Einordnung: Dieses Intensivseminar fasst die vollständige Analyzer-Lernstrecke in einer zusammenhängenden Praxiswoche zusammen. Es reicht von der Artefaktvorbereitung über plattformübergreifende Scans, SBOM und CVE-Bewertung bis zu Firmware-Härtung, CI/CD-Automatisierung und prüfbarer Compliance-Nachweisführung.
Inhaltsübersicht
- Analyseauftrag und Produktkontext aufbauen
- Scans sicher durchführen
- Linux-, RTOS-, Android-, UEFI- und Containerartefakte unterscheiden
- SBOM und Komponentenbestand verifizieren
- CVE-Risiken priorisieren
- Credentials, Kryptografie und Härtung verbessern
- CI/CD-Automatisierung umsetzen
- Schwachstellenprozess betreiben
- Compliance-Nachweise erstellen
- Abschlussfallstudie bearbeiten
Zielgruppe
Firmware- und Product-Security-Spezialisten, Embedded-Entwickler, DevSecOps-Fachkräfte, Vulnerability Manager, Compliance-Verantwortliche und technische Projektleitungen mit breitem Aufgabenbereich.
Lernziele
- Den Analyzer-Workflow für unterschiedliche Firmwareplattformen selbstständig durchführen.
- Komponenten, CVEs, Credentials, Zertifikate und Härtungsdefizite belastbar bewerten.
- Behebungen technisch planen und durch Differenzscan verifizieren.
- Analyzer in Yocto-, Buildroot- und CI/CD-Prozesse integrieren.
- Scanergebnisse in Schwachstellen-, Freigabe- und Compliance-Prozesse überführen.
- Eine vollständige Sicherheitsbewertung für ein Beispielprodukt erstellen.
Seminarinhalte
Analyseauftrag und Produktkontext aufbauen
- Schritt 1: Produktvarianten, Einsatzumgebung, Angriffsflächen und gewünschte Nachweise erfassen.
- Schritt 2: Geeignete Firmware-Artefakte auswählen und mit Herkunft, Version und Prüfsumme dokumentieren.
- Schritt 3: Projektstruktur, Rollen und Bewertungsregeln für die gesamte Fallstudie festlegen.
Scans sicher durchführen
- Schritt 1: Images übergeben, Scanstatus kontrollieren und Verarbeitungsfehler systematisch beheben.
- Schritt 2: Ergebnisse nach Befundart, Komponente, Pfad und Kritikalität strukturieren.
- Schritt 3: Eine erste Triage durchführen und unklare Befunde für die Detailprüfung markieren.
Linux-, RTOS-, Android-, UEFI- und Containerartefakte unterscheiden
- Schritt 1: Plattformspezifische Strukturen, Metadaten und Aussagegrenzen erkennen.
- Schritt 2: Unvollständige oder proprietäre Images methodisch behandeln.
- Schritt 3: Befunde in einer gemeinsamen Bewertungsmatrix normalisieren.
SBOM und Komponentenbestand verifizieren
- Schritt 1: Komponenten, Versionen, Herkunft und Fundstellen zu belastbaren Einträgen zusammenführen.
- Schritt 2: Backports, statische Verlinkung und Herstellerpatches berücksichtigen.
- Schritt 3: Release-Deltas und unerwartete Komponenten sichtbar machen.
CVE-Risiken priorisieren
- Schritt 1: Betroffene Funktion, Konfiguration, Exposition und Angriffspfad prüfen.
- Schritt 2: Theoretische, erreichbare und nicht anwendbare Zuordnungen unterscheiden.
- Schritt 3: Behebung, Mitigation, Beobachtung oder Risikoakzeptanz begründet festlegen.
Credentials, Kryptografie und Härtung verbessern
- Schritt 1: Standardkonten, Geheimnisse, Zertifikate und unsichere Vertrauensanker bewerten.
- Schritt 2: Dienste, Dateirechte, Debug-Funktionen und Build-Härtung korrigieren.
- Schritt 3: Änderungen durch Wiederholungsscan und Negativtests verifizieren.
CI/CD-Automatisierung umsetzen
- Schritt 1: Scanpunkte in Yocto-, Buildroot- und allgemeinen Release-Pipelines bestimmen.
- Schritt 2: Artefaktübergabe, technische Konten, Fehlerbehandlung und Berichte automatisieren.
- Schritt 3: Qualitätsgrenzen und kontrollierte Ausnahmen als Release-Gates einführen.
Schwachstellenprozess betreiben
- Schritt 1: Triage, Zuweisung, Behebung, Verifikation und Abschluss als durchgängigen Prozess gestalten.
- Schritt 2: Fristen, Eskalationen, Ausnahmen und Wiederholungsprüfungen definieren.
- Schritt 3: Kennzahlen für Abdeckung, Behebungsdauer und Wiederholungsbefunde erstellen.
Compliance-Nachweise erstellen
- Schritt 1: Befunde technischen Kontrollzielen und Produktanforderungen zuordnen.
- Schritt 2: Scanbericht, Risikobewertung, Behebungsnachweis und Freigabeentscheidung zusammenführen.
- Schritt 3: Eine versionierte Produktakte für Varianten und Releases strukturieren.
Abschlussfallstudie bearbeiten
- Schritt 1: Ein neues Firmware-Release vollständig scannen und gegenüber dem Vorgänger vergleichen.
- Schritt 2: Kritische Befunde technisch entscheiden und erforderliche Änderungen priorisieren.
- Schritt 3: Eine Freigabevorlage mit Restrestrisiken, Nachweisen und Folgeaktivitäten erstellen.
Praxisübungen
- Durchgehende Analyse eines mehrteiligen Embedded-Produkts mit unterschiedlichen Artefakttypen.
- Aufbau einer automatisierten Scan- und Freigabestufe für ein vorbereitetes Build-Projekt.
- Erstellung einer vollständigen SBOM-, Risiko-, Härtungs- und Compliance-Dokumentation.
- Abschlussprüfung durch Differenzscan, Befundverifikation und technische Freigabeentscheidung.
Arbeitsweise
Die Woche ist als zusammenhängendes Produktprojekt organisiert. Theorieblöcke werden unmittelbar in Scans, Befundworkshops, Härtungsaufgaben und Pipeline-Labore umgesetzt.
Voraussetzungen
Solide Linux- und Firmwarekenntnisse sowie Erfahrung in Softwareentwicklung oder Security-Analyse. Eine vorbereitete Laborumgebung wird bereitgestellt.
Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de -

Paul Goldschmidt
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: paul.goldschmidt@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 5 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 2.995 zzgl. MwSt. Inhaus: € 8.500 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Firmware Engineering, Product Security, DevSecOps, Vulnerability Management und Compliance |
| Voraussetzungen: | Solide Linux- und Firmwarekenntnisse; Erfahrung in Entwicklung oder Security-Analyse |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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