Einordnung: Dieses fachübergreifende Intensivseminar verdichtet das gesamte Seminarprogramm in fünf Tagen. Analyzer-basierte Vor-Auslieferungs-Prüfungen, Pulsar-basierte Runtime-Beobachtung, Exein-Runtime-Integration, Flottenbetrieb, Incident Response und Compliance-Nachweise werden als ein zusammenhängender Sicherheitsprozess für vernetzte Produkte aufgebaut.
Inhaltsübersicht
- Produkt- und Bedrohungsmodell erstellen
- Firmware mit Analyzer prüfen
- SBOM, Härtung und Freigabe verbinden
- Analyzer in Build-Prozesse integrieren
- Pulsar-Grundlagen anwenden
- Pulsar-Regeln entwickeln
- Exein Runtime integrieren
- Detection und aktive Reaktion betreiben
- Fleet Operations und Incident Response organisieren
- Compliance und Abschlussfallstudie
Zielgruppe
Technische Security-Leads, Embedded- und Plattformarchitekten, Product-Security-Teams, DevSecOps-Fachkräfte, Runtime-Verantwortliche und technische Programmleitungen.
Lernziele
- Ein durchgängiges Sicherheitsmodell von Firmware-Build bis Flottenbetrieb entwerfen.
- Analyzer-Scans durchführen und Befunde in Härtungs- und Freigabeprozesse überführen.
- Pulsar installieren, Ereignisse untersuchen und Regeln entwickeln.
- Exein Runtime in Geräte und Flottenprozesse integrieren.
- Incidents triagieren, Richtlinien steuern und Nachweise konsistent führen.
- Eine End-to-End-Fallstudie mit technischen und organisatorischen Entscheidungen abschließen.
Seminarinhalte
Produkt- und Bedrohungsmodell erstellen
- Schritt 1: Gerätearchitektur, Firmwarebestandteile, Kommunikationswege und Vertrauensgrenzen aufnehmen.
- Schritt 2: Vor-Auslieferungs-, Laufzeit- und Flottenrisiken getrennt bewerten.
- Schritt 3: Kontrollziele, Rollen und messbare Sicherheitskriterien für die Fallstudie festlegen.
Firmware mit Analyzer prüfen
- Schritt 1: Geeignete Images auswählen, vorbereiten und nachvollziehbar scannen.
- Schritt 2: Komponenten-, CVE-, Credential-, Zertifikats- und Härtungsbefunde strukturieren.
- Schritt 3: Befunde verifizieren und eine priorisierte Maßnahmenliste erstellen.
SBOM, Härtung und Freigabe verbinden
- Schritt 1: Komponentenbestand und Versionszuordnungen verifizieren.
- Schritt 2: Kritische Konfigurationen, Geheimnisse und Build-Schutzmaßnahmen verbessern.
- Schritt 3: Behebung durch Differenzscan und technische Akzeptanzkriterien nachweisen.
Analyzer in Build-Prozesse integrieren
- Schritt 1: Scanpunkte und Artefaktübergabe in einer vorbereiteten Pipeline festlegen.
- Schritt 2: Qualitätsgrenzen, Fehlerbehandlung und Ausnahmen implementieren.
- Schritt 3: Berichte und Freigaben versioniert mit dem Build verknüpfen.
Pulsar-Grundlagen anwenden
- Schritt 1: Kernel- und Systemvoraussetzungen prüfen und den Dienst installieren.
- Schritt 2: Prozess-, Datei- und Netzwerkereignisse über Module und Ereignisbus nachvollziehen.
- Schritt 3: CLI, Konfiguration und Protokollierung für einen stabilen Laborbetrieb nutzen.
Pulsar-Regeln entwickeln
- Schritt 1: Ereignistypen und Felder für konkrete Bedrohungsszenarien auswählen.
- Schritt 2: Regelbedingungen schrittweise formulieren, testen und gegen Fehlalarme härten.
- Schritt 3: Regelpakete versionieren und für verschiedene Geräteprofile strukturieren.
Exein Runtime integrieren
- Schritt 1: Zielplattform, Ressourcen, Privilegien und Einbaupunkt in der Firmware bewerten.
- Schritt 2: Agentenbereitstellung, Gerätezuteilung und sichere Kommunikation planen.
- Schritt 3: Grundrichtlinien kontrolliert auf eine Pilotgruppe ausrollen.
Detection und aktive Reaktion betreiben
- Schritt 1: Verhaltensbasierte Erkennungen für Prozesse, Dateien und Netzwerkaktivität modellieren.
- Schritt 2: Beobachten, Alarmieren und Blockieren risikobasiert einsetzen.
- Schritt 3: Regeln mit Angriffssimulationen testen und stufenweise schärfen.
Fleet Operations und Incident Response organisieren
- Schritt 1: Geräte gruppieren, Zustände überwachen und Richtlinienversionen kontrollieren.
- Schritt 2: Alarme mit Prozesskontext, Gerätehistorie und Produktkritikalität triagieren.
- Schritt 3: Eskalation, Eindämmung, Beweissicherung, Wiederherstellung und Nachbereitung als Playbook umsetzen.
Compliance und Abschlussfallstudie
- Schritt 1: Scan-, Runtime- und Incident-Nachweise zu einer konsistenten Produktakte verbinden.
- Schritt 2: Restrestrisiken, Ausnahmen und Folgeprüfungen dokumentieren.
- Schritt 3: Eine technische Freigabe- und Betriebsentscheidung für die gesamte Beispielproduktflotte präsentieren.
Praxisübungen
- Durchgehende End-to-End-Fallstudie vom Firmware-Image über den Runtime-Agenten bis zur Flottenreaktion.
- Automatisierter Analyzer-Scan mit Härtungs- und Freigabeschleife.
- Pulsar-Regelentwicklung und kontrollierte Angriffssimulation auf einem Embedded-Linux-Laborsystem.
- Runtime-Rollout, Alarmtriage, Incident-Playbook und abschließende Nachweisdokumentation.
Arbeitsweise
Alle Themen werden in einer einzigen Produktfallstudie verbunden. Analyse, Konfiguration, Angriffssimulation, Incident-Arbeit und Nachweiserstellung greifen unmittelbar ineinander.
Voraussetzungen
Solide Linux-, Firmware- und Netzwerkkenntnisse sowie Erfahrung in Entwicklung, Administration oder Security Engineering.
Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de -

Paul Goldschmidt
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: paul.goldschmidt@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 5 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 2.995 zzgl. MwSt. Inhaus: € 8.500 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Security Leads, Embedded-Architektur, Product Security, DevSecOps und Runtime-Betrieb |
| Voraussetzungen: | Solide Linux-, Firmware- und Netzwerkkenntnisse; Erfahrung in Engineering oder Security |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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