Seminar GADS – Datenaufnahme, Streaming und globaler Transfer

Seminar / Training

Beschreibung

Die Schulung behandelt Datenwege von Fahrzeugen, Teststrecken, Prüfständen, Edge-Standorten und Engineering-Systemen bis zu zentralen oder cloudbasierten GADS-Ressourcen. Im Mittelpunkt stehen belastbare Übertragungsprotokolle, Wiederaufnahme, Integritätsprüfung, Bandbreitensteuerung und nachvollziehbare Zustände.

Seminarziel

Datenaufnahme- und Transferstrecken sollen für hohe Volumen, instabile Netze, mehrere Standorte und unterschiedliche Prioritäten entworfen, überwacht und systematisch entstört werden können.

Lernziele

  • Den Themenbereich „Quellen und Übertragungsprofile analysieren“ fachlich einordnen, strukturiert planen und kontrolliert umsetzen.
  • Den Themenbereich „Aufnahmepipeline entwerfen“ fachlich einordnen, strukturiert planen und kontrolliert umsetzen.
  • Den Themenbereich „Streaming und Ereignisse gestalten“ fachlich einordnen, strukturiert planen und kontrolliert umsetzen.
  • Den Themenbereich „Globalen Transfer steuern“ fachlich einordnen, strukturiert planen und kontrolliert umsetzen.
  • Den Themenbereich „Resilienz und Wiederaufnahme umsetzen“ fachlich einordnen, strukturiert planen und kontrolliert umsetzen.

Inhaltsübersicht

  1. 1. Quellen und Übertragungsprofile analysieren
  2. 2. Aufnahmepipeline entwerfen
  3. 3. Streaming und Ereignisse gestalten
  4. 4. Globalen Transfer steuern
  5. 5. Resilienz und Wiederaufnahme umsetzen
  6. 6. Monitoring und Durchsatz bewerten
  7. 7. Betrieb und Optimierung etablieren

Zielgruppe

Dateningenieure, Integrationsentwickler, Netzwerk- und Plattformadministratoren, Edge- und Testdatenverantwortliche

Voraussetzungen

Grundkenntnisse in Netzwerk, Dateitransfer, Streaming, Linux und verteilten Systemen

Seminarinhalte

1. Quellen und Übertragungsprofile analysieren

Kapitelinhaltsverzeichnis: Sensor- und Videodaten; Prüfstand und Simulation; Datei, Objekt und Stream; Volumen, Rate und Burst; Netzqualität und Standort; Schutzbedarf und Priorität

  1. Ausgangslage, Datenquellen und Verantwortlichkeiten für Sensor- und Videodaten erfassen.
  2. Anforderungen, Abhängigkeiten und Qualitätskriterien für Prüfstand und Simulation festlegen.
  3. Zielmodell, Regeln und technische Umsetzung für Datei, Objekt und Stream entwerfen.
  4. Volumen, Rate und Burst schrittweise konfigurieren oder anhand eines Referenzablaufs modellieren.
  5. Normalbetrieb, Fehlerfälle und Grenzbedingungen für Netzqualität und Standort prüfen.
  6. Ergebnis anhand von Schutzbedarf und Priorität verifizieren und nachvollziehbar dokumentieren.

Praxis: Vier Datenquellen in Übertragungsprofile mit technischen Grenzwerten einteilen.

2. Aufnahmepipeline entwerfen

Kapitelinhaltsverzeichnis: Quellerkennung und Registrierung; Pufferung und Queue; Chunking und Parallelität; Prüfsumme und Vollständigkeit; Metadatenübergabe; Quarantäne und Fehlerstatus

  1. Ausgangslage, Datenquellen und Verantwortlichkeiten für Quellerkennung und Registrierung erfassen.
  2. Anforderungen, Abhängigkeiten und Qualitätskriterien für Pufferung und Queue festlegen.
  3. Zielmodell, Regeln und technische Umsetzung für Chunking und Parallelität entwerfen.
  4. Prüfsumme und Vollständigkeit schrittweise konfigurieren oder anhand eines Referenzablaufs modellieren.
  5. Normalbetrieb, Fehlerfälle und Grenzbedingungen für Metadatenübergabe prüfen.
  6. Ergebnis anhand von Quarantäne und Fehlerstatus verifizieren und nachvollziehbar dokumentieren.

Praxis: Eine Zustandsmaschine für den Upload großer Datensätze erstellen.

3. Streaming und Ereignisse gestalten

Kapitelinhaltsverzeichnis: Producer und Consumer; Partitionierung und Reihenfolge; Offset und Checkpoint; Backpressure und Retention; Schema und Ereignisversion; Duplikate und Idempotenz

  1. Ausgangslage, Datenquellen und Verantwortlichkeiten für Producer und Consumer erfassen.
  2. Anforderungen, Abhängigkeiten und Qualitätskriterien für Partitionierung und Reihenfolge festlegen.
  3. Zielmodell, Regeln und technische Umsetzung für Offset und Checkpoint entwerfen.
  4. Backpressure und Retention schrittweise konfigurieren oder anhand eines Referenzablaufs modellieren.
  5. Normalbetrieb, Fehlerfälle und Grenzbedingungen für Schema und Ereignisversion prüfen.
  6. Ergebnis anhand von Duplikate und Idempotenz verifizieren und nachvollziehbar dokumentieren.

Praxis: Einen Streaming-Datenfluss mit Fehler- und Wiederanlaufpfad modellieren.

4. Globalen Transfer steuern

Kapitelinhaltsverzeichnis: Quell- und Zielstandorte; Routing und Datenlokalität; Bandbreite und Zeitfenster; Prioritätsklassen; Kompression und Verschlüsselung; Länder- und Partnergrenzen

  1. Ausgangslage, Datenquellen und Verantwortlichkeiten für Quell- und Zielstandorte erfassen.
  2. Anforderungen, Abhängigkeiten und Qualitätskriterien für Routing und Datenlokalität festlegen.
  3. Zielmodell, Regeln und technische Umsetzung für Bandbreite und Zeitfenster entwerfen.
  4. Prioritätsklassen schrittweise konfigurieren oder anhand eines Referenzablaufs modellieren.
  5. Normalbetrieb, Fehlerfälle und Grenzbedingungen für Kompression und Verschlüsselung prüfen.
  6. Ergebnis anhand von Länder- und Partnergrenzen verifizieren und nachvollziehbar dokumentieren.

Praxis: Eine Transferplanung für drei Standorte mit begrenzter WAN-Kapazität erstellen.

5. Resilienz und Wiederaufnahme umsetzen

Kapitelinhaltsverzeichnis: Verbindungsabbruch; Teilübertragung und Resume; Timeout und Retry; Dead Letter und manuelle Klärung; Duplikaterkennung; End-to-End-Integrität

  1. Ausgangslage, Datenquellen und Verantwortlichkeiten für Verbindungsabbruch erfassen.
  2. Anforderungen, Abhängigkeiten und Qualitätskriterien für Teilübertragung und Resume festlegen.
  3. Zielmodell, Regeln und technische Umsetzung für Timeout und Retry entwerfen.
  4. Dead Letter und manuelle Klärung schrittweise konfigurieren oder anhand eines Referenzablaufs modellieren.
  5. Normalbetrieb, Fehlerfälle und Grenzbedingungen für Duplikaterkennung prüfen.
  6. Ergebnis anhand von End-to-End-Integrität verifizieren und nachvollziehbar dokumentieren.

Praxis: Fehlerfälle für Abbruch, doppelte Lieferung und beschädigte Chunks durchspielen.

6. Monitoring und Durchsatz bewerten

Kapitelinhaltsverzeichnis: Ingest-Rate und Latenz; Backlog und Datenalter; Fehlerquote und Wiederholungen; Netz- und Storage-Sättigung; End-to-End-SLA; Dashboard und Alarm

  1. Ausgangslage, Datenquellen und Verantwortlichkeiten für Ingest-Rate und Latenz erfassen.
  2. Anforderungen, Abhängigkeiten und Qualitätskriterien für Backlog und Datenalter festlegen.
  3. Zielmodell, Regeln und technische Umsetzung für Fehlerquote und Wiederholungen entwerfen.
  4. Netz- und Storage-Sättigung schrittweise konfigurieren oder anhand eines Referenzablaufs modellieren.
  5. Normalbetrieb, Fehlerfälle und Grenzbedingungen für End-to-End-SLA prüfen.
  6. Ergebnis anhand von Dashboard und Alarm verifizieren und nachvollziehbar dokumentieren.

Praxis: Ein Messkonzept mit Frühwarnindikatoren für einen wachsenden Transferstau erstellen.

7. Betrieb und Optimierung etablieren

Kapitelinhaltsverzeichnis: Runbook und Zuständigkeit; Kapazitätsgrenzen; Lasttest und Baseline; Change und Release; Kosten und Datenpriorität; kontinuierliche Verbesserung

  1. Ausgangslage, Datenquellen und Verantwortlichkeiten für Runbook und Zuständigkeit erfassen.
  2. Anforderungen, Abhängigkeiten und Qualitätskriterien für Kapazitätsgrenzen festlegen.
  3. Zielmodell, Regeln und technische Umsetzung für Lasttest und Baseline entwerfen.
  4. Change und Release schrittweise konfigurieren oder anhand eines Referenzablaufs modellieren.
  5. Normalbetrieb, Fehlerfälle und Grenzbedingungen für Kosten und Datenpriorität prüfen.
  6. Ergebnis anhand von kontinuierliche Verbesserung verifizieren und nachvollziehbar dokumentieren.

Praxis: Einen Lasttestplan mit Zielwerten, Abbruchkriterien und Auswertung formulieren.

Praxisanteile

Die Übungen bauen auf einem konsistenten Automotive-Datenszenario auf. Konfigurationen, Architekturentscheidungen, Prüfprotokolle und Betriebsmaßnahmen werden so dokumentiert, dass sie in ein eigenes Einführungs- oder Betriebskonzept übertragen werden können.

Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner

Seminardetails

   
Dauer: 3 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage: 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 1.797 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 5.100 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: Dateningenieure, Integrationsentwickler, Netzwerk- und Plattformadministratoren, Edge- und Testdatenverantwortliche
Voraussetzungen: Grundkenntnisse in Netzwerk, Dateitransfer, Streaming, Linux und verteilten Systemen
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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Seminar Startdatum Enddatum Ort Dauer
Freiburg 3 Tage
Potsdam 3 Tage
Flensburg 3 Tage
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Leipzig 3 Tage
Hamm 3 Tage
Rostock 3 Tage
Hamburg 3 Tage
Luxemburg 3 Tage
Hannover 3 Tage
Stuttgart 3 Tage
Dresden 3 Tage
Madgeburg 3 Tage
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Frankfurt 3 Tage
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Essen 3 Tage
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