Seminarbeschreibung
Das Administrationsseminar behandelt Architektur, Netzplatzierung, Realms, Verzeichnisdienste, SAML und MFA, Ressourcen, Communities, Gerätezustand, Tunnelzugriff, Betrieb und Fehleranalyse einer SMA-1000-Umgebung. Die Konfiguration wird entlang unterschiedlicher Benutzer- und Geräteklassen aufgebaut.
Inhaltsverzeichnis
- Kompetenzziele
- Zielgruppe und Vorkenntnisse
- Lernblock 1: SMA-1000-Architektur und Netzplatzierung
- Lernblock 2: Grundkonfiguration und sichere Administration
- Lernblock 3: Interfaces, Zonen und Sicherheitsgrenzen
- Lernblock 4: Verzeichnisdienste, Realms, SAML und MFA
- Lernblock 5: SAML, Mehrfaktorauthentisierung und Zertifikatsvertrauen
- Lernblock 6: Ressourcen, Communities und Zugriffssteuerung
- Lernblock 7: End Point Control und Gerätezustand
- Lernblock 8: Tunnelzugriff und Anwendungsreichweite
- Lernblock 9: Remote-Access-Architektur und Clientauswahl
- Lernblock 10: SMA-Betrieb, Hochverfügbarkeit und Fehleranalyse
- Lernblock 11: Konfigurationssicherung, Firmwarepflege und Rückfallplanung
- Lernblock 12: Abschließende Praxiswerkstatt
- Einordnung in den Lernpfad
Kompetenzziele
- Architektur und Abhängigkeiten des Lernpfads Remote Access fachlich einordnen.
- Konfigurationen aus einem dokumentierten Sollzustand in nachvollziehbaren Schritten umsetzen.
- Wirksamkeit durch Positiv-, Negativ-, Ausfall- und Fehlerfalltests belegen.
- Betrieb, Änderung, Sicherung und Diagnose in wiederholbare Verfahren überführen.
Zielgruppe
Remote-Access-, Netzwerk-, IAM- und Security-Administratoren.
Vorkenntnisse
Kenntnisse zu TCP/IP, DNS, Zertifikaten, Verzeichnisdiensten und grundlegenden VPN-Konzepten.
Lernblock 1: SMA-1000-Architektur und Netzplatzierung
Die Zugangslösung wird mit klarer Trennung von externem Zugang, internen Ressourcen und Administration positioniert.
- Benutzergruppen, Anwendungen, Zugriffsarten und erwartete Gleichzeitigkeit erfassen.
- Appliance-, virtuelle oder plattformspezifische Bereitstellung passend zur Umgebung auswählen.
- DMZ-, interne und Managementverbindungen einschließlich Routing und DNS planen.
- Zertifikate, öffentliche Namen und notwendige Firewallfreigaben dokumentieren.
- Redundanz, Wartung und Notfallzugang in den Zielentwurf aufnehmen.
Praxisübung: Erstellung eines SMA-Zielbilds mit Netzanschlüssen, Namensauflösung und Zertifikatsbezug.
Lernblock 2: Grundkonfiguration und sichere Administration
Die Basiskonfiguration wird so aufgebaut, dass spätere Änderungen nachvollziehbar und risikoarm erfolgen.
- Managementzugang über ein dediziertes Netz oder eine klar begrenzte Verwaltungszone planen.
- Gerätenamen, Zeitzone, DNS, NTP und Benachrichtigungsparameter konsistent konfigurieren.
- Administrative Konten nach Rollen trennen und nicht benötigte Standardzugänge deaktivieren.
- Zugriffsprotokolle, erlaubte Quellnetze und Sitzungsgrenzen für die Verwaltung einschränken.
- Ausgangskonfiguration sichern, Prüfsumme und Ablageort protokollieren und einen Rückweg definieren.
Praxisübung: Einrichtung eines gehärteten Managementzugangs einschließlich Rollenprüfung und Konfigurationssicherung.
Lernblock 3: Interfaces, Zonen und Sicherheitsgrenzen
Interfaces und Zonen bilden das technische Gerüst für Regeln, NAT, VPN und Sicherheitsdienste.
- Physische und logische Interfaces anhand des Netzplans eindeutig benennen und adressieren.
- Zonen nach Schutzbedarf statt nur nach technischer Topologie definieren.
- Managementdienste je Interface auf das notwendige Minimum reduzieren.
- Interzonen-Kommunikation als explizite Datenflussmatrix erfassen.
- Konnektivität schrittweise mit Gateway-, ARP- und Erreichbarkeitstests prüfen.
Praxisübung: Aufbau einer mehrzonigen Laborstruktur mit LAN, DMZ, WAN und Managementsegment.
Lernblock 4: Verzeichnisdienste, Realms, SAML und MFA
Identitätsquellen und Authentisierungswege werden je Benutzergruppe getrennt und nachvollziehbar konfiguriert.
- Verzeichnisdienste, Gruppen, Attribute und Dienstkonten für die Anbindung vorbereiten.
- Realms nach Benutzerkreis, Sicherheitsniveau und Anmeldeverfahren strukturieren.
- LDAP- oder Verzeichnisanbindung mit Zertifikats- und Gruppenprüfung testen.
- SAML und Mehrfaktorauthentisierung für ausgewählte Realms integrieren.
- Erfolgs-, Sperr-, Attribut- und Zeitabweichungsfälle mit Testkonten prüfen.
Praxisübung: Aufbau zweier Realms mit unterschiedlicher Authentisierung und Gruppenauflösung.
Lernblock 5: SAML, Mehrfaktorauthentisierung und Zertifikatsvertrauen
Föderierte Anmeldung wird als vollständige Vertrauenskette zwischen Dienst, Identitätsanbieter und Benutzer geprüft.
- Entitäten, Rücksprungadressen, Zertifikate und benötigte Attribute vor der Konfiguration erfassen.
- Dienstanbieter- und Identitätsanbieterparameter wechselseitig und ohne manuelle Abweichungen hinterlegen.
- Gruppen- oder Rollenattribute eindeutig den lokalen Berechtigungen zuordnen.
- Mehrfaktorauthentisierung und Ausnahmeregeln nach Schutzbedarf festlegen.
- Erfolgsfall, abgelaufenes Zertifikat, fehlendes Attribut und Zeitabweichung kontrolliert testen.
Praxisübung: Anbindung eines Labor-Identitätsanbieters einschließlich Gruppenmapping und MFA-Testfällen.
Lernblock 6: Ressourcen, Communities und Zugriffssteuerung
Anwendungen werden als benannte Ressourcen veröffentlicht und nur passenden Benutzergruppen zugewiesen.
- Web-, Datei-, Client-Server- und Netzwerkressourcen vollständig inventarisieren.
- Zielnamen, Ports, Protokolle und interne Namensauflösung je Ressource prüfen.
- Ressourcen in fachlich verständliche Communities oder Portale gliedern.
- Zugriffsregeln aus Benutzergruppe, Gerätezustand, Zeit und Zielressource zusammensetzen.
- Erlaubte und unerlaubte Kombinationen mit mehreren Testidentitäten verifizieren.
Praxisübung: Veröffentlichung mehrerer Ressourcentypen in gruppenspezifischen Portalen.
Lernblock 7: End Point Control und Gerätezustand
Geräteprüfungen begrenzen den Zugriff auf Systeme, die definierte Mindestanforderungen erfüllen.
- Geräteklassen und prüfbare Mindestanforderungen nach Schutzbedarf festlegen.
- Prüfungen für Betriebssystem, Sicherheitsstatus oder verwaltete Merkmale abgestuft konfigurieren.
- Ergebnisgruppen für konform, eingeschränkt und abgelehnt definieren.
- Hilfetexte und Remediation für nicht konforme Geräte vorbereiten.
- Grenzfälle und veraltete Geräte in einer Pilotgruppe testen und Richtlinie nachschärfen.
Praxisübung: Umsetzung einer Gerätezustandsprüfung mit vollständigem, eingeschränktem und verweigertem Zugriff.
Lernblock 8: Tunnelzugriff und Anwendungsreichweite
Vollständiger oder anwendungsbezogener Tunnelzugriff wird auf notwendige Netze und Dienste begrenzt.
- Clienttyp, Adresspool, DNS, Routen und erreichbare Netze ohne Überschneidungen planen.
- Tunnelprofil und Clientbereitstellung für unterstützte Plattformen konfigurieren.
- Split-Tunneling oder vollständige Verkehrsführung anhand der Schutzanforderung festlegen.
- Zugriffsrichtlinien zwischen Tunnelbenutzern und internen Ressourcen minimal umsetzen.
- Adressvergabe, Namensauflösung, Anwendungspfad und Sitzungsende vollständig testen.
Praxisübung: Einrichtung eines begrenzten Tunnelzugriffs für eine definierte Administratorgruppe.
Lernblock 9: Remote-Access-Architektur und Clientauswahl
Fernzugriff wird nach Anwendung, Endgerät, Identität und notwendiger Netzreichweite gestaltet.
- Anwendungsfälle in Webzugriff, vollständigen Netzwerktunnel und administrativen Sonderzugriff gliedern.
- Geeigneten Client- oder Portalzugang für Betriebssysteme und Geräteeigentum festlegen.
- Adresspools, DNS, Routen, Split-Tunneling und erreichbare Zielnetze planen.
- Benutzergruppen, Geräteanforderungen und Freigabezeiten in einer Zugriffsmatrix dokumentieren.
- Kapazität, Zertifikate, Supportweg und Notfallzugang in das Betriebsmodell aufnehmen.
Praxisübung: Entwurf eines Remote-Access-Konzepts für interne Geräte, externe Partner und Administration.
Lernblock 10: SMA-Betrieb, Hochverfügbarkeit und Fehleranalyse
Verfügbarkeit und Benutzererlebnis werden über System-, Identitäts- und Sitzungsdaten gemeinsam überwacht.
- Systemzustand, Zertifikatslaufzeiten, Lizenz, Auslastung und aktive Sitzungen überwachen.
- Sicherungs-, Update- und gegebenenfalls HA-Verfahren mit Rückfallplan vorbereiten.
- Fehler nach Namensauflösung, Zertifikat, Authentisierung, Richtlinie, Tunnel oder Zielanwendung trennen.
- Protokolle aus SMA, Identitätsquelle, Firewall und Anwendung zeitlich korrelieren.
- Gelöste Störungen in Standardprüfungen und eine gepflegte Betriebsdokumentation überführen.
Praxisübung: Diagnose eines Zugriffsfalls mit erfolgreicher Authentisierung, aber nicht erreichbarer Ressource.
Lernblock 11: Konfigurationssicherung, Firmwarepflege und Rückfallplanung
Änderungen und Updates werden mit gesichertem Ausgangszustand, Prüfplan und dokumentiertem Rückweg durchgeführt.
- Aktuelle Konfiguration, Zertifikate, Lizenzstatus und Geräteinformationen vollständig sichern.
- Release- und Kompatibilitätsprüfung für Zielversion, Dienste und Gegenstellen durchführen.
- Wartungsfenster, Kommunikationsplan, Erfolgskriterien und Abbruchschwellen festlegen.
- Update in der vorgesehenen Reihenfolge ausführen und jeden Neustart kontrollieren.
- Funktionstest, Protokollprüfung und gegebenenfalls Rückfall auf den gesicherten Zustand durchführen.
Praxisübung: Simulation eines Firmwarewechsels mit Checkliste, Funktionstest und dokumentierter Rückfallentscheidung.
Lernblock 12: Abschließende Praxiswerkstatt
Die zuvor erarbeiteten Bausteine werden in einem zusammenhängenden Szenario geplant, umgesetzt und geprüft.
- Ausgangslage, Anforderungen, Schutzbedarf und messbare Abnahmekriterien analysieren.
- Zielkonfiguration und Arbeitsschritte mit Abhängigkeiten und Rückfallpunkten planen.
- Konfiguration in einer nachvollziehbaren Reihenfolge umsetzen und Zwischenstände sichern.
- Positiv-, Negativ-, Ausfall- und Wiederherstellungstests durchführen.
- Ergebnis, Abweichungen, Betriebsübergabe und offene Maßnahmen dokumentieren.
Praxisübung: Durchgängige Umsetzung eines Szenarios mit technischer Abnahme und Betriebsübergabe.
Einordnung in den Lernpfad
Der Kurs gehört zum Lernpfad Remote Access. Die angesetzte Dauer von 3 Tagen folgt aus Umfang, Abhängigkeiten und notwendigem Praxisanteil. Für den produktiven Einsatz werden die erarbeiteten Checklisten, Testfälle und Betriebsnachweise als wiederverwendbare Arbeitsgrundlage geführt.
Fachbereichsleitung, Trainingsleitung und Ansprechpartner
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de -

Paul Goldschmidt
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: paul.goldschmidt@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 3 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.797 zzgl. MwSt. Inhaus: € 5.100 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Remote-Access-, Netzwerk-, IAM- und Security-Administratoren. |
| Voraussetzungen: | Kenntnisse zu TCP/IP, DNS, Zertifikaten, Verzeichnisdiensten und grundlegenden VPN-Konzepten. |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System, strukturierte Fehleranalyse |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - alle Seminare mit Trainer vor Ort; Webinar nur bei ausdrücklicher Buchung |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmenden |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja |
| Verpflegung: | Kalt- und Warmgetränke, Mittagessen wahlweise vegetarisch |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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