Das fünftägige Intensivseminar bündelt Prozessanalyse, Datenarchitektur, Data Governance, Privacy, API-Integration, Reporting, Workflow und Customization in einem zusammenhängenden Implementierungsfall. Ein Fachprozess wird modelliert, mit Daten und Systemen verbunden, governancefähig gemacht und durch Plattformkonfiguration automatisiert bereitgestellt.
Inhaltsübersicht
- Anwendungsfall, Rollen und Repository-Struktur vorbereiten
- End-to-End-Prozess mit BPMN modellieren
- Informationsobjekte und Datenarchitektur entwickeln
- Data Governance und Ownership verankern
- Privacy-Anforderungen integrieren
- API und Datenaustausch umsetzen
- Metamodell, Attribute und Formulare erweitern
- Workflow und Kollaboration automatisieren
- Reporting, Dashboard und Portal bereitstellen
- Test, Paketierung und Betriebsübergabe abschließen
Lernziele
- Einen End-to-End-Prozess mit Rollen, Daten, Anwendungen, Risiken und Kontrollen modellieren.
- Datenarchitektur, Governance und Privacy-Anforderungen konsistent verbinden.
- Daten über API und Import kontrolliert austauschen und auswerten.
- Formulare, Regeln, Workflows, Dashboards und Portalansichten als wartbare Erweiterung bereitstellen.
Schrittweise Seminarinhalte
Schritt 1: Anwendungsfall, Rollen und Repository-Struktur vorbereiten
Das Praxisprojekt wird mit Ziel, Scope, Objektmodell, Verantwortlichkeiten und Qualitätsregeln aufgesetzt.
- Geschäftlichen Anwendungsfall und messbare Entscheidungsergebnisse definieren.
- Prozess-, Daten-, Privacy-, Integrations- und Plattformrollen zuordnen.
- Arbeitsbereiche, Status und Freigaben für gemeinsame Modellpflege festlegen.
- Benennungs-, Pflicht- und Qualitätsregeln dokumentieren.
Prüfpunkt: Der Projektumfang ist eindeutig und jede Objektart besitzt eine verantwortliche Pflege- und Freigaberolle.
Schritt 2: End-to-End-Prozess mit BPMN modellieren
Normalablauf, Entscheidungen, Ausnahmen, Rollen und Informationsobjekte werden in einem konsistenten Prozessmodell aufgebaut.
- Scope, Start, Ende, Ergebnis und Prozessverantwortung festlegen.
- Pools, Lanes, Aktivitäten, Ereignisse und Gateways modellieren.
- Ausnahme-, Rückgabe- und Eskalationspfade ergänzen.
- Modell mit Semantik- und Vollständigkeitsregeln prüfen.
Prüfpunkt: Der Prozess ist verständlich, syntaktisch konsistent und enthält alle wesentlichen Varianten.
Schritt 3: Informationsobjekte und Datenarchitektur entwickeln
Der Prozess wird mit fachlichen Datenobjekten, Anwendungen, Beständen und Datenflüssen verbunden.
- Begriffe, Kernobjekte, Identifikatoren und Beziehungen definieren.
- Führende und konsumierende Anwendungen sowie Bestände zuordnen.
- Datenflüsse mit Quelle, Ziel, Inhalt und Kontrollpunkt modellieren.
- Redundanzen, Medienbrüche und unklare Datenführung analysieren.
Prüfpunkt: Die im Prozess verwendeten Informationen sind von Erzeugung bis Nutzung vollständig nachvollziehbar.
Schritt 4: Data Governance und Ownership verankern
Begriffe, Datenobjekte und Bestände erhalten eindeutige Verantwortung, Richtlinien und Qualitätsregeln.
- Data Owner und Steward je Domäne und Kernobjekt zuordnen.
- Pflichtmetadaten, Status und Review-Takt für den Datenkatalog festlegen.
- Qualitätsregel mit Messpunkt, Schwelle und Verantwortlichkeit definieren.
- Ein Governance-Issue mit Maßnahme und Freigabe bearbeiten.
Prüfpunkt: Kritische Daten besitzen Eigentum, messbare Qualität und einen ausführbaren Governance-Prozess.
Schritt 5: Privacy-Anforderungen integrieren
Personenbezogene Verarbeitung, Datenflüsse, Empfänger, Risiken und Schutzmaßnahmen werden mit Prozess und Datenarchitektur verbunden.
- Verarbeitungszweck, Datenkategorien und betroffene Personengruppen erfassen.
- Anwendungen, Empfänger, Aufbewahrung und Löschanforderungen zuordnen.
- Privacy-Risiko und vorhandene Kontrollen bewerten.
- Prüfbedarf, Maßnahmen und Freigabe dokumentieren.
Prüfpunkt: Die Verarbeitung ist vom Zweck bis zu Daten, Systemen, Empfängern und Risikobehandlung nachvollziehbar.
Schritt 6: API und Datenaustausch umsetzen
Externe Stammdaten werden mit sicherem Zugriff, Mapping, Validierung und Wiederanlauf in das Repository integriert.
- Datenvertrag mit Schlüsseln, Pflichtfeldern und Änderungsrichtung definieren.
- Serviceidentität und minimale Zugriffsrechte einrichten.
- Testimport mit Mapping, Beziehungserzeugung und Dublettenprüfung durchführen.
- Fehlerprotokoll und idempotenten Wiederanlauf testen.
Prüfpunkt: Der Import erzeugt reproduzierbar den erwarteten Bestand und kann nach Fehlern kontrolliert fortgesetzt werden.
Schritt 7: Metamodell, Attribute und Formulare erweitern
Eine organisationsspezifische Anforderung wird als wartbare Erweiterung des Standardmodells umgesetzt.
- Standardfunktion und Erweiterungsbedarf gegeneinander prüfen.
- Attribut oder Beziehung mit Typ, Pflichtlogik und Lebenszyklus definieren.
- Rollenabhängiges Formular mit Validierung und Hilfetext gestalten.
- Positiv-, Negativ- und Berechtigungstests durchführen.
Prüfpunkt: Die Erweiterung erfüllt den Fachbedarf ohne inkonsistente Daten oder unzulässige Bearbeitung.
Schritt 8: Workflow und Kollaboration automatisieren
Bearbeitung, Review, Freigabe, Frist und Eskalation werden als kontrollierter Statusprozess konfiguriert.
- Status und zulässige Übergänge mit verantwortlichen Rollen definieren.
- Aufgaben, Benachrichtigungen und Fristen konfigurieren.
- Rückgabe, Ablehnung, fehlende Daten und Eskalation testen.
- Kennzahlen für Durchlaufzeit und Überfälligkeit festlegen.
Prüfpunkt: Alle Workflow-Pfade enden kontrolliert und die richtige Rolle erhält die erforderliche Aufgabe.
Schritt 9: Reporting, Dashboard und Portal bereitstellen
Arbeits- und Managementinformationen werden berechtigungssicher aus dem integrierten Datenbestand veröffentlicht.
- Kennzahlen und Filter aus den Entscheidungsfragen ableiten.
- Operativen Qualitätsreport und Management-Dashboard erstellen.
- Portalnavigation und zielgruppengerechte Detailtiefe gestalten.
- Datenstand, Rechte, Darstellung und Drill-down testen.
Prüfpunkt: Die veröffentlichte Sicht ist korrekt, aktuell und zeigt jeder Rolle nur zulässige Informationen.
Schritt 10: Test, Paketierung und Betriebsübergabe abschließen
Modelle, Daten, Konfiguration und Automatisierung werden als geprüfte Lösung dokumentiert und übergeben.
- End-to-End-Testmatrix für Daten, Rollen, Regeln, Workflow und Reporting ausführen.
- Anpassungen mit Version, Abhängigkeiten und Installationsreihenfolge paketieren.
- Deployment und Rücknahme in einer zweiten Umgebung proben.
- Betriebs-, Pflege- und Änderungsanweisung mit Verantwortlichkeiten erstellen.
Prüfpunkt: Die Lösung kann reproduzierbar bereitgestellt, geprüft, betrieben und kontrolliert geändert werden.
Praxisfall und Arbeitsweise
Ein bereichsübergreifender Kundenprozess wird mit BPMN, Datenobjekten, Anwendungen und Privacy-Anforderungen modelliert. Stammdaten werden per Schnittstelle eingelesen, eine Metamodell-Erweiterung und ein Freigabeworkflow umgesetzt sowie Report, Dashboard und Portalansicht paketiert bereitgestellt.
Kurze Fachimpulse wechseln mit Demonstrationen, strukturierten Konfigurationsschritten, Modellierungsaufgaben und kontrollierten Prüfungen. Jede Übung beginnt mit definierten Ausgangsdaten und endet mit einem dokumentierten Sollzustand, damit die erarbeiteten Vorgehensweisen im eigenen Repository reproduzierbar bleiben.
Zielgruppe und Voraussetzungen
Zielgruppe: Business Analysts, Prozess- und Datenarchitekten, Data Governance, Privacy, HOPEX-Consultants, Integrationsverantwortliche und Plattformkonfiguratoren.
Voraussetzungen: HOPEX-Grundkenntnisse sowie Verständnis von Prozessen, Datenmodellen und strukturierten Konfigurationsabläufen; technische Erfahrung mit Schnittstellen ist hilfreich.
Fachbereichsleitung und Trainerteam
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de -

Paul Goldschmidt
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: paul.goldschmidt@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 5 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 2.995 zzgl. MwSt. Inhaus: € 8.500 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Business Analysts, Prozess- und Datenarchitekten, Data Governance, Privacy, HOPEX-Consultants, Integrationsverantwortliche und Plattformkonfiguratoren. |
| Voraussetzungen: | HOPEX-Grundkenntnisse sowie Verständnis von Prozessen, Datenmodellen und strukturierten Konfigurationsabläufen; technische Erfahrung mit Schnittstellen ist hilfreich. |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, strukturierte Übungen und praktische Arbeit am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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