Ein tragfähiges CrateDB-Modell verbindet relationale Strukturen mit Objekten, Arrays und ereignisorientierten Zeitreihen. Das Seminar leitet Tabellen, Schlüssel, Partitionen, Shards und Indizes konsequent aus Schreib- und Abfragemustern ab.
Inhaltsübersicht
- Lernziele und fachliche Einordnung
- Schrittweise Seminarinhalte
- Praxisübungen und Laborszenarien
- Zielgruppe und Voraussetzungen
- Didaktik und Arbeitsweise
Lernziele und fachliche Einordnung
- Relationale, dokumentenartige und zeitbezogene Daten in einem konsistenten Modell verbinden
- Datentypen, Primärschlüssel, Objekt- und Arraystrukturen sicher auswählen
- Partitionierung, Sharding, Replikation und Indexierung aus dem Workload ableiten
- Schemaentwicklung und Datenqualität ohne unnötige Migrationen beherrschen
Schrittweise Seminarinhalte
- Schritt 1: Fachliche Entitäten und Ereignisse trennen
Langlebige Stammdaten, veränderliche Zustände und unveränderliche Ereignisse werden mit ihren Beziehungen und Verantwortlichkeiten modelliert.
- Schritt 2: Workload vor Schema festhalten
Schreibvolumen, Aktualisierungen, Schlüsselabfragen, Zeitfilter, Aggregationen, Joins, Text- und Vektorsuche werden priorisiert.
- Schritt 3: Geeignete Datentypen wählen
Numerik, Zeitstempel, IP-, Geo-, Objekt-, Array- und Vektortypen werden nach Semantik, Speicher und späteren Funktionen ausgewählt.
- Schritt 4: Primärschlüssel und Idempotenz gestalten
Natürliche oder zusammengesetzte Schlüssel werden so gewählt, dass verteilte Writes, Upserts und Wiederholungen eindeutig bleiben.
- Schritt 5: Objekte und Arrays modellieren
Verschachtelung, optionale Attribute, Objektpolitik, wiederholte Werte und spätere Filter werden gegen Normalisierung und eigene Tabellen abgewogen.
- Schritt 6: Zeitreihentabelle entwerfen
Ereigniszeit, Erfassungszeit, Geräte- oder Mandantenschlüssel, Messwerte und Qualitätsmerkmale werden für schnelle Aufnahme und Analyse strukturiert.
- Schritt 7: Partitionierung festlegen
Zeitintervall oder fachlicher Schlüssel werden nach Datenmenge, Pruning, Retention und Anzahl aktiver Partitionen gewählt.
- Schritt 8: Shard-Schlüssel bestimmen
Datenverteilung, Hotspots, Parallelität, Joins und häufige Filter bestimmen, ob und wie eine Tabelle geclustert wird.
- Schritt 9: Anzahl Shards und Replikate dimensionieren
Datenmenge, Knotenzahl, Wachstum, Wiederherstellung, Abfrageparallelität und Ausfallschutz werden gemeinsam bewertet.
- Schritt 10: Indizes und Suchfelder definieren
Standardindexierung, Volltextanalyse, Geo- und Vektorfelder werden nur dort eingesetzt, wo konkrete Abfragen und Qualitätsziele vorliegen.
- Schritt 11: Generierte Spalten und Constraints nutzen
Ableitbare Werte, Pflichtangaben, Eindeutigkeit und Wertebereiche werden soweit möglich direkt im Schema abgesichert.
- Schritt 12: Joins und Denormalisierung abwägen
Änderungshäufigkeit, Konsistenz, Datenwiederholung, Join-Größe und Abfrageprofil führen zu einer nachvollziehbaren Modellentscheidung.
- Schritt 13: Schemaentwicklung planen
Neue Felder, Typwechsel, Backfill, Parallelbetrieb und Rücknahme werden versioniert und mit Anwendungskompatibilität abgestimmt.
- Schritt 14: Modell mit realistischen Daten testen
Aufnahme, typische Abfragen, Spitzenlast, Löschung, Recovery und Speicherentwicklung werden vor der Freigabe gemessen.
Praxisübungen und Laborszenarien
- Modellierung eines IoT-Falls mit Geräte-, Ereignis-, JSON- und Geodaten
- Vergleich normalisierter und denormalisierter Varianten anhand konkreter Abfragen
- Dimensionierung von Partitionen, Shards und Replikaten für ein Wachstumsszenario
- Durchführung einer kontrollierten Schemaerweiterung mit Backfill und Kompatibilitätstest
Zielgruppe und Voraussetzungen
Zielgruppe: Data Architects, Data Engineers, Datenbankentwickler, Backend-Teams, Analytics Engineering und technische Produktverantwortung.
Voraussetzungen: Sichere SQL-Grundlagen und Kenntnisse der fachlichen Datenobjekte, Ereignisse und wichtigsten Abfragen.
Didaktik und Arbeitsweise
Kurze Fachimpulse werden unmittelbar durch Live-Demonstrationen, strukturierte Konfigurations- und SQL-Schritte, praktische Übungen sowie kontrollierte Fehlerfälle vertieft. Jede Übung arbeitet mit definierten Ausgangsdaten, Prüfpunkten und einer knappen technischen Dokumentation, damit die erarbeiteten Verfahren wiederholbar bleiben.
Fachbereichsleitung und Trainerteam
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 3 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.797 zzgl. MwSt. Inhaus: € 5.100 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Data Architects, Data Engineers, Datenbankentwickler, Backend-Teams, Analytics Engineering und technische Produktverantwortung |
| Voraussetzungen: | Sichere SQL-Grundlagen und Kenntnisse der fachlichen Datenobjekte, Ereignisse und wichtigsten Abfragen |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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