Seminar EUDI Wallet – Deployment, Betrieb und Monitoring

Seminar / Training

Das Seminar überführt Wallet-, Issuer- und Verifier-Komponenten in einen belastbaren Produktionsbetrieb. Behandelt werden Umgebungsdesign, Konfiguration, Schlüssel- und Secret-Management, CI/CD, Supply-Chain-Kontrollen, Observability, SLOs, Kapazität, Backup, Wiederherstellung, Release-Management, Betriebsübergabe und die Behandlung externer Vertrauens- und Statusdienste.

Drei Seminartage sind notwendig, weil sichere Bereitstellung, laufender Betrieb und Wiederherstellung als zusammenhängende Betriebsarchitektur betrachtet und praktisch erprobt werden. Die Dauer erlaubt den Aufbau eines Referenzbetriebsmodells, eines Monitorings und eines vollständigen Release- und Recovery-Szenarios.

Inhaltsübersicht

  1. Betriebsarchitektur und Umgebungsmodell
  2. Konfiguration, Schlüssel und Secrets
  3. CI/CD und Softwarelieferkette
  4. Observability, SLOs und Alarmierung
  5. Kapazität, Resilienz und externe Abhängigkeiten
  6. Release, Change und Betriebsübergabe
  7. Backup, Recovery und Notbetrieb
  8. Lernziele und Zielgruppe
  9. Praxisanteil und Arbeitsunterlagen

Lernziele

  • Produktionsumgebungen und Betriebsgrenzen für Wallet-Komponenten entwerfen.
  • Konfigurationen, Schlüssel und Secrets sicher über den Lebenszyklus verwalten.
  • CI/CD und Softwarelieferkette mit kontrollierten Freigaben aufbauen.
  • Messbare SLOs, Monitoring, Alarmierung und Betriebsverfahren definieren.
  • Backup, Recovery, Notbetrieb und Betriebsübergabe praktisch planen.

Zielgruppe

Plattformbetrieb, DevOps, Site Reliability Engineering, Systemadministration, technische Anwendungsbetreuung, Architektur, Entwicklung, Informationssicherheit, Service Management und technische Projektleitung.

Voraussetzungen

Erfahrung mit verteilten Anwendungen, Container- oder Plattformbetrieb, CI/CD, Logging und grundlegender PKI. Ein eigenes Betriebsmodell ist hilfreich.

Seminarinhalte

1. Betriebsarchitektur und Umgebungsmodell

Aufbau von Entwicklungs-, Test-, Konformitäts-, Vorproduktions- und Produktionsumgebungen sowie deren Netz-, Identitäts- und Vertrauensgrenzen.

  1. Schritt 1: Komponenten, externe Abhängigkeiten, Datenhaltung und Betriebsverantwortung erfassen.
  2. Schritt 2: Umgebungen nach Schutzbedarf, Testzweck und zulässigen Datenarten trennen.
  3. Schritt 3: Netzwege, administrative Zugriffe und Trust Boundaries in einer Betriebssicht modellieren.
  4. Schritt 4: Umgebungsparität, Konfigurationsabweichungen und Freigabekriterien kontrollieren.

2. Konfiguration, Schlüssel und Secrets

Lebenszyklus von Konfigurationen, API-Zugangsdaten, Zertifikaten, Signatur- und Verschlüsselungsschlüsseln sowie Hardware- oder Plattformankern.

  1. Schritt 1: Konfigurationswerte und Geheimnisse nach Kritikalität und Eigentümer inventarisieren.
  2. Schritt 2: Erzeugung, Bereitstellung, Zugriff, Rotation, Sperrung und Vernichtung definieren.
  3. Schritt 3: Trennung von Aufgaben und Vier-Augen-Freigaben für kritische Operationen einrichten.
  4. Schritt 4: Ablauf, Fehlkonfiguration und kompromittierte Secrets in einem Rotationstest behandeln.

3. CI/CD und Softwarelieferkette

Kontrollierte Builds, Abhängigkeiten, Artefaktsignierung, Schwachstellenprüfung, Herkunftsnachweise, Deployment und Rollback.

  1. Schritt 1: Quellcode, Abhängigkeiten, Build-Runner, Artefakte und Zielumgebungen als Lieferkette abbilden.
  2. Schritt 2: Qualitäts-, Sicherheits- und Compliance-Gates für jeden Übergang festlegen.
  3. Schritt 3: unveränderliche Artefakte und reproduzierbare Deployments mit Freigaben verbinden.
  4. Schritt 4: fehlerhaftes Release durch Stop, Rollback und Nachweisführung im Pipeline-Szenario beherrschen.

4. Observability, SLOs und Alarmierung

Metriken, Logs, Traces, fachliche Signale, Datenschutzgrenzen, Service-Level-Ziele und handlungsfähige Alarme.

  1. Schritt 1: kritische Nutzerreisen und technische Abhängigkeiten als Messpunkte bestimmen.
  2. Schritt 2: SLIs für Verfügbarkeit, Latenz, Fehlerquote, Issuing und Verification definieren.
  3. Schritt 3: Logs und Traces datensparsam korrelierbar, integritätsgeschützt und zugriffsgeregelt gestalten.
  4. Schritt 4: Alarme mit Schwellen, Verantwortlichkeit, Runbook und Eskalationsweg versehen.

5. Kapazität, Resilienz und externe Abhängigkeiten

Lastprofile, Skalierung, Rate Limits, Caches, Timeouts, Circuit Breaker und Umgang mit Status-, Register- und Vertrauensdiensten.

  1. Schritt 1: Last- und Spitzenprofile aus Anwendungsfällen und Rolloutplanung ableiten.
  2. Schritt 2: Kapazitätsgrenzen und Skalierungsmechanismen je Komponente bestimmen.
  3. Schritt 3: Ausfall- und Verzögerungsszenarien externer Dienste mit Degradation und Fail-safe-Regeln modellieren.
  4. Schritt 4: Resilienz durch Last-, Chaos- und Wiederanlauftests nachweisen.

6. Release, Change und Betriebsübergabe

Versionierung, Kompatibilität, Wartungsfenster, gestufte Einführung, Feature Flags, Dokumentation und Übergabe in den Regelbetrieb.

  1. Schritt 1: Release-Inhalt, Abhängigkeiten, Datenänderungen und Kompatibilitätsrisiken erfassen.
  2. Schritt 2: Einführungsstrategie mit Pilot, Canary, Beobachtungsphase und Rückfalloption wählen.
  3. Schritt 3: Betriebsdokumentation, Runbooks, Supportwege und Bereitschaftsübergabe vervollständigen.
  4. Schritt 4: Go-live-Entscheidung anhand objektiver Readiness-Kriterien durchführen.

7. Backup, Recovery und Notbetrieb

Sicherung und Wiederherstellung von Konfigurationen, Daten, Protokollen, Vertrauensinformationen und betrieblichen Artefakten unter Berücksichtigung kryptografischer Grenzen.

  1. Schritt 1: wiederherzustellende Objekte, Abhängigkeiten und zulässige Verlustfenster bestimmen.
  2. Schritt 2: RPO, RTO, Sicherungswege, Schlüsselverfügbarkeit und Aufbewahrung festlegen.
  3. Schritt 3: Recovery-Reihenfolge und Validierung nach Wiederherstellung als Runbook beschreiben.
  4. Schritt 4: einen vollständigen Ausfall einschließlich Wiederanlauf und fachlicher Kontrolle testen.

Praxisanteil

  • Entwurf einer Betriebsarchitektur mit Umgebungen und Trust Boundaries.
  • Aufbau eines SLO- und Alarmierungskatalogs für Issuer und Verifier.
  • Simulation eines fehlerhaften Releases sowie eines Recovery-Szenarios.

Arbeitsunterlagen

Die Arbeitsunterlagen enthalten strukturierte Checklisten, Vorlagen und Referenzmodelle für die unmittelbare Weiterarbeit im Projekt. Im Seminar werden insbesondere folgende Artefakte erstellt oder vorbereitet:

  • Betriebs- und Umgebungsarchitektur
  • Key- und Secret-Management-Verfahren
  • Secure-Delivery-Pipeline
  • SLO- und Monitoringkatalog
  • Kapazitäts- und Resilienzplan
  • Release- und Operational-Readiness-Checkliste
  • Recovery- und Notbetriebshandbuch

Fachbereichsleitung und Seminarorganisation

Seminardetails

   
Dauer: 3 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage: 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 1.797 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 5.100 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: Plattformbetrieb, DevOps, Site Reliability Engineering, Systemadministration, technische Anwendungsbetreuung, Architektur, Entwicklung, Informationssicherheit, Service Management und technische Projektleitung.
Voraussetzungen: Erfahrung mit verteilten Anwendungen, Container- oder Plattformbetrieb, CI/CD, Logging und grundlegender PKI. Ein eigenes Betriebsmodell ist hilfreich.
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, Fallstudien, strukturierte Arbeitsaufträge und praktische Übungen
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Ausführliche Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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Seminar Startdatum Enddatum Ort Dauer
Luxemburg 3 Tage
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Regensburg 3 Tage
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Trier 3 Tage
München 3 Tage
Friedrichshafen 3 Tage
Kassel 3 Tage
Ulm 3 Tage
Münster 3 Tage
Nürnberg 3 Tage
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Berlin 3 Tage
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Darmstadt 3 Tage
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