Der Kurs vermittelt Datenmodell, Vertrauensbeziehungen und Datenschutzmechanismen verifizierbarer Nachweise. Issuance, Holder Binding, Presentation, kryptografische Prüfung, minimale Offenlegung, abgeleitete Aussagen und Statusinformationen werden für praktische Identity- und Berechtigungsfälle eingesetzt.
Der Aufbau führt von der fachlichen und technischen Einordnung über klar definierte Entscheidungs- und Integrationsschritte bis zu überprüfbaren Arbeitsartefakten. Jeder Themenblock wird schrittweise erläutert und in einer praktischen Aufgabe angewendet.
Inhaltsübersicht
- Einordnung und Zielsetzung
- Zielgruppe
- Voraussetzungen
- Lernziele
- Modul 1: Credential-Datenmodell und Rollen
- Modul 2: Ausstellung und Bindung
- Modul 3: Presentation und Verifikation
- Modul 4: Selective Disclosure und abgeleitete Aussagen
- Modul 5: Lifecycle, Governance und Use-Case-Design
- Praxisübungen
Einordnung und Zielsetzung
Der Kurs vermittelt Datenmodell, Vertrauensbeziehungen und Datenschutzmechanismen verifizierbarer Nachweise. Issuance, Holder Binding, Presentation, kryptografische Prüfung, minimale Offenlegung, abgeleitete Aussagen und Statusinformationen werden für praktische Identity- und Berechtigungsfälle eingesetzt.
Im Mittelpunkt stehen nachvollziehbare Entscheidungen, sichere technische Übergaben, datensparsame Verarbeitung und ein belastbarer Betrieb. Die Seminarergebnisse werden als Modelle, Entscheidungstabellen, Testfälle oder Umsetzungsskizzen dokumentiert.
Zielgruppe
Identity Architecture, Wallet- und Backend-Engineering, Datenschutz, IAM, Security Engineering und technische Produktverantwortung
Voraussetzungen
Grundverständnis digitaler Identitäten und kryptografischer Signaturen
Lernziele
- Credential-Datenmodell und Rollen fachlich einordnen, schrittweise bearbeiten und mit überprüfbaren Kriterien dokumentieren.
- Ausstellung und Bindung fachlich einordnen, schrittweise bearbeiten und mit überprüfbaren Kriterien dokumentieren.
- Presentation und Verifikation fachlich einordnen, schrittweise bearbeiten und mit überprüfbaren Kriterien dokumentieren.
- Selective Disclosure und abgeleitete Aussagen fachlich einordnen, schrittweise bearbeiten und mit überprüfbaren Kriterien dokumentieren.
- Lifecycle, Governance und Use-Case-Design fachlich einordnen, schrittweise bearbeiten und mit überprüfbaren Kriterien dokumentieren.
- Abhängigkeiten zwischen Identitätsprüfung, Wallet, Gateway und IAM erkennen und in ein konsistentes Zielbild überführen.
- Sicherheits-, Datenschutz-, Betriebs- und Interoperabilitätsanforderungen in Abnahmekriterien übersetzen.
Seminarinhalte
Modul 1: Credential-Datenmodell und Rollen
Issuer, Holder, Verifier sowie Claims, Metadaten und kryptografische Beweise werden eindeutig eingeordnet.
- Schritt 1: Rollen und Vertrauensbeziehungen modellieren.
- Schritt 2: Credential Subject, Claims und Kontextinformationen trennen.
- Schritt 3: Signatur, Schlüsselreferenz und Statusinformation zuordnen.
- Schritt 4: Geschäftsaussage und technische Repräsentation abgrenzen.
Modul 2: Ausstellung und Bindung
Ein Nachweis wird nach erfolgreicher Prüfung sicher ausgestellt und an den vorgesehenen Holder gebunden.
- Schritt 1: Ausstellungsgrundlage und Claim-Herkunft bestimmen.
- Schritt 2: Credential-Schema und Gültigkeit festlegen.
- Schritt 3: Holder- oder Key-Binding auswählen.
- Schritt 4: Ausgabe, Bestätigung und Wallet-Ablage modellieren.
Modul 3: Presentation und Verifikation
Nur relevante Nachweise werden angefordert und mehrstufig verifiziert.
- Schritt 1: Präsentationszweck und minimale Anforderungen definieren.
- Schritt 2: Challenge, Audience und Session-Bezug herstellen.
- Schritt 3: Signatur, Issuer-Vertrauen, Gültigkeit und Status prüfen.
- Schritt 4: Semantische Claims in eine fachliche Entscheidung überführen.
Modul 4: Selective Disclosure und abgeleitete Aussagen
Datenschutz wird durch minimale Offenlegung und geeignete Beweisformen technisch unterstützt.
- Schritt 1: Rohattribute und erforderliche Geschäftsaussage vergleichen.
- Schritt 2: Offenlegbare Claim-Struktur und Granularität planen.
- Schritt 3: Alters-, Wohnsitz- oder Berechtigungsnachweise als Aussage modellieren.
- Schritt 4: Korrelation, Wiederverwendung und Missbrauchsrisiken bewerten.
Modul 5: Lifecycle, Governance und Use-Case-Design
Credential-Änderungen und organisatorische Regeln werden in eine nachhaltige Lösung integriert.
- Schritt 1: Aktualisierung, Ablauf, Widerruf und Re-Issuance definieren.
- Schritt 2: Schema-, Issuer- und Verifier-Governance festlegen.
- Schritt 3: Interoperabilitäts- und Datenschutztests planen.
- Schritt 4: Vollständigen Credential-Use-Case mit Rollen und Kontrollen dokumentieren.
Praxisübungen
- Übung 1: Analyse eines Credential-Datenmodells. Ausgangslage und Ziel werden abgegrenzt, das Artefakt wird schrittweise erstellt und anschließend anhand fachlicher, technischer und organisatorischer Prüfkriterien bewertet.
- Übung 2: Entwurf einer Issuance mit Holder Binding. Ausgangslage und Ziel werden abgegrenzt, das Artefakt wird schrittweise erstellt und anschließend anhand fachlicher, technischer und organisatorischer Prüfkriterien bewertet.
- Übung 3: Erstellung einer minimalen Präsentationsanforderung. Ausgangslage und Ziel werden abgegrenzt, das Artefakt wird schrittweise erstellt und anschließend anhand fachlicher, technischer und organisatorischer Prüfkriterien bewertet.
- Übung 4: Modellierung einer Selective-Disclosure-Entscheidung. Ausgangslage und Ziel werden abgegrenzt, das Artefakt wird schrittweise erstellt und anschließend anhand fachlicher, technischer und organisatorischer Prüfkriterien bewertet.
- Übung 5: Ausarbeitung eines vollständigen Credential-Use-Cases. Ausgangslage und Ziel werden abgegrenzt, das Artefakt wird schrittweise erstellt und anschließend anhand fachlicher, technischer und organisatorischer Prüfkriterien bewertet.
Fachbereichsleitung / Trainerteam / Kontakt
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weiterer Tag 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt. Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Identity Architecture, Wallet- und Backend-Engineering, Datenschutz, IAM, Security Engineering und technische Produktverantwortung |
| Voraussetzungen: | Grundverständnis digitaler Identitäten und kryptografischer Signaturen |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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