Seminar OpenBMC Host-, Chassis- und Power-State-Management

Das Seminar behandelt die koordinierte Steuerung von BMC, Chassis und Host. Zustandsautomaten, Power-Sequenzen, GPIO- und systemd-Abhängigkeiten, Reset- und Rebootpfade, Watchdogs, Fehlerzustände und Redfish-Aktionen werden zu einem sicheren Plattformsteuerungsmodell verbunden.

Inhaltsübersicht

  • Lernziele und fachliche Einordnung
  • Schrittweise Seminarinhalte
  • Praxisübungen und Laborszenarien
  • Zielgruppe und Voraussetzungen
  • Didaktik und Arbeitsweise

Lernziele

  • Host-, Chassis- und BMC-Zustände sowie Übergänge korrekt modellieren.
  • Power-On-, Power-Off-, Reset- und Rebootsequenzen technisch umsetzen.
  • Hardwareereignisse, systemd-Targets und D-Bus-Dienste konsistent verzahnen.
  • Timeouts, Watchdogs und unerwartete Zustände sicher behandeln.
  • Funktions- und Negativtests für die Produktionsabnahme erstellen.

Schrittweise Seminarinhalte

1. Zustandsmodelle und Verantwortungsgrenzen

Schwerpunkt: BMC-, Chassis- und Hostzustände, gewünschte Übergänge, aktuelle Zustände, Ereignisse, Abhängigkeiten und konkurrierende Anforderungen.

  1. Ausgangslage, Schutzbedarf, Abhängigkeiten und messbare Zielkriterien für den Themenblock „Zustandsmodelle und Verantwortungsgrenzen“ erfassen.
  2. Relevante Komponenten, Datenobjekte, Rollen und Schnittstellen anhand von BMC-, Chassis- und Hostzustände, gewünschte Übergänge, aktuelle Zustände, Ereignisse, Abhängigkeiten und konkurrierende Anforderungen modellieren.
  3. Die erforderliche Konfiguration, Implementierung oder Prozessfolge in der Laborumgebung schrittweise umsetzen und nachvollziehbar dokumentieren.
  4. Funktion, Berechtigungen, Protokollierung, Ressourcenverhalten und Fehlerreaktionen mit definierten Positiv- und Negativfällen prüfen.
  5. Als Arbeitsergebnis eine abgestimmte Zustands- und Übergangsmatrix erstellen, fachlich abnehmen und in einen wiederholbaren Standard überführen.

2. D-Bus- und systemd-Architektur

Schwerpunkt: State-Manager-Objekte, Properties, Transition Requests, Targets, Units, Wants, Conflicts und Startreihenfolge.

  1. Ausgangslage, Schutzbedarf, Abhängigkeiten und messbare Zielkriterien für den Themenblock „D-Bus- und systemd-Architektur“ erfassen.
  2. Relevante Komponenten, Datenobjekte, Rollen und Schnittstellen anhand von State-Manager-Objekte, Properties, Transition Requests, Targets, Units, Wants, Conflicts und Startreihenfolge modellieren.
  3. Die erforderliche Konfiguration, Implementierung oder Prozessfolge in der Laborumgebung schrittweise umsetzen und nachvollziehbar dokumentieren.
  4. Funktion, Berechtigungen, Protokollierung, Ressourcenverhalten und Fehlerreaktionen mit definierten Positiv- und Negativfällen prüfen.
  5. Als Arbeitsergebnis eine nachvollziehbare Softwaresteuerung erstellen, fachlich abnehmen und in einen wiederholbaren Standard überführen.

3. Hardware-Power-Sequenz

Schwerpunkt: Power Good, Reset, Enable, Presence, GPIO, Verzögerungen, Pre- und Postconditions sowie Plattformbesonderheiten.

  1. Ausgangslage, Schutzbedarf, Abhängigkeiten und messbare Zielkriterien für den Themenblock „Hardware-Power-Sequenz“ erfassen.
  2. Relevante Komponenten, Datenobjekte, Rollen und Schnittstellen anhand von Power Good, Reset, Enable, Presence, GPIO, Verzögerungen, Pre- und Postconditions sowie Plattformbesonderheiten modellieren.
  3. Die erforderliche Konfiguration, Implementierung oder Prozessfolge in der Laborumgebung schrittweise umsetzen und nachvollziehbar dokumentieren.
  4. Funktion, Berechtigungen, Protokollierung, Ressourcenverhalten und Fehlerreaktionen mit definierten Positiv- und Negativfällen prüfen.
  5. Als Arbeitsergebnis eine dokumentierte Power-On- und Power-Off-Sequenz erstellen, fachlich abnehmen und in einen wiederholbaren Standard überführen.

4. Reset-, Reboot- und Cycle-Pfade

Schwerpunkt: warm und kalt, Graceful Shutdown, Hard Off, Reset Lines, Chassis Cycle, BMC Reboot und Auswirkungen auf Dienste.

  1. Ausgangslage, Schutzbedarf, Abhängigkeiten und messbare Zielkriterien für den Themenblock „Reset-, Reboot- und Cycle-Pfade“ erfassen.
  2. Relevante Komponenten, Datenobjekte, Rollen und Schnittstellen anhand von warm und kalt, Graceful Shutdown, Hard Off, Reset Lines, Chassis Cycle, BMC Reboot und Auswirkungen auf Dienste modellieren.
  3. Die erforderliche Konfiguration, Implementierung oder Prozessfolge in der Laborumgebung schrittweise umsetzen und nachvollziehbar dokumentieren.
  4. Funktion, Berechtigungen, Protokollierung, Ressourcenverhalten und Fehlerreaktionen mit definierten Positiv- und Negativfällen prüfen.
  5. Als Arbeitsergebnis einen kontrollierten Aktionskatalog erstellen, fachlich abnehmen und in einen wiederholbaren Standard überführen.

5. Watchdog und Fehlerzustände

Schwerpunkt: Host Watchdog, Timeoutaktionen, fehlende Signale, hängenbleibende Übergänge, Recovery und sichere Endzustände.

  1. Ausgangslage, Schutzbedarf, Abhängigkeiten und messbare Zielkriterien für den Themenblock „Watchdog und Fehlerzustände“ erfassen.
  2. Relevante Komponenten, Datenobjekte, Rollen und Schnittstellen anhand von Host Watchdog, Timeoutaktionen, fehlende Signale, hängenbleibende Übergänge, Recovery und sichere Endzustände modellieren.
  3. Die erforderliche Konfiguration, Implementierung oder Prozessfolge in der Laborumgebung schrittweise umsetzen und nachvollziehbar dokumentieren.
  4. Funktion, Berechtigungen, Protokollierung, Ressourcenverhalten und Fehlerreaktionen mit definierten Positiv- und Negativfällen prüfen.
  5. Als Arbeitsergebnis ein belastbares Fehler- und Recoverymodell erstellen, fachlich abnehmen und in einen wiederholbaren Standard überführen.

6. Redfish- und Bedienpfade

Schwerpunkt: Reset Actions, erlaubte ResetTypes, Statusabbildung, Taskverhalten, Berechtigungen, Audit und Benutzerfeedback.

  1. Ausgangslage, Schutzbedarf, Abhängigkeiten und messbare Zielkriterien für den Themenblock „Redfish- und Bedienpfade“ erfassen.
  2. Relevante Komponenten, Datenobjekte, Rollen und Schnittstellen anhand von Reset Actions, erlaubte ResetTypes, Statusabbildung, Taskverhalten, Berechtigungen, Audit und Benutzerfeedback modellieren.
  3. Die erforderliche Konfiguration, Implementierung oder Prozessfolge in der Laborumgebung schrittweise umsetzen und nachvollziehbar dokumentieren.
  4. Funktion, Berechtigungen, Protokollierung, Ressourcenverhalten und Fehlerreaktionen mit definierten Positiv- und Negativfällen prüfen.
  5. Als Arbeitsergebnis eine konsistente Managementschnittstelle erstellen, fachlich abnehmen und in einen wiederholbaren Standard überführen.

7. Test, Diagnose und Abnahme

Schwerpunkt: Signalverläufe, Journal, D-Bus-Monitoring, systemd-Zustände, Timing, Negativtests und wiederholte Power-Zyklen.

  1. Ausgangslage, Schutzbedarf, Abhängigkeiten und messbare Zielkriterien für den Themenblock „Test, Diagnose und Abnahme“ erfassen.
  2. Relevante Komponenten, Datenobjekte, Rollen und Schnittstellen anhand von Signalverläufe, Journal, D-Bus-Monitoring, systemd-Zustände, Timing, Negativtests und wiederholte Power-Zyklen modellieren.
  3. Die erforderliche Konfiguration, Implementierung oder Prozessfolge in der Laborumgebung schrittweise umsetzen und nachvollziehbar dokumentieren.
  4. Funktion, Berechtigungen, Protokollierung, Ressourcenverhalten und Fehlerreaktionen mit definierten Positiv- und Negativfällen prüfen.
  5. Als Arbeitsergebnis einen vollständigen Plattformsteuerungs-Testkatalog erstellen, fachlich abnehmen und in einen wiederholbaren Standard überführen.

Praxisübungen und Laborszenarien

  • Modellierung einer Power-Sequenz mit Zuständen, Signalen und Timeouts.
  • Konfiguration eines systemd-basierten Übergangs und Auswertung der D-Bus-Zustände.
  • Simulation fehlender Power-Good- und Watchdog-Signale.
  • Abnahme von Redfish-Resetaktionen mit Positiv- und Negativfällen.

Zielgruppe und Voraussetzungen

Zielgruppe: OpenBMC-Plattformintegration, Firmware Engineering, Hardwareentwicklung, Systemtest, Rechenzentrumsbetrieb und Support.

Voraussetzungen: Grundkenntnisse in OpenBMC, D-Bus, systemd, GPIO und Server-Power-Sequenzen.

Didaktik und Arbeitsweise

Kurze Fachimpulse werden unmittelbar durch Demonstrationen, strukturierte Konfigurationsschritte, praktische Übungen und kontrollierte Fehlerfälle vertieft. Jede Übung verwendet definierte Ausgangswerte, Prüfpunkte und Dokumentationsanforderungen, damit die erarbeiteten Abläufe reproduzierbar bleiben und in technische Standards oder Runbooks überführt werden können.

Fachbereichsleitung und Trainerteam

Seminardetails

   
Dauer: 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: OpenBMC-Plattformintegration, Firmware Engineering, Hardwareentwicklung, Systemtest, Rechenzentrumsbetrieb und Support
Voraussetzungen: Grundkenntnisse in OpenBMC, D-Bus, systemd, GPIO und Server-Power-Sequenzen
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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Seminar Startdatum Enddatum Ort Dauer
Luxemburg 2 Tage
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