Seminarbeschreibung
Das Seminar vermittelt den strukturierten Aufbau einer Capture-Client-Umgebung vom Mandanten- und Rollenmodell über den Agent-Rollout bis zur Richtlinienpflege und Incident Response. Der Schwerpunkt liegt auf einem kontrollierten Pilotbetrieb und belastbaren Betriebsprozessen.
Inhaltsverzeichnis
- Kompetenzziele
- Zielgruppe und Vorkenntnisse
- Lernblock 1: Capture-Client-Architektur, Mandanten und Rollen
- Lernblock 2: Agentbereitstellung und kontrollierter Rollout
- Lernblock 3: Endpoint-Richtlinien und Schutzstufen
- Lernblock 4: Benutzeridentität, Verzeichnisdienste und Rollen
- Lernblock 5: Alarme, Isolation und Incident Response
- Lernblock 6: Endpoint-Betrieb, Updates und Fehleranalyse
- Lernblock 7: Monitoring, Protokollierung und Alarmierung
- Lernblock 8: Änderungsmanagement und Betriebsdokumentation
- Lernblock 9: Abschließende Praxiswerkstatt
- Einordnung in den Lernpfad
Kompetenzziele
- Architektur und Abhängigkeiten des Lernpfads Endpoint fachlich einordnen.
- Konfigurationen aus einem dokumentierten Sollzustand in nachvollziehbaren Schritten umsetzen.
- Wirksamkeit durch Positiv-, Negativ-, Ausfall- und Fehlerfalltests belegen.
- Betrieb, Änderung, Sicherung und Diagnose in wiederholbare Verfahren überführen.
Zielgruppe
Endpoint-, Security- und Systemadministratoren, Helpdesk-Verantwortliche sowie SOC-Mitarbeitende.
Vorkenntnisse
Grundkenntnisse in Windows- oder macOS-Administration, Endpoint-Sicherheit und zentraler Softwareverteilung.
Lernblock 1: Capture-Client-Architektur, Mandanten und Rollen
Die Endpoint-Verwaltung wird nach Organisation, Gerätegruppen und betrieblichen Zuständigkeiten strukturiert.
- Mandanten-, Standort- und Gerätegruppenstruktur aus dem Betriebsmodell ableiten.
- Rollen für Administration, Helpdesk, Auswertung und Freigabe getrennt definieren.
- Unterstützte Betriebssysteme, Mindeststände und notwendige Netzwerkkommunikation prüfen.
- Lizenzumfang und aktivierbare Schutzfunktionen je Gerätegruppe dokumentieren.
- Pilot-, Produktions- und Ausnahmegruppen mit klaren Aufnahmekriterien anlegen.
Praxisübung: Entwurf einer Endpoint-Verwaltungsstruktur für mehrere Standorte und Geräteklassen.
Lernblock 2: Agentbereitstellung und kontrollierter Rollout
Die Installation erfolgt stufenweise, damit Kompatibilitäts- und Leistungsprobleme vor der Breitenverteilung erkannt werden.
- Gerätebestand, vorhandene Sicherheitssoftware und Deinstallationsanforderungen inventarisieren.
- Installationspaket und gruppenspezifische Zuordnung vorbereiten.
- Pilotgeräte auswählen, Ausgangszustand und Erfolgskriterien festhalten.
- Agent installieren, Registrierung, Dienststatus, Kommunikation und Richtlinienempfang prüfen.
- Rollout in Wellen erweitern und fehlgeschlagene Installationen getrennt nach Ursache bearbeiten.
Praxisübung: Bereitstellung auf einer Pilotgruppe einschließlich Installationsprüfung und Fehlerklassifizierung.
Lernblock 3: Endpoint-Richtlinien und Schutzstufen
Schutzfunktionen werden nach Geräteklasse und Risiko abgestimmt, nicht pauschal für alle Endpunkte.
- Basisschutz, Verhaltensanalyse, Webschutz und ergänzende Kontrollen nach Lizenzumfang erfassen.
- Richtlinien für Standardarbeitsplatz, Server, Entwicklung und Sondergeräte getrennt entwerfen.
- Erkennungs-, Blockier- und Benachrichtigungsaktionen schrittweise festlegen.
- Ausschlüsse so eng wie möglich definieren und mit Eigentümer sowie Ablaufdatum versehen.
- Richtlinienänderung zunächst auf Pilotgeräten testen und erst nach Auswertung verbreitern.
Praxisübung: Erstellung zweier abgestufter Richtlinien mit kontrollierter Ausnahme für eine Laboranwendung.
Lernblock 4: Benutzeridentität, Verzeichnisdienste und Rollen
Identitätsbasierte Regeln verbinden technische Datenflüsse mit nachvollziehbaren Benutzer- und Gruppenrechten.
- Verzeichnisstruktur, Gruppenmodell und benötigte Attribute vor der Anbindung erfassen.
- LDAP- oder vergleichbare Verzeichnisanbindung mit einem minimal berechtigten Dienstkonto konfigurieren.
- Gruppenauflösung, Zeitabweichung, Namensauflösung und Zertifikatsvertrauen kontrollieren.
- Benutzer- und Gruppenobjekte den vorgesehenen Zugriffsregeln zuordnen.
- Anmeldung, Gruppenwechsel, Fehlerfall und Protokollierung mit Testkonten prüfen.
Praxisübung: Anbindung eines Laborverzeichnisses und Umsetzung einer gruppenabhängigen Zugriffsregel.
Lernblock 5: Alarme, Isolation und Incident Response
Endpoint-Ereignisse werden priorisiert, eingedämmt und mit belastbaren Belegen abgeschlossen.
- Alarm nach Schwere, Ausführung, Verbreitungsrisiko und betroffener Gerätekritikalität bewerten.
- Prozess-, Datei-, Benutzer- und Netzwerkbezug des Ereignisses nachvollziehen.
- Gerät bei begründetem Risiko isolieren und zulässige Verwaltungswege erhalten.
- Bereinigung, Quarantäne oder Wiederherstellung nach festgelegtem Freigabeprozess durchführen.
- Gerät kontrolliert zurückführen, Folgeindikatoren suchen und Fall vollständig dokumentieren.
Praxisübung: Bearbeitung eines simulierten Endpoint-Vorfalls von der Erstbewertung bis zur Wiederfreigabe.
Lernblock 6: Endpoint-Betrieb, Updates und Fehleranalyse
Gesundheitszustand, Agentversionen und Richtlinienabweichungen werden als laufende Betriebsaufgabe geführt.
- Nicht erreichbare, veraltete und ungeschützte Geräte in getrennten Arbeitslisten überwachen.
- Agent- und Komponentenupdates über Pilotgruppe und gestufte Wellen verteilen.
- Leistungsprobleme anhand von Zeitbezug, Prozess, Richtlinie und Gerätegruppe eingrenzen.
- Kommunikationsfehler zwischen Agent, Netzwerk und Verwaltungsdienst systematisch prüfen.
- Ausnahmen, Altgeräte und nicht mehr vorhandene Endpunkte regelmäßig bereinigen.
Praxisübung: Analyse eines nicht eincheckenden Endpunkts und Planung eines kontrollierten Agentupdates.
Lernblock 7: Monitoring, Protokollierung und Alarmierung
Betriebsdaten werden so erfasst, dass Abweichungen früh sichtbar und Vorfälle rekonstruierbar werden.
- Relevante System-, Sicherheits-, VPN- und Administrationsereignisse nach Priorität klassifizieren.
- Lokale Aufbewahrung, zentrale Weiterleitung und Zeitsynchronisation aufeinander abstimmen.
- Dashboards und Filter für Tagesbetrieb, Störung und Sicherheitsvorfall definieren.
- Alarmgrenzen mit Zuständigkeit, Eskalationsweg und Bearbeitungsfrist versehen.
- Regelmäßig einen vollständigen Ereignisweg vom Auslöser bis zur zentralen Anzeige testen.
Praxisübung: Aufbau eines Betriebsdashboards und Prüfung einer Alarmkette anhand eines kontrollierten Ereignisses.
Lernblock 8: Änderungsmanagement und Betriebsdokumentation
Technische Änderungen werden mit klarer Anforderung, Prüfung, Freigabe und Rücknahme durchgeführt.
- Anlass, Ziel, betroffene Systeme und Geschäftsrisiko der Änderung erfassen.
- Technischen Plan, Abhängigkeiten, Testfälle und Rückfallweg vollständig beschreiben.
- Freigabe und Wartungsfenster vor Beginn prüfen und Ausgangszustand sichern.
- Änderung schrittweise umsetzen und jeden Kontrollpunkt protokollieren.
- Abnahme, Restarbeiten und aktualisierte Betriebsdokumentation abschließen.
Praxisübung: Durchführung eines vollständigen Muster-Changes von der Anforderung bis zur Abnahme.
Lernblock 9: Abschließende Praxiswerkstatt
Die zuvor erarbeiteten Bausteine werden in einem zusammenhängenden Szenario geplant, umgesetzt und geprüft.
- Ausgangslage, Anforderungen, Schutzbedarf und messbare Abnahmekriterien analysieren.
- Zielkonfiguration und Arbeitsschritte mit Abhängigkeiten und Rückfallpunkten planen.
- Konfiguration in einer nachvollziehbaren Reihenfolge umsetzen und Zwischenstände sichern.
- Positiv-, Negativ-, Ausfall- und Wiederherstellungstests durchführen.
- Ergebnis, Abweichungen, Betriebsübergabe und offene Maßnahmen dokumentieren.
Praxisübung: Durchgängige Umsetzung eines Szenarios mit technischer Abnahme und Betriebsübergabe.
Einordnung in den Lernpfad
Der Kurs gehört zum Lernpfad Endpoint. Die angesetzte Dauer von 2 Tagen folgt aus Umfang, Abhängigkeiten und notwendigem Praxisanteil. Für den produktiven Einsatz werden die erarbeiteten Checklisten, Testfälle und Betriebsnachweise als wiederverwendbare Arbeitsgrundlage geführt.
Fachbereichsleitung, Trainingsleitung und Ansprechpartner
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt. Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Endpoint-, Security- und Systemadministratoren, Helpdesk-Verantwortliche sowie SOC-Mitarbeitende. |
| Voraussetzungen: | Grundkenntnisse in Windows- oder macOS-Administration, Endpoint-Sicherheit und zentraler Softwareverteilung. |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System, strukturierte Fehleranalyse |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - alle Seminare mit Trainer vor Ort; Webinar nur bei ausdrücklicher Buchung |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmenden |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja |
| Verpflegung: | Kalt- und Warmgetränke, Mittagessen wahlweise vegetarisch |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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