Seminar Exein Platform Intensivseminar: End-to-End Embedded Security

Einordnung: Dieses fachübergreifende Intensivseminar verdichtet das gesamte Seminarprogramm in fünf Tagen. Analyzer-basierte Vor-Auslieferungs-Prüfungen, Pulsar-basierte Runtime-Beobachtung, Exein-Runtime-Integration, Flottenbetrieb, Incident Response und Compliance-Nachweise werden als ein zusammenhängender Sicherheitsprozess für vernetzte Produkte aufgebaut.

Inhaltsübersicht

  1. Produkt- und Bedrohungsmodell erstellen
  2. Firmware mit Analyzer prüfen
  3. SBOM, Härtung und Freigabe verbinden
  4. Analyzer in Build-Prozesse integrieren
  5. Pulsar-Grundlagen anwenden
  6. Pulsar-Regeln entwickeln
  7. Exein Runtime integrieren
  8. Detection und aktive Reaktion betreiben
  9. Fleet Operations und Incident Response organisieren
  10. Compliance und Abschlussfallstudie

Zielgruppe

Technische Security-Leads, Embedded- und Plattformarchitekten, Product-Security-Teams, DevSecOps-Fachkräfte, Runtime-Verantwortliche und technische Programmleitungen.

Lernziele

  • Ein durchgängiges Sicherheitsmodell von Firmware-Build bis Flottenbetrieb entwerfen.
  • Analyzer-Scans durchführen und Befunde in Härtungs- und Freigabeprozesse überführen.
  • Pulsar installieren, Ereignisse untersuchen und Regeln entwickeln.
  • Exein Runtime in Geräte und Flottenprozesse integrieren.
  • Incidents triagieren, Richtlinien steuern und Nachweise konsistent führen.
  • Eine End-to-End-Fallstudie mit technischen und organisatorischen Entscheidungen abschließen.

Seminarinhalte

Produkt- und Bedrohungsmodell erstellen

  1. Schritt 1: Gerätearchitektur, Firmwarebestandteile, Kommunikationswege und Vertrauensgrenzen aufnehmen.
  2. Schritt 2: Vor-Auslieferungs-, Laufzeit- und Flottenrisiken getrennt bewerten.
  3. Schritt 3: Kontrollziele, Rollen und messbare Sicherheitskriterien für die Fallstudie festlegen.

Firmware mit Analyzer prüfen

  1. Schritt 1: Geeignete Images auswählen, vorbereiten und nachvollziehbar scannen.
  2. Schritt 2: Komponenten-, CVE-, Credential-, Zertifikats- und Härtungsbefunde strukturieren.
  3. Schritt 3: Befunde verifizieren und eine priorisierte Maßnahmenliste erstellen.

SBOM, Härtung und Freigabe verbinden

  1. Schritt 1: Komponentenbestand und Versionszuordnungen verifizieren.
  2. Schritt 2: Kritische Konfigurationen, Geheimnisse und Build-Schutzmaßnahmen verbessern.
  3. Schritt 3: Behebung durch Differenzscan und technische Akzeptanzkriterien nachweisen.

Analyzer in Build-Prozesse integrieren

  1. Schritt 1: Scanpunkte und Artefaktübergabe in einer vorbereiteten Pipeline festlegen.
  2. Schritt 2: Qualitätsgrenzen, Fehlerbehandlung und Ausnahmen implementieren.
  3. Schritt 3: Berichte und Freigaben versioniert mit dem Build verknüpfen.

Pulsar-Grundlagen anwenden

  1. Schritt 1: Kernel- und Systemvoraussetzungen prüfen und den Dienst installieren.
  2. Schritt 2: Prozess-, Datei- und Netzwerkereignisse über Module und Ereignisbus nachvollziehen.
  3. Schritt 3: CLI, Konfiguration und Protokollierung für einen stabilen Laborbetrieb nutzen.

Pulsar-Regeln entwickeln

  1. Schritt 1: Ereignistypen und Felder für konkrete Bedrohungsszenarien auswählen.
  2. Schritt 2: Regelbedingungen schrittweise formulieren, testen und gegen Fehlalarme härten.
  3. Schritt 3: Regelpakete versionieren und für verschiedene Geräteprofile strukturieren.

Exein Runtime integrieren

  1. Schritt 1: Zielplattform, Ressourcen, Privilegien und Einbaupunkt in der Firmware bewerten.
  2. Schritt 2: Agentenbereitstellung, Gerätezuteilung und sichere Kommunikation planen.
  3. Schritt 3: Grundrichtlinien kontrolliert auf eine Pilotgruppe ausrollen.

Detection und aktive Reaktion betreiben

  1. Schritt 1: Verhaltensbasierte Erkennungen für Prozesse, Dateien und Netzwerkaktivität modellieren.
  2. Schritt 2: Beobachten, Alarmieren und Blockieren risikobasiert einsetzen.
  3. Schritt 3: Regeln mit Angriffssimulationen testen und stufenweise schärfen.

Fleet Operations und Incident Response organisieren

  1. Schritt 1: Geräte gruppieren, Zustände überwachen und Richtlinienversionen kontrollieren.
  2. Schritt 2: Alarme mit Prozesskontext, Gerätehistorie und Produktkritikalität triagieren.
  3. Schritt 3: Eskalation, Eindämmung, Beweissicherung, Wiederherstellung und Nachbereitung als Playbook umsetzen.

Compliance und Abschlussfallstudie

  1. Schritt 1: Scan-, Runtime- und Incident-Nachweise zu einer konsistenten Produktakte verbinden.
  2. Schritt 2: Restrestrisiken, Ausnahmen und Folgeprüfungen dokumentieren.
  3. Schritt 3: Eine technische Freigabe- und Betriebsentscheidung für die gesamte Beispielproduktflotte präsentieren.

Praxisübungen

  • Durchgehende End-to-End-Fallstudie vom Firmware-Image über den Runtime-Agenten bis zur Flottenreaktion.
  • Automatisierter Analyzer-Scan mit Härtungs- und Freigabeschleife.
  • Pulsar-Regelentwicklung und kontrollierte Angriffssimulation auf einem Embedded-Linux-Laborsystem.
  • Runtime-Rollout, Alarmtriage, Incident-Playbook und abschließende Nachweisdokumentation.

Arbeitsweise

Alle Themen werden in einer einzigen Produktfallstudie verbunden. Analyse, Konfiguration, Angriffssimulation, Incident-Arbeit und Nachweiserstellung greifen unmittelbar ineinander.

Voraussetzungen

Solide Linux-, Firmware- und Netzwerkkenntnisse sowie Erfahrung in Entwicklung, Administration oder Security Engineering.

Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner

Seminardetails

   
Dauer: 5 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 2.995 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 8.500 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: Security Leads, Embedded-Architektur, Product Security, DevSecOps und Runtime-Betrieb
Voraussetzungen: Solide Linux-, Firmware- und Netzwerkkenntnisse; Erfahrung in Engineering oder Security
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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