Seminar Modelio – Intensivseminar BPMN, Requirements und Enterprise Architecture

Beschreibung

Der Intensivpfad verbindet Geschäftsprozessmodellierung, Requirements Engineering, Traceability, ArchiMate und TOGAF. Von Zielen und Stakeholdern über Prozesse und Anforderungen bis zu Geschäfts-, Anwendungs- und Technologiearchitektur entsteht ein durchgängiges Transformationsmodell mit Roadmap und Governance.

Formatbegründung: Fünf Tage sind erforderlich, um Prozess-, Anforderungs- und Architekturmodelle nicht nur einzeln zu beherrschen, sondern ihre semantischen Übergänge, Nachverfolgbarkeit und Governance in einem vollständigen Transformationsfall zu prüfen.

Zielgruppe

Enterprise Architects, Business Architects, Business Analysts, Prozessmanagement, Requirements Engineering und Transformationsprogramme.

Voraussetzungen

Grundkenntnisse von Geschäftsprozessen, Anforderungen und Unternehmensarchitektur. Benötigte BPMN-, Requirements-, ArchiMate- und TOGAF-Funktionen müssen verfügbar sein.

Inhaltsübersicht

  1. Ziele, Regeln und gemeinsames Fachvokabular
  2. Anforderungen erfassen und strukturieren
  3. Anforderungsdiagramme, Tabellen und Matrizen
  4. Traceability zwischen Bedarf, Modell und Umsetzung
  5. BPMN-Grundlagen und Modellierungsrahmen
  6. Ereignisse, Gateways und Ausnahmebehandlung
  7. Pools, Lanes, Nachrichten und Kollaboration
  8. Prozessprüfung und fachliche Abnahme
  9. ArchiMate-Begriffe, Ebenen und Beziehungen
  10. Geschäfts-, Anwendungs- und Technologieschichten
  11. Motivation, Strategie und Architekturtreiber
  12. Viewpoints und adressatengerechte Architektursichten
  13. TOGAF ADM im Modellierungsprojekt
  14. Architecture Repository, Kataloge und Matrizen
  15. Plateaus, Lücken, Arbeitspakete und Roadmaps
  16. Governance, Compliance und Architekturentscheidungen

Seminarinhalte

1. Ziele, Regeln und gemeinsames Fachvokabular

Ein gemeinsames Begriffsmodell reduziert Missverständnisse zwischen Fachbereich und Technik.

  1. Geschäftsziele, Richtlinien, Regeln und zentrale Begriffe sammeln.
  2. Synonyme, Definitionen, Geltungsbereiche und Verantwortlichkeiten vereinheitlichen.
  3. Begriffe mit Anforderungen, Prozessen, Domänenklassen und Informationsobjekten verknüpfen.
  4. Konflikte und unklare Begriffsverwendung in ausgewählten Diagrammen aufdecken und korrigieren.

2. Anforderungen erfassen und strukturieren

Anforderungen werden eindeutig, prüfbar und mit fachlichem Kontext im Modell abgelegt.

  1. Stakeholder, Ziele, Quellen, Geltungsbereich und Prioritäten bestimmen.
  2. Anforderungen mit Kennung, Text, Status, Priorität, Begründung und Verantwortlichkeit erfassen.
  3. Anforderungen hierarchisieren und fachliche von technischen Aussagen trennen.
  4. Mehrdeutigkeiten, Doppelungen und fehlende Akzeptanzkriterien in einem Review bereinigen.

3. Anforderungsdiagramme, Tabellen und Matrizen

Unterschiedliche Darstellungsformen werden passend zu Analyse, Abstimmung und Abnahme eingesetzt.

  1. Anforderungsdiagramm für Kontext, Hierarchie und Abhängigkeiten erstellen.
  2. Tabellarische Sicht für Filterung nach Status, Priorität, Verantwortlichkeit und Release aufbauen.
  3. Matrix zwischen Anforderungen und umsetzenden Modellartefakten konfigurieren.
  4. Sichten auf Vollständigkeit und identische Datenbasis prüfen.

4. Traceability zwischen Bedarf, Modell und Umsetzung

Nachverfolgbarkeit verbindet Anforderungen mit Prozessen, Architektur, Verhalten, Tests und Entscheidungen.

  1. Traceability-Schema mit zulässigen Beziehungstypen und Richtung definieren.
  2. Anforderungen mit Use Cases, Prozessen, Komponenten, Schnittstellen und Prüfnachweisen verknüpfen.
  3. Lücken, verwaiste Elemente und nicht begründete Umsetzungen über Matrizen und Suchen identifizieren.
  4. Abdeckungsstatus dokumentieren und offene Nachverfolgungspunkte priorisieren.

5. BPMN-Grundlagen und Modellierungsrahmen

Prozessmodellierung beginnt mit klarer Zielsetzung, passender Detailtiefe und konsistenten Begriffen.

  1. Prozessziel, Start- und Endkriterien, Beteiligte sowie Modellierungsumfang bestimmen.
  2. Aktivitäten, Ereignisse, Gateways, Sequenzflüsse und Artefakte einordnen.
  3. Ein einfaches End-to-End-Prozessmodell mit eindeutiger Leseführung erstellen.
  4. Modell gegen reale Fallvarianten und vereinbarte Namensregeln prüfen.

6. Ereignisse, Gateways und Ausnahmebehandlung

Kontrollfluss und Reaktionen auf Geschäftsereignisse werden semantisch korrekt modelliert.

  1. Start-, Zwischen- und Endereignisse passend zum fachlichen Auslöser auswählen.
  2. Exklusive, parallele, inklusive und ereignisbasierte Gateways unterscheiden.
  3. Timer-, Nachrichten-, Fehler- und Eskalationspfade in das Fallbeispiel integrieren.
  4. Tokenfluss für Haupt-, Ausnahme- und Abbruchpfade schrittweise nachvollziehen.

7. Pools, Lanes, Nachrichten und Kollaboration

Organisations- und Systemgrenzen werden mit Nachrichtenflüssen statt unzulässigen Sequenzflüssen verbunden.

  1. Teilnehmer, Rollen und Systemgrenzen als Pools und Lanes strukturieren.
  2. Nachrichten, Datenobjekte und Übergabepunkte identifizieren.
  3. Kollaborationsdiagramm mit mehreren Teilnehmern aufbauen.
  4. Verantwortlichkeit, Nachrichtenrichtung und End-to-End-Vollständigkeit im Review prüfen.

8. Prozessprüfung und fachliche Abnahme

Syntaxprüfung und fachliches Walkthrough werden zu einer reproduzierbaren Prozessabnahme verbunden.

  1. Audit- und Prüfregeln für Ereignisse, Gateways, Flüsse, Benennung und Endzustände auswählen.
  2. Fehlerhaftes Prozessmodell analysieren und Befunde priorisieren.
  3. Prozesspfade mit konkreten Geschäftsfällen durchspielen.
  4. Freigabestatus, Restabweichungen und offene Prozessfragen dokumentieren.

9. ArchiMate-Begriffe, Ebenen und Beziehungen

Unternehmensarchitektur wird über ein konsistentes Vokabular für Strategie, Geschäft, Anwendung und Technologie aufgebaut.

  1. Elementkategorien und Ebenen anhand eines Beispielunternehmens einordnen.
  2. Kernbeziehungen wie Zuordnung, Realisierung, Nutzung, Einfluss und Fluss unterscheiden.
  3. Erste durchgängige Sicht vom Geschäftsziel bis zur technischen Unterstützung modellieren.
  4. Beziehungen auf Semantik, Richtung und unnötige Detailtiefe prüfen.

10. Geschäfts-, Anwendungs- und Technologieschichten

Die wesentlichen Architekturdomänen werden getrennt modelliert und über Realisierungsbeziehungen verbunden.

  1. Geschäftsfähigkeiten, Prozesse, Rollen, Services und Informationsobjekte erfassen.
  2. Anwendungskomponenten, Anwendungsservices und Datenobjekte zuordnen.
  3. Technologieknoten, Systemsoftware, Netzwerke und technische Services modellieren.
  4. Vertikale Durchgängigkeit von Geschäftsergebnis bis Infrastruktur in einer Matrix prüfen.

11. Motivation, Strategie und Architekturtreiber

Ziele, Treiber, Bewertungen, Anforderungen und Fähigkeiten begründen die Architekturentwicklung.

  1. Stakeholder, Treiber, Bewertungen und Ziele erfassen.
  2. Prinzipien, Anforderungen, Einschränkungen und Ergebnisse aus den Zielen ableiten.
  3. Fähigkeiten, Ressourcen und Wertströme mit strategischen Vorhaben verbinden.
  4. Widersprüche, unbelegte Anforderungen und fehlende Zielbeiträge in einem Review identifizieren.

12. Viewpoints und adressatengerechte Architektursichten

Architekturinhalte werden nach Entscheidungsfrage und Stakeholderbedarf gefiltert.

  1. Stakeholder, Anliegen und gewünschte Entscheidung für jede Sicht festlegen.
  2. Geeigneten Viewpoint auswählen und Inhalt auf relevante Elemente reduzieren.
  3. Mehrere Sichten auf konsistente gemeinsame Modellelemente aufbauen.
  4. Verständlichkeit, Informationsdichte und Handlungsbezug mit der Zielgruppe prüfen.

13. TOGAF ADM im Modellierungsprojekt

Die Architekturentwicklung wird als nachvollziehbarer Zyklus mit Ergebnissen, Entscheidungen und Governance abgebildet.

  1. Architekturauftrag, Umfang, Stakeholder und Governance-Rahmen festlegen.
  2. ADM-Phasen den benötigten Modellen, Katalogen, Matrizen und Entscheidungen zuordnen.
  3. Anforderungsmanagement und Iterationen über den Zyklus hinweg modellieren.
  4. Projektstatus anhand definierter Phasen-Ergebnisse und Freigabepunkte bewerten.

14. Architecture Repository, Kataloge und Matrizen

Architekturartefakte erhalten eine definierte Ablage, Klassifikation und Wiederverwendungslogik.

  1. Repository-Bereiche für Metamodelle, Referenzen, Standards, Landschaften und Governance bestimmen.
  2. Kataloge für Stakeholder, Anwendungen, Technologien und Standards erstellen.
  3. Matrizen für Verantwortlichkeiten, Abhängigkeiten und Lebenszyklen konfigurieren.
  4. Ablage und Sichten anhand typischer Such- und Entscheidungsfragen testen.

15. Plateaus, Lücken, Arbeitspakete und Roadmaps

Zielarchitekturen werden mit Übergangszuständen und umsetzbaren Arbeitspaketen verbunden.

  1. Ist-, Übergangs- und Zielplateaus definieren.
  2. Lücken zwischen Plateaus auf Fähigkeiten, Prozesse, Anwendungen und Technik beziehen.
  3. Arbeitspakete, Liefergegenstände und Meilensteine modellieren.
  4. Roadmap auf Abhängigkeiten, Reihenfolge, Risiken und Zielbeitrag prüfen.

16. Governance, Compliance und Architekturentscheidungen

Freigaben, Ausnahmen und Konformitätsprüfungen werden am Modell nachvollziehbar dokumentiert.

  1. Architekturprinzipien, Standards, Constraints und Prüfpunkte festlegen.
  2. Architekturentscheidungen mit Kontext, Alternativen, Begründung und Folgen erfassen.
  3. Konformitätsprüfung für ein Vorhaben anhand von Sollvorgaben durchführen.
  4. Abweichungen, Auflagen, Fristen und erneute Prüfung dokumentieren.

Praxisübungen

  • Modellierung eines Geschäftsbedarfs mit Zielen und Anforderungen.
  • End-to-End-Prozess mit Kollaboration, Ausnahmen und Audit.
  • Durchgängige Geschäfts-, Anwendungs- und Technologiearchitektur.
  • Traceability-, Roadmap- und Governance-Review für das Transformationsvorhaben.

Qualitätskriterien

  • Modellelemente werden im Modellbaum eindeutig strukturiert und in Diagrammen wiederverwendet statt dupliziert.
  • Beziehungen, Status, Benennung und Verantwortlichkeiten sind nachvollziehbar und entsprechen dem vereinbarten Modellierungsrahmen.
  • Audit- und Reviewbefunde werden priorisiert, korrigiert und in einer erneuten Prüfung verifiziert.
  • Übungsergebnisse lassen sich nach Schließen und erneutem Öffnen des Projekts reproduzierbar nachvollziehen.
  • Der durchgängige Fall verbindet alle Teilgebiete in einem freigegebenen, dokumentierten Gesamtmodell.

Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner

Seminardetails

   
Dauer: 5 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 2.995 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 8.500 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: Enterprise Architects, Business Architects, Business Analysts, Prozessmanagement, Requirements Engineering und Transformationsprogramme.
Voraussetzungen: Grundkenntnisse von Geschäftsprozessen, Anforderungen und Unternehmensarchitektur. Benötigte BPMN-, Requirements-, ArchiMate- und TOGAF-Funktionen müssen verfügbar sein.
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Fachvortrag, Live-Modellierung, Demonstrationen, praktische Übungen und strukturierte Reviews am System
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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Seminar Startdatum Enddatum Ort Dauer
Regensburg 5 Tage
Jena 5 Tage
Trier 5 Tage
Madgeburg 5 Tage
Friedrichshafen 5 Tage
Kassel 5 Tage
Ulm 5 Tage
München 5 Tage
Nürnberg 5 Tage
Köln 5 Tage
Wuppertal 5 Tage
Münster 5 Tage
Mainz 5 Tage
Erfurt 5 Tage
Bremen 5 Tage
Berlin 5 Tage
Paderborn 5 Tage
Essen 5 Tage
Darmstadt 5 Tage
Frankfurt 5 Tage
Potsdam 5 Tage
Flensburg 5 Tage
Konstanz 5 Tage
Freiburg 5 Tage
Hamm 5 Tage
Rostock 5 Tage
Hamburg 5 Tage
Leipzig 5 Tage
Hannover 5 Tage
Stuttgart 5 Tage
Dresden 5 Tage
Luxemburg 5 Tage
Madgeburg 5 Tage
Regensburg 5 Tage
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