Seminar / Training
Das Seminar überträgt EUDI-Wallet-Funktionen auf regulierte Finanzprozesse. Behandelt werden digitales Onboarding, Identitäts- und Attributsnachweise, KYC-Daten, wirtschaftlich Berechtigte, starke Kundenauthentifizierung, Zahlungsfreigaben, Signaturen, Betrugsprävention, Nachweisführung und die Integration in bestehende IAM-, Case-Management- und Kernbanksysteme.
Zwei Seminartage sind erforderlich, um regulatorische Anforderungen, Betrugsrisiken, Credential-Prüfung, Fachentscheidungen und Systemintegration als durchgängige Customer Journey zu gestalten. Die Dauer ermöglicht die Modellierung von Onboarding und Authentifizierung einschließlich Ausnahme- und Eskalationsfällen.
Inhaltsübersicht
- Onboarding- und KYC-Zielprozess
- PID, KYC-Attribute und wirtschaftlich Berechtigte
- Wallet-basierte Authentifizierung und SCA
- Betrugsprävention und Risikosignale
- Integration in IAM, Case Management und Kernsysteme
- Nachweisführung, Datenschutz und Betrieb
- Lernziele und Zielgruppe
- Praxisanteil und Arbeitsunterlagen
Lernziele
- Wallet-Nachweise für KYC und digitales Onboarding fachlich bewerten.
- Identitäts-, Attributs- und Risikoprüfungen zu einer belastbaren Entscheidungskette verbinden.
- Wallet-basierte Authentifizierung und SCA-Szenarien einordnen.
- Betrugs-, Replay- und Kontoübernahmerisiken mit Kontrollen adressieren.
- Die Integration in bestehende Finanz- und IAM-Systeme spezifizieren.
Zielgruppe
Banken, Zahlungsdienstleister, Versicherungen, FinTechs, KYC- und AML-Verantwortliche, Fraud Management, Produktmanagement, Architektur, IAM, Entwicklung, Compliance, Datenschutz und Informationssicherheit.
Voraussetzungen
Grundverständnis von KYC-, Onboarding- oder Authentifizierungsprozessen. Kenntnisse regulatorischer Finanzprozesse sind hilfreich.
Seminarinhalte
1. Onboarding- und KYC-Zielprozess
Zusammenführung von Identifizierung, Datenerhebung, Nachweisen, Screening, Risikoklassifizierung, Vertragsabschluss und Kontoaktivierung.
- Schritt 1: bestehende Customer Journey mit Prüfungen, Medienbrüchen und Abbrüchen erfassen.
- Schritt 2: Wallet-fähige Nachweise und verbleibende zusätzliche Prüfungen bestimmen.
- Schritt 3: automatisierte, manuelle und eskalierte Entscheidungspfade modellieren.
- Schritt 4: Erfolg, Abbruch, Nachforderung und Ablehnung mit messbaren Kriterien versehen.
2. PID, KYC-Attribute und wirtschaftlich Berechtigte
Semantik, Herkunft, Aktualität und Vertrauensniveau von Identitäts-, Adress-, Alters-, Rollen- und Organisationsnachweisen.
- Schritt 1: erforderliche KYC-Aussagen von traditionellen Dokumentkopien und Rohdaten trennen.
- Schritt 2: Aussteller, Datenquelle, Gültigkeit und Aktualitätsbedarf je Attribut festlegen.
- Schritt 3: Organisationsbezug, Vertretung und wirtschaftlich Berechtigte in ergänzende Prüfpfade integrieren.
- Schritt 4: Abweichungen zwischen Wallet-Nachweis, Kundendaten und externen Prüfungen behandeln.
3. Wallet-basierte Authentifizierung und SCA
Nutzung der Wallet für Kundenauthentifizierung, Transaktionsbindung und kontextbezogene Freigaben unter Berücksichtigung des erforderlichen Assurance-Niveaus.
- Schritt 1: Authentifizierungs- und Freigabeszenarien nach Risiko und Kanal klassifizieren.
- Schritt 2: Faktoren, Gerätebindung, Nutzerpräsenz und Transaktionsdaten modellieren.
- Schritt 3: Challenge, Präsentation und Fachfreigabe sicher an Sitzung und Vorgang binden.
- Schritt 4: Fallback, Recovery und step-up ohne Schwächung des Zielniveaus gestalten.
4. Betrugsprävention und Risikosignale
Schutz vor gestohlenen Nachweisen, manipulierten Anfragen, Social Engineering, Replay, synthetischen Identitäten und Kontoübernahme.
- Schritt 1: Bedrohungen entlang Issuer, Wallet, Frontend, Backend und Support erfassen.
- Schritt 2: kryptografische Prüfungen mit Geräte-, Verhaltens- und Transaktionssignalen kombinieren.
- Schritt 3: Risikoschwellen für Freigabe, step-up, manuelle Prüfung und Sperre definieren.
- Schritt 4: False Positives, Nachvollziehbarkeit und datenschutzgerechte Protokollierung bewerten.
5. Integration in IAM, Case Management und Kernsysteme
Technische Übergabe geprüfter Claims, Identitätsverknüpfung, Kundenzuordnung, Entscheidungscodes und Evidenzen.
- Schritt 1: Systeme, Identitätsanker, Kundenschlüssel und Prozessverantwortung kartieren.
- Schritt 2: technische Verification von fachlicher KYC- und Risikobewertung trennen.
- Schritt 3: Mapping, Datenqualität, Herkunft und Versionierung für Claims spezifizieren.
- Schritt 4: asynchrone Nachbearbeitung, Wiederaufnahme und Auditspur in den Prozess integrieren.
6. Nachweisführung, Datenschutz und Betrieb
Aufbewahrung erforderlicher Evidenzen, Datenminimierung, Betroffenenrechte, Monitoring, Support und regulatorische Prüfbereitschaft.
- Schritt 1: notwendige Entscheidungs- und Prüfevidenzen von unnötigen Credential-Kopien trennen.
- Schritt 2: Aufbewahrung, Zugriff, Integrität und Löschung je Evidenzklasse festlegen.
- Schritt 3: Betriebskennzahlen, Fehlercodes, Support- und Eskalationswege definieren.
- Schritt 4: einen Prüf- und Vorfallfall mit rekonstruierbarer Entscheidungskette durchführen.
Praxisanteil
- Neugestaltung einer digitalen KYC-Customer-Journey mit Wallet-Nachweisen.
- Entwurf einer SCA- und Transaktionsbindungslogik.
- Aufbau einer Fraud-Control-Matrix und eines Integrationsmodells.
Arbeitsunterlagen
Die Arbeitsunterlagen enthalten strukturierte Checklisten, Vorlagen und Referenzmodelle für die unmittelbare Weiterarbeit im Projekt. Im Seminar werden insbesondere folgende Artefakte erstellt oder vorbereitet:
- Wallet-basiertes Onboarding-Modell
- KYC-Nachweisprofil
- SCA- und Authentifizierungskonzept
- Fraud-Control-Matrix
- Finanzsystem-Integrationsmodell
- KYC-Evidenz- und Betriebskonzept
Fachbereichsleitung und Seminarorganisation
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, 2. Tag: 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt. Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Banken, Zahlungsdienstleister, Versicherungen, FinTechs, KYC- und AML-Verantwortliche, Fraud Management, Produktmanagement, Architektur, IAM, Entwicklung, Compliance, Datenschutz und Informationssicherheit. |
| Voraussetzungen: | Grundverständnis von KYC-, Onboarding- oder Authentifizierungsprozessen. Kenntnisse regulatorischer Finanzprozesse sind hilfreich. |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, Fallstudien, strukturierte Arbeitsaufträge und praktische Übungen |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Ausführliche Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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