Das fünftägige Intensivseminar bündelt Modellqualität, textuelle und grafische Verhaltensspezifikation, Modellausführung, Codegenerierung, Reverse Engineering und automatisierte Dokumentation. Aus einem geprüften UML-Modell entsteht eine reproduzierbare Ausführungs-, Build-, Test- und Dokumentationsstrecke.
Inhaltsverzeichnis
- Lernziele und fachliche Einordnung
- Schrittweise Seminarinhalte
- Praxisübungen und Laborszenarien
- Zielgruppe und Voraussetzungen
- Didaktik und Arbeitsweise
Lernziele
- Ein Qualitätsmodell mit OCL-Regeln, Testfällen und Freigabekriterien aufbauen.
- Verhalten grafisch und mit Alf ausführbar spezifizieren.
- Aktivitäten, Kompositionsstrukturen und Zustandsautomaten mit Moka ausführen und debuggen.
- Softwaremodelle in Code überführen und bestehenden Code kontrolliert rückführen.
- Dokumentation, Builds, Tests und Traceability zu einer automatisierbaren Toolchain verbinden.
Schrittweise Seminarinhalte
1. Engineeringziel und durchgängige Toolchain
Schwerpunkt: Modellzweck, Ausführbarkeit, Qualitätsziele, Zielcode, Dokumente, Buildsystem und Abnahmekriterien.
- Fragestellung, Systemgrenze und Entscheidungskriterien für den Themenblock „Engineeringziel und durchgängige Toolchain“ festlegen.
- Folgende Größen, Rollen, Elemente und Annahmen werden strukturiert: Modellzweck, Ausführbarkeit, Qualitätsziele, Zielcode, Dokumente, Buildsystem und Abnahmekriterien.
- Das Analyse- oder Entscheidungsmodell in Papyrus schrittweise aufbauen und mit prüfbaren Daten versehen.
- Alternativen, Randbedingungen, Lücken und widersprüchliche Annahmen mit definierten Szenarien untersuchen.
- Als Arbeitsergebnis ein integriertes Toolchain-Zielbild dokumentieren und als nachvollziehbare Entscheidungsbasis freigeben.
2. Qualitätsregeln mit OCL
Schwerpunkt: Kontexte, Invarianten, Collections, Profilregeln, Diagnosen und Schweregrade.
- Modellierungsziel, Abgrenzung und Qualitätskriterien für den Themenblock „Qualitätsregeln mit OCL“ festlegen.
- Folgende Modellelemente, Beziehungen und Regeln werden strukturiert: Kontexte, Invarianten, Collections, Profilregeln, Diagnosen und Schweregrade.
- Das Modell in Papyrus schrittweise anlegen, verknüpfen und in geeigneten Repräsentationen darstellen.
- Semantik, Konsistenz, Vollständigkeit, Lesbarkeit und Fehlerfälle mit definierten Prüfschritten kontrollieren.
- Als Arbeitsergebnis ein ausführbares Modellregelpaket dokumentieren, fachlich abnehmen und in einen wiederholbaren Modellierungsstandard überführen.
3. Validierungsworkflow und Testmodelle
Schwerpunkt: Batch- und Live-Prüfung, Positiv- und Negativfälle, Regression, Qualitätsgates und Freigabe.
- Architektur, Schnittstellen und Qualitätskriterien für den Themenblock „Validierungsworkflow und Testmodelle“ festlegen.
- Folgende Entwicklungsartefakte und Abhängigkeiten werden strukturiert: Batch- und Live-Prüfung, Positiv- und Negativfälle, Regression, Qualitätsgates und Freigabe.
- Die Erweiterung oder Automatisierung in kleinen, testbaren Schritten implementieren.
- Build, Laufzeitverhalten, Transaktionen, Fehlerfälle und Regression mit automatisierten oder geführten Tests prüfen.
- Als Arbeitsergebnis eine automatisierbare Validierungs- und Teststrecke versionieren, dokumentieren und reproduzierbar bereitstellen.
4. Textuelles Verhalten mit Alf
Schwerpunkt: Namensräume, Typen, Ausdrücke, Kontrollstrukturen, Aktionen und Operationen.
- Modellierungsziel, Abgrenzung und Qualitätskriterien für den Themenblock „Textuelles Verhalten mit Alf“ festlegen.
- Folgende Modellelemente, Beziehungen und Regeln werden strukturiert: Namensräume, Typen, Ausdrücke, Kontrollstrukturen, Aktionen und Operationen.
- Das Modell in Papyrus schrittweise anlegen, verknüpfen und in geeigneten Repräsentationen darstellen.
- Semantik, Konsistenz, Vollständigkeit, Lesbarkeit und Fehlerfälle mit definierten Prüfschritten kontrollieren.
- Als Arbeitsergebnis ein validiertes textuelles Verhaltensmodell dokumentieren, fachlich abnehmen und in einen wiederholbaren Modellierungsstandard überführen.
5. fUML-Aktivitäten und Laufzeitdaten
Schwerpunkt: Aktionen, Kontroll- und Objektflüsse, Parameter, Instanzen, Operation Calls und Werte.
- Modellierungsziel, Abgrenzung und Qualitätskriterien für den Themenblock „fUML-Aktivitäten und Laufzeitdaten“ festlegen.
- Folgende Modellelemente, Beziehungen und Regeln werden strukturiert: Aktionen, Kontroll- und Objektflüsse, Parameter, Instanzen, Operation Calls und Werte.
- Das Modell in Papyrus schrittweise anlegen, verknüpfen und in geeigneten Repräsentationen darstellen.
- Semantik, Konsistenz, Vollständigkeit, Lesbarkeit und Fehlerfälle mit definierten Prüfschritten kontrollieren.
- Als Arbeitsergebnis eine ausführbare fUML-Aktivität dokumentieren, fachlich abnehmen und in einen wiederholbaren Modellierungsstandard überführen.
6. PSCS-Kompositionsstrukturen
Schwerpunkt: Parts, Ports, Connectoren, Instanziierung, Kommunikation und interne Struktur.
- Modellierungsziel, Abgrenzung und Qualitätskriterien für den Themenblock „PSCS-Kompositionsstrukturen“ festlegen.
- Folgende Modellelemente, Beziehungen und Regeln werden strukturiert: Parts, Ports, Connectoren, Instanziierung, Kommunikation und interne Struktur.
- Das Modell in Papyrus schrittweise anlegen, verknüpfen und in geeigneten Repräsentationen darstellen.
- Semantik, Konsistenz, Vollständigkeit, Lesbarkeit und Fehlerfälle mit definierten Prüfschritten kontrollieren.
- Als Arbeitsergebnis eine ausführbare zusammengesetzte Struktur dokumentieren, fachlich abnehmen und in einen wiederholbaren Modellierungsstandard überführen.
7. PSSM-Zustandsautomaten
Schwerpunkt: States, Events, Guards, Transitionen, Hierarchie, parallele Regionen und Laufzeitsemantik.
- Modellierungsziel, Abgrenzung und Qualitätskriterien für den Themenblock „PSSM-Zustandsautomaten“ festlegen.
- Folgende Modellelemente, Beziehungen und Regeln werden strukturiert: States, Events, Guards, Transitionen, Hierarchie, parallele Regionen und Laufzeitsemantik.
- Das Modell in Papyrus schrittweise anlegen, verknüpfen und in geeigneten Repräsentationen darstellen.
- Semantik, Konsistenz, Vollständigkeit, Lesbarkeit und Fehlerfälle mit definierten Prüfschritten kontrollieren.
- Als Arbeitsergebnis einen ausführbaren Zustandsautomaten dokumentieren, fachlich abnehmen und in einen wiederholbaren Modellierungsstandard überführen.
8. Moka-Animation und Debugging
Schwerpunkt: Launch-Konfiguration, Breakpoints, Step-Verhalten, Traces, Variablen, Deadlocks und Fehlerpfade.
- Serviceziele, Verantwortlichkeiten und Kontrollpunkte für den Themenblock „Moka-Animation und Debugging“ definieren.
- Folgende Betriebsobjekte und Abhängigkeiten werden erfasst und priorisiert: Launch-Konfiguration, Breakpoints, Step-Verhalten, Traces, Variablen, Deadlocks und Fehlerpfade.
- Kontrollen, Runbooks oder Betriebsabläufe in der Laborumgebung beziehungsweise am Prozessmodell umsetzen.
- Regelbetrieb, Störung, Wiederanlauf und Nachkontrolle mit festgelegten Szenarien prüfen.
- Als Arbeitsergebnis einen reproduzierbaren Diagnose- und Debuggingprozess freigeben und in einen wiederholbaren Arbeits- oder Betriebsstandard übernehmen.
9. Softwaremodell und Generierungsstrategie
Schwerpunkt: Zielsprache, Komponenten, Klassen, Interfaces, Deployment, Transformationen und manuelle Ergänzungen.
- Modellierungsziel, Abgrenzung und Qualitätskriterien für den Themenblock „Softwaremodell und Generierungsstrategie“ festlegen.
- Folgende Modellelemente, Beziehungen und Regeln werden strukturiert: Zielsprache, Komponenten, Klassen, Interfaces, Deployment, Transformationen und manuelle Ergänzungen.
- Das Modell in Papyrus schrittweise anlegen, verknüpfen und in geeigneten Repräsentationen darstellen.
- Semantik, Konsistenz, Vollständigkeit, Lesbarkeit und Fehlerfälle mit definierten Prüfschritten kontrollieren.
- Als Arbeitsergebnis ein generierungsgerechtes Softwaremodell dokumentieren, fachlich abnehmen und in einen wiederholbaren Modellierungsstandard überführen.
10. SW Designer, Codegenerierung und Build
Schwerpunkt: Generatorprofile, C, C++, Java, Python, deterministische Ausgaben, Buildintegration und Tests.
- Architektur, Schnittstellen und Qualitätskriterien für den Themenblock „SW Designer, Codegenerierung und Build“ festlegen.
- Folgende Entwicklungsartefakte und Abhängigkeiten werden strukturiert: Generatorprofile, C, C++, Java, Python, deterministische Ausgaben, Buildintegration und Tests.
- Die Erweiterung oder Automatisierung in kleinen, testbaren Schritten implementieren.
- Build, Laufzeitverhalten, Transaktionen, Fehlerfälle und Regression mit automatisierten oder geführten Tests prüfen.
- Als Arbeitsergebnis einen reproduzierbaren Modell-zu-Code-Build versionieren, dokumentieren und reproduzierbar bereitstellen.
11. Reverse Engineering und Modellintegration
Schwerpunkt: Java-Rückführung, XMI, EMF, URIs, Modellabgleich, Migration und Interoperabilität.
- Beteiligte Systeme, Modellgrenzen und Integrationsziele für den Themenblock „Reverse Engineering und Modellintegration“ erfassen.
- Folgende Schnittstellen, Daten und Abbildungsregeln werden festgelegt: Java-Rückführung, XMI, EMF, URIs, Modellabgleich, Migration und Interoperabilität.
- Die Modell-, Daten- oder Toolverbindung schrittweise konfigurieren und mit repräsentativen Artefakten durchführen.
- Rundlauf, Datenverlust, Referenzen, Fehlerbehandlung und Wiederholbarkeit mit Positiv- und Negativfällen prüfen.
- Als Arbeitsergebnis einen kontrollierten Modell-Code-Integrationsprozess dokumentieren und in einen kontrollierten Integrationsprozess überführen.
12. Model2Doc, CI und Betriebsübergabe
Schwerpunkt: Dokumentmodell, Vorlagen, Ausgabeformate, Buildpipeline, Qualitätsberichte, Versionen und Runbooks.
- Serviceziele, Verantwortlichkeiten und Kontrollpunkte für den Themenblock „Model2Doc, CI und Betriebsübergabe“ definieren.
- Folgende Betriebsobjekte und Abhängigkeiten werden erfasst und priorisiert: Dokumentmodell, Vorlagen, Ausgabeformate, Buildpipeline, Qualitätsberichte, Versionen und Runbooks.
- Kontrollen, Runbooks oder Betriebsabläufe in der Laborumgebung beziehungsweise am Prozessmodell umsetzen.
- Regelbetrieb, Störung, Wiederanlauf und Nachkontrolle mit festgelegten Szenarien prüfen.
- Als Arbeitsergebnis eine automatisierte End-to-End-Engineeringstrecke freigeben und in einen wiederholbaren Arbeits- oder Betriebsstandard übernehmen.
Praxisübungen und Laborszenarien
- Entwicklung eines OCL-Regelpakets mit Positiv- und Negativmodellen.
- Spezifikation und Ausführung von Alf-, fUML-, PSCS- und PSSM-Verhalten.
- Debugging eines fehlerhaften Ausführungsmodells mit Moka.
- Konfiguration einer Codegenerierung mit automatisiertem Build und Test.
- Reverse Engineering eines Java-Ausschnitts und Modellabgleich.
- Erzeugung eines Model2Doc-Berichts innerhalb einer durchgängigen Pipeline.
Zielgruppe und Voraussetzungen
Zielgruppe: Modellbasierte Softwareentwicklung, Softwarearchitektur, Test Engineering, Toolchain-Integration, Toolsmiths und technische Entwicklungsleitung.
Voraussetzungen: Gute UML-, Papyrus- und Softwareentwicklungskenntnisse; Grundkenntnisse in OCL, Java oder einer Zielsprache sind hilfreich.
Didaktik und Arbeitsweise
Der Intensivpfad kombiniert kompakte Fachimpulse mit umfangreichen Modellierungs-, Integrations- und Betriebsübungen. Jeder Themenblock liefert ein prüfbares Artefakt, das in das gemeinsame Abschlussmodell und das zugehörige Runbook eingeht.
Fachbereichsleitung und Trainerteam
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de -

Paul Goldschmidt
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: paul.goldschmidt@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 5 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 2.995 zzgl. MwSt. Inhaus: € 8.500 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Modellbasierte Softwareentwicklung, Softwarearchitektur, Test Engineering, Toolchain-Integration, Toolsmiths und technische Entwicklungsleitung |
| Voraussetzungen: | Gute UML-, Papyrus- und Softwareentwicklungskenntnisse; Grundkenntnisse in OCL, Java oder einer Zielsprache sind hilfreich |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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