Seminar SAP HANA – Monitoring und Performance-Tuning

Seminar / Training

Performanceprobleme lassen sich nur beheben, wenn Beobachtung, Hypothese, Messung und Wirksamkeitskontrolle sauber getrennt werden. Die Schulung entwickelt einen systematischen Diagnosepfad von Workload und Ressourcen bis zu SQL-Plan, Speicher, Parallelisierung und nachhaltiger Betriebsüberwachung.

Inhaltsverzeichnis

  • Zielsetzung
  • Zielgruppe
  • Voraussetzungen
  • Seminarinhalte
  • Praxisübungen
  • Methodik

Zielsetzung

  • Relevante HANA-Kennzahlen und Warnungen richtig interpretieren
  • CPU-, Speicher-, I/O-, Thread-, Lock- und Netzwerkengpässe voneinander unterscheiden
  • Teure SQL-Anweisungen und Ausführungspläne strukturiert analysieren
  • Optimierungen messen, dokumentieren und in dauerhafte Monitoring-Regeln überführen

Zielgruppe

SAP-HANA-Administratoren, Performance Engineers, SAP-Basis-Teams, Datenbankentwickler, Data Modeler und technische Betriebsverantwortliche.

Voraussetzungen

Gute Grundkenntnisse der SAP-HANA-Architektur und SQL. Für Übungen werden administrative Leserechte auf Monitoring- und Planinformationen benötigt.

Seminarinhalte

  1. Schritt 1: Messziel und Baseline festlegen

    Geschäftssymptom, betroffene Nutzer, Zeitraum, Vergleichswert und Serviceziel werden präzisiert. Eine Baseline verhindert Optimierung nach Einzelmessungen ohne Kontext.

  2. Schritt 2: Systemzustand und Alerts bewerten

    Dienste, Hostlast, Speicher, CPU, Disk, Log, Sessions, Alerts und zeitliche Korrelation werden geprüft. Akute Ressourcenknappheit wird von langfristigem Trend unterschieden.

  3. Schritt 3: Workload und Lastverteilung analysieren

    Transaktionen, Statements, Benutzer, Anwendungen, Batch-Zeiten und Parallelität werden gruppiert. Lastspitzen und periodische Muster werden sichtbar gemacht.

  4. Schritt 4: Speicherverhalten untersuchen

    Global Allocation Limit, Service Memory, Column Store, Delta Store, Heap, Statement Memory und Speicherfreigabe werden analysiert. Out-of-Memory-Ursachen werden nach Verbraucher und Zeitpunkt eingegrenzt.

  5. Schritt 5: Threads, Blockierungen und Transaktionen prüfen

    Thread States, Job Workers, Locks, lange Transaktionen und Blockierungsketten werden ausgewertet. Warten wird nicht vorschnell als CPU-Problem interpretiert.

  6. Schritt 6: Teure Statements identifizieren

    Expensive Statements, SQL Plan Cache, Laufzeit, Häufigkeit, Datenmenge und Anwendungskontext werden kombiniert. Kandidaten werden nach Gesamtauswirkung priorisiert.

  7. Schritt 7: Ausführungspläne lesen

    Operatoren, Kardinalitäten, Filter, Join-Strategien, Materialisierung, Parallelisierung und Datenbewegung werden mit Plananalyse untersucht. Abweichungen zwischen Schätzung und Realität werden markiert.

  8. Schritt 8: SQL und Modelle optimieren

    Selektivität, Projektion, Join-Bedingungen, Aggregation, Calculation Views, Partitionierung und geeignete Datenstrukturen werden angepasst. Jede Änderung erhält einen Vorher-/Nachher-Nachweis.

  9. Schritt 9: Delta Merge und Tabellenpflege bewerten

    Delta-Größe, Merge-Verhalten, Kompression, Partitionen, Statistiken und Tabellenverteilung werden kontrolliert. Unnötige manuelle Eingriffe werden vermieden.

  10. Schritt 10: I/O, Persistenz und Log untersuchen

    Savepoints, Log-Schreiblast, Datenvolumes, Backup-Einfluss und Speicherlatenz werden im zeitlichen Zusammenhang geprüft.

  11. Schritt 11: Monitoring und Alarmierung verbessern

    Kennzahlen, Schwellen, Trendfenster, Benachrichtigung und Runbook werden so gestaltet, dass wiederkehrende Engpässe früh erkannt und eindeutig eskaliert werden.

  12. Schritt 12: Tuning-Ergebnis abnehmen

    Fachliche Korrektheit, Laufzeit, Ressourcenverbrauch, Nebenwirkungen und Verhalten unter Last werden geprüft. Nicht wirksame Änderungen werden zurückgenommen.

Praxisübungen

  • Erstellung einer Baseline und zeitlichen Ereigniskorrelation
  • Analyse eines Speicher- oder Thread-Engpasses anhand bereitgestellter Messdaten
  • Plananalyse und Optimierung einer teuren SQL-Anweisung
  • Aufbau einer Monitoring-Matrix mit Schwellenwert, Reaktion und Eskalation

Methodik

Das Seminar arbeitet mit vorbereiteten Störungsbildern und realistischen Messreihen. Jede Diagnose folgt dem Ablauf Symptom, Messung, Hypothese, Änderung, Vergleich und dokumentierte Entscheidung.

Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner

Seminardetails

   
Dauer: 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: SAP-HANA-Administratoren, Performance Engineers, SAP-Basis-Teams, Datenbankentwickler, Data Modeler und technische Betriebsverantwortliche.
Voraussetzungen: Gute Grundkenntnisse der SAP-HANA-Architektur und SQL. Für Übungen werden administrative Leserechte auf Monitoring- und Planinformationen benötigt.
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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