Seminar ETS6 – Migration, Projektbereinigung und Versionswechsel

Schwerpunkt und Nutzen

Ein Wechsel auf einen aktuellen ETS6-Stand ist technisch meist beherrschbar, kann jedoch durch alte Produktdaten, Plug-ins, uneinheitliche Projekte und fehlende Sicherungen erheblich erschwert werden. Entscheidend ist ein kontrollierter Ablauf mit Projektkopie, Vergleich und Rückfallpunkt.

Mehrere Bestandsprojekte werden inventarisiert, importiert, konvertiert und bereinigt. Warnungen und nicht verfügbare Produktdaten werden priorisiert. Kritische Funktionen werden vor und nach der Umstellung über eine Testmatrix verglichen; erst danach wird ein Projekt als neuer Arbeitsstand freigegeben.

Inhaltsübersicht

  • Schwerpunkt und Nutzen
  • Lernziele
  • Schrittweise Seminarinhalte
  • Tag 1: Bestandsaufnahme, Import und Konvertierung
  • Tag 2: Bereinigung, Aktualisierung und Freigabe
  • Praxisaufgaben
  • Zielgruppe und Voraussetzungen
  • Didaktik und Arbeitsweise

Lernziele

  • Migrationsumfang und technische Abhängigkeiten vollständig erfassen
  • Projektkopien kontrolliert importieren und plausibilisieren
  • Produktdaten und Applikationsstände ohne unnötige Änderungen pflegen
  • Inkonsistente Benennungen, unbenutzte Objekte und Altlasten bereinigen
  • Regressionsprüfungen für kritische Funktionen aufbauen
  • Rückfall, Freigabe und neue Sicherungsbasis nachvollziehbar festlegen

Schrittweise Seminarinhalte

Jeder Themenblock folgt derselben Arbeitslogik: Ausgangslage und Sollverhalten festlegen, relevante ETS6- und Anlagenobjekte modellieren, Konfiguration schrittweise umsetzen, Funktion mit Positiv- und Negativfällen prüfen und den technischen Prüfbefund dokumentieren.

Tag 1: Bestandsaufnahme, Import und Konvertierung

  1. Schritt 1: Bestandsaufnahme vor dem Versionswechsel Vorhandene ETS-Projekte, Lizenzsituation, Apps, Plug-ins, Produktdaten, Schnittstellen und projektspezifische Besonderheiten werden inventarisiert. Für jedes Element wird festgelegt, ob es übernommen, aktualisiert, ersetzt oder separat getestet werden muss; daraus entsteht ein belastbarer Migrationsplan mit Rückfalloption.
  2. Schritt 2: Projektarchive, Sicherung und Wiederherstellung Projektstände werden mit eindeutiger Benennung, Status und Verantwortlichkeit in ein kontrolliertes Archiv überführt. Automatische und manuelle Sicherungswege, Wiederherstellung sowie Prüfung der Lesbarkeit werden erprobt; ein beschädigter oder falscher Stand wird anhand definierter Merkmale erkannt und ausgeschlossen.
  3. Schritt 3: Import, Konvertierung und Plausibilitätsprüfung Projektkopien werden in einer kontrollierten Umgebung importiert und konvertiert. Gebäude, Topologie, Adressen, Geräte, Parameter und Verknüpfungen werden vor und nach der Konvertierung verglichen; Warnungen und nicht verfügbare Produktdaten werden priorisiert abgearbeitet.
  4. Schritt 4: Produktdaten, Applikationen und Gerätekatalog Produktdaten werden kontrolliert importiert, nach Hersteller und Applikationsversion geprüft und einem definierten Projektstand zugeordnet. Anschließend werden Gerätevarianten, Applikationsprogramme und Parameterstände verglichen, damit fehlerhafte oder veraltete Produktdaten nicht unbemerkt in die Projektierung gelangen.

Tagesprüfung: Die am 1. Seminartag erstellten Konfigurationen und Unterlagen werden gegen definierte Sollwerte, Telegramme, Zustände und Dokumentationsanforderungen geprüft. Offene Abweichungen werden vor dem nächsten Themenblock eindeutig klassifiziert.

Tag 2: Bereinigung, Aktualisierung und Freigabe

  1. Schritt 1: Projektbereinigung und Standardisierung Unbenutzte Gruppenadressen, doppelte Bezeichnungen, veraltete Gerätevarianten und inkonsistente Namensmuster werden identifiziert. Bereinigungen erfolgen in kleinen, prüfbaren Schritten mit Zwischenständen; nach jedem Schritt werden Projektkonsistenz und betroffene Funktionen kontrolliert.
  2. Schritt 2: Produktdaten- und Applikationspflege Verfügbare Produktdaten werden nach Hersteller, Gerätetyp und Applikationsversion bewertet, ohne funktionierende Bestandsgeräte ungeprüft zu verändern. Aktualisierungen werden zunächst an einer Projektkopie und einem Testgerät verifiziert; danach werden Freigabe, Rollback und Dokumentationspflicht festgelegt.
  3. Schritt 3: Regressionsprüfung nach Änderungen Kritische Funktionen, Zentralbefehle, Rückmeldungen, Zeitprogramme und Sicherheitsfunktionen werden in einer priorisierten Testmatrix erfasst. Nach Migration oder Projektänderung werden Soll- und Istverhalten verglichen; Abweichungen führen zu klaren Korrektur- oder Rückfallentscheidungen.
  4. Schritt 4: Änderungssteuerung im laufenden Projekt Änderungsanforderungen werden nach Ursache, betroffenen Funktionen, Risiko und Termin eingeordnet. Vor Umsetzung entstehen Sicherungsstand und Testplan; nach Umsetzung folgen Funktionsprüfung, Dokumentationsaktualisierung und Freigabe, sodass spontane Baustellenänderungen nicht zu unbekannten Projektständen führen.

Tagesprüfung: Die am 2. Seminartag erstellten Konfigurationen und Unterlagen werden gegen definierte Sollwerte, Telegramme, Zustände und Dokumentationsanforderungen geprüft. Offene Abweichungen werden vor dem nächsten Themenblock eindeutig klassifiziert.

Praxisaufgaben

  1. Übung 1: Eine vollständige Migrationsinventur für Projekte, Apps, Produktdaten und Schnittstellen erstellen. Die Bearbeitung umfasst Bestandsaufnahme, Zieldefinition, kontrollierte Umsetzung, Funktionsprüfung, Fehlerkorrektur und dokumentierte Wiederholungsprüfung.
  2. Übung 2: Ein Bestandsprojekt importieren und Gebäude, Topologie sowie Gruppenverknüpfungen vergleichen. Die Bearbeitung umfasst Bestandsaufnahme, Zieldefinition, kontrollierte Umsetzung, Funktionsprüfung, Fehlerkorrektur und dokumentierte Wiederholungsprüfung.
  3. Übung 3: Unbenutzte Gruppenadressen und uneinheitliche Namen in prüfbaren Schritten bereinigen. Die Bearbeitung umfasst Bestandsaufnahme, Zieldefinition, kontrollierte Umsetzung, Funktionsprüfung, Fehlerkorrektur und dokumentierte Wiederholungsprüfung.
  4. Übung 4: Eine Regresstestmatrix aus kritischen Beleuchtungs-, Beschattungs- und Zentralfunktionen aufbauen. Die Bearbeitung umfasst Bestandsaufnahme, Zieldefinition, kontrollierte Umsetzung, Funktionsprüfung, Fehlerkorrektur und dokumentierte Wiederholungsprüfung.

Zielgruppe und Voraussetzungen

Zielgruppe: ETS6-Projektverantwortliche, KNX-Systemintegratoren, technische Projektleitung, Service- und Betriebsteams sowie Organisationen mit älteren ETS-Projektbeständen.

Voraussetzungen: Praktische Erfahrung mit ETS-Projekten, sicherer Umgang mit Projektimport und -export sowie Zugriff auf geeignete Projektkopien. Produktive Originalprojekte werden nicht für Übungen verwendet.

Didaktik und Arbeitsweise

Kurze Fachimpulse werden unmittelbar durch ETS6-Demonstrationen, strukturierte Laboraufgaben und kontrollierte Fehlerfälle vertieft. Für jede Übung werden Ausgangsstand, Prüfkriterien und Dokumentationspflicht vorgegeben. Änderungen erfolgen einzeln und nachvollziehbar; eine Korrektur gilt erst nach Wiederholung des ursprünglichen Tests als bestätigt.

Fachbereichsleitung und Trainerteam

Seminardetails

   
Dauer: 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: ETS6-Projektverantwortliche, KNX-Systemintegratoren, technische Projektleitung, Service- und Betriebsteams sowie Organisationen mit älteren ETS-Projektbeständen.
Voraussetzungen: Praktische Erfahrung mit ETS-Projekten, sicherer Umgang mit Projektimport und -export sowie Zugriff auf geeignete Projektkopien. Produktive Originalprojekte werden nicht für Übungen verwendet.
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, strukturierte ETS6- und Laborübungen, kontrollierte Fehlerfälle und technische Prüflisten
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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