Seminar CHIPSEC – SMM, SMRAM und SMI-Handler absichern

Das zweitägige Seminar behandelt System Management Mode als besonders privilegierte Runtime-Schicht. Zwei Tage sind erforderlich, um SMRAM-Konfiguration, TSEG, SMRR, DMA-Schutz, Locks, SMI-Quellen, CommBuffer und kontrollierte Handlerprüfungen zusammenhängend zu analysieren.

Inhaltsübersicht

  • Lernziele und fachliche Einordnung
  • Schrittweise Seminarinhalte
  • Praxisübungen und Laborszenarien
  • Zielgruppe und Voraussetzungen
  • Didaktik und Arbeitsweise

Lernziele

  • SMM, SMRAM, SMI und ihre Vertrauensgrenzen technisch einordnen.
  • SMRAM-, TSEG-, SMRR- und Lock-Konfigurationen bewerten.
  • DMA-Abdeckung und Speichergrenzen gegen Umgehungsmöglichkeiten prüfen.
  • SMI-Quellen, Kommunikationspuffer und Pointervalidierung methodisch untersuchen.
  • SMM-Befunde mit Maßnahmen, Recovery und Retest dokumentieren.

Schrittweise Seminarinhalte

1. SMM-Architektur und Bedrohungsmodell

Schwerpunkt: SMM-Eintritt, SMRAM, TSEG, Handler, SMI-Quellen, Betriebssystemgrenze, Firmwaredienste und typische Fehlkonfigurationen.

  1. Prüfziel, Plattformzustand, Schutzbedarf und sichere Grenzen für „SMM-Architektur und Bedrohungsmodell“ festlegen.
  2. Relevante Artefakte, Register, Tabellen und Abhängigkeiten anhand von SMM-Eintritt, SMRAM, TSEG, Handler, SMI-Quellen, Betriebssystemgrenze, Firmwaredienste und typische Fehlkonfigurationen erfassen und ordnen.
  3. Geeignete CHIPSEC-Module und read-only Utility-Abfragen schrittweise ausführen; Änderungen bleiben freigegebenen Laborfällen vorbehalten.
  4. Ausgaben, Werte, Locks und Fehlerverhalten durch Vergleich, Plausibilitätskontrolle sowie Positiv- und Negativfälle validieren.
  5. Als Arbeitsergebnis ein vollständiges SMM-Vertrauensmodell erstellen, Befunde priorisieren und konkrete Retestkriterien festlegen.

2. SMRAM-Zustand und Locks

Schwerpunkt: D_OPEN, D_LCK, Kompatibilitäts-SMRAM, TSEG-Größe, Adressgrenzen, Lock-Zeitpunkt und Plattformvarianten.

  1. Prüfziel, Plattformzustand, Schutzbedarf und sichere Grenzen für „SMRAM-Zustand und Locks“ festlegen.
  2. Relevante Artefakte, Register, Tabellen und Abhängigkeiten anhand von D_OPEN, D_LCK, Kompatibilitäts-SMRAM, TSEG-Größe, Adressgrenzen, Lock-Zeitpunkt und Plattformvarianten erfassen und ordnen.
  3. Geeignete CHIPSEC-Module und read-only Utility-Abfragen schrittweise ausführen; Änderungen bleiben freigegebenen Laborfällen vorbehalten.
  4. Ausgaben, Werte, Locks und Fehlerverhalten durch Vergleich, Plausibilitätskontrolle sowie Positiv- und Negativfälle validieren.
  5. Als Arbeitsergebnis einen belastbaren SMRAM-Konfigurationsbefund erstellen, Befunde priorisieren und konkrete Retestkriterien festlegen.

3. SMRR, Cache- und Speicherabdeckung

Schwerpunkt: SMRR-Basis und Maske, Mehrprozessorvergleich, TSEG-Abdeckung, Cacheattribute, Remapping und Inkonsistenzen.

  1. Prüfziel, Plattformzustand, Schutzbedarf und sichere Grenzen für „SMRR, Cache- und Speicherabdeckung“ festlegen.
  2. Relevante Artefakte, Register, Tabellen und Abhängigkeiten anhand von SMRR-Basis und Maske, Mehrprozessorvergleich, TSEG-Abdeckung, Cacheattribute, Remapping und Inkonsistenzen erfassen und ordnen.
  3. Geeignete CHIPSEC-Module und read-only Utility-Abfragen schrittweise ausführen; Änderungen bleiben freigegebenen Laborfällen vorbehalten.
  4. Ausgaben, Werte, Locks und Fehlerverhalten durch Vergleich, Plausibilitätskontrolle sowie Positiv- und Negativfälle validieren.
  5. Als Arbeitsergebnis eine verifizierte SMRR- und Abdeckungsanalyse erstellen, Befunde priorisieren und konkrete Retestkriterien festlegen.

4. DMA-Schutz und SMM-Codeprüfung

Schwerpunkt: IOMMU-Bezug, SMM DMA Protection, geschützte Bereiche, Codezugriff, unerwartete Speicherbereiche und Lock-Zustände.

  1. Prüfziel, Plattformzustand, Schutzbedarf und sichere Grenzen für „DMA-Schutz und SMM-Codeprüfung“ festlegen.
  2. Relevante Artefakte, Register, Tabellen und Abhängigkeiten anhand von IOMMU-Bezug, SMM DMA Protection, geschützte Bereiche, Codezugriff, unerwartete Speicherbereiche und Lock-Zustände erfassen und ordnen.
  3. Geeignete CHIPSEC-Module und read-only Utility-Abfragen schrittweise ausführen; Änderungen bleiben freigegebenen Laborfällen vorbehalten.
  4. Ausgaben, Werte, Locks und Fehlerverhalten durch Vergleich, Plausibilitätskontrolle sowie Positiv- und Negativfälle validieren.
  5. Als Arbeitsergebnis einen priorisierten SMM-DMA- und Codebefund erstellen, Befunde priorisieren und konkrete Retestkriterien festlegen.

5. SMI-Quellen und Handlerkommunikation

Schwerpunkt: SMI-Konfiguration, Locks, CommBuffer, Pointer und Längen, MMIO-Bezug, WSMT-Kontext und kontrollierte Negativtests.

  1. Prüfziel, Plattformzustand, Schutzbedarf und sichere Grenzen für „SMI-Quellen und Handlerkommunikation“ festlegen.
  2. Relevante Artefakte, Register, Tabellen und Abhängigkeiten anhand von SMI-Konfiguration, Locks, CommBuffer, Pointer und Längen, MMIO-Bezug, WSMT-Kontext und kontrollierte Negativtests erfassen und ordnen.
  3. Geeignete CHIPSEC-Module und read-only Utility-Abfragen schrittweise ausführen; Änderungen bleiben freigegebenen Laborfällen vorbehalten.
  4. Ausgaben, Werte, Locks und Fehlerverhalten durch Vergleich, Plausibilitätskontrolle sowie Positiv- und Negativfälle validieren.
  5. Als Arbeitsergebnis eine methodische SMI-Handler-Prüfung erstellen, Befunde priorisieren und konkrete Retestkriterien festlegen.

6. Findings, Recovery und Retest

Schwerpunkt: instabile Reaktionen, Abbruch, externer Recovery-Pfad, Firmwareupdate, Kompensationsmaßnahmen, Evidenz und Wiederholungsprüfung.

  1. Zielzustand, Verantwortlichkeiten, Aussagegrenzen und Kontrollkriterien für „Findings, Recovery und Retest“ festlegen.
  2. Benötigte Evidenz und Entscheidungsdaten anhand von instabile Reaktionen, Abbruch, externer Recovery-Pfad, Firmwareupdate, Kompensationsmaßnahmen, Evidenz und Wiederholungsprüfung in einer prüfbaren Struktur erfassen.
  3. Technische Ergebnisse nach Ursache, Auswirkung, Reichweite und Verlässlichkeit bewerten.
  4. Maßnahmen, Ausnahmen, Freigaben und Retestkriterien mit Positiv- und Negativfällen operationalisieren.
  5. Als Arbeitsergebnis ein SMM-Härtungs- und Retest-Runbook dokumentieren, fachlich abnehmen und in den Regelprozess überführen.

Praxisübungen und Laborszenarien

  • Analyse von SMRAM-, TSEG- und Lock-Zuständen auf einer Laborplattform.
  • Prüfung von SMRR und Abdeckung über mehrere logische Prozessoren.
  • Bewertung von SMM-DMA-Schutz und vorbereiteten Code- beziehungsweise Adressabweichungen.
  • Entwurf eines kontrollierten Prüfplans für SMI-Handler und CommBuffer.

Zielgruppe und Voraussetzungen

Zielgruppe: Firmware Security, BIOS Engineering, Vulnerability Research, Hardware Security und Product Security.

Voraussetzungen: Gute Kenntnisse in x86-Speicherarchitektur, Firmware und privilegierten Betriebsmodi sowie sichere CHIPSEC-Anwendung.

Didaktik und Arbeitsweise

Der erste Tag bleibt auf Zustands- und Schutzprüfung konzentriert. Der zweite Tag ergänzt Handlerkommunikation und kontrollierte Negativfälle auf dafür vorgesehenen Laborplattformen; externe Recovery und klare Abbruchkriterien sind verbindlich.

Fachbereichsleitung und Trainerteam

Seminardetails

   
Dauer: 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: Firmware Security, BIOS Engineering, Vulnerability Research, Hardware Security und Product Security
Voraussetzungen: Gute Kenntnisse in x86-Speicherarchitektur, Firmware und privilegierten Betriebsmodi sowie sichere CHIPSEC-Anwendung
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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Seminar Startdatum Enddatum Ort Dauer
Darmstadt 2 Tage
Frankfurt 2 Tage
Paderborn 2 Tage
Essen 2 Tage
Konstanz 2 Tage
Freiburg 2 Tage
Potsdam 2 Tage
Flensburg 2 Tage
Leipzig 2 Tage
Hamm 2 Tage
Rostock 2 Tage
Hamburg 2 Tage
Luxemburg 2 Tage
Hannover 2 Tage
Stuttgart 2 Tage
Dresden 2 Tage
Madgeburg 2 Tage
Regensburg 2 Tage
Jena 2 Tage
Trier 2 Tage
München 2 Tage
Friedrichshafen 2 Tage
Kassel 2 Tage
Ulm 2 Tage
Münster 2 Tage
Nürnberg 2 Tage
Köln 2 Tage
Wuppertal 2 Tage
Bremen 2 Tage
Berlin 2 Tage
Mainz 2 Tage
Erfurt 2 Tage
Frankfurt 2 Tage
Paderborn 2 Tage
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