Seminar Modelio – Kompaktseminar UML, BPMN und Modellorganisation

Beschreibung

Das Kompaktseminar vermittelt eine arbeitsfähige Modelio-Basis für gemischte Projektteams. Bedienung, Projektstruktur, UML-Analyse, BPMN-Prozesse, Modellorganisation, Diagrammkommunikation und Audit werden in einem gemeinsamen Fallbeispiel verbunden.

Formatbegründung: Drei Tage bilden den sinnvollen Kompromiss zwischen Breite und Übungsanteil: Ein kürzeres Format würde UML, BPMN und Modellorganisation nur oberflächlich behandeln; mehr Zeit ist für einen bewusst kompakten Einstieg nicht erforderlich.

Zielgruppe

Projektteams, Business Analysts, Entwickler, Prozessmanagement, Fachkonzeption und Architektureinsteiger mit gemischtem Aufgabenprofil.

Voraussetzungen

Allgemeine IT- und Prozesskenntnisse. Spezifische Modelio-, UML- oder BPMN-Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Inhaltsübersicht

  1. Arbeitsbereich, Perspektiven und Navigation
  2. Projektanlage und Basiskonfiguration
  3. Systemkontext, Stakeholder und Akteure
  4. Use Cases und fachliche Leistungen
  5. Fachliches Domänenmodell
  6. Sequenzdiagramme und Interaktionsentwurf
  7. BPMN-Grundlagen und Modellierungsrahmen
  8. Ereignisse, Gateways und Ausnahmebehandlung
  9. Modellbaum, Pakete und Verantwortungsbereiche
  10. Layout, Stil und Leseführung
  11. Audit ausführen und Befunde bewerten

Seminarinhalte

1. Arbeitsbereich, Perspektiven und Navigation

Der Einstieg legt eine reproduzierbare Arbeitsweise für Projekte, Modelle, Diagramme und Eigenschaften fest.

  1. Arbeitsbereich öffnen und die Projektansicht, Modellansicht, Diagrammansicht sowie Eigenschaftsansicht einordnen.
  2. Ein Übungsprojekt anlegen und zwischen Modellbaum, Diagramm und Elementdetails wechseln.
  3. Suchen, Filtern, Umbenennen und Verschieben von Modellelementen mit kontrollierter Auswahl durchführen.
  4. Perspektive und Fensteranordnung speichern und anhand einer Readiness-Checkliste prüfen.

2. Projektanlage und Basiskonfiguration

Eine belastbare Projektbasis verhindert spätere Struktur-, Modul- und Austauschprobleme.

  1. Projektziel, Modellumfang, Namensschema und Verantwortungsbereiche festlegen.
  2. Projekt anlegen, benötigte Module aktivieren und Grundeinstellungen dokumentieren.
  3. Startpakete, Diagrammordner und gemeinsame Modellelemente nach dem vereinbarten Strukturplan erzeugen.
  4. Projekt öffnen, schließen, erneut laden und die Konfiguration auf einem zweiten Arbeitsplatz kontrollieren.

3. Systemkontext, Stakeholder und Akteure

Der fachliche Analyseumfang wird vor der detaillierten Modellierung eindeutig abgegrenzt.

  1. Systemgrenze, Nachbarsysteme, Stakeholder und externe Auslöser ermitteln.
  2. Akteure nach Rolle statt nach konkreter Person benennen und generalisieren.
  3. Ziele der Akteure mit dem Systemkontext abgleichen.
  4. Kontextdiagramm im Review auf fehlende Schnittstellen und unklare Verantwortungsgrenzen prüfen.

4. Use Cases und fachliche Leistungen

Use Cases beschreiben beobachtbare Leistungen des Systems aus Sicht externer Akteure.

  1. Use Cases aus Akteurszielen ableiten und mit eindeutiger Verbform benennen.
  2. Beziehungen, Einbeziehung, Erweiterung und Generalisierung zurückhaltend einsetzen.
  3. Hauptablauf, Alternativen, Vorbedingungen, Nachbedingungen und fachliche Regeln ausarbeiten.
  4. Use-Case-Modell gegen Anforderungen und Systemgrenze validieren.

5. Fachliches Domänenmodell

Fachbegriffe und Beziehungen werden als gemeinsames Analysemodell strukturiert.

  1. Kandidaten aus Use Cases, Glossar und Prozessen sammeln.
  2. Klassen, Attribute, Assoziationen, Multiplizitäten und Generalisierungen modellieren.
  3. Technische Implementierungsdetails aus dem fachlichen Modell entfernen.
  4. Modell mit Beispieldaten und fachlichen Szenarien auf Konsistenz prüfen.

6. Sequenzdiagramme und Interaktionsentwurf

Zeitliche Zusammenarbeit zwischen Akteuren, Komponenten und Objekten wird nachvollziehbar dargestellt.

  1. Szenario, beteiligte Lebenslinien und relevante Schnittstellen auswählen.
  2. Nachrichten, Rückgaben, Erzeugung, Zerstörung und Aktivierungen modellieren.
  3. Alternativen, Schleifen, optionale Abläufe und Fehlerpfade mit kombinierten Fragmenten darstellen.
  4. Interaktion gegen Use Case, Operationen und Zustandsbedingungen prüfen.

7. BPMN-Grundlagen und Modellierungsrahmen

Prozessmodellierung beginnt mit klarer Zielsetzung, passender Detailtiefe und konsistenten Begriffen.

  1. Prozessziel, Start- und Endkriterien, Beteiligte sowie Modellierungsumfang bestimmen.
  2. Aktivitäten, Ereignisse, Gateways, Sequenzflüsse und Artefakte einordnen.
  3. Ein einfaches End-to-End-Prozessmodell mit eindeutiger Leseführung erstellen.
  4. Modell gegen reale Fallvarianten und vereinbarte Namensregeln prüfen.

8. Ereignisse, Gateways und Ausnahmebehandlung

Kontrollfluss und Reaktionen auf Geschäftsereignisse werden semantisch korrekt modelliert.

  1. Start-, Zwischen- und Endereignisse passend zum fachlichen Auslöser auswählen.
  2. Exklusive, parallele, inklusive und ereignisbasierte Gateways unterscheiden.
  3. Timer-, Nachrichten-, Fehler- und Eskalationspfade in das Fallbeispiel integrieren.
  4. Tokenfluss für Haupt-, Ausnahme- und Abbruchpfade schrittweise nachvollziehen.

9. Modellbaum, Pakete und Verantwortungsbereiche

Eine klare Hierarchie schafft Orientierung und erleichtert Rechtevergabe, Wiederverwendung und Dokumentation.

  1. Fachliche, technische und organisatorische Sichten voneinander abgrenzen.
  2. Pakete und Namenskonventionen für Domänen, Systeme, Prozesse und Anforderungen anlegen.
  3. Eigentümerschaft, Status und Freigabepunkte für zentrale Modellbereiche festlegen.
  4. Struktur mit Suchfällen, Diagrammzugriff und Dokumentselektion praktisch validieren.

10. Layout, Stil und Leseführung

Eine konsistente grafische Sprache verbessert Verständlichkeit und reduziert Interpretationsfehler.

  1. Raster, Ausrichtung, Größen, Linienführung und Beschriftung vereinheitlichen.
  2. Farben und Symbole sparsam nach Bedeutung statt nach persönlicher Vorliebe einsetzen.
  3. Komplexe Inhalte durch Teilansichten, Ebenen und Fokusdiagramme reduzieren.
  4. Lesbarkeit in Präsentations-, Druck- und Bildschirmgröße mit einer Review-Checkliste prüfen.

11. Audit ausführen und Befunde bewerten

Die integrierte Modellprüfung wird als wiederholbarer Qualitätsprozess eingesetzt.

  1. Auditumfang, Regelmenge und betroffene Modellbereiche festlegen.
  2. Audit ausführen und Befunde nach Schweregrad, Ursache und Verantwortlichkeit klassifizieren.
  3. Repräsentative Fehler direkt am Modellelement nachvollziehen und kontrolliert korrigieren.
  4. Audit erneut ausführen und Restbefunde mit Begründung dokumentieren.

Praxisübungen

  • Anlage eines gemeinsamen Übungsprojekts mit Konventionen.
  • Fachliche Analyse mit Kontext, Use Cases und Domänenmodell.
  • Modellierung eines Geschäftsprozesses mit Ereignissen und Gateways.
  • Erstellung adressatengerechter Diagramme und Abschlussaudit.

Qualitätskriterien

  • Modellelemente werden im Modellbaum eindeutig strukturiert und in Diagrammen wiederverwendet statt dupliziert.
  • Beziehungen, Status, Benennung und Verantwortlichkeiten sind nachvollziehbar und entsprechen dem vereinbarten Modellierungsrahmen.
  • Audit- und Reviewbefunde werden priorisiert, korrigiert und in einer erneuten Prüfung verifiziert.
  • Übungsergebnisse lassen sich nach Schließen und erneutem Öffnen des Projekts reproduzierbar nachvollziehen.
  • UML-, BPMN- und Organisationsanteile bleiben in einem gemeinsamen Projekt konsistent miteinander verbunden.

Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner

Seminardetails

   
Dauer: 3 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 1.797 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 5.100 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: Projektteams, Business Analysts, Entwickler, Prozessmanagement, Fachkonzeption und Architektureinsteiger mit gemischtem Aufgabenprofil.
Voraussetzungen: Allgemeine IT- und Prozesskenntnisse. Spezifische Modelio-, UML- oder BPMN-Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Fachvortrag, Live-Modellierung, Demonstrationen, praktische Übungen und strukturierte Reviews am System
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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