Einordnung: Das Seminar behandelt die belastbare Nutzung des erkannten Komponentenbestands für Schwachstellenmanagement und Produktpflege. Der Schwerpunkt liegt nicht auf einer bloßen CVE-Liste, sondern auf Versionsermittlung, Kontextbewertung, Priorisierung, Behebungsentscheidungen und fortlaufender Beobachtung über mehrere Releases.
Inhaltsübersicht
- Komponentenbestand strukturieren
- Versions- und Herkunftsnachweise verifizieren
- CVE-Zuordnungen bewerten
- Priorisierung und Maßnahmen festlegen
- SBOM in Entwicklungs- und Lieferkettenprozesse integrieren
- Kontinuierliches Schwachstellenmanagement betreiben
Zielgruppe
Product-Security-Teams, Vulnerability Manager, Embedded-Entwickler, Software- und Plattformarchitekten, Qualitätssicherung sowie Verantwortliche für Komponenten- und Lieferkettenrisiken.
Lernziele
- Komponentenbestand und Versionen aus Firmwarebefunden fachlich verifizieren.
- CVE-Zuordnungen kontextbezogen statt ausschließlich nach Schweregrad bewerten.
- Fehlzuordnungen, Backports und nicht erreichbare Komponenten methodisch behandeln.
- Behebungs-, Ausnahme- und Beobachtungsprozesse über Releases steuern.
- SBOM- und Schwachstelleninformationen in Produkt- und Lieferkettenprozesse integrieren.
Seminarinhalte
Komponentenbestand strukturieren
- Schritt 1: Betriebssystempakete, Bibliotheken, statisch eingebundene Komponenten und Anwendungsbestandteile unterscheiden.
- Schritt 2: Komponentenname, Hersteller, Version, Herkunft und Fundstelle zu einem belastbaren Datensatz zusammenführen.
- Schritt 3: Doppelte, umbenannte oder vendorgepatchte Komponenten als eigene Prüffälle markieren.
Versions- und Herkunftsnachweise verifizieren
- Schritt 1: Erkannte Versionsinformationen mit Paketmetadaten, Binärmerkmalen und Build-Informationen abgleichen.
- Schritt 2: Backports und herstellerspezifische Patchstände berücksichtigen, ohne eine Versionsnummer vorschnell als sicher einzustufen.
- Schritt 3: Unsichere Zuordnungen mit einem definierten Vertrauensgrad dokumentieren.
CVE-Zuordnungen bewerten
- Schritt 1: Betroffene Funktion, Konfiguration, erreichbarer Angriffspfad und notwendige Privilegien untersuchen.
- Schritt 2: Zwischen theoretischer Betroffenheit, praktisch erreichbarer Schwachstelle und nicht anwendbarem Eintrag unterscheiden.
- Schritt 3: Auswirkung auf Vertraulichkeit, Integrität, Verfügbarkeit und Gerätekontrolle produktbezogen bewerten.
Priorisierung und Maßnahmen festlegen
- Schritt 1: Technische Kritikalität mit Exposition, Flottengröße, Updatefähigkeit und Produktfunktion verbinden.
- Schritt 2: Update, Konfigurationsänderung, Deaktivierung, Isolation oder dokumentierte Risikoakzeptanz als Maßnahmenoption wählen.
- Schritt 3: Akzeptanzkriterien und Verifikationsschritte für jede Maßnahme definieren.
SBOM in Entwicklungs- und Lieferkettenprozesse integrieren
- Schritt 1: Komponentenverantwortliche und Lieferantenbeziehungen zuordnen.
- Schritt 2: Änderungen zwischen Releases als Delta betrachten und unerwartete Komponenten erkennen.
- Schritt 3: Beschaffungs-, Freigabe- und Wartungsprozesse mit aktuellen Komponenteninformationen versorgen.
Kontinuierliches Schwachstellenmanagement betreiben
- Schritt 1: Regelmäßige Neubewertungen und anlassbezogene Scans nach neuen Erkenntnissen oder Produktänderungen planen.
- Schritt 2: Ausnahmen mit Ablaufdatum, Kompensationsmaßnahme und erneuter Entscheidung verwalten.
- Schritt 3: Kennzahlen für offene Risiken, Wiederholungsbefunde, Behebungsdauer und Release-Qualität aufbauen.
Praxisübungen
- Ein Komponentenbestand wird bereinigt, verifiziert und für eine belastbare SBOM-Struktur vorbereitet.
- Mehrere CVE-Zuordnungen werden anhand von Konfiguration und Angriffspfad neu bewertet.
- Ein Release-Delta wird analysiert und in einen priorisierten Wartungs- und Ausnahmeplan überführt.
Arbeitsweise
Komponentenforensik, CVE-Fallarbeit und Prozessdesign wechseln mit einer durchgehenden Release-Fallstudie.
Voraussetzungen
Grundkenntnisse in Softwarekomponenten, Versionsverwaltung und Schwachstellenbewertung. Erfahrung mit Firmware-Scans ist hilfreich.
Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt. Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Product Security, Vulnerability Management, Entwicklung, Architektur und Qualitätssicherung |
| Voraussetzungen: | Grundkenntnisse in Komponenten-, Versions- und Schwachstellenmanagement |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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