Seminar UX und barrierearme Onboarding-Journeys

Das Seminar gestaltet Identity-Proofing-, Wallet- und Fallback-Journeys so, dass Sicherheit, Verständlichkeit, Barrierearmut und Konversion gemeinsam optimiert werden. Informationsarchitektur, Einwilligung, Fehlerbehandlung, Kanalwechsel, alternative Verfahren und messbare UX-Qualität stehen im Mittelpunkt.

Der Aufbau führt von der fachlichen und technischen Einordnung über klar definierte Entscheidungs- und Integrationsschritte bis zu überprüfbaren Arbeitsartefakten. Jeder Themenblock wird schrittweise erläutert und in einer praktischen Aufgabe angewendet.

Inhaltsübersicht

  1. Einordnung und Zielsetzung
  2. Zielgruppe
  3. Voraussetzungen
  4. Lernziele
  5. Modul 1: Journey und Entscheidungspunkte
  6. Modul 2: Verständliche Wallet- und Proofing-Interaktion
  7. Modul 3: Barrierearme Gestaltung
  8. Modul 4: Fehler, Fallback und Recovery
  9. Modul 5: Prototyping, Test und Messung
  10. Praxisübungen

Einordnung und Zielsetzung

Das Seminar gestaltet Identity-Proofing-, Wallet- und Fallback-Journeys so, dass Sicherheit, Verständlichkeit, Barrierearmut und Konversion gemeinsam optimiert werden. Informationsarchitektur, Einwilligung, Fehlerbehandlung, Kanalwechsel, alternative Verfahren und messbare UX-Qualität stehen im Mittelpunkt.

Im Mittelpunkt stehen nachvollziehbare Entscheidungen, sichere technische Übergaben, datensparsame Verarbeitung und ein belastbarer Betrieb. Die Seminarergebnisse werden als Modelle, Entscheidungstabellen, Testfälle oder Umsetzungsskizzen dokumentiert.

Zielgruppe

UX- und Service-Design, Digital Onboarding, Produktmanagement, Accessibility, IAM, Compliance, Support und Fraud Management

Voraussetzungen

Grundkenntnisse digitaler Onboarding- oder Authentisierungsprozesse

Lernziele

  • Journey und Entscheidungspunkte fachlich einordnen, schrittweise bearbeiten und mit überprüfbaren Kriterien dokumentieren.
  • Verständliche Wallet- und Proofing-Interaktion fachlich einordnen, schrittweise bearbeiten und mit überprüfbaren Kriterien dokumentieren.
  • Barrierearme Gestaltung fachlich einordnen, schrittweise bearbeiten und mit überprüfbaren Kriterien dokumentieren.
  • Fehler, Fallback und Recovery fachlich einordnen, schrittweise bearbeiten und mit überprüfbaren Kriterien dokumentieren.
  • Prototyping, Test und Messung fachlich einordnen, schrittweise bearbeiten und mit überprüfbaren Kriterien dokumentieren.
  • Abhängigkeiten zwischen Identitätsprüfung, Wallet, Gateway und IAM erkennen und in ein konsistentes Zielbild überführen.
  • Sicherheits-, Datenschutz-, Betriebs- und Interoperabilitätsanforderungen in Abnahmekriterien übersetzen.

Seminarinhalte

Modul 1: Journey und Entscheidungspunkte

Die vollständige Identitätsreise wird aus Benutzer-, Geschäfts- und Sicherheitsperspektive sichtbar gemacht.

  1. Schritt 1: Zielgruppen, Kontexte und Zugangsvoraussetzungen erfassen.
  2. Schritt 2: Schritte, Wartezeiten und Medienwechsel modellieren.
  3. Schritt 3: Einwilligungs-, Auswahl- und Abbruchpunkte markieren.
  4. Schritt 4: Sicherheits- und Compliance-Bedingungen zuordnen.

Modul 2: Verständliche Wallet- und Proofing-Interaktion

Komplexe Identitätsanforderungen werden in klare, handlungsorientierte Informationen übersetzt.

  1. Schritt 1: Zweck und angeforderte Attribute vor der Freigabe erklären.
  2. Schritt 2: Begriffe, Statusmeldungen und nächste Schritte vereinheitlichen.
  3. Schritt 3: Vertrauens- und Sicherheitsinformationen dosiert darstellen.
  4. Schritt 4: Bestätigung und Nachweis der Benutzerentscheidung gestalten.

Modul 3: Barrierearme Gestaltung

Journeys werden für unterschiedliche Wahrnehmungs-, Motorik- und Kognitionsbedarfe zugänglich gemacht.

  1. Schritt 1: Tastatur-, Screenreader- und Kontrastanforderungen berücksichtigen.
  2. Schritt 2: Zeitlimits, Kamera- und Bewegungsanforderungen hinterfragen.
  3. Schritt 3: Einfache Sprache und robuste Fehlermeldungen einsetzen.
  4. Schritt 4: Gleichwertige alternative Prüfpfade vorsehen.

Modul 4: Fehler, Fallback und Recovery

Technische und fachliche Probleme werden ohne Sackgassen oder unnötige Sicherheitsabsenkung behandelt.

  1. Schritt 1: Fehler nach Ursache und Benutzerbehebbarkeit klassifizieren.
  2. Schritt 2: Konkrete Korrektur- und Wiederholungsoptionen anbieten.
  3. Schritt 3: Kanalwechsel, eID- oder Dokumentenfallback gestalten.
  4. Schritt 4: Supportübergabe mit datensparsamer Diagnose definieren.

Modul 5: Prototyping, Test und Messung

Journey-Qualität wird mit realistischen Aufgaben, Sicherheitsfällen und Kennzahlen überprüft.

  1. Schritt 1: Kritische Pfade und Testhypothesen auswählen.
  2. Schritt 2: Prototyp mit Happy Path und Fehlerfällen erstellen.
  3. Schritt 3: Usability- und Accessibility-Tests durchführen.
  4. Schritt 4: Konversion, Abbruch, Hilfequote und Sicherheitswirkung gemeinsam auswerten.

Praxisübungen

  1. Übung 1: Erstellung einer End-to-End-Journey-Map. Ausgangslage und Ziel werden abgegrenzt, das Artefakt wird schrittweise erstellt und anschließend anhand fachlicher, technischer und organisatorischer Prüfkriterien bewertet.
  2. Übung 2: Überarbeitung einer komplexen Consent- und Attributanfrage. Ausgangslage und Ziel werden abgegrenzt, das Artefakt wird schrittweise erstellt und anschließend anhand fachlicher, technischer und organisatorischer Prüfkriterien bewertet.
  3. Übung 3: Entwurf barrierearmer Alternativpfade. Ausgangslage und Ziel werden abgegrenzt, das Artefakt wird schrittweise erstellt und anschließend anhand fachlicher, technischer und organisatorischer Prüfkriterien bewertet.
  4. Übung 4: Prototyping eines Fehler- und Recovery-Ablaufs. Ausgangslage und Ziel werden abgegrenzt, das Artefakt wird schrittweise erstellt und anschließend anhand fachlicher, technischer und organisatorischer Prüfkriterien bewertet.
  5. Übung 5: Definition eines kombinierten UX- und Security-Kennzahlensets. Ausgangslage und Ziel werden abgegrenzt, das Artefakt wird schrittweise erstellt und anschließend anhand fachlicher, technischer und organisatorischer Prüfkriterien bewertet.

Fachbereichsleitung / Trainerteam / Kontakt

Seminardetails

   
Dauer: 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weiterer Tag 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: UX- und Service-Design, Digital Onboarding, Produktmanagement, Accessibility, IAM, Compliance, Support und Fraud Management
Voraussetzungen: Grundkenntnisse digitaler Onboarding- oder Authentisierungsprozesse
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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