Seminar FoundationDB – Einführung und Architekturüberblick

Seminar / Training

Das Einzelseminar vermittelt Einsatzprofil, Systemgrenzen, Clusterrollen, Transaktionspfad und eine kontrollierte Laborumgebung. Die Themen werden von der fachlichen Einordnung über die Konfiguration beziehungsweise Implementierung bis zur kontrollierten Prüfung in einer zusammenhängenden Laborumgebung bearbeitet.

Jeder Themenblock enthält eine eigene Inhaltsübersicht, konkrete Arbeitsschritte und Prüfpunkte. Konfigurationen, Datenmodelle und Betriebsentscheidungen werden so dokumentiert, dass sie in Projekt- und Betriebsstandards übernommen werden können.

Inhaltsübersicht

  1. 1. Einsatzprofil und Systemgrenzen
  2. 2. Clusterarchitektur und Prozessrollen
  3. 3. Transaktionsablauf und Commit-Pipeline
  4. 4. Laborumgebung und sichere Arbeitsweise

1. Einsatzprofil und Systemgrenzen

Kapitelinhaltsverzeichnis

  1. 1.1 Einordnung und Zielsetzung
  2. 1.2 Fachthemen
  3. 1.3 Schritt-für-Schritt-Übung
  4. 1.4 Prüfpunkte

Einordnung und Zielsetzung

Das Kapitel ordnet FoundationDB als verteilten Transaktionskern ein. Im Mittelpunkt stehen das Zusammenspiel von Schlüsselraum, Transaktionen und darüberliegenden Datenmodellen sowie die bewusste Abgrenzung zu Such-, Analyse- und Objektspeichern.

Fachthemen

  • Transaktionaler, geordneter Schlüsselraum
  • Layer-Prinzip und Anwendungslogik
  • Geeignete und ungeeignete Workloads

Schritt-für-Schritt-Übung: ein belastbares Einsatzprofil erstellen

  1. Schritt 1: Geschäftsvorgänge, Konsistenzanforderungen und erwartete Datenmengen erfassen.
  2. Schritt 2: Lese-, Schreib- und Bereichszugriffe als konkrete Zugriffsmuster beschreiben.
  3. Schritt 3: Funktionen identifizieren, die durch einen Layer oder einen ergänzenden Dienst bereitgestellt werden müssen.
  4. Schritt 4: Ungeeignete Workloads wie unstrukturierte Volltextsuche oder lang laufende Massentransaktionen abgrenzen.
  5. Schritt 5: Ein Zielbild mit Datenverantwortung, Schnittstellen und Betriebsgrenzen dokumentieren.

Prüfpunkte

  • Die Konsistenzanforderungen sind pro Vorgang benannt.
  • Jeder Zugriff lässt sich einem Schlüsselbereich zuordnen.
  • Ergänzende Systeme sind mit klarer Verantwortung abgegrenzt.

2. Clusterarchitektur und Prozessrollen

Kapitelinhaltsverzeichnis

  1. 2.1 Einordnung und Zielsetzung
  2. 2.2 Fachthemen
  3. 2.3 Schritt-für-Schritt-Übung
  4. 2.4 Prüfpunkte

Einordnung und Zielsetzung

Die internen Rollen werden entlang eines vollständigen Transaktionspfads betrachtet. Dadurch werden Statusmeldungen, Kapazitätsengpässe und Ausfallbilder nicht isoliert, sondern aus der Funktion der jeweiligen Rolle abgeleitet.

Fachthemen

  • Client-Bibliothek und Transaktionspfad
  • Coordinator, Cluster Controller und Proxies
  • Logs, Resolver und Storage Server

Schritt-für-Schritt-Übung: einen Transaktionspfad nachvollziehen

  1. Schritt 1: Eine Clientanfrage vom Lesen der Read Version bis zur Commit-Annahme skizzieren.
  2. Schritt 2: Die beteiligten stateless und stateful Rollen im Ablauf markieren.
  3. Schritt 3: Abhängigkeiten zu Coordinators, Logs, Resolvern und Storage-Prozessen festhalten.
  4. Schritt 4: Typische Warnungen den jeweils verantwortlichen Rollen zuordnen.
  5. Schritt 5: Für jede Rolle mindestens eine Messgröße und eine Betriebsaktion definieren.

Prüfpunkte

  • Die Rolle jedes Prozesses ist eindeutig beschrieben.
  • Ausfall- und Lastfolgen sind voneinander getrennt.
  • Betriebsaktionen greifen nicht unkontrolliert in mehrere Rollen ein.

3. Transaktionsablauf und Commit-Pipeline

Kapitelinhaltsverzeichnis

  1. 3.1 Einordnung und Zielsetzung
  2. 3.2 Fachthemen
  3. 3.3 Schritt-für-Schritt-Übung
  4. 3.4 Prüfpunkte

Einordnung und Zielsetzung

Das Kapitel zerlegt eine Transaktion in die Phasen Lesen, Konfliktprüfung, Commit und dauerhafte Replikation. Die Einordnung schafft die Grundlage für spätere Entscheidungen zu Retry-Logik, Latenz und Fehlerbehandlung.

Fachthemen

  • Read Version und Snapshot
  • Konfliktprüfung und Commit
  • Durability und Replikation

Schritt-für-Schritt-Übung: eine Commit-Pipeline diagnostizieren

  1. Schritt 1: Eine repräsentative Transaktion mit Lese- und Schreibmengen erfassen.
  2. Schritt 2: Read Version, Read Conflict Ranges und Write Conflict Ranges kennzeichnen.
  3. Schritt 3: Den Commit-Zeitpunkt und die möglichen Ablehnungsgründe beschreiben.
  4. Schritt 4: Den Einfluss von Replikation und Log-Pfaden auf die Bestätigung des Commits analysieren.
  5. Schritt 5: Eine Diagnosematrix für Konflikt, Überlast und Infrastrukturausfall erstellen.

Prüfpunkte

  • Konflikte werden von Infrastrukturfehlern unterschieden.
  • Unbekannte Commit-Ergebnisse sind als eigener Fall behandelt.
  • Messpunkte liegen vor und nach dem Commit.

4. Laborumgebung und sichere Arbeitsweise

Kapitelinhaltsverzeichnis

  1. 4.1 Einordnung und Zielsetzung
  2. 4.2 Fachthemen
  3. 4.3 Schritt-für-Schritt-Übung
  4. 4.4 Prüfpunkte

Einordnung und Zielsetzung

Eine reproduzierbare Laborumgebung verhindert, dass Lern- und Fehlerexperimente auf produktive Systeme wirken. Gleichzeitig werden Versionskompatibilität, Clusterdatei und Rücksetzverfahren von Beginn an kontrolliert.

Fachthemen

  • Lokaler oder isolierter Trainingscluster
  • Client-Version und API-Version
  • Konfigurations- und Rücksetzpunkte

Schritt-für-Schritt-Übung: eine reproduzierbare Übungsumgebung vorbereiten

  1. Schritt 1: Einen isolierten Cluster mit eindeutigem Namen und separater Clusterdatei bereitstellen.
  2. Schritt 2: Server-, Client- und Binding-Versionen erfassen und die API-Version festlegen.
  3. Schritt 3: Status, Konfiguration und freie Kapazität als Ausgangszustand sichern.
  4. Schritt 4: Testdaten mit klar abgegrenztem Präfix oder Tenant anlegen.
  5. Schritt 5: Einen vollständigen Rücksetz- und Wiederanlauf testen.

Prüfpunkte

  • Produktive Clusterdateien sind ausgeschlossen.
  • Versionen und API-Auswahl sind dokumentiert.
  • Der Ausgangszustand lässt sich reproduzieren.

Fachbereichsleitung / Trainerleitung / Ansprechpersonen

Seminardetails

   
Dauer: 1 Tag ca. 6 h, Beginn: 10:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 599 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 1.700 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: Technische Entscheider, Architektur, Entwicklung, Betrieb, DevOps und Projektleitung
Voraussetzungen: Grundverständnis von Datenbanken, Transaktionen und verteilten Systemen
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Fachvortrag, Demonstrationen, geführte Übungen und Praxisaufgaben am System
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmenden
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

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