Seminar Modelio – Intensivseminar Administration, Teamarbeit und Modellgovernance

Beschreibung

Der Intensivpfad verbindet Installation, Projektstandardisierung, Modulverwaltung, Modellorganisation, Repository, Berechtigungen, Versionierung, Vergleich, Qualität, Dokumentation und Migration. Am Ende steht ein vollständiges Betriebs- und Governance-Modell für eine produktive Teamumgebung.

Formatbegründung: Fünf Tage sind erforderlich, weil technische Plattform, gemeinsames Arbeitsmodell, Qualitätssicherung, Publikation und Migrationsfähigkeit als integrierter Betriebsprozess aufgebaut und mit Mehrbenutzer- sowie Wiederherstellungsszenarien geprüft werden.

Zielgruppe

Plattformverantwortliche, Modelio-Administration, Repository-Administration, Modellgovernance, Architekturmanagement und technische Teamleitungen.

Voraussetzungen

Sichere Betriebssystem- und Netzwerkgrundlagen, Modelio-Grundkenntnisse sowie Verständnis von Rollen, Freigaben und Versionsständen.

Inhaltsübersicht

  1. Installation und technische Voraussetzungen
  2. Projektanlage und Basiskonfiguration
  3. Module, Editionen und Funktionsumfang verwalten
  4. Arbeitsplatz- und Projekteinstellungen
  5. Modellbaum, Pakete und Verantwortungsbereiche
  6. Modellfragmente und verteilte Modellorganisation
  7. Gemeinsames Repository und Arbeitsmodell
  8. Rollen, Berechtigungen und Verantwortlichkeiten
  9. Versionen, Baselines und Änderungsstände
  10. Vergleich, Zusammenführung und Konfliktlösung
  11. Qualitätsregeln und Prüfkataloge
  12. Audit ausführen und Befunde bewerten
  13. Dokumentationsziel und Publikationsstrategie
  14. Sicherung, Wiederherstellung und Archivierung
  15. Testmigration und Versionswechsel
  16. Produktionsumstellung und Rückfallplanung

Seminarinhalte

1. Installation und technische Voraussetzungen

Installation und Startkonfiguration werden so aufgebaut, dass Arbeitsplätze reproduzierbar bereitgestellt werden können.

  1. Betriebssystem, Java-Laufzeit, Benutzerrechte, Speicherorte und Netzwerkanforderungen prüfen.
  2. Modelio installieren und getrennte Pfade für Programm, Arbeitsbereich, Projekte und Sicherungen festlegen.
  3. Startparameter, Protokollierung und Standardarbeitsbereich konfigurieren.
  4. Erststart, Projekterstellung, Modulzugriff und Schreibrechte mit einem technischen Abnahmetest verifizieren.

2. Projektanlage und Basiskonfiguration

Eine belastbare Projektbasis verhindert spätere Struktur-, Modul- und Austauschprobleme.

  1. Projektziel, Modellumfang, Namensschema und Verantwortungsbereiche festlegen.
  2. Projekt anlegen, benötigte Module aktivieren und Grundeinstellungen dokumentieren.
  3. Startpakete, Diagrammordner und gemeinsame Modellelemente nach dem vereinbarten Strukturplan erzeugen.
  4. Projekt öffnen, schließen, erneut laden und die Konfiguration auf einem zweiten Arbeitsplatz kontrollieren.

3. Module, Editionen und Funktionsumfang verwalten

Die verfügbare Modellierungsfunktion hängt von Edition, installierten Modulen und Projektkonfiguration ab.

  1. Installierte Module, Versionen, Abhängigkeiten und Lizenzstatus inventarisieren.
  2. Module in einem Testprojekt aktivieren, deaktivieren und deren Auswirkungen auf Diagramme und Metamodell prüfen.
  3. Kompatibilitätsregeln für Projektversionen und Modulstände dokumentieren.
  4. Eine freigegebene Modulliste mit Installations-, Aktualisierungs- und Rollbackschritten erstellen.

4. Arbeitsplatz- und Projekteinstellungen

Globale Einstellungen und projektspezifische Regeln werden getrennt und nachvollziehbar verwaltet.

  1. Globale Einstellungen für Darstellung, Speicherung, Validierung und Benutzeroberfläche erfassen.
  2. Projekteinstellungen für Module, Diagramme, Audit und Dokumentation konfigurieren.
  3. Abweichungen zwischen zwei Arbeitsplätzen erkennen und auf eine definierte Baseline zurückführen.
  4. Konfigurationsänderungen protokollieren und mit einem Wiederanlauf-Test abschließen.

5. Modellbaum, Pakete und Verantwortungsbereiche

Eine klare Hierarchie schafft Orientierung und erleichtert Rechtevergabe, Wiederverwendung und Dokumentation.

  1. Fachliche, technische und organisatorische Sichten voneinander abgrenzen.
  2. Pakete und Namenskonventionen für Domänen, Systeme, Prozesse und Anforderungen anlegen.
  3. Eigentümerschaft, Status und Freigabepunkte für zentrale Modellbereiche festlegen.
  4. Struktur mit Suchfällen, Diagrammzugriff und Dokumentselektion praktisch validieren.

6. Modellfragmente und verteilte Modellorganisation

Große Modelle werden in kontrollierbare Einheiten aufgeteilt, ohne Zusammenhänge zu verlieren.

  1. Kandidaten für Modellfragmente anhand von Verantwortlichkeit, Änderungsfrequenz und Abhängigkeiten identifizieren.
  2. Fragmentstruktur anlegen und schreibende sowie lesende Nutzung voneinander trennen.
  3. Querverweise zwischen Fragmenten herstellen und unerwünschte zyklische Abhängigkeiten erkennen.
  4. Lade-, Änderungs-, Austausch- und Wiederherstellungstest für die Fragmentstruktur durchführen.

7. Gemeinsames Repository und Arbeitsmodell

Teamarbeit benötigt klare Regeln für zentrale Ablage, lokale Arbeitsstände und geteilte Modellbereiche.

  1. Repository-Struktur, Projektgrenzen, Modellfragmente und Verantwortlichkeiten festlegen.
  2. Arbeitskopie oder Teamprojekt einrichten und Verbindungs- sowie Berechtigungsprüfung durchführen.
  3. Änderung in einem abgegrenzten Modellbereich vornehmen und kontrolliert bereitstellen.
  4. Aktualisierung auf einem zweiten Arbeitsplatz prüfen und Abweichungen dokumentieren.

8. Rollen, Berechtigungen und Verantwortlichkeiten

Zugriff wird nach Aufgaben, Schutzbedarf und Modellverantwortung vergeben.

  1. Rollen für Administration, Modellierung, Review, Lesen und Freigabe definieren.
  2. Berechtigungen auf Projekte, Fragmente oder Funktionsbereiche abbilden.
  3. Positiv- und Negativtests mit repräsentativen Benutzerrollen durchführen.
  4. Rezertifizierung, Rollenwechsel und Entzug von Rechten als Betriebsprozess dokumentieren.

9. Versionen, Baselines und Änderungsstände

Releases und Meilensteine werden als reproduzierbare Modellstände verwaltet.

  1. Versionierungsobjekt, Namensschema und Freigabepunkte bestimmen.
  2. Baseline vor einer größeren Änderung erzeugen.
  3. Änderungsstand mit verantwortlichem Arbeitspaket und Zielversion verknüpfen.
  4. Wiederherstellung oder Vergleich mit der Baseline praktisch prüfen.

10. Vergleich, Zusammenführung und Konfliktlösung

Parallele Änderungen werden strukturiert verglichen und mit fachlicher Verantwortung zusammengeführt.

  1. Zwei definierte Modellstände mit absichtlich überlappenden Änderungen vorbereiten.
  2. Hinzugefügte, geänderte, verschobene und gelöschte Elemente vergleichen.
  3. Konflikte nach Besitz, Inhalt und Zielarchitektur entscheiden.
  4. Zusammengeführten Stand auditieren, öffnen und von einer zweiten Person gegenprüfen lassen.

11. Qualitätsregeln und Prüfkataloge

Prüfregeln verbinden Modellierungsstandards mit einer objektiven und wiederholbaren Abnahme.

  1. Qualitätsziele für Vollständigkeit, Konsistenz, Benennung, Traceability und Architekturkonformität definieren.
  2. Regeln priorisieren und zwischen automatischer Prüfung, manueller Kontrolle und Freigabe unterscheiden.
  3. Prüfkatalog an einem absichtlich fehlerhaften Modell erproben.
  4. Ausnahmen, Schwellenwerte und Verantwortlichkeiten für Regeländerungen festlegen.

12. Audit ausführen und Befunde bewerten

Die integrierte Modellprüfung wird als wiederholbarer Qualitätsprozess eingesetzt.

  1. Auditumfang, Regelmenge und betroffene Modellbereiche festlegen.
  2. Audit ausführen und Befunde nach Schweregrad, Ursache und Verantwortlichkeit klassifizieren.
  3. Repräsentative Fehler direkt am Modellelement nachvollziehen und kontrolliert korrigieren.
  4. Audit erneut ausführen und Restbefunde mit Begründung dokumentieren.

13. Dokumentationsziel und Publikationsstrategie

Dokumente werden aus klar definierten Modellinhalten, Sichten und Verantwortlichkeiten erzeugt.

  1. Adressaten, Dokumentzweck, Geltungsbereich, Freigabe und Aktualisierungsrhythmus festlegen.
  2. Quellmodelle, Diagramme, Tabellen und erläuternde Texte auswählen.
  3. Dokumentstruktur mit Kapiteln, Auswahlregeln und Wiederverwendung entwerfen.
  4. Vollständigkeit und Änderbarkeit anhand eines repräsentativen Modellbereichs prüfen.

14. Sicherung, Wiederherstellung und Archivierung

Modelle werden nur dann verlässlich betrieben, wenn Sicherung und Rücksicherung praktisch geprüft sind.

  1. Schutzbedarf, Sicherungsumfang, Aufbewahrung und Verantwortlichkeiten für Projekte und Arbeitsbereiche definieren.
  2. Eine konsistente Projektsicherung erzeugen und eindeutig versioniert ablegen.
  3. Wiederherstellung in einem getrennten Zielverzeichnis durchführen und Projektintegrität prüfen.
  4. Archivierungs- und Rücksicherungsprotokoll mit Prüfpunkten für Module, Diagramme, Beziehungen und Dokumente erstellen.

15. Testmigration und Versionswechsel

Der Versionswechsel wird zunächst an Kopien und repräsentativen Projekten durchgeführt.

  1. Sicherungen, Referenzprojekte und getrennte Testinstallation vorbereiten.
  2. Projekt öffnen oder konvertieren und alle Meldungen protokollieren.
  3. Module, Diagramme, Profile, Skripte und Publikationsfunktionen schrittweise testen.
  4. Abweichungen klassifizieren und Korrektur oder Ausschlusskriterium festlegen.

16. Produktionsumstellung und Rückfallplanung

Die produktive Umstellung erhält klare Stop-Kriterien, Verifikation und einen getesteten Rückfallweg.

  1. Änderungsfenster, Zuständigkeiten, Kommunikationsweg und Einfrierzeitpunkt festlegen.
  2. Letzte Sicherung und Abgleich des Ausgangsstands durchführen.
  3. Migration gemäß Runbook ausführen und technische sowie fachliche Prüfschritte protokollieren.
  4. Freigabe erteilen oder anhand definierter Kriterien auf den Ausgangsstand zurücksetzen.

Praxisübungen

  • Aufbau einer standardisierten Modelio-Teamplattform.
  • Einrichtung von Rollen, Fragmenten und Repository-Arbeitsabläufen.
  • Konfliktlösung, Audit, Baseline und Publikationsfreigabe.
  • Wiederherstellungs- und Migrationssimulation mit dokumentiertem Cutover.

Qualitätskriterien

  • Modellelemente werden im Modellbaum eindeutig strukturiert und in Diagrammen wiederverwendet statt dupliziert.
  • Beziehungen, Status, Benennung und Verantwortlichkeiten sind nachvollziehbar und entsprechen dem vereinbarten Modellierungsrahmen.
  • Audit- und Reviewbefunde werden priorisiert, korrigiert und in einer erneuten Prüfung verifiziert.
  • Übungsergebnisse lassen sich nach Schließen und erneutem Öffnen des Projekts reproduzierbar nachvollziehen.
  • Der durchgängige Fall verbindet alle Teilgebiete in einem freigegebenen, dokumentierten Gesamtmodell.

Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner

Seminardetails

   
Dauer: 5 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 2.995 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 8.500 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: Plattformverantwortliche, Modelio-Administration, Repository-Administration, Modellgovernance, Architekturmanagement und technische Teamleitungen.
Voraussetzungen: Sichere Betriebssystem- und Netzwerkgrundlagen, Modelio-Grundkenntnisse sowie Verständnis von Rollen, Freigaben und Versionsständen.
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Fachvortrag, Live-Modellierung, Demonstrationen, praktische Übungen und strukturierte Reviews am System
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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Seminar Startdatum Enddatum Ort Dauer
Madgeburg 5 Tage
Regensburg 5 Tage
Jena 5 Tage
Trier 5 Tage
München 5 Tage
Friedrichshafen 5 Tage
Kassel 5 Tage
Ulm 5 Tage
Münster 5 Tage
Nürnberg 5 Tage
Köln 5 Tage
Wuppertal 5 Tage
Bremen 5 Tage
Berlin 5 Tage
Mainz 5 Tage
Erfurt 5 Tage
Darmstadt 5 Tage
Frankfurt 5 Tage
Paderborn 5 Tage
Essen 5 Tage
Konstanz 5 Tage
Freiburg 5 Tage
Potsdam 5 Tage
Flensburg 5 Tage
Leipzig 5 Tage
Hamm 5 Tage
Rostock 5 Tage
Hamburg 5 Tage
Luxemburg 5 Tage
Hannover 5 Tage
Stuttgart 5 Tage
Dresden 5 Tage
Madgeburg 5 Tage
Regensburg 5 Tage
Jena 5 Tage
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Friedrichshafen 5 Tage
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