Seminar EUDI Wallet – Finanzsektor, KYC, SCA und digitales Onboarding

Seminar / Training

Das Seminar überträgt EUDI-Wallet-Funktionen auf regulierte Finanzprozesse. Behandelt werden digitales Onboarding, Identitäts- und Attributsnachweise, KYC-Daten, wirtschaftlich Berechtigte, starke Kundenauthentifizierung, Zahlungsfreigaben, Signaturen, Betrugsprävention, Nachweisführung und die Integration in bestehende IAM-, Case-Management- und Kernbanksysteme.

Zwei Seminartage sind erforderlich, um regulatorische Anforderungen, Betrugsrisiken, Credential-Prüfung, Fachentscheidungen und Systemintegration als durchgängige Customer Journey zu gestalten. Die Dauer ermöglicht die Modellierung von Onboarding und Authentifizierung einschließlich Ausnahme- und Eskalationsfällen.

Inhaltsübersicht

  1. Onboarding- und KYC-Zielprozess
  2. PID, KYC-Attribute und wirtschaftlich Berechtigte
  3. Wallet-basierte Authentifizierung und SCA
  4. Betrugsprävention und Risikosignale
  5. Integration in IAM, Case Management und Kernsysteme
  6. Nachweisführung, Datenschutz und Betrieb
  7. Lernziele und Zielgruppe
  8. Praxisanteil und Arbeitsunterlagen

Lernziele

  • Wallet-Nachweise für KYC und digitales Onboarding fachlich bewerten.
  • Identitäts-, Attributs- und Risikoprüfungen zu einer belastbaren Entscheidungskette verbinden.
  • Wallet-basierte Authentifizierung und SCA-Szenarien einordnen.
  • Betrugs-, Replay- und Kontoübernahmerisiken mit Kontrollen adressieren.
  • Die Integration in bestehende Finanz- und IAM-Systeme spezifizieren.

Zielgruppe

Banken, Zahlungsdienstleister, Versicherungen, FinTechs, KYC- und AML-Verantwortliche, Fraud Management, Produktmanagement, Architektur, IAM, Entwicklung, Compliance, Datenschutz und Informationssicherheit.

Voraussetzungen

Grundverständnis von KYC-, Onboarding- oder Authentifizierungsprozessen. Kenntnisse regulatorischer Finanzprozesse sind hilfreich.

Seminarinhalte

1. Onboarding- und KYC-Zielprozess

Zusammenführung von Identifizierung, Datenerhebung, Nachweisen, Screening, Risikoklassifizierung, Vertragsabschluss und Kontoaktivierung.

  1. Schritt 1: bestehende Customer Journey mit Prüfungen, Medienbrüchen und Abbrüchen erfassen.
  2. Schritt 2: Wallet-fähige Nachweise und verbleibende zusätzliche Prüfungen bestimmen.
  3. Schritt 3: automatisierte, manuelle und eskalierte Entscheidungspfade modellieren.
  4. Schritt 4: Erfolg, Abbruch, Nachforderung und Ablehnung mit messbaren Kriterien versehen.

2. PID, KYC-Attribute und wirtschaftlich Berechtigte

Semantik, Herkunft, Aktualität und Vertrauensniveau von Identitäts-, Adress-, Alters-, Rollen- und Organisationsnachweisen.

  1. Schritt 1: erforderliche KYC-Aussagen von traditionellen Dokumentkopien und Rohdaten trennen.
  2. Schritt 2: Aussteller, Datenquelle, Gültigkeit und Aktualitätsbedarf je Attribut festlegen.
  3. Schritt 3: Organisationsbezug, Vertretung und wirtschaftlich Berechtigte in ergänzende Prüfpfade integrieren.
  4. Schritt 4: Abweichungen zwischen Wallet-Nachweis, Kundendaten und externen Prüfungen behandeln.

3. Wallet-basierte Authentifizierung und SCA

Nutzung der Wallet für Kundenauthentifizierung, Transaktionsbindung und kontextbezogene Freigaben unter Berücksichtigung des erforderlichen Assurance-Niveaus.

  1. Schritt 1: Authentifizierungs- und Freigabeszenarien nach Risiko und Kanal klassifizieren.
  2. Schritt 2: Faktoren, Gerätebindung, Nutzerpräsenz und Transaktionsdaten modellieren.
  3. Schritt 3: Challenge, Präsentation und Fachfreigabe sicher an Sitzung und Vorgang binden.
  4. Schritt 4: Fallback, Recovery und step-up ohne Schwächung des Zielniveaus gestalten.

4. Betrugsprävention und Risikosignale

Schutz vor gestohlenen Nachweisen, manipulierten Anfragen, Social Engineering, Replay, synthetischen Identitäten und Kontoübernahme.

  1. Schritt 1: Bedrohungen entlang Issuer, Wallet, Frontend, Backend und Support erfassen.
  2. Schritt 2: kryptografische Prüfungen mit Geräte-, Verhaltens- und Transaktionssignalen kombinieren.
  3. Schritt 3: Risikoschwellen für Freigabe, step-up, manuelle Prüfung und Sperre definieren.
  4. Schritt 4: False Positives, Nachvollziehbarkeit und datenschutzgerechte Protokollierung bewerten.

5. Integration in IAM, Case Management und Kernsysteme

Technische Übergabe geprüfter Claims, Identitätsverknüpfung, Kundenzuordnung, Entscheidungscodes und Evidenzen.

  1. Schritt 1: Systeme, Identitätsanker, Kundenschlüssel und Prozessverantwortung kartieren.
  2. Schritt 2: technische Verification von fachlicher KYC- und Risikobewertung trennen.
  3. Schritt 3: Mapping, Datenqualität, Herkunft und Versionierung für Claims spezifizieren.
  4. Schritt 4: asynchrone Nachbearbeitung, Wiederaufnahme und Auditspur in den Prozess integrieren.

6. Nachweisführung, Datenschutz und Betrieb

Aufbewahrung erforderlicher Evidenzen, Datenminimierung, Betroffenenrechte, Monitoring, Support und regulatorische Prüfbereitschaft.

  1. Schritt 1: notwendige Entscheidungs- und Prüfevidenzen von unnötigen Credential-Kopien trennen.
  2. Schritt 2: Aufbewahrung, Zugriff, Integrität und Löschung je Evidenzklasse festlegen.
  3. Schritt 3: Betriebskennzahlen, Fehlercodes, Support- und Eskalationswege definieren.
  4. Schritt 4: einen Prüf- und Vorfallfall mit rekonstruierbarer Entscheidungskette durchführen.

Praxisanteil

  • Neugestaltung einer digitalen KYC-Customer-Journey mit Wallet-Nachweisen.
  • Entwurf einer SCA- und Transaktionsbindungslogik.
  • Aufbau einer Fraud-Control-Matrix und eines Integrationsmodells.

Arbeitsunterlagen

Die Arbeitsunterlagen enthalten strukturierte Checklisten, Vorlagen und Referenzmodelle für die unmittelbare Weiterarbeit im Projekt. Im Seminar werden insbesondere folgende Artefakte erstellt oder vorbereitet:

  • Wallet-basiertes Onboarding-Modell
  • KYC-Nachweisprofil
  • SCA- und Authentifizierungskonzept
  • Fraud-Control-Matrix
  • Finanzsystem-Integrationsmodell
  • KYC-Evidenz- und Betriebskonzept

Fachbereichsleitung und Seminarorganisation

Seminardetails

   
Dauer: 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, 2. Tag: 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: Banken, Zahlungsdienstleister, Versicherungen, FinTechs, KYC- und AML-Verantwortliche, Fraud Management, Produktmanagement, Architektur, IAM, Entwicklung, Compliance, Datenschutz und Informationssicherheit.
Voraussetzungen: Grundverständnis von KYC-, Onboarding- oder Authentifizierungsprozessen. Kenntnisse regulatorischer Finanzprozesse sind hilfreich.
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, Fallstudien, strukturierte Arbeitsaufträge und praktische Übungen
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Ausführliche Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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Seminar Startdatum Enddatum Ort Dauer
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