Seminar Bizzdesign HOPEX – Customization und Metamodell-Erweiterung

Das dreitägige Vertiefungsseminar behandelt die kontrollierte Anpassung von HOPEX an organisationsspezifische Anforderungen. Metamodell, Attribute, Formulare, Regeln, Sichten, Workflows, Skriptlogik, Tests, Paketierung und upgradefähige Dokumentation werden in einer durchgängigen Erweiterung verbunden.

Inhaltsübersicht

  • Anforderung und Erweiterungsstrategie klären
  • Metamodell und Attribute erweitern
  • Formulare und Benutzersichten gestalten
  • Regeln und Automatisierungslogik umsetzen
  • Workflow und Statussteuerung konfigurieren
  • Berichte und Portalansichten anpassen
  • Test, Paketierung und Deployment absichern

Lernziele

  • Anpassungsanforderungen gegen Standardfunktionen und Governance-Vorgaben bewerten.
  • Metamodell, Attribute, Formulare und Sichten konsistent erweitern.
  • Regeln und Workflows mit kontrollierter Logik und Fehlerbehandlung umsetzen.
  • Anpassungen versionierbar testen, paketieren, bereitstellen und dokumentieren.

Schrittweise Seminarinhalte

Schritt 1: Anforderung und Erweiterungsstrategie klären

Die Anpassung wird fachlich begründet, gegen vorhandene Standardmöglichkeiten geprüft und mit einem wartbaren Zielbild versehen.

  1. Anwendungsfall, Nutzerrollen, benötigte Daten und gewünschte Entscheidungen erfassen.
  2. Konfiguration, Erweiterung und Integration als Lösungsoptionen vergleichen.
  3. Auswirkungen auf bestehende Objekte, Rechte, Berichte und Schnittstellen bestimmen.
  4. Abnahmekriterien, Namenskonventionen und Änderungsverantwortung festlegen.

Prüfpunkt: Die Erweiterung besitzt einen begrenzten Scope, messbare Abnahmekriterien und eine begründete Umsetzungsform.

Schritt 2: Metamodell und Attribute erweitern

Neue Fachinformationen werden mit eindeutiger Semantik, Datentypen, Kardinalitäten und Lebenszyklen modelliert.

  1. Bestehende Objektklassen und Beziehungen auf Wiederverwendbarkeit prüfen.
  2. Neue Attribute mit Typ, Pflichtlogik, Vorgabewerten und Hilfetext definieren.
  3. Beziehungen, Kardinalitäten und Löschverhalten anhand von Beispieldaten testen.
  4. Metamodelländerungen in einem technischen Erweiterungskatalog dokumentieren.

Prüfpunkt: Die neuen Informationen lassen sich konsistent erfassen, verknüpfen und ohne Datenbruch entfernen.

Schritt 3: Formulare und Benutzersichten gestalten

Die Datenerfassung wird rollen- und aufgabengerecht strukturiert, ohne unnötige Komplexität offenzulegen.

  1. Formularabschnitte nach Arbeitsablauf und Entscheidungssituation gliedern.
  2. Felder abhängig von Rolle, Status oder Objektart sichtbar und bearbeitbar machen.
  3. Validierungen, Hilfetexte und Pflichtangaben für typische Fehlerfälle ergänzen.
  4. Erfassungsweg mit Fachanwender-, Reviewer- und Administrationsrolle testen.

Prüfpunkt: Jede Rolle sieht die erforderlichen Informationen und kann nur zulässige Änderungen vornehmen.

Schritt 4: Regeln und Automatisierungslogik umsetzen

Geschäftsregeln werden transparent, deterministisch und mit kontrollierter Fehlerreaktion implementiert.

  1. Auslöser, Bedingungen, Aktionen und Abbruchregeln in einer Entscheidungstabelle beschreiben.
  2. Berechnungen und automatische Feldbelegung mit repräsentativen Werten testen.
  3. Fehlerzustände, fehlende Eingaben und Mehrfachausführung berücksichtigen.
  4. Protokollierung und manuelle Korrekturmöglichkeit für kritische Regeln einbauen.

Prüfpunkt: Die Regel liefert für Positiv-, Negativ- und Grenzfälle reproduzierbare Ergebnisse.

Schritt 5: Workflow und Statussteuerung konfigurieren

Die Erweiterung wird in einen kontrollierten Bearbeitungs-, Review- und Freigabeprozess eingebettet.

  1. Statusmodell mit zulässigen Übergängen und verantwortlichen Rollen definieren.
  2. Aufgaben, Benachrichtigungen, Fristen und Eskalationspunkte konfigurieren.
  3. Rückgabe, Korrektur, Ablehnung und Wiederaufnahme als vollständige Pfade testen.
  4. Berechtigungen je Status mit der Formularlogik abgleichen.

Prüfpunkt: Jeder Workflow-Pfad endet kontrolliert und verhindert unzulässige Status- oder Rechtewechsel.

Schritt 6: Berichte und Portalansichten anpassen

Neue Metadaten werden in auswertbare Sichten für Pflege, Review und Management überführt.

  1. Such-, Listen- und Detailansichten für die neuen Informationen entwerfen.
  2. Filter, Gruppierungen und Kennzahlen nach Nutzerrolle festlegen.
  3. Leere, ungültige und überfällige Objekte als Qualitätssicht hervorheben.
  4. Portalansicht und Export gegen Berechtigungen und Datenstand prüfen.

Prüfpunkt: Die Erweiterung ist für Fachanwender auffindbar, prüfbar und ohne vertrauliche Datenoffenlegung auswertbar.

Schritt 7: Test, Paketierung und Deployment absichern

Die Anpassung wird als reproduzierbares Änderungspaket mit Abnahme, Rückfallplan und Upgrade-Hinweisen bereitgestellt.

  1. Unit-nahe Regeltests, Funktions-, Rollen-, Workflow- und Regressionstests zusammenstellen.
  2. Konfiguration mit Versionskennung, Abhängigkeiten und Installationsreihenfolge paketieren.
  3. Deployment in einer Zielumgebung sowie Rücknahme der Änderung proben.
  4. Upgrade-Risiken, Standardabweichungen und Wartungshinweise im Betriebsdokument festhalten.

Prüfpunkt: Das Paket kann in einer sauberen Zielumgebung installiert, geprüft und kontrolliert zurückgenommen werden.

Praxisfall und Arbeitsweise

Für Architekturentscheidungen wird ein organisationsspezifisches Prüfobjekt mit zusätzlichen Attributen, rollenabhängigem Formular, Review-Workflow, automatischer Risikoeinstufung und Portalübersicht entwickelt. Abschließend wird die Erweiterung paketiert und in einer zweiten Umgebung abgenommen.

Kurze Fachimpulse wechseln mit Demonstrationen, strukturierten Konfigurationsschritten, Modellierungsaufgaben und kontrollierten Prüfungen. Jede Übung beginnt mit definierten Ausgangsdaten und endet mit einem dokumentierten Sollzustand, damit die erarbeiteten Vorgehensweisen im eigenen Repository reproduzierbar bleiben.

Zielgruppe und Voraussetzungen

Zielgruppe: HOPEX-Consultants, Plattformentwickler, erfahrene Administratoren, Solution Architects und technische Produktverantwortliche.

Voraussetzungen: Sichere HOPEX-Grundkenntnisse, Verständnis von Objektmodellen und Berechtigungen sowie Erfahrung mit strukturierten Konfigurations- und Testprozessen.

Fachbereichsleitung und Trainerteam

Seminardetails

   
Dauer: 3 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 1.797 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 5.100 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: HOPEX-Consultants, Plattformentwickler, erfahrene Administratoren, Solution Architects und technische Produktverantwortliche.
Voraussetzungen: Sichere HOPEX-Grundkenntnisse, Verständnis von Objektmodellen und Berechtigungen sowie Erfahrung mit strukturierten Konfigurations- und Testprozessen.
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, strukturierte Übungen und praktische Arbeit am System
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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Seminar Startdatum Enddatum Ort Dauer
Madgeburg 3 Tage
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Köln 3 Tage
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Erfurt 3 Tage
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