Seminar / Training
Das Einzelseminar vermittelt Tenant-Modell, Tenant Mode, Lebenszyklus, Tenant Groups, Metacluster, Kapazitätsplatzierung, Migration und Betriebsdiagnose. Die Themen werden von der fachlichen Einordnung über die Konfiguration beziehungsweise Implementierung bis zur kontrollierten Prüfung in einer zusammenhängenden Laborumgebung bearbeitet.
Jeder Themenblock enthält eine eigene Inhaltsübersicht, konkrete Arbeitsschritte und Prüfpunkte. Konfigurationen, Datenmodelle und Betriebsentscheidungen werden so dokumentiert, dass sie in Projekt- und Betriebsstandards übernommen werden können.
Inhaltsübersicht
- 1. Tenant-Modell und Transaktionsdomänen
- 2. Tenant Mode und Versionsfreigabe
- 3. Tenant-Lebenszyklus und Automatisierung
- 4. Tenant Groups und gemeinsame Kapazität
- 5. Metacluster-Architektur und Managementcluster
- 6. Kapazitätsregistrierung und Tenant-Platzierung
- 7. Tenant-Migration zwischen Datenclustern
- 8. Tenant-Betrieb, Monitoring und Störungsanalyse
1. Tenant-Modell und Transaktionsdomänen
Kapitelinhaltsverzeichnis
- 1.1 Einordnung und Zielsetzung
- 1.2 Fachthemen
- 1.3 Schritt-für-Schritt-Übung
- 1.4 Prüfpunkte
Einordnung und Zielsetzung
Tenants teilen den Schlüsselraum in benannte Transaktionsdomänen. Anwendung, Kapazitätsplanung und Sicherheitsarchitektur müssen jedoch zusätzlich berücksichtigen, dass Tenant-Isolation keine vollständige Benutzerautorisierung ersetzt.
Fachthemen
- Benannte Schlüsselraumdomänen
- Tenant-Präfix und API-Zugriff
- Isolation und Grenzen
Schritt-für-Schritt-Übung: einen Tenant-fähigen Anwendungszugriff entwerfen
- Schritt 1: Fachliche Mandanten und benötigte Transaktionsgrenzen erfassen.
- Schritt 2: Tenant-Namen, Lebenszyklus und Eigentümer festlegen.
- Schritt 3: Anwendung ausschließlich über Tenant-Handles auf Mandantendaten zugreifen lassen.
- Schritt 4: Globale Metadaten außerhalb der Tenants bewusst begrenzen.
- Schritt 5: Fehlzugriffe, Löschung und leere Tenant-Prüfung testen.
Prüfpunkte
- Die Umsetzung berücksichtigt benannte Schlüsselraumdomänen und ist reproduzierbar dokumentiert.
- Das Verhalten von Tenant-Präfix und API-Zugriff ist mit einem positiven und einem negativen Testfall geprüft.
- Abbruch-, Rückfall- und Eskalationskriterien sind eindeutig benannt.
2. Tenant Mode und Versionsfreigabe
Kapitelinhaltsverzeichnis
- 2.1 Einordnung und Zielsetzung
- 2.2 Fachthemen
- 2.3 Schritt-für-Schritt-Übung
- 2.4 Prüfpunkte
Einordnung und Zielsetzung
Tenant-Funktionen und Modi werden versionsbezogen geprüft. Eine Umstellung beeinflusst Anwendungen, Tools und Betriebsverfahren und benötigt deshalb eine formale Freigabe.
Fachthemen
- Disabled, optional und required
- Feature-Reife
- Client- und Toolkompatibilität
Schritt-für-Schritt-Übung: Tenant Mode kontrolliert aktivieren
- Schritt 1: Server-, Client- und Toolversionen sowie unterstützte Modi erfassen.
- Schritt 2: Bestehende direkte Datenbankzugriffe identifizieren.
- Schritt 3: Zielmodus und Migrationspfad mit Rückfalloption festlegen.
- Schritt 4: Modus in einer Testumgebung aktivieren und alle Zugriffspfade prüfen.
- Schritt 5: Produktionsänderung mit Status-, Fehler- und Rollbackkontrolle durchführen.
Prüfpunkte
- Die Umsetzung berücksichtigt disabled, optional und required und ist reproduzierbar dokumentiert.
- Das Verhalten von Feature-Reife ist mit einem positiven und einem negativen Testfall geprüft.
- Abbruch-, Rückfall- und Eskalationskriterien sind eindeutig benannt.
3. Tenant-Lebenszyklus und Automatisierung
Kapitelinhaltsverzeichnis
- 3.1 Einordnung und Zielsetzung
- 3.2 Fachthemen
- 3.3 Schritt-für-Schritt-Übung
- 3.4 Prüfpunkte
Einordnung und Zielsetzung
Tenant-Provisionierung wird als idempotenter Plattformprozess gestaltet. Löschung setzt einen leeren Tenant und abgestimmte Aufbewahrungsregeln voraus.
Fachthemen
- Anlegen, Auflisten und Konfigurieren
- Umbenennen und Löschen
- Quoten und Metadaten
Schritt-für-Schritt-Übung: einen Tenant-Provisionierungsworkflow bauen
- Schritt 1: Eindeutigen Tenant-Namen und externe Mandanten-ID zuordnen.
- Schritt 2: Existenz prüfen und Tenant idempotent anlegen.
- Schritt 3: Gruppen- oder Platzierungsmetadaten konfigurieren.
- Schritt 4: Anwendungszugriff und isolierte Testtransaktion validieren.
- Schritt 5: Deprovisionierung mit Datenräumung, Prüfung und kontrollierter Löschung definieren.
Prüfpunkte
- Die Umsetzung berücksichtigt Anlegen, Auflisten und Konfigurieren und ist reproduzierbar dokumentiert.
- Das Verhalten von Umbenennen und Löschen ist mit einem positiven und einem negativen Testfall geprüft.
- Abbruch-, Rückfall- und Eskalationskriterien sind eindeutig benannt.
4. Tenant Groups und gemeinsame Kapazität
Kapitelinhaltsverzeichnis
- 4.1 Einordnung und Zielsetzung
- 4.2 Fachthemen
- 4.3 Schritt-für-Schritt-Übung
- 4.4 Prüfpunkte
Einordnung und Zielsetzung
Tenant Groups bündeln Mandanten für Platzierung und Kapazitätssteuerung. Die Gruppierung wird an Lastprofil, organisatorischer Verantwortung und Migrationsbedarf ausgerichtet.
Fachthemen
- Gruppierung
- Platzierungsbezug
- Betriebs- und Abrechnungsmodell
Schritt-für-Schritt-Übung: Tenant Groups planen
- Schritt 1: Mandanten nach Lastprofil, Region und organisatorischem Eigentum klassifizieren.
- Schritt 2: Gruppierungsregeln und maximale Konzentration definieren.
- Schritt 3: Tenants den Gruppen kontrolliert zuordnen.
- Schritt 4: Last- und Kapazitätskennzahlen pro Gruppe erfassen.
- Schritt 5: Umgruppierung und Auswirkungen auf Platzierung im Labor testen.
Prüfpunkte
- Die Umsetzung berücksichtigt Gruppierung und ist reproduzierbar dokumentiert.
- Das Verhalten von Platzierungsbezug ist mit einem positiven und einem negativen Testfall geprüft.
- Abbruch-, Rückfall- und Eskalationskriterien sind eindeutig benannt.
5. Metacluster-Architektur und Managementcluster
Kapitelinhaltsverzeichnis
- 5.1 Einordnung und Zielsetzung
- 5.2 Fachthemen
- 5.3 Schritt-für-Schritt-Übung
- 5.4 Prüfpunkte
Einordnung und Zielsetzung
Ein Metacluster verwaltet Tenants über mehrere Datencluster. Managementebene, Datenebene und Anwendungsrouting werden klar getrennt und versionsbezogen freigegeben.
Fachthemen
- Managementcluster
- Data Clusters
- Tenant-Metadaten und Platzierung
Schritt-für-Schritt-Übung: ein Metacluster-Zielbild entwickeln
- Schritt 1: Skalierungs- und Mandantenanforderungen für mehrere Datencluster erfassen.
- Schritt 2: Managementcluster und Data Clusters mit unabhängigen Schutzzielen planen.
- Schritt 3: Tenant-Platzierungs- und Routinginformationen modellieren.
- Schritt 4: Feature-Reife, unterstützte Operationen und Ausfallgrenzen prüfen.
- Schritt 5: Pilot mit repräsentativen Tenants und vollständigem Recovery-Test durchführen.
Prüfpunkte
- Die Umsetzung berücksichtigt Managementcluster und ist reproduzierbar dokumentiert.
- Das Verhalten von Data Clusters ist mit einem positiven und einem negativen Testfall geprüft.
- Abbruch-, Rückfall- und Eskalationskriterien sind eindeutig benannt.
6. Kapazitätsregistrierung und Tenant-Platzierung
Kapitelinhaltsverzeichnis
- 6.1 Einordnung und Zielsetzung
- 6.2 Fachthemen
- 6.3 Schritt-für-Schritt-Übung
- 6.4 Prüfpunkte
Einordnung und Zielsetzung
Metacluster-Platzierung benötigt belastbare Kapazitätswerte und Reserven. Registrierte Grenzen werden mit realer Last und Ausfallkapazität abgeglichen.
Fachthemen
- Clusterkapazität
- Automatische Zuweisung
- Überbuchung und Reserve
Schritt-für-Schritt-Übung: eine Platzierungsrichtlinie festlegen
- Schritt 1: Nutzbare und reservierte Kapazität jedes Data Clusters bestimmen.
- Schritt 2: Tenant- und Gruppenprofile in messbare Bedarfswerte übersetzen.
- Schritt 3: Platzierungsregeln und Ausschlusskriterien definieren.
- Schritt 4: Zuweisung neuer Tenants unter Normal- und Ausfalllast testen.
- Schritt 5: Warnungen und Aufnahmegrenzen regelmäßig mit Messdaten nachführen.
Prüfpunkte
- Die Umsetzung berücksichtigt Clusterkapazität und ist reproduzierbar dokumentiert.
- Das Verhalten von automatische Zuweisung ist mit einem positiven und einem negativen Testfall geprüft.
- Abbruch-, Rückfall- und Eskalationskriterien sind eindeutig benannt.
7. Tenant-Migration zwischen Datenclustern
Kapitelinhaltsverzeichnis
- 7.1 Einordnung und Zielsetzung
- 7.2 Fachthemen
- 7.3 Schritt-für-Schritt-Übung
- 7.4 Prüfpunkte
Einordnung und Zielsetzung
Tenant-Migrationen verbinden Datenkopie, Schreibkontrolle und Routing. Der konkrete Funktionsumfang wird vorab gegen den eingesetzten Versionsstand geprüft.
Fachthemen
- Vorbedingungen
- Datenübertragung und Cutover
- Routing und Rollback
Schritt-für-Schritt-Übung: eine Tenant-Migration planen
- Schritt 1: Quell- und Zielcluster sowie unterstützten Migrationspfad validieren.
- Schritt 2: Kapazität, Netzwerk und Schutzziele des Zielclusters bestätigen.
- Schritt 3: Datenübertragung und Fortschrittskontrolle in einer Testumgebung durchführen.
- Schritt 4: Cutover mit kontrolliertem Schreibstopp oder unterstütztem Übergabemechanismus ausführen.
- Schritt 5: Routing, Datenstand und Rollbackmöglichkeit nach der Umschaltung prüfen.
Prüfpunkte
- Die Umsetzung berücksichtigt Vorbedingungen und ist reproduzierbar dokumentiert.
- Das Verhalten von Datenübertragung und Cutover ist mit einem positiven und einem negativen Testfall geprüft.
- Abbruch-, Rückfall- und Eskalationskriterien sind eindeutig benannt.
8. Tenant-Betrieb, Monitoring und Störungsanalyse
Kapitelinhaltsverzeichnis
- 8.1 Einordnung und Zielsetzung
- 8.2 Fachthemen
- 8.3 Schritt-für-Schritt-Übung
- 8.4 Prüfpunkte
Einordnung und Zielsetzung
Tenantbetrieb verbindet globale Clusterkennzahlen mit mandantenbezogenen Last- und Fehlerdaten. Diagnose und Eingriffe bleiben innerhalb klarer Verantwortungsgrenzen.
Fachthemen
- Inventar und Status
- Last- und Fehlerzuordnung
- Runbooks und Eskalation
Schritt-für-Schritt-Übung: einen Tenant-Störungsfall bearbeiten
- Schritt 1: Betroffenen Tenant, Gruppe, Data Cluster und Anwendungspfad identifizieren.
- Schritt 2: Clusterstatus und mandantenbezogene Transaktionsmetriken korrelieren.
- Schritt 3: Globale Überlast von lokalem Hotspot oder Anwendungsfehler unterscheiden.
- Schritt 4: Sichere Entlastungs- oder Routingmaßnahme auswählen.
- Schritt 5: Ursache, Wirkung und dauerhafte Korrektur im Runbook ergänzen.
Prüfpunkte
- Die Umsetzung berücksichtigt Inventar und Status und ist reproduzierbar dokumentiert.
- Das Verhalten von Last- und Fehlerzuordnung ist mit einem positiven und einem negativen Testfall geprüft.
- Abbruch-, Rückfall- und Eskalationskriterien sind eindeutig benannt.
Fachbereichsleitung / Trainerleitung / Ansprechpersonen
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de -

Paul Goldschmidt
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: paul.goldschmidt@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 3 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage: 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.797 zzgl. MwSt. Inhaus: € 5.100 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Plattformarchitektur, Datenbankbetrieb, SaaS-Entwicklung, SRE und Mandantenplattform-Teams |
| Voraussetzungen: | FoundationDB-Administrationskenntnisse, Verständnis von Schlüsselräumen, Kapazitätsplanung und automatisierten Plattformprozessen |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Fachvortrag, Demonstrationen, geführte Übungen und Praxisaufgaben am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmenden |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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