Das fünftägige Intensivseminar verbindet GRC, interne Revision, Datenschutz, Cyber Resilience und Business Continuity mit Architektur- und Betriebsabhängigkeiten. Anforderungen, Risiken, Kontrollen, Prüfungen, Findings, Maßnahmen, Wiederanlaufziele und Managemententscheidungen werden in einem integrierten Governance-Modell bearbeitet.
Inhaltsübersicht
- Governance-Rahmen und gemeinsames Objektmodell aufbauen
- Geschäftskritische Leistungen und Abhängigkeiten erfassen
- Anforderungen und Kontrollziele harmonisieren
- Unternehmens-, Cyber- und Privacy-Risiken bewerten
- Kontrollwirksamkeit und Assessment durchführen
- Internes Audit von Planung bis Bericht ausführen
- Business-Impact-Analyse und Wiederanlaufziele bestimmen
- Resilienz- und Kontinuitätsmaßnahmen planen
- Findings, Maßnahmen und Ausnahmen steuern
- Management-Dashboard und integriertes Review abschließen
Lernziele
- Anforderungen, Risiken, Kontrollen und Geschäftskontext in einem integrierten GRC-Modell verbinden.
- Assessments und Audits mit nachvollziehbaren Nachweisen, Findings und Maßnahmen durchführen.
- Privacy-, Cyber- und Kontinuitätsrisiken konsistent bewerten und behandeln.
- Restrisiko, Resilienz und Maßnahmenlage in Management-Reviews entscheiden.
Schrittweise Seminarinhalte
Schritt 1: Governance-Rahmen und gemeinsames Objektmodell aufbauen
Die verschiedenen Disziplinen werden mit einheitlichen Rollen, Bewertungsmaßstäben und Verknüpfungsregeln zusammengeführt.
- Geltungsbereich für Organisation, Prozesse, Anwendungen, Daten und externe Dienste festlegen.
- Risiko-, Kontroll-, Audit-, Privacy- und BCM-Rollen abgrenzen.
- Gemeinsame Objektarten, Status und Review-Zyklen definieren.
- Eskalationsschwellen und Managemententscheidungen festlegen.
Prüfpunkt: Die Disziplinen verwenden ein abgestimmtes Rollen- und Bewertungsmodell ohne widersprüchliche Zuständigkeiten.
Schritt 2: Geschäftskritische Leistungen und Abhängigkeiten erfassen
Prozesse, Daten, Anwendungen, Technologien, Standorte und Lieferanten werden als gemeinsamer Risikokontext verbunden.
- Kritische Leistungen und End-to-End-Prozesse auswählen.
- Unterstützende Ressourcen, Systeme, Daten und externe Parteien zuordnen.
- Konzentrationsrisiken und einzelne Fehlerpunkte identifizieren.
- Schutzbedarf und Kritikalität mit einheitlichen Kriterien bewerten.
Prüfpunkt: Für jede kritische Leistung ist die wesentliche fachliche und technische Abhängigkeitskette sichtbar.
Schritt 3: Anforderungen und Kontrollziele harmonisieren
Vorgaben aus mehreren Themenfeldern werden in einen prüfbaren und redundanzarmen Kontrollrahmen überführt.
- Anforderungen nach Quelle, Geltungsbereich und Gültigkeit strukturieren.
- Überschneidungen in gemeinsame Kontrollziele überführen.
- Kontrollen mit Prozessen, Systemen, Daten und Verantwortlichen verbinden.
- Nachweise, Prüffrequenz und Wirksamkeitskriterien festlegen.
Prüfpunkt: Kritische Anforderungen sind durch eindeutige Kontrollziele und prüfbare Nachweise abgedeckt.
Schritt 4: Unternehmens-, Cyber- und Privacy-Risiken bewerten
Risikoszenarien werden mit Ursache, Ereignis, Geschäftsauswirkung und vorhandenen Kontrollen konsistent beurteilt.
- Szenarien für Ausfall, Cyberangriff, Datenmissbrauch und Compliance-Verstoß formulieren.
- Eintritt, Auswirkungen und Betroffenheit anhand abgestimmter Skalen bewerten.
- Abhängigkeiten und Kaskadeneffekte berücksichtigen.
- Restrisiko, Annahmen und Datenlücken dokumentieren.
Prüfpunkt: Die Risiken sind vergleichbar und lassen sich bis zu Geschäft, Daten, System und Kontrolle zurückverfolgen.
Schritt 5: Kontrollwirksamkeit und Assessment durchführen
Kontrollen werden anhand ihres Designs und ihrer operativen Ausführung geprüft.
- Assessmentumfang, Prüfschritte, Stichprobe und Evidenzbedarf definieren.
- Kontrolldesign und operative Wirksamkeit getrennt bewerten.
- Abweichungen als Findings mit Ursache und Wirkung erfassen.
- Review und Freigabe der Bewertung rollenbasiert durchführen.
Prüfpunkt: Jede Wirksamkeitsaussage besitzt einen ausgeführten Prüfschritt und nachvollziehbaren Nachweis.
Schritt 6: Internes Audit von Planung bis Bericht ausführen
Ein risikobasiertes Audit nutzt den gemeinsamen GRC-Kontext und führt zu belegbaren Feststellungen.
- Auditobjekt, Ziel, Scope, Team und Zeitrahmen festlegen.
- Prüfprogramm aus Risiken, Anforderungen und Kontrollen ableiten.
- Arbeitspapiere und Nachweise mit Feststellungen verknüpfen.
- Bericht, Empfehlung und Managementantwort freigeben.
Prüfpunkt: Auditbericht und Findings stimmen mit den zugrunde liegenden Nachweisen und Bewertungen überein.
Schritt 7: Business-Impact-Analyse und Wiederanlaufziele bestimmen
Geschäftsauswirkungen über Zeit werden bewertet und mit konsistenten Wiederanlaufzielen verbunden.
- Auswirkungen auf Betrieb, Finanzen, Kunden, Compliance und Reputation bewerten.
- Maximal tolerierbare Ausfallzeit sowie Wiederanlauf- und Datenziele ableiten.
- Zielkonflikte zwischen Prozess, Anwendung und Infrastruktur auflösen.
- Abhängigkeiten und Mindestressourcen für den Wiederanlauf dokumentieren.
Prüfpunkt: Wiederanlaufziele sind begründet und entlang der gesamten Abhängigkeitskette konsistent.
Schritt 8: Resilienz- und Kontinuitätsmaßnahmen planen
Kontrollen und Wiederanlaufstrategien werden als abgestimmtes Maßnahmenportfolio priorisiert.
- Präventive, detektive, reaktive und wiederherstellende Optionen entwickeln.
- Wirkung auf Risiko, Zielzeiten, Kosten und Umsetzbarkeit bewerten.
- Sofortmaßnahmen und strukturelle Verbesserungen trennen.
- Wiederanlaufplan und Tischtest für ein priorisiertes Szenario ausarbeiten.
Prüfpunkt: Das Maßnahmenpaket reduziert Risiko und Ausfallwirkung nachvollziehbar und besitzt einen getesteten Ablauf.
Schritt 9: Findings, Maßnahmen und Ausnahmen steuern
Abweichungen werden mit Verantwortlichkeit, Termin, Nachweis, Wirksamkeitsprüfung und Eskalation bis zum Abschluss geführt.
- Findings und Maßnahmen nach Kritikalität priorisieren.
- Verantwortliche, Meilensteine, Nachweise und Abschlusskriterien zuordnen.
- Überfälligkeit, Risikobehandlung und Ausnahmegenehmigung steuern.
- Wirksamkeitsprüfung und Schließungsentscheidung dokumentieren.
Prüfpunkt: Kein kritischer Befund bleibt ohne Maßnahme, Termin und bestätigte Abschlussentscheidung.
Schritt 10: Management-Dashboard und integriertes Review abschließen
Risiko, Kontrolle, Audit, Privacy, BCM und Maßnahmenlage werden in eine gemeinsame Entscheidungsstruktur überführt.
- Kennzahlen für hohe Risiken, Kontrolllücken, Findings, Restrisiko und Wiederanlaufbereitschaft auswählen.
- Managementsicht mit Drill-down auf verantwortliche Objekte erstellen.
- Review-Takt, Datenstichtag und Eskalationsschwellen festlegen.
- Abschlussreview mit Risikoakzeptanz, Maßnahmenpriorisierung und Wiedervorlage simulieren.
Prüfpunkt: Das Management kann Risiko und Resilienz mit vollständigem Kontext und klaren Maßnahmen entscheiden.
Praxisfall und Arbeitsweise
Ein digitaler Geschäftsservice wird als gemeinsamer GRC-, Cyber-, Privacy- und BCM-Fall bearbeitet. Anforderungen und Kontrollen werden harmonisiert, Risiken bewertet, ein Audit durchgeführt, Wiederanlaufziele festgelegt und ein Resilienzpaket mit Maßnahmen und Managemententscheidung erstellt.
Kurze Fachimpulse wechseln mit Demonstrationen, strukturierten Konfigurationsschritten, Modellierungsaufgaben und kontrollierten Prüfungen. Jede Übung beginnt mit definierten Ausgangsdaten und endet mit einem dokumentierten Sollzustand, damit die erarbeiteten Vorgehensweisen im eigenen Repository reproduzierbar bleiben.
Zielgruppe und Voraussetzungen
Zielgruppe: GRC, Informationssicherheit, interne Revision, Datenschutz, Business Continuity, Risikoeigentümer, Kontrollverantwortliche und Management-Reporting.
Voraussetzungen: Grundkenntnisse in Risiko-, Kontroll-, Audit- oder BCM-Prozessen; Verständnis von Geschäftsprozessen und IT-Abhängigkeiten ist erforderlich.
Fachbereichsleitung und Trainerteam
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de -

Paul Goldschmidt
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: paul.goldschmidt@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 5 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 2.995 zzgl. MwSt. Inhaus: € 8.500 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | GRC, Informationssicherheit, interne Revision, Datenschutz, Business Continuity, Risikoeigentümer, Kontrollverantwortliche und Management-Reporting. |
| Voraussetzungen: | Grundkenntnisse in Risiko-, Kontroll-, Audit- oder BCM-Prozessen; Verständnis von Geschäftsprozessen und IT-Abhängigkeiten ist erforderlich. |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, strukturierte Übungen und praktische Arbeit am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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