Seminar / Training
Dieses Intensivseminar bündelt die Themen rund um deklarative Erstbereitstellung, Hostkonfiguration, Erweiterungen, Update-Lifecycle und Härtung. Butane, Ignition, systemd, Netzwerk, Storage, systemd-sysext, eigene Images, Release-Kanäle, Nebraska, Audit, Verschlüsselung, Troubleshooting und Migration werden in einer durchgängigen Lieferkette verbunden.
Lernziele
- Eine sichere Provisionierungs- und Konfigurationslieferkette aufbauen
- Hostdienste, Netzwerk, Storage und Erweiterungen deklarativ verwalten
- Updates und Rollouts über Release-Kanäle und Nebraska steuern
- Hardening, Audit, Verschlüsselung und Trusted Computing integrieren
- Fehler, Rollback und Migration in getestete Lifecycle-Verfahren überführen
Inhaltsübersicht
- Immutable Architektur und Lieferkette
- Butane und Ignition vertieft
- Netzwerk und Storage beim Erstboot
- systemd als Host-Orchestrierung
- systemd-sysext und Erweiterungen
- Eigene Images und SDK-Entscheidung
- Release-Kanäle und A/B-Updates
- Nebraska-Rolloutsteuerung
- Hardening und Identität
- Audit, LUKS und Trusted Computing
- Troubleshooting, Rollback und Migration
- Abschlusslieferkette
Kapitel 1: Immutable Architektur und Lieferkette
Inhaltsverzeichnis des Kapitels: Quellkonfiguration; Build-Artefakt; Image; Freigabe und Betrieb.
- Schritt 1: Ausgangslage, Zielzustand und Abhängigkeiten für Quellkonfiguration erfassen.
- Schritt 2: Build-Artefakt anhand fachlicher, technischer und betrieblicher Kriterien strukturieren.
- Schritt 3: Image mit messbaren Prüfkriterien und klaren Verantwortlichkeiten bewerten.
- Schritt 4: Entscheidungen zu Freigabe und Betrieb in einer nachvollziehbaren Architektur- oder Betriebsmatrix dokumentieren.
Praxisübung: Eine Ende-zu-Ende-Lieferkette von Git bis zum laufenden Knoten wird mit Verantwortungen und Kontrollpunkten entworfen.
Kapitel 2: Butane und Ignition vertieft
Inhaltsverzeichnis des Kapitels: Schema; Benutzer und Dateien; Config Merge; strikte Validierung.
- Schritt 1: Konfigurationsziel und erforderliche Eingaben für Schema festlegen.
- Schritt 2: Benutzer und Dateien in versionierten Dateien umsetzen und vor der Bereitstellung syntaktisch prüfen.
- Schritt 3: Config Merge in einer isolierten Testumgebung anwenden und mit Status-, Log- und Funktionsprüfungen verifizieren.
- Schritt 4: strikte Validierung als Änderungs- oder Fehlerfall testen und den Rücknahmeweg dokumentieren.
Praxisübung: Eine modulare Konfiguration wird erstellt, kombiniert und in einer automatisierten Prüfung abgenommen.
Kapitel 3: Netzwerk und Storage beim Erstboot
Inhaltsverzeichnis des Kapitels: networkd; Dateisysteme; LUKS; Mount-Abhängigkeiten.
- Schritt 1: Konfigurationsziel und erforderliche Eingaben für networkd festlegen.
- Schritt 2: Dateisysteme in versionierten Dateien umsetzen und vor der Bereitstellung syntaktisch prüfen.
- Schritt 3: LUKS in einer isolierten Testumgebung anwenden und mit Status-, Log- und Funktionsprüfungen verifizieren.
- Schritt 4: Mount-Abhängigkeiten als Änderungs- oder Fehlerfall testen und den Rücknahmeweg dokumentieren.
Praxisübung: Ein Knoten erhält beim Erstboot eine statische Netzwerkkonfiguration und einen verschlüsselten persistenten Datenträger.
Kapitel 4: systemd als Host-Orchestrierung
Inhaltsverzeichnis des Kapitels: Services; Drop-ins; Timer; udev und Ressourcen.
- Schritt 1: Konfigurationsziel und erforderliche Eingaben für Services festlegen.
- Schritt 2: Drop-ins in versionierten Dateien umsetzen und vor der Bereitstellung syntaktisch prüfen.
- Schritt 3: Timer in einer isolierten Testumgebung anwenden und mit Status-, Log- und Funktionsprüfungen verifizieren.
- Schritt 4: udev und Ressourcen als Änderungs- oder Fehlerfall testen und den Rücknahmeweg dokumentieren.
Praxisübung: Mehrere abhängige Dienste werden mit Timer- und Geräteereignissen kontrolliert orchestriert.
Kapitel 5: systemd-sysext und Erweiterungen
Inhaltsverzeichnis des Kapitels: Auswahl; Extension Image; Aktivierung; Update und Rollback.
- Schritt 1: Buildziel, Quellstand und Abhängigkeiten für Auswahl eindeutig festlegen.
- Schritt 2: Extension Image in einer isolierten und reproduzierbaren Buildumgebung umsetzen.
- Schritt 3: Das Ergebnis für Aktivierung technisch, funktional und sicherheitsbezogen prüfen.
- Schritt 4: Artefakt, Herkunft und Rückfalloption für Update und Rollback versionieren und freigeben.
Praxisübung: Eine eigene Erweiterung wird gebaut, verteilt, aktualisiert und nach einem Fehler zurückgenommen.
Kapitel 6: Eigene Images und SDK-Entscheidung
Inhaltsverzeichnis des Kapitels: Anforderungsgrenze; SDK; Kernelmodule; Testmatrix.
- Schritt 1: Buildziel, Quellstand und Abhängigkeiten für Anforderungsgrenze eindeutig festlegen.
- Schritt 2: SDK in einer isolierten und reproduzierbaren Buildumgebung umsetzen.
- Schritt 3: Das Ergebnis für Kernelmodule technisch, funktional und sicherheitsbezogen prüfen.
- Schritt 4: Artefakt, Herkunft und Rückfalloption für Testmatrix versionieren und freigeben.
Praxisübung: Für eine nicht durch sysext lösbare Anforderung wird ein minimaler Image-Build geplant und in einer Testmatrix bewertet.
Kapitel 7: Release-Kanäle und A/B-Updates
Inhaltsverzeichnis des Kapitels: Stable, Beta, Alpha und LTS; update-engine; Wartungsfenster; Rollback.
- Schritt 1: Sollzustand und Prüfkriterien für Stable, Beta, Alpha und LTS festlegen.
- Schritt 2: Den aktuellen Zustand von update-engine mit geeigneten Systemwerkzeugen erfassen.
- Schritt 3: Wartungsfenster kontrolliert durchführen und technische Auswirkungen währenddessen beobachten.
- Schritt 4: Abweichungen im Bereich Rollback behandeln und den Ablauf als Runbook festhalten.
Praxisübung: Eine Kanal- und Canary-Strategie wird umgesetzt und ein Update mit kontrolliertem Rückfall getestet.
Kapitel 8: Nebraska-Rolloutsteuerung
Inhaltsverzeichnis des Kapitels: Gruppen; Kanäle; Wellen; Stop-Kriterien.
- Schritt 1: Sollzustand und Prüfkriterien für Gruppen festlegen.
- Schritt 2: Den aktuellen Zustand von Kanäle mit geeigneten Systemwerkzeugen erfassen.
- Schritt 3: Wellen kontrolliert durchführen und technische Auswirkungen währenddessen beobachten.
- Schritt 4: Abweichungen im Bereich Stop-Kriterien behandeln und den Ablauf als Runbook festhalten.
Praxisübung: Ein gestufter Updateplan wird in Nebraska modelliert und anhand simulierter Gesundheitsdaten gesteuert.
Kapitel 9: Hardening und Identität
Inhaltsverzeichnis des Kapitels: SSH und SSSD; SELinux; Kernelparameter; Geheimnisse.
- Schritt 1: Schutzbedarf, Bedrohungen und zulässige Vertrauensgrenzen für SSH und SSSD bestimmen.
- Schritt 2: SELinux nach dem Prinzip minimaler Rechte konfigurieren und versionieren.
- Schritt 3: Die Wirksamkeit der Kontrolle für Kernelparameter mit erlaubten und unerlaubten Testfällen prüfen.
- Schritt 4: Nachweise, Ausnahmen und Wiederherstellungsweg für Geheimnisse dokumentieren.
Praxisübung: Eine rollenbezogene Baseline wird umgesetzt und gegen unerlaubte Zugriffe sowie Fehlkonfigurationen geprüft.
Kapitel 10: Audit, LUKS und Trusted Computing
Inhaltsverzeichnis des Kapitels: Auditregeln; Verschlüsselung; TPM; Nachweise.
- Schritt 1: Schutzbedarf, Bedrohungen und zulässige Vertrauensgrenzen für Auditregeln bestimmen.
- Schritt 2: Verschlüsselung nach dem Prinzip minimaler Rechte konfigurieren und versionieren.
- Schritt 3: Die Wirksamkeit der Kontrolle für TPM mit erlaubten und unerlaubten Testfällen prüfen.
- Schritt 4: Nachweise, Ausnahmen und Wiederherstellungsweg für Nachweise dokumentieren.
Praxisübung: Ein prüfbarer Sicherheitsnachweis verbindet Auditereignisse, verschlüsseltes Storage und hardwaregebundene Schlüssel.
Kapitel 11: Troubleshooting, Rollback und Migration
Inhaltsverzeichnis des Kapitels: Ignition-Fehler; Update-Rückfall; Ersatzknoten; CoreOS-Migration.
- Schritt 1: Das Fehlerbild im Bereich Ignition-Fehler reproduzieren und eine unveränderte Zeitlinie sichern.
- Schritt 2: Logs, Statusdaten und Abhängigkeiten zu Update-Rückfall erfassen und gegeneinander abgleichen.
- Schritt 3: Die Ursache durch gezielte Prüfungen von Ersatzknoten eingrenzen und die kleinste wirksame Korrektur anwenden.
- Schritt 4: Wiederherstellung, Nachkontrolle und Prävention für CoreOS-Migration in einem Runbook festhalten.
Praxisübung: Ein fehlerhafter Knoten wird diagnostiziert, ersetzt und ein Migrations- sowie Rückfallplan wird praktisch durchgespielt.
Kapitel 12: Abschlusslieferkette
Inhaltsverzeichnis des Kapitels: CI-Prüfung; Artefaktintegrität; Pilot; Betriebsfreigabe.
- Schritt 1: Eingaben, Zustandsgrenzen und gewünschtes Ergebnis für CI-Prüfung modellieren.
- Schritt 2: Artefaktintegrität als wiederverwendbaren, versionierten Automatisierungsbaustein implementieren.
- Schritt 3: Pilot mit Plan-, Syntax- und Integrationstests gegen eine isolierte Umgebung prüfen.
- Schritt 4: Drift, Fehler und Rücknahme im Bereich Betriebsfreigabe automatisiert erkennen und dokumentieren.
Praxisübung: Die gesamte Lieferkette wird automatisiert geprüft und eine freigabefähige Beispielplattform mit Nachweisen übergeben.
Methodik und Arbeitsumgebung
Inhaltsverzeichnis des Kapitels: Lernform; Laboraufbau; Validierung; Fehlerfälle und Rücknahme.
Vortrag, technische Einordnung, Live-Demonstrationen und geführte Übungen wechseln sich ab. Jede Konfiguration wird in einer isolierten Laborumgebung erstellt, versioniert, geprüft, angewendet und anhand von Status-, Log- und Funktionskontrollen abgenommen. Fehlerfälle und Rücknahmewege sind Bestandteil der Übungen.
Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de -

Paul Goldschmidt
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: paul.goldschmidt@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 5 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage: 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 2.995 zzgl. MwSt. Inhaus: € 8.500 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | DevSecOps, Plattformengineering, Linux-Administration, SRE, Release Engineering, Security Engineering und technische Architektur. |
| Voraussetzungen: | Gute Linux-, systemd-, Netzwerk- und Containerkenntnisse. YAML, Git und grundlegende Automatisierungserfahrung werden vorausgesetzt. |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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