Seminar / Training
Beschreibung
Die Schulung behandelt die kontrollierte Einbindung von CAx-, CAE-, Simulations- und Prüfstandssystemen in eine GADS-Datenumgebung. Große Dateien, heterogene Formate, versionsabhängige Metadaten, Referenzen zwischen Modellen und Ergebnissen sowie globale Datenbewegungen erfordern einen klaren Integrations- und Betriebsansatz.
Seminarziel
Eine durchgängige Engineering-Datenkette von der Erzeugung über Aufnahme, Metadatenanreicherung, Richtlinien, Bereitstellung und Rückverfolgbarkeit bis zur erneuten Nutzung soll entworfen und überprüft werden können.
Lernziele
- Den Themenbereich „Engineering-Werkzeugkette aufnehmen“ fachlich einordnen, strukturiert planen und kontrolliert umsetzen.
- Den Themenbereich „Datenmodell und Identitäten festlegen“ fachlich einordnen, strukturiert planen und kontrolliert umsetzen.
- Den Themenbereich „Aufnahme großer Datenmengen gestalten“ fachlich einordnen, strukturiert planen und kontrolliert umsetzen.
- Den Themenbereich „Metadaten automatisch anreichern“ fachlich einordnen, strukturiert planen und kontrolliert umsetzen.
- Den Themenbereich „Policy-basierte Orchestrierung umsetzen“ fachlich einordnen, strukturiert planen und kontrolliert umsetzen.
Inhaltsübersicht
- 1. Engineering-Werkzeugkette aufnehmen
- 2. Datenmodell und Identitäten festlegen
- 3. Aufnahme großer Datenmengen gestalten
- 4. Metadaten automatisch anreichern
- 5. Policy-basierte Orchestrierung umsetzen
- 6. Werkzeuge und Workflows anbinden
- 7. Digital Thread und Traceability sichern
- 8. Performance und Betrieb optimieren
- 9. Integrationsprojekt absichern
Zielgruppe
CAE- und CAx-Verantwortliche, Prüfstandsingenieure, Integrationsentwickler, Datenarchitekten, PLM- und HPC-Teams
Voraussetzungen
Erfahrung mit Engineering- oder Simulationsprozessen; Grundkenntnisse zu APIs, Dateisystemen und Datenmanagement
Seminarinhalte
1. Engineering-Werkzeugkette aufnehmen
Kapitelinhaltsverzeichnis: CAx-, CAE- und Prüfstandssysteme; Dateien, Ergebnisse und Metadaten; Versionen und Varianten; Nutzer und Standorte; Engpässe und Medienbrüche; Schutzbedarf
- Ausgangslage, Datenquellen und Verantwortlichkeiten für CAx-, CAE- und Prüfstandssysteme erfassen.
- Anforderungen, Abhängigkeiten und Qualitätskriterien für Dateien, Ergebnisse und Metadaten festlegen.
- Zielmodell, Regeln und technische Umsetzung für Versionen und Varianten entwerfen.
- Nutzer und Standorte schrittweise konfigurieren oder anhand eines Referenzablaufs modellieren.
- Normalbetrieb, Fehlerfälle und Grenzbedingungen für Engpässe und Medienbrüche prüfen.
- Ergebnis anhand von Schutzbedarf verifizieren und nachvollziehbar dokumentieren.
Praxis: Eine System- und Datenflusslandkarte für einen Simulationsprozess erstellen.
2. Datenmodell und Identitäten festlegen
Kapitelinhaltsverzeichnis: Projekt, Fahrzeug und Bauteil; Versuch, Simulation und Lauf; Eingaben, Modelle und Ergebnisse; Version und Konfiguration; eindeutige Identifikatoren; Referenzen und Beziehungen
- Ausgangslage, Datenquellen und Verantwortlichkeiten für Projekt, Fahrzeug und Bauteil erfassen.
- Anforderungen, Abhängigkeiten und Qualitätskriterien für Versuch, Simulation und Lauf festlegen.
- Zielmodell, Regeln und technische Umsetzung für Eingaben, Modelle und Ergebnisse entwerfen.
- Version und Konfiguration schrittweise konfigurieren oder anhand eines Referenzablaufs modellieren.
- Normalbetrieb, Fehlerfälle und Grenzbedingungen für eindeutige Identifikatoren prüfen.
- Ergebnis anhand von Referenzen und Beziehungen verifizieren und nachvollziehbar dokumentieren.
Praxis: Ein minimales semantisches Modell für Versuch und Simulation entwickeln.
3. Aufnahme großer Datenmengen gestalten
Kapitelinhaltsverzeichnis: Agenten und Konnektoren; Batch und Streaming; Chunking und Wiederaufnahme; Prüfsummen und Vollständigkeit; Bandbreitensteuerung; Quarantäne und Fehlerablage
- Ausgangslage, Datenquellen und Verantwortlichkeiten für Agenten und Konnektoren erfassen.
- Anforderungen, Abhängigkeiten und Qualitätskriterien für Batch und Streaming festlegen.
- Zielmodell, Regeln und technische Umsetzung für Chunking und Wiederaufnahme entwerfen.
- Prüfsummen und Vollständigkeit schrittweise konfigurieren oder anhand eines Referenzablaufs modellieren.
- Normalbetrieb, Fehlerfälle und Grenzbedingungen für Bandbreitensteuerung prüfen.
- Ergebnis anhand von Quarantäne und Fehlerablage verifizieren und nachvollziehbar dokumentieren.
Praxis: Einen resilienten Upload-Ablauf für mehrere Terabyte Messdaten modellieren.
4. Metadaten automatisch anreichern
Kapitelinhaltsverzeichnis: Datei- und Laufzeitmetadaten; Werkzeug- und Solverversion; Parameter und Randbedingungen; Klassifikation und Tags; Extraktion und Validierung; Owner und Qualitätsstatus
- Ausgangslage, Datenquellen und Verantwortlichkeiten für Datei- und Laufzeitmetadaten erfassen.
- Anforderungen, Abhängigkeiten und Qualitätskriterien für Werkzeug- und Solverversion festlegen.
- Zielmodell, Regeln und technische Umsetzung für Parameter und Randbedingungen entwerfen.
- Klassifikation und Tags schrittweise konfigurieren oder anhand eines Referenzablaufs modellieren.
- Normalbetrieb, Fehlerfälle und Grenzbedingungen für Extraktion und Validierung prüfen.
- Ergebnis anhand von Owner und Qualitätsstatus verifizieren und nachvollziehbar dokumentieren.
Praxis: Ein Metadatenschema mit Pflichtfeldern und automatischen Prüfungen definieren.
5. Policy-basierte Orchestrierung umsetzen
Kapitelinhaltsverzeichnis: Quell- und Zielstandort; Datenklasse und Priorität; Kopieren, Verschieben und Replizieren; Freigabe und Sperre; Tiering und Aufbewahrung; Fehler- und Wiederholungslogik
- Ausgangslage, Datenquellen und Verantwortlichkeiten für Quell- und Zielstandort erfassen.
- Anforderungen, Abhängigkeiten und Qualitätskriterien für Datenklasse und Priorität festlegen.
- Zielmodell, Regeln und technische Umsetzung für Kopieren, Verschieben und Replizieren entwerfen.
- Freigabe und Sperre schrittweise konfigurieren oder anhand eines Referenzablaufs modellieren.
- Normalbetrieb, Fehlerfälle und Grenzbedingungen für Tiering und Aufbewahrung prüfen.
- Ergebnis anhand von Fehler- und Wiederholungslogik verifizieren und nachvollziehbar dokumentieren.
Praxis: Drei Richtlinien für aktive Simulation, Review und Langzeitarchiv formulieren.
6. Werkzeuge und Workflows anbinden
Kapitelinhaltsverzeichnis: API- und Ereignisschnittstellen; Job- und Pipeline-Start; Ergebnisrückgabe; Status und Callback; Idempotenz und Wiederholung; Berechtigungen und Servicekonten
- Ausgangslage, Datenquellen und Verantwortlichkeiten für API- und Ereignisschnittstellen erfassen.
- Anforderungen, Abhängigkeiten und Qualitätskriterien für Job- und Pipeline-Start festlegen.
- Zielmodell, Regeln und technische Umsetzung für Ergebnisrückgabe entwerfen.
- Status und Callback schrittweise konfigurieren oder anhand eines Referenzablaufs modellieren.
- Normalbetrieb, Fehlerfälle und Grenzbedingungen für Idempotenz und Wiederholung prüfen.
- Ergebnis anhand von Berechtigungen und Servicekonten verifizieren und nachvollziehbar dokumentieren.
Praxis: Einen End-to-End-Workflow vom Simulationsauftrag bis zum katalogisierten Ergebnis skizzieren.
7. Digital Thread und Traceability sichern
Kapitelinhaltsverzeichnis: Herkunft und Verarbeitungsschritte; Input-Output-Beziehungen; Freigaben und Signaturen; Änderungen und Versionen; Reproduzierbarkeit; Audit und Nachweis
- Ausgangslage, Datenquellen und Verantwortlichkeiten für Herkunft und Verarbeitungsschritte erfassen.
- Anforderungen, Abhängigkeiten und Qualitätskriterien für Input-Output-Beziehungen festlegen.
- Zielmodell, Regeln und technische Umsetzung für Freigaben und Signaturen entwerfen.
- Änderungen und Versionen schrittweise konfigurieren oder anhand eines Referenzablaufs modellieren.
- Normalbetrieb, Fehlerfälle und Grenzbedingungen für Reproduzierbarkeit prüfen.
- Ergebnis anhand von Audit und Nachweis verifizieren und nachvollziehbar dokumentieren.
Praxis: Eine Traceability-Kette für einen sicherheitsrelevanten Versuch prüfen.
8. Performance und Betrieb optimieren
Kapitelinhaltsverzeichnis: Parallelität und Durchsatz; Caching und Datenlokalität; Storage- und Netzwerkengpässe; Monitoring und Backlog; Fehlerbehandlung und Support; Kapazität und Kosten
- Ausgangslage, Datenquellen und Verantwortlichkeiten für Parallelität und Durchsatz erfassen.
- Anforderungen, Abhängigkeiten und Qualitätskriterien für Caching und Datenlokalität festlegen.
- Zielmodell, Regeln und technische Umsetzung für Storage- und Netzwerkengpässe entwerfen.
- Monitoring und Backlog schrittweise konfigurieren oder anhand eines Referenzablaufs modellieren.
- Normalbetrieb, Fehlerfälle und Grenzbedingungen für Fehlerbehandlung und Support prüfen.
- Ergebnis anhand von Kapazität und Kosten verifizieren und nachvollziehbar dokumentieren.
Praxis: Ein Engpassszenario analysieren und priorisierte Verbesserungsmaßnahmen ableiten.
9. Integrationsprojekt absichern
Kapitelinhaltsverzeichnis: Pilot und Referenzdaten; Testfälle und Abnahme; Migration und Parallelbetrieb; Betriebsübergabe; Rollen und Schulung; Roadmap und Risiken
- Ausgangslage, Datenquellen und Verantwortlichkeiten für Pilot und Referenzdaten erfassen.
- Anforderungen, Abhängigkeiten und Qualitätskriterien für Testfälle und Abnahme festlegen.
- Zielmodell, Regeln und technische Umsetzung für Migration und Parallelbetrieb entwerfen.
- Betriebsübergabe schrittweise konfigurieren oder anhand eines Referenzablaufs modellieren.
- Normalbetrieb, Fehlerfälle und Grenzbedingungen für Rollen und Schulung prüfen.
- Ergebnis anhand von Roadmap und Risiken verifizieren und nachvollziehbar dokumentieren.
Praxis: Einen Integrationsplan mit Meilensteinen, Testfällen und Abnahmekriterien erstellen.
Praxisanteile
Die Übungen bauen auf einem konsistenten Automotive-Datenszenario auf. Konfigurationen, Architekturentscheidungen, Prüfprotokolle und Betriebsmaßnahmen werden so dokumentiert, dass sie in ein eigenes Einführungs- oder Betriebskonzept übertragen werden können.
Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de -

Paul Goldschmidt
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: paul.goldschmidt@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 4 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage: 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 2.396 zzgl. MwSt. Inhaus: € 6.800 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | CAE- und CAx-Verantwortliche, Prüfstandsingenieure, Integrationsentwickler, Datenarchitekten, PLM- und HPC-Teams |
| Voraussetzungen: | Erfahrung mit Engineering- oder Simulationsprozessen; Grundkenntnisse zu APIs, Dateisystemen und Datenmanagement |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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