Seminar Dezentrale Identitäten – DID, VC und OpenID4VC im Vergleich

DID, Verifiable Credential und OpenID4VC bezeichnen unterschiedliche Schichten. Wer Identifier, Credential-Datenmodell, Kryptographie, Wallet-Protokolle und Vertrauenslisten vermischt, erhält eine schwer betreibbare Architektur mit unnötigen Abhängigkeiten.

Inhaltsübersicht

  • Seminarprofil
  • Zielgruppe
  • Lernziele
  • Seminarinhalte
  • Praxisanteile
  • Voraussetzungen

Seminarprofil

Der Kurs strukturiert den Stack vom Identifier bis zur Präsentation. Mehrere Credential-Formate und Trust-Establishment-Modelle werden anhand derselben Use Cases verglichen, damit Architekturentscheidungen nicht an Schlagwörtern, sondern an Anforderungen ausgerichtet werden.

Zielgruppe

IAM- und Wallet-Architekten, Entwickler, Security Engineers, Produktverantwortliche, Behörden- und Unternehmensvertreter sowie Integrationspartner.

Lernziele

  • DIDs, DID Documents und Resolution richtig einordnen
  • Credential-Datenmodell, Beweisformat und Austauschprotokoll trennen
  • OpenID4VCI und OpenID4VP als End-to-End-Flows modellieren
  • Status, Holder Binding, Selective Disclosure und Trust Establishment bewerten
  • KERI/ACDC und andere Architekturvarianten sachgerecht abgrenzen

Seminarinhalte

Schritt 1: Schichtenmodell aufbauen

Identifier, Schlüsselzustand, Credential, Wallet, Issuance, Presentation und Governance werden als eigenständige Schichten geordnet. Für jede Schicht werden Verantwortlichkeit, Protokollgrenze und Austauschobjekte festgelegt.

  • Begriffe entkoppeln
  • Rollen und Datenflüsse markieren
  • optionale von zwingenden Komponenten trennen

Schritt 2: DID-Methoden und Resolution bewerten

DID-Syntax, DID Documents, Verification Methods und Service Endpoints werden untersucht. Unterschiede zwischen ledger-, web-, peer- und KERI-basierten Ansätzen werden anhand von Kontrolle, Rotation und Verfügbarkeit bewertet.

  • Methodenabhängigkeiten erfassen
  • Resolution- und Dereferencing-Pfade prüfen
  • Methodenwechsel und Portabilität bewerten

Schritt 3: Credential-Modelle und Formate vergleichen

Das allgemeine VC-Datenmodell wird von konkreten Sicherungsformaten getrennt. JSON-LD/Data Integrity, JOSE/COSE, SD-JWT-basierte Credentials, mobile Dokumente und ACDC werden nach Semantik, Offenlegung und Verifikation verglichen.

  • Datenmodell und Proof Format unterscheiden
  • Canonicalization und Schlüsselbindung prüfen
  • Formatprofile für Use Cases auswählen

Schritt 4: OpenID4VC Issuance modellieren

Authorization, Credential Offer, Token- und Credential-Endpunkte, Proof of Possession sowie Deferred Issuance werden zu einem vollständigen Ablauf zusammengesetzt. Angriffsflächen und Bindungen zwischen Wallet, User und Credential werden markiert.

  • Pre-authorized und authorization-code Flows abgrenzen
  • Nonce- und Proof-Prüfung einordnen
  • Fehler- und Wiederholungsfälle behandeln

Schritt 5: OpenID4VP Presentation gestalten

Presentation Requests, Response Modes, Verifier-Metadaten und Credential-Auswahl werden analysiert. Cross-Device- und Same-Device-Flows werden hinsichtlich Phishing, Session-Bindung und Datenminimierung verglichen.

  • Request-Authentizität sicherstellen
  • Wallet-Auswahl transparent gestalten
  • Response und Verifier-Session binden

Schritt 6: Status und Lifecycle integrieren

Ausgabe, Aktualisierung, Statuslisten, Sperrung, Ablauf und Erneuerung werden als zusammenhängender Lebenszyklus modelliert. Datenschutzfolgen häufiger Online-Prüfungen werden ausdrücklich berücksichtigt.

  • Statusmechanismen vergleichen
  • Offline-Verifikation begrenzen
  • Privacy Leakage durch Statusabfragen reduzieren

Schritt 7: Trust Establishment entwerfen

Trust Lists, Registries, Federation-Metadaten, Zertifikate und Credential Chains werden als alternative Vertrauenspfade gegenübergestellt. Die Teilnehmer definieren, wie Wallets und Verifier zulässige Issuer erkennen.

  • Trust Anchors und Policy Distribution festlegen
  • Metadatenintegrität prüfen
  • Onboarding und Ausschluss modellieren

Schritt 8: Architekturentscheidung dokumentieren

Ein konkreter Use Case wird mit zwei bis drei Stack-Varianten umgesetzt und bewertet. Abschließend entsteht ein Zielbild mit Interoperabilitätsprofil, Datenschutzregeln und Testanforderungen.

  • Profil statt beliebiger Optionen definieren
  • Abnahmefälle festlegen
  • Migrations- und Exit-Pfade berücksichtigen

Praxisanteile

  • DID-Resolution und Schlüsselzustand anhand von Beispielen analysieren
  • OpenID4VCI- und OpenID4VP-Sequenzen modellieren
  • Credential-Formate nach Use-Case-Kriterien vergleichen
  • Trust-Establishment-Profil und Negativtests erstellen

Voraussetzungen

Grundkenntnisse in OAuth, OpenID Connect, JSON, digitalen Signaturen und PKI. Erfahrung mit mobilen Wallets oder API-Sicherheit ist hilfreich.

Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner

Seminardetails

   
Dauer: 3 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage: 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 1.797 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 5.100 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: IAM- und Wallet-Architekten, Entwickler, Security Engineers, Produktverantwortliche, Behörden- und Unternehmensvertreter sowie Integrationspartner.
Voraussetzungen: Grundkenntnisse in OAuth, OpenID Connect, JSON, digitalen Signaturen und PKI. Erfahrung mit mobilen Wallets oder API-Sicherheit ist hilfreich.
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, strukturierte Übungen, Architektur- und Fallstudienarbeit
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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Berlin 3 Tage
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