen Schnittstellen und nachvollziehbarer Administration. Praktische Integrationen, Fehleranalyse und ausdrücklich abgewiesene Zugriffe gehören in den technischen Seminaren zum festen Bestandteil.

Das Themengebiet ist herstellerübergreifend. Die verschiedenen Projekte übernehmen unterschiedliche Aufgaben und werden zu einer passenden Architektur kombiniert. Keycloak und authentik erschließen zentrale Anmeldung, FreeIPA und OpenLDAP verwalten Verzeichnis- beziehungsweise Linux-Identitäten, midPoint steuert Provisionierung und Governance, privacyIDEA ergänzt MFA-Prozesse. OpenBao, OPA, OpenFGA sowie SPIFFE/SPIRE behandeln Geheimnisse, fachliche Autorisierung und Identitäten automatisierter Dienste.

Die verbindlichen Übungen nutzen die jeweiligen Open-Source-Funktionen. Zusätzliche kommerzielle Erweiterungen sind keine allgemeine Voraussetzung der Seminarreihe. Die technische Eignung wird anhand konkreter Anwendungen, Schnittstellen, Betriebsanforderungen und verfügbarer Fachkenntnisse beurteilt.

Inhaltsübersicht

  • Schwerpunkte der Seminarreihe
  • Empfohlene Lernpfade
  • Intensivseminare und kompakter Einstieg
  • Zielgruppen und Schulungsumgebung
  • Seminarauswahl

Schwerpunkte der Seminarreihe

  • Architektur und Integration: Identitätsquellen, SSO, OAuth 2.0, OpenID Connect, SAML und kontrollierte Föderation.
  • Starke Anmeldung: MFA, Passkeys, Registrierung, Wiederherstellung und nachvollziehbarer Support.
  • Verzeichnisdienste und Governance: Linux-Zugriff, Rollen, automatisierte Kontoanlage, Aufgabenwechsel, Austritt und regelmäßige Berechtigungsprüfung.
  • Zero Trust und Anwendungen: identitätsbasierter Webzugang, kontrollierte Header und fachliche Berechtigungsentscheidungen.
  • Maschinenidentitäten und Betrieb: technische Konten, Secrets, Kubernetes, Workload-Identitäten, Rotation, Wiederherstellung und Fehleranalyse.

Empfohlene Lernpfade

Die Reihenfolge orientiert sich an der jeweiligen Aufgabe. Vorhandene gleichwertige Kenntnisse erlauben den Einstieg in einen späteren Abschnitt. Die produktspezifischen Voraussetzungen bleiben dabei maßgeblich; insbesondere die Entwickler- und Kubernetes-Seminare setzen entsprechende Praxiserfahrung voraus.

Einstieg und SSO-Administration

  1. IAM-Grundlagen – Architektur, SSO und Zero Trust (1 Tag)
  2. OAuth 2.0, OpenID Connect und SAML – sichere Anwendungsintegration (2 Tage)
  3. Keycloak – Administration, Single Sign-on und Föderation (3 Tage)
  4. Keycloak – Produktionsbetrieb, Härtung und Hochverfügbarkeit (3 Tage)

Für einen Schwerpunkt auf authentik folgt nach den IAM- und Protokollgrundlagen authentik – SSO, MFA und sichere Anwendungsanbindung. Darauf können Passkeys und WebAuthn – passwortlose Anmeldung sicher einführen und bei Bedarf privacyIDEA – Mehrfaktorauthentifizierung und Token-Lebenszyklus als Vertiefungen der starken Anmeldung aufbauen. Die Auswahl einer zusätzlichen MFA-Komponente richtet sich nach dem Zugangssystem.

Linux-Identitäten und Verzeichnisdienste

Auf IAM-Grundlagen – Architektur, SSO und Zero Trust folgt OpenLDAP – sichere Verzeichnisdienste für IAM für Teams mit eigenem LDAP-Betrieb. Anschließend vertieft FreeIPA – Linux-Identitäten, Kerberos und SSSD die zentrale Linux-Anmeldung und Zugriffssteuerung. Bei bereits vorhandenen Verzeichniskenntnissen kann FreeIPA direkt nach dem Einstieg besucht werden.

Identity Governance und kontrollierte Umstellung

Nach den IAM-Grundlagen und praktischer Erfahrung mit mindestens einer Identitätsplattform folgt midPoint – Identity Governance und automatisierte Provisionierung. IAM-Migration – Lebenszyklus, Berechtigungen und Betriebsübergabe verbindet anschließend Datenbereinigung, Lebenszyklusprüfung und Betriebsübergabe. FreeIPA ist für diesen Pfad nur bei einem entsprechenden Linux-Schwerpunkt erforderlich.

Anwendungs- und Plattform-Security

Auf die Protokollgrundlagen baut Zero Trust – identitätsbasierter Anwendungszugriff mit OAuth2 Proxy auf. Für Entwickler folgt Open Policy Agent und OpenFGA – feingranulare Autorisierung als Vertiefung fachlicher Zugriffsregeln. Plattformteams ergänzen OpenBao – Secrets Management und Maschinenidentitäten für technische Geheimnisse und anschließend Kubernetes – OIDC, RBAC und Workload-Identitäten mit SPIFFE/SPIRE bei bereits vorhandenen Kubernetes-Kenntnissen. OPA/OpenFGA und OpenBao können je nach Aufgabe auch unabhängig voneinander besucht werden.

Intensivseminare und kompakter Einstieg

Drei Intensivseminare bündeln gemeinsam sämtliche 15 Fachseminarthemen. Jedes Intensivseminar dauert fünf Tage und kann bei passenden Vorkenntnissen einzeln besucht werden. Zusammen ergibt sich eine 15-tägige Reihe. Vorbereitete Systeme und ausgewählte durchgängige Übungen ermöglichen die Verdichtung; die einzelnen Fachseminare bieten mehr Zeit für spezielle Produkt- und Fehlerfälle.

  1. Intensivseminar – IAM, SSO und starke Authentifizierung (5 Tage)
  2. Intensivseminar – Identity Governance und Verzeichnisdienste (5 Tage)
  3. Intensivseminar – Zero Trust, Autorisierung und Maschinenidentitäten (5 Tage)

Kompaktseminar – Open Source IAM, SSO und Zero Trust bietet in drei Tagen einen zusammenhängenden Einstieg mit einer zentralen Praxisumgebung. Es eignet sich besonders für die Vorbereitung eines ersten Pilots und die Entscheidung über anschließende Vertiefungen.

Zielgruppen und Schulungsumgebung

Die Seminarreihe richtet sich an Administratoren, Entwickler, Plattformteams, IAM-Architekten, technische Projektleitungen und Sicherheitsverantwortliche. Die Auswahl hängt vom gewünschten Arbeitsbereich ab. Ein Architekturüberblick benötigt andere Vorkenntnisse als die Anpassung einer API oder die Administration eines Kubernetes-Clusters.

Die Schulungsumgebung wird vom Kunden bereitgestellt. Erforderliche Systeme, administrative Zugänge, Testanwendungen und geeignete Anmeldemittel sind je Seminar ausgewiesen und vor Beginn abzustimmen. Übungen erfolgen mit synthetischen Identitäten in einer getrennten Testumgebung. Bedienoberflächen und Kommandozeilen werden entsprechend den verfügbaren Produktfunktionen eingesetzt.

Die Seminardetails führen die jeweilige Dauer mit etwa sechs Unterrichtsstunden je Tag auf. Die alphabetisch geordnete Seminarauswahl ergänzt die empfohlenen fachlichen Lernpfade.

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