Identifikation und Ereignistransparenz sind zentrale Bausteine für Produktpässe und Lieferkettennachweise. Das Seminar verbindet webfähige GS1-Identifikatoren mit EPCIS-Ereignissen und zeigt, wie daraus nachvollziehbare DPP- und Traceability-Prozesse entstehen.
Inhaltsübersicht
- Kapitel 1: Identifikatoren und GS1 Digital Link
- Kapitel 2: Resolver und Link-Beziehungen
- Kapitel 3: EPCIS-2.0-Ereignismodell
- Kapitel 4: Sensorik, Qualität und zirkuläre Ereignisse
- Kapitel 5: Mapping zwischen EPCIS und DPP
- Kapitel 6: Schnittstellen, Abfragen und Konformität
Zielsetzung
Die Lernziele verbinden fachliche Einordnung, strukturierte Modellierung und schrittweise Umsetzung. Nach Abschluss stehen dokumentierte Arbeitsartefakte für Projekt, Architektur, Datenmanagement oder Betrieb zur Verfügung.
- GS1-Identifikatoren und Digital-Link-URIs für DPP-Szenarien strukturieren
- Resolverbeziehungen und kontextabhängige Zielressourcen definieren
- EPCIS-2.0-Ereignisse für Objekt-, Aggregations-, Transaktions- und Transformationsprozesse modellieren
- Ereignisvokabular und DPP-Daten semantisch abbilden
- Erfassungs-, Abfrage- und Partnerintegrationen testen
Zielgruppe
- Traceability- und Supply-Chain-Architektur
- DPP- und Integrationsentwicklung
- Logistik, Produktion und Qualitätsmanagement
- Master Data Management und Produktidentifikation
- Technische Projektleitung und Partner-Onboarding
Voraussetzungen
Grundkenntnisse zu Lieferkettenprozessen oder Identifikationsstandards sind hilfreich. Programmierkenntnisse sind optional.
Didaktische Einordnung
Drei Tage sind notwendig, um Identifikatoren, Resolver, Ereignismodell, Vokabular, Erfassung, Abfrage, Mapping und End-to-End-Test praktisch zu verbinden. Ein kürzeres Format würde EPCIS meist auf reine Ereignisbegriffe reduzieren. Vorgesehen sind 3 Seminartage mit Fachimpulsen, moderierter Modellierung, Demonstrationen, Fallstudien, Prüfschritten und dokumentierten Praxisarbeiten.
Kapitel 1: Identifikatoren und GS1 Digital Link
Inhaltsverzeichnis des Kapitels: GTIN, Seriennummer, Charge und weitere Schlüssel; Digital-Link-URI und Qualifier; kanonische Identität und Webadresse; QR-Code, Data Matrix und Migrationspfade
Das Kapitel verbindet fachliche Definitionen, Datenverantwortung, technische Umsetzung und überprüfbare Freigabekriterien zu einem nachvollziehbaren Arbeitsablauf.
- Schritt 1: GTIN, Seriennummer, Charge und weitere Schlüssel fachlich einordnen, Begriffe und Systemgrenzen abgrenzen sowie die Relevanz für den konkreten Anwendungsfall dokumentieren.
- Schritt 2: Digital-Link-URI und Qualifier als Daten-, Rollen- und Regelwerk erfassen, Verantwortlichkeiten zuordnen und messbare Prüfkriterien festlegen.
- Schritt 3: kanonische Identität und Webadresse in einen technischen oder organisatorischen Lösungsbaustein überführen, Schnittstellen, Zustände und Ausnahmefälle beschreiben.
- Schritt 4: QR-Code, Data Matrix und Migrationspfade anhand eines positiven und eines negativen Testfalls verifizieren, Abweichungen bewerten und die Freigabeunterlagen vervollständigen.
Praxisarbeit: Für Modell-, Chargen- und Einzelobjekte werden Identifier- und URI-Muster mit Datenträgerbeispielen erstellt.
Kapitel 2: Resolver und Link-Beziehungen
Inhaltsverzeichnis des Kapitels: Identifikatorauflösung; Linktypen und Zielressourcen; Sprache, Kontext und Nutzergruppe; Weiterleitung, Cache und Fehlerfälle
Das Kapitel verbindet fachliche Definitionen, Datenverantwortung, technische Umsetzung und überprüfbare Freigabekriterien zu einem nachvollziehbaren Arbeitsablauf.
- Schritt 1: Identifikatorauflösung fachlich einordnen, Begriffe und Systemgrenzen abgrenzen sowie die Relevanz für den konkreten Anwendungsfall dokumentieren.
- Schritt 2: Linktypen und Zielressourcen als Daten-, Rollen- und Regelwerk erfassen, Verantwortlichkeiten zuordnen und messbare Prüfkriterien festlegen.
- Schritt 3: Sprache, Kontext und Nutzergruppe in einen technischen oder organisatorischen Lösungsbaustein überführen, Schnittstellen, Zustände und Ausnahmefälle beschreiben.
- Schritt 4: Weiterleitung, Cache und Fehlerfälle anhand eines positiven und eines negativen Testfalls verifizieren, Abweichungen bewerten und die Freigabeunterlagen vervollständigen.
Praxisarbeit: Ein Resolverprofil mit Link-Beziehungen für Produktpass, Anleitung, Zertifikat, Reparatur und Recycling wird spezifiziert.
Kapitel 3: EPCIS-2.0-Ereignismodell
Inhaltsverzeichnis des Kapitels: ObjectEvent und AggregationEvent; TransactionEvent und TransformationEvent; Was, Wann, Wo, Warum und Wie; Business Step, Disposition und Source/Destination
Das Kapitel verbindet fachliche Definitionen, Datenverantwortung, technische Umsetzung und überprüfbare Freigabekriterien zu einem nachvollziehbaren Arbeitsablauf.
- Schritt 1: ObjectEvent und AggregationEvent fachlich einordnen, Begriffe und Systemgrenzen abgrenzen sowie die Relevanz für den konkreten Anwendungsfall dokumentieren.
- Schritt 2: TransactionEvent und TransformationEvent als Daten-, Rollen- und Regelwerk erfassen, Verantwortlichkeiten zuordnen und messbare Prüfkriterien festlegen.
- Schritt 3: Was, Wann, Wo, Warum und Wie in einen technischen oder organisatorischen Lösungsbaustein überführen, Schnittstellen, Zustände und Ausnahmefälle beschreiben.
- Schritt 4: Business Step, Disposition und Source/Destination anhand eines positiven und eines negativen Testfalls verifizieren, Abweichungen bewerten und die Freigabeunterlagen vervollständigen.
Praxisarbeit: Eine Lieferkette wird als Ereignisfolge von Produktion über Aggregation und Versand bis zur Transformation modelliert.
Kapitel 4: Sensorik, Qualität und zirkuläre Ereignisse
Inhaltsverzeichnis des Kapitels: SensorElement und Messwerte; Qualitätsstatus und Ausnahmeereignisse; Reparatur, Rücknahme und Second Life; Recycling und Materialrückgewinnung
Das Kapitel verbindet fachliche Definitionen, Datenverantwortung, technische Umsetzung und überprüfbare Freigabekriterien zu einem nachvollziehbaren Arbeitsablauf.
- Schritt 1: SensorElement und Messwerte fachlich einordnen, Begriffe und Systemgrenzen abgrenzen sowie die Relevanz für den konkreten Anwendungsfall dokumentieren.
- Schritt 2: Qualitätsstatus und Ausnahmeereignisse als Daten-, Rollen- und Regelwerk erfassen, Verantwortlichkeiten zuordnen und messbare Prüfkriterien festlegen.
- Schritt 3: Reparatur, Rücknahme und Second Life in einen technischen oder organisatorischen Lösungsbaustein überführen, Schnittstellen, Zustände und Ausnahmefälle beschreiben.
- Schritt 4: Recycling und Materialrückgewinnung anhand eines positiven und eines negativen Testfalls verifizieren, Abweichungen bewerten und die Freigabeunterlagen vervollständigen.
Praxisarbeit: Ereignisse und Sensorwerte werden zu einer Zustands- und Nachhaltigkeitssicht für den Produktpass zusammengeführt.
Kapitel 5: Mapping zwischen EPCIS und DPP
Inhaltsverzeichnis des Kapitels: Stammdaten versus Ereignisdaten; Ableitung aktueller Zustände; Provenienz und Evidenzverknüpfung; Aggregation, Datenschutz und Sichtbarkeit
Das Kapitel verbindet fachliche Definitionen, Datenverantwortung, technische Umsetzung und überprüfbare Freigabekriterien zu einem nachvollziehbaren Arbeitsablauf.
- Schritt 1: Stammdaten versus Ereignisdaten fachlich einordnen, Begriffe und Systemgrenzen abgrenzen sowie die Relevanz für den konkreten Anwendungsfall dokumentieren.
- Schritt 2: Ableitung aktueller Zustände als Daten-, Rollen- und Regelwerk erfassen, Verantwortlichkeiten zuordnen und messbare Prüfkriterien festlegen.
- Schritt 3: Provenienz und Evidenzverknüpfung in einen technischen oder organisatorischen Lösungsbaustein überführen, Schnittstellen, Zustände und Ausnahmefälle beschreiben.
- Schritt 4: Aggregation, Datenschutz und Sichtbarkeit anhand eines positiven und eines negativen Testfalls verifizieren, Abweichungen bewerten und die Freigabeunterlagen vervollständigen.
Praxisarbeit: Ein Mapping legt fest, welche EPCIS-Daten direkt, aggregiert oder als Nachweisreferenz in den Produktpass einfließen.
Kapitel 6: Schnittstellen, Abfragen und Konformität
Inhaltsverzeichnis des Kapitels: Capture Interface und Query Interface; Filter und zeitliche Abfragen; Partnerberechtigungen und Mandantentrennung; Testdaten, Validatoren und End-to-End-Prüfung
Das Kapitel verbindet fachliche Definitionen, Datenverantwortung, technische Umsetzung und überprüfbare Freigabekriterien zu einem nachvollziehbaren Arbeitsablauf.
- Schritt 1: Capture Interface und Query Interface fachlich einordnen, Begriffe und Systemgrenzen abgrenzen sowie die Relevanz für den konkreten Anwendungsfall dokumentieren.
- Schritt 2: Filter und zeitliche Abfragen als Daten-, Rollen- und Regelwerk erfassen, Verantwortlichkeiten zuordnen und messbare Prüfkriterien festlegen.
- Schritt 3: Partnerberechtigungen und Mandantentrennung in einen technischen oder organisatorischen Lösungsbaustein überführen, Schnittstellen, Zustände und Ausnahmefälle beschreiben.
- Schritt 4: Testdaten, Validatoren und End-to-End-Prüfung anhand eines positiven und eines negativen Testfalls verifizieren, Abweichungen bewerten und die Freigabeunterlagen vervollständigen.
Praxisarbeit: Ein Partnerintegrationstest mit Capture, Query, DPP-Aktualisierung, Zugriffsprüfung und Fehlerbericht wird entworfen.
Arbeitsunterlagen
Enthalten sind strukturierte Checklisten, Rollen- und Datenmatrizen, Modellierungsvorlagen, Testfallmuster, Entscheidungstabellen und ein auf das Seminarthema zugeschnittenes Arbeitsbeispiel. Die Unterlagen unterstützen die unmittelbare Übertragung in Projekt- und Betriebsdokumentationen.
Fachbereichsleitung, Trainerleitung und Kontakt
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de -

Paul Goldschmidt
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: paul.goldschmidt@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 3 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.797 zzgl. MwSt. Inhaus: € 5.100 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Traceability- und Supply-Chain-Architektur; DPP- und Integrationsentwicklung; Logistik, Produktion und Qualitätsmanagement; Master Data Management und Produktidentifikation; Technische Projektleitung und Partner-Onboarding |
| Voraussetzungen: | Grundkenntnisse zu Lieferkettenprozessen oder Identifikationsstandards sind hilfreich. Programmierkenntnisse sind optional. |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Fachimpulse, moderierte Modellierung, Demonstrationen, Fallstudien, praktische Übungen und strukturierte Prüfschritte |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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