Seminar Flatcar Container Linux – Intensivseminar Provisionierung, Lifecycle und Security

Seminar / Training

Dieses Intensivseminar bündelt die Themen rund um deklarative Erstbereitstellung, Hostkonfiguration, Erweiterungen, Update-Lifecycle und Härtung. Butane, Ignition, systemd, Netzwerk, Storage, systemd-sysext, eigene Images, Release-Kanäle, Nebraska, Audit, Verschlüsselung, Troubleshooting und Migration werden in einer durchgängigen Lieferkette verbunden.

Lernziele

  • Eine sichere Provisionierungs- und Konfigurationslieferkette aufbauen
  • Hostdienste, Netzwerk, Storage und Erweiterungen deklarativ verwalten
  • Updates und Rollouts über Release-Kanäle und Nebraska steuern
  • Hardening, Audit, Verschlüsselung und Trusted Computing integrieren
  • Fehler, Rollback und Migration in getestete Lifecycle-Verfahren überführen

Inhaltsübersicht

  1. Immutable Architektur und Lieferkette
  2. Butane und Ignition vertieft
  3. Netzwerk und Storage beim Erstboot
  4. systemd als Host-Orchestrierung
  5. systemd-sysext und Erweiterungen
  6. Eigene Images und SDK-Entscheidung
  7. Release-Kanäle und A/B-Updates
  8. Nebraska-Rolloutsteuerung
  9. Hardening und Identität
  10. Audit, LUKS und Trusted Computing
  11. Troubleshooting, Rollback und Migration
  12. Abschlusslieferkette

Kapitel 1: Immutable Architektur und Lieferkette

Inhaltsverzeichnis des Kapitels: Quellkonfiguration; Build-Artefakt; Image; Freigabe und Betrieb.

  1. Schritt 1: Ausgangslage, Zielzustand und Abhängigkeiten für Quellkonfiguration erfassen.
  2. Schritt 2: Build-Artefakt anhand fachlicher, technischer und betrieblicher Kriterien strukturieren.
  3. Schritt 3: Image mit messbaren Prüfkriterien und klaren Verantwortlichkeiten bewerten.
  4. Schritt 4: Entscheidungen zu Freigabe und Betrieb in einer nachvollziehbaren Architektur- oder Betriebsmatrix dokumentieren.

Praxisübung: Eine Ende-zu-Ende-Lieferkette von Git bis zum laufenden Knoten wird mit Verantwortungen und Kontrollpunkten entworfen.

Kapitel 2: Butane und Ignition vertieft

Inhaltsverzeichnis des Kapitels: Schema; Benutzer und Dateien; Config Merge; strikte Validierung.

  1. Schritt 1: Konfigurationsziel und erforderliche Eingaben für Schema festlegen.
  2. Schritt 2: Benutzer und Dateien in versionierten Dateien umsetzen und vor der Bereitstellung syntaktisch prüfen.
  3. Schritt 3: Config Merge in einer isolierten Testumgebung anwenden und mit Status-, Log- und Funktionsprüfungen verifizieren.
  4. Schritt 4: strikte Validierung als Änderungs- oder Fehlerfall testen und den Rücknahmeweg dokumentieren.

Praxisübung: Eine modulare Konfiguration wird erstellt, kombiniert und in einer automatisierten Prüfung abgenommen.

Kapitel 3: Netzwerk und Storage beim Erstboot

Inhaltsverzeichnis des Kapitels: networkd; Dateisysteme; LUKS; Mount-Abhängigkeiten.

  1. Schritt 1: Konfigurationsziel und erforderliche Eingaben für networkd festlegen.
  2. Schritt 2: Dateisysteme in versionierten Dateien umsetzen und vor der Bereitstellung syntaktisch prüfen.
  3. Schritt 3: LUKS in einer isolierten Testumgebung anwenden und mit Status-, Log- und Funktionsprüfungen verifizieren.
  4. Schritt 4: Mount-Abhängigkeiten als Änderungs- oder Fehlerfall testen und den Rücknahmeweg dokumentieren.

Praxisübung: Ein Knoten erhält beim Erstboot eine statische Netzwerkkonfiguration und einen verschlüsselten persistenten Datenträger.

Kapitel 4: systemd als Host-Orchestrierung

Inhaltsverzeichnis des Kapitels: Services; Drop-ins; Timer; udev und Ressourcen.

  1. Schritt 1: Konfigurationsziel und erforderliche Eingaben für Services festlegen.
  2. Schritt 2: Drop-ins in versionierten Dateien umsetzen und vor der Bereitstellung syntaktisch prüfen.
  3. Schritt 3: Timer in einer isolierten Testumgebung anwenden und mit Status-, Log- und Funktionsprüfungen verifizieren.
  4. Schritt 4: udev und Ressourcen als Änderungs- oder Fehlerfall testen und den Rücknahmeweg dokumentieren.

Praxisübung: Mehrere abhängige Dienste werden mit Timer- und Geräteereignissen kontrolliert orchestriert.

Kapitel 5: systemd-sysext und Erweiterungen

Inhaltsverzeichnis des Kapitels: Auswahl; Extension Image; Aktivierung; Update und Rollback.

  1. Schritt 1: Buildziel, Quellstand und Abhängigkeiten für Auswahl eindeutig festlegen.
  2. Schritt 2: Extension Image in einer isolierten und reproduzierbaren Buildumgebung umsetzen.
  3. Schritt 3: Das Ergebnis für Aktivierung technisch, funktional und sicherheitsbezogen prüfen.
  4. Schritt 4: Artefakt, Herkunft und Rückfalloption für Update und Rollback versionieren und freigeben.

Praxisübung: Eine eigene Erweiterung wird gebaut, verteilt, aktualisiert und nach einem Fehler zurückgenommen.

Kapitel 6: Eigene Images und SDK-Entscheidung

Inhaltsverzeichnis des Kapitels: Anforderungsgrenze; SDK; Kernelmodule; Testmatrix.

  1. Schritt 1: Buildziel, Quellstand und Abhängigkeiten für Anforderungsgrenze eindeutig festlegen.
  2. Schritt 2: SDK in einer isolierten und reproduzierbaren Buildumgebung umsetzen.
  3. Schritt 3: Das Ergebnis für Kernelmodule technisch, funktional und sicherheitsbezogen prüfen.
  4. Schritt 4: Artefakt, Herkunft und Rückfalloption für Testmatrix versionieren und freigeben.

Praxisübung: Für eine nicht durch sysext lösbare Anforderung wird ein minimaler Image-Build geplant und in einer Testmatrix bewertet.

Kapitel 7: Release-Kanäle und A/B-Updates

Inhaltsverzeichnis des Kapitels: Stable, Beta, Alpha und LTS; update-engine; Wartungsfenster; Rollback.

  1. Schritt 1: Sollzustand und Prüfkriterien für Stable, Beta, Alpha und LTS festlegen.
  2. Schritt 2: Den aktuellen Zustand von update-engine mit geeigneten Systemwerkzeugen erfassen.
  3. Schritt 3: Wartungsfenster kontrolliert durchführen und technische Auswirkungen währenddessen beobachten.
  4. Schritt 4: Abweichungen im Bereich Rollback behandeln und den Ablauf als Runbook festhalten.

Praxisübung: Eine Kanal- und Canary-Strategie wird umgesetzt und ein Update mit kontrolliertem Rückfall getestet.

Kapitel 8: Nebraska-Rolloutsteuerung

Inhaltsverzeichnis des Kapitels: Gruppen; Kanäle; Wellen; Stop-Kriterien.

  1. Schritt 1: Sollzustand und Prüfkriterien für Gruppen festlegen.
  2. Schritt 2: Den aktuellen Zustand von Kanäle mit geeigneten Systemwerkzeugen erfassen.
  3. Schritt 3: Wellen kontrolliert durchführen und technische Auswirkungen währenddessen beobachten.
  4. Schritt 4: Abweichungen im Bereich Stop-Kriterien behandeln und den Ablauf als Runbook festhalten.

Praxisübung: Ein gestufter Updateplan wird in Nebraska modelliert und anhand simulierter Gesundheitsdaten gesteuert.

Kapitel 9: Hardening und Identität

Inhaltsverzeichnis des Kapitels: SSH und SSSD; SELinux; Kernelparameter; Geheimnisse.

  1. Schritt 1: Schutzbedarf, Bedrohungen und zulässige Vertrauensgrenzen für SSH und SSSD bestimmen.
  2. Schritt 2: SELinux nach dem Prinzip minimaler Rechte konfigurieren und versionieren.
  3. Schritt 3: Die Wirksamkeit der Kontrolle für Kernelparameter mit erlaubten und unerlaubten Testfällen prüfen.
  4. Schritt 4: Nachweise, Ausnahmen und Wiederherstellungsweg für Geheimnisse dokumentieren.

Praxisübung: Eine rollenbezogene Baseline wird umgesetzt und gegen unerlaubte Zugriffe sowie Fehlkonfigurationen geprüft.

Kapitel 10: Audit, LUKS und Trusted Computing

Inhaltsverzeichnis des Kapitels: Auditregeln; Verschlüsselung; TPM; Nachweise.

  1. Schritt 1: Schutzbedarf, Bedrohungen und zulässige Vertrauensgrenzen für Auditregeln bestimmen.
  2. Schritt 2: Verschlüsselung nach dem Prinzip minimaler Rechte konfigurieren und versionieren.
  3. Schritt 3: Die Wirksamkeit der Kontrolle für TPM mit erlaubten und unerlaubten Testfällen prüfen.
  4. Schritt 4: Nachweise, Ausnahmen und Wiederherstellungsweg für Nachweise dokumentieren.

Praxisübung: Ein prüfbarer Sicherheitsnachweis verbindet Auditereignisse, verschlüsseltes Storage und hardwaregebundene Schlüssel.

Kapitel 11: Troubleshooting, Rollback und Migration

Inhaltsverzeichnis des Kapitels: Ignition-Fehler; Update-Rückfall; Ersatzknoten; CoreOS-Migration.

  1. Schritt 1: Das Fehlerbild im Bereich Ignition-Fehler reproduzieren und eine unveränderte Zeitlinie sichern.
  2. Schritt 2: Logs, Statusdaten und Abhängigkeiten zu Update-Rückfall erfassen und gegeneinander abgleichen.
  3. Schritt 3: Die Ursache durch gezielte Prüfungen von Ersatzknoten eingrenzen und die kleinste wirksame Korrektur anwenden.
  4. Schritt 4: Wiederherstellung, Nachkontrolle und Prävention für CoreOS-Migration in einem Runbook festhalten.

Praxisübung: Ein fehlerhafter Knoten wird diagnostiziert, ersetzt und ein Migrations- sowie Rückfallplan wird praktisch durchgespielt.

Kapitel 12: Abschlusslieferkette

Inhaltsverzeichnis des Kapitels: CI-Prüfung; Artefaktintegrität; Pilot; Betriebsfreigabe.

  1. Schritt 1: Eingaben, Zustandsgrenzen und gewünschtes Ergebnis für CI-Prüfung modellieren.
  2. Schritt 2: Artefaktintegrität als wiederverwendbaren, versionierten Automatisierungsbaustein implementieren.
  3. Schritt 3: Pilot mit Plan-, Syntax- und Integrationstests gegen eine isolierte Umgebung prüfen.
  4. Schritt 4: Drift, Fehler und Rücknahme im Bereich Betriebsfreigabe automatisiert erkennen und dokumentieren.

Praxisübung: Die gesamte Lieferkette wird automatisiert geprüft und eine freigabefähige Beispielplattform mit Nachweisen übergeben.

Methodik und Arbeitsumgebung

Inhaltsverzeichnis des Kapitels: Lernform; Laboraufbau; Validierung; Fehlerfälle und Rücknahme.

Vortrag, technische Einordnung, Live-Demonstrationen und geführte Übungen wechseln sich ab. Jede Konfiguration wird in einer isolierten Laborumgebung erstellt, versioniert, geprüft, angewendet und anhand von Status-, Log- und Funktionskontrollen abgenommen. Fehlerfälle und Rücknahmewege sind Bestandteil der Übungen.

Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner

Seminardetails

   
Dauer: 5 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage: 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 2.995 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 8.500 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: DevSecOps, Plattformengineering, Linux-Administration, SRE, Release Engineering, Security Engineering und technische Architektur.
Voraussetzungen: Gute Linux-, systemd-, Netzwerk- und Containerkenntnisse. YAML, Git und grundlegende Automatisierungserfahrung werden vorausgesetzt.
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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Seminar Startdatum Enddatum Ort Dauer
Darmstadt 5 Tage
Frankfurt 5 Tage
Paderborn 5 Tage
Essen 5 Tage
Konstanz 5 Tage
Freiburg 5 Tage
Potsdam 5 Tage
Flensburg 5 Tage
Leipzig 5 Tage
Hamm 5 Tage
Rostock 5 Tage
Hamburg 5 Tage
Luxemburg 5 Tage
Hannover 5 Tage
Stuttgart 5 Tage
Dresden 5 Tage
Madgeburg 5 Tage
Regensburg 5 Tage
Jena 5 Tage
Trier 5 Tage
München 5 Tage
Friedrichshafen 5 Tage
Kassel 5 Tage
Ulm 5 Tage
Münster 5 Tage
Nürnberg 5 Tage
Köln 5 Tage
Wuppertal 5 Tage
Bremen 5 Tage
Berlin 5 Tage
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Paderborn 5 Tage
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Flensburg 5 Tage
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Freiburg 5 Tage
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