Seminar Flatcar Container Linux – Intensivseminar Cloud-native Plattformbetrieb

Seminar / Training

Dieses Intensivseminar bündelt die zentralen Inhalte für den Aufbau und Betrieb einer Flatcar-basierten Containerplattform. Von Architektur, Butane und systemd über Cloud, Bare Metal, Netzwerk, Storage und Terraform bis zu Updates, Nebraska, Security, Monitoring und Recovery entsteht ein durchgängiges Betriebsmodell.

Lernziele

  • Flatcar als standardisierte Basis einer Cloud-native Plattform einsetzen
  • Knoten auf Cloud-, Virtualisierungs- und Bare-Metal-Zielen reproduzierbar bereitstellen
  • Netzwerk, Storage, systemd und Container-Runtime gemeinsam betreiben
  • Updates, Nebraska, Security und Beobachtbarkeit in ein Fleet-Modell integrieren
  • Eine vollständige Plattform in einer zusammenhängenden Praxisaufgabe aufbauen und abnehmen

Inhaltsübersicht

  1. Architektur und Betriebsmodell
  2. Butane und Ignition
  3. systemd und Container-Runtime
  4. Netzwerk und DNS
  5. Storage und Verschlüsselung
  6. Cloud-Bereitstellung
  7. Bare Metal und Virtualisierung
  8. Terraform und Replacement
  9. Containerbetrieb und Registry
  10. Updates und Nebraska
  11. Security und Beobachtbarkeit
  12. Fehleranalyse und Abschlussplattform

Kapitel 1: Architektur und Betriebsmodell

Inhaltsverzeichnis des Kapitels: immutable Knoten; Rollen und Flotten; Plattformgrenzen; Lebenszyklus.

  1. Schritt 1: Ausgangslage, Zielzustand und Abhängigkeiten für immutable Knoten erfassen.
  2. Schritt 2: Rollen und Flotten anhand fachlicher, technischer und betrieblicher Kriterien strukturieren.
  3. Schritt 3: Plattformgrenzen mit messbaren Prüfkriterien und klaren Verantwortlichkeiten bewerten.
  4. Schritt 4: Entscheidungen zu Lebenszyklus in einer nachvollziehbaren Architektur- oder Betriebsmatrix dokumentieren.

Praxisübung: Ein vollständiges Zielbild mit Knotenrollen, Zustandsgrenzen, Releaseklassen und Betriebsverantwortung wird erstellt.

Kapitel 2: Butane und Ignition

Inhaltsverzeichnis des Kapitels: Konfigurationsquelle; Validierung; Benutzer und Dateien; Erstboot.

  1. Schritt 1: Konfigurationsziel und erforderliche Eingaben für Konfigurationsquelle festlegen.
  2. Schritt 2: Validierung in versionierten Dateien umsetzen und vor der Bereitstellung syntaktisch prüfen.
  3. Schritt 3: Benutzer und Dateien in einer isolierten Testumgebung anwenden und mit Status-, Log- und Funktionsprüfungen verifizieren.
  4. Schritt 4: Erstboot als Änderungs- oder Fehlerfall testen und den Rücknahmeweg dokumentieren.

Praxisübung: Eine gemeinsame Basiskonfiguration und rollenspezifische Ergänzungen werden erzeugt und lokal getestet.

Kapitel 3: systemd und Container-Runtime

Inhaltsverzeichnis des Kapitels: Service Units; containerd oder Docker; Restart und Ressourcen; Journald.

  1. Schritt 1: Konfigurationsziel und erforderliche Eingaben für Service Units festlegen.
  2. Schritt 2: containerd oder Docker in versionierten Dateien umsetzen und vor der Bereitstellung syntaktisch prüfen.
  3. Schritt 3: Restart und Ressourcen in einer isolierten Testumgebung anwenden und mit Status-, Log- und Funktionsprüfungen verifizieren.
  4. Schritt 4: Journald als Änderungs- oder Fehlerfall testen und den Rücknahmeweg dokumentieren.

Praxisübung: Ein Containerdienst wird als gehärtete, überwachte systemd-Unit mit reproduzierbarem Start betrieben.

Kapitel 4: Netzwerk und DNS

Inhaltsverzeichnis des Kapitels: networkd; Routen und VLAN; resolved; MTU und Diagnose.

  1. Schritt 1: Interfaces, Adressräume und Abhängigkeiten für networkd erfassen.
  2. Schritt 2: Routen und VLAN deklarativ konfigurieren und die effektive Laufzeitkonfiguration prüfen.
  3. Schritt 3: Konnektivität, Routing und Namensauflösung für resolved schrittweise verifizieren.
  4. Schritt 4: Fehlerfall, Fallback und Diagnoseweg für MTU und Diagnose dokumentieren.

Praxisübung: Ein mehrteiliges Netzwerk wird deklarativ aufgebaut und mit einem Fehlerfall vollständig diagnostiziert.

Kapitel 5: Storage und Verschlüsselung

Inhaltsverzeichnis des Kapitels: Mount Units; RAID oder LVM; LUKS; Wiederanbindung.

  1. Schritt 1: Datenklasse, Gerätepfad und Wiederherstellungsziel für Mount Units festlegen.
  2. Schritt 2: RAID oder LVM deklarativ einrichten und Abhängigkeiten zu Boot, Netzwerk oder Diensten definieren.
  3. Schritt 3: Integrität, Persistenz und Ausfallverhalten von LUKS mit kontrollierten Tests prüfen.
  4. Schritt 4: Sicherung, Wiederanbindung und Rückfall für Wiederanbindung dokumentieren.

Praxisübung: Persistente Daten werden verschlüsselt bereitgestellt und nach Ersatz eines Knotens wieder angebunden.

Kapitel 6: Cloud-Bereitstellung

Inhaltsverzeichnis des Kapitels: AWS; Azure; Google Cloud; Identität und Metadaten.

  1. Schritt 1: Eingaben, Zustandsgrenzen und gewünschtes Ergebnis für AWS modellieren.
  2. Schritt 2: Azure als wiederverwendbaren, versionierten Automatisierungsbaustein implementieren.
  3. Schritt 3: Google Cloud mit Plan-, Syntax- und Integrationstests gegen eine isolierte Umgebung prüfen.
  4. Schritt 4: Drift, Fehler und Rücknahme im Bereich Identität und Metadaten automatisiert erkennen und dokumentieren.

Praxisübung: Ein gemeinsames Bereitstellungsmuster wird auf mindestens einer Cloud praktisch umgesetzt und auf zwei weitere übertragen.

Kapitel 7: Bare Metal und Virtualisierung

Inhaltsverzeichnis des Kapitels: ISO und Disk; PXE oder iPXE; QEMU oder libvirt; Recovery-Konsole.

  1. Schritt 1: Konfigurationsziel und erforderliche Eingaben für ISO und Disk festlegen.
  2. Schritt 2: PXE oder iPXE in versionierten Dateien umsetzen und vor der Bereitstellung syntaktisch prüfen.
  3. Schritt 3: QEMU oder libvirt in einer isolierten Testumgebung anwenden und mit Status-, Log- und Funktionsprüfungen verifizieren.
  4. Schritt 4: Recovery-Konsole als Änderungs- oder Fehlerfall testen und den Rücknahmeweg dokumentieren.

Praxisübung: Ein lokaler oder virtualisierter Knoten wird installiert, provisioniert und nach einem Bootfehler wiederhergestellt.

Kapitel 8: Terraform und Replacement

Inhaltsverzeichnis des Kapitels: Module; Ignition-Übergabe; State; kontrollierter Ersatz.

  1. Schritt 1: Eingaben, Zustandsgrenzen und gewünschtes Ergebnis für Module modellieren.
  2. Schritt 2: Ignition-Übergabe als wiederverwendbaren, versionierten Automatisierungsbaustein implementieren.
  3. Schritt 3: State mit Plan-, Syntax- und Integrationstests gegen eine isolierte Umgebung prüfen.
  4. Schritt 4: Drift, Fehler und Rücknahme im Bereich kontrollierter Ersatz automatisiert erkennen und dokumentieren.

Praxisübung: Ein Terraform-Modul erzeugt einen Flatcar-Knoten und ersetzt ihn bei Konfigurationsänderung ohne Verlust persistenter Daten.

Kapitel 9: Containerbetrieb und Registry

Inhaltsverzeichnis des Kapitels: Runtime; Registry-Zertifikate; Volumes; cgroups.

  1. Schritt 1: Sollzustand und Prüfkriterien für Runtime festlegen.
  2. Schritt 2: Den aktuellen Zustand von Registry-Zertifikate mit geeigneten Systemwerkzeugen erfassen.
  3. Schritt 3: Volumes kontrolliert durchführen und technische Auswirkungen währenddessen beobachten.
  4. Schritt 4: Abweichungen im Bereich cgroups behandeln und den Ablauf als Runbook festhalten.

Praxisübung: Ein geschützter Containerworkload wird mit Ressourcenlimits, persistentem Storage und zentraler Protokollierung betrieben.

Kapitel 10: Updates und Nebraska

Inhaltsverzeichnis des Kapitels: Release-Kanäle; A/B-Update; Rollout-Gruppen; Wartungsfenster.

  1. Schritt 1: Sollzustand und Prüfkriterien für Release-Kanäle festlegen.
  2. Schritt 2: Den aktuellen Zustand von A/B-Update mit geeigneten Systemwerkzeugen erfassen.
  3. Schritt 3: Rollout-Gruppen kontrolliert durchführen und technische Auswirkungen währenddessen beobachten.
  4. Schritt 4: Abweichungen im Bereich Wartungsfenster behandeln und den Ablauf als Runbook festhalten.

Praxisübung: Ein Canary- und Produktionsrollout wird geplant, gestartet, überwacht und bei einer Abweichung gestoppt.

Kapitel 11: Security und Beobachtbarkeit

Inhaltsverzeichnis des Kapitels: SSH und Identität; Audit und Verschlüsselung; Metriken und Logs; Alarmierung.

  1. Schritt 1: Schutzbedarf, Bedrohungen und zulässige Vertrauensgrenzen für SSH und Identität bestimmen.
  2. Schritt 2: Audit und Verschlüsselung nach dem Prinzip minimaler Rechte konfigurieren und versionieren.
  3. Schritt 3: Die Wirksamkeit der Kontrolle für Metriken und Logs mit erlaubten und unerlaubten Testfällen prüfen.
  4. Schritt 4: Nachweise, Ausnahmen und Wiederherstellungsweg für Alarmierung dokumentieren.

Praxisübung: Eine rollenbezogene Baseline wird umgesetzt und mit Logs, Metriken sowie Auditereignissen überprüfbar gemacht.

Kapitel 12: Fehleranalyse und Abschlussplattform

Inhaltsverzeichnis des Kapitels: Boot und Ignition; systemd und Netzwerk; Rollback; Betriebsabnahme.

  1. Schritt 1: Das Fehlerbild im Bereich Boot und Ignition reproduzieren und eine unveränderte Zeitlinie sichern.
  2. Schritt 2: Logs, Statusdaten und Abhängigkeiten zu systemd und Netzwerk erfassen und gegeneinander abgleichen.
  3. Schritt 3: Die Ursache durch gezielte Prüfungen von Rollback eingrenzen und die kleinste wirksame Korrektur anwenden.
  4. Schritt 4: Wiederherstellung, Nachkontrolle und Prävention für Betriebsabnahme in einem Runbook festhalten.

Praxisübung: Die Gesamtplattform wird mit mehreren Störungen belastet, wiederhergestellt und anhand eines Betriebs- und Sicherheitskatalogs abgenommen.

Methodik und Arbeitsumgebung

Inhaltsverzeichnis des Kapitels: Lernform; Laboraufbau; Validierung; Fehlerfälle und Rücknahme.

Vortrag, technische Einordnung, Live-Demonstrationen und geführte Übungen wechseln sich ab. Jede Konfiguration wird in einer isolierten Laborumgebung erstellt, versioniert, geprüft, angewendet und anhand von Status-, Log- und Funktionskontrollen abgenommen. Fehlerfälle und Rücknahmewege sind Bestandteil der Übungen.

Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner

Seminardetails

   
Dauer: 5 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage: 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 2.995 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 8.500 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: Plattformengineering, DevOps, SRE, Cloud Engineering, Linux-Administration und technische Architektur mit breitem Verantwortungsbereich.
Voraussetzungen: Gute Linux-, Netzwerk- und Containerkenntnisse. Erste Erfahrungen mit Terraform oder einer Cloud-Plattform sind hilfreich.
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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