Das zweitägige Seminar behandelt Firmware- und Plattformtabellen sowie den sicherheitskritischen Wiederanlauf aus dem Schlafzustand. Die Dauer ist erforderlich, weil Tabellenaufnahme, Strukturprüfung, S3-Boot-Script-Analyse und belastbare Negativtests in einer sicheren Laborumgebung aufeinander aufbauen.
Inhaltsübersicht
- Lernziele und fachliche Einordnung
- Schrittweise Seminarinhalte
- Praxisübungen und Laborszenarien
- Zielgruppe und Voraussetzungen
- Didaktik und Arbeitsweise
Lernziele
- ACPI-, SMBIOS- und WSMT-Strukturen erfassen und sicherheitsrelevante Felder einordnen.
- Abweichungen zwischen Firmwaretabellen, Betriebssystemwahrnehmung und realer Hardwarekonfiguration erkennen.
- S3-Boot-Scripts, Wake-Vektoren und Resume-Abhängigkeiten kontrolliert prüfen.
- Manipulationsschutz, Speicherlage und Dispatch-Ziele anhand nachvollziehbarer Kriterien bewerten.
- Prüfergebnisse in einen wiederholbaren Tabellen- und Resume-Assessmentprozess überführen.
Schrittweise Seminarinhalte
1. Tabellenlandschaft und Vertrauensmodell
Schwerpunkt: ACPI Root Tables, DSDT, SSDT, FADT, MCFG, DMAR beziehungsweise IVRS, SMBIOS und WSMT sowie deren Erzeuger und Verbraucher.
- Prüfziel, Plattformzustand, Schutzbedarf und sichere Grenzen für „Tabellenlandschaft und Vertrauensmodell“ festlegen.
- Relevante Artefakte, Register, Tabellen und Abhängigkeiten anhand von ACPI Root Tables, DSDT, SSDT, FADT, MCFG, DMAR beziehungsweise IVRS, SMBIOS und WSMT sowie deren Erzeuger und Verbraucher erfassen und ordnen.
- Geeignete CHIPSEC-Module und read-only Utility-Abfragen schrittweise ausführen; Änderungen bleiben freigegebenen Laborfällen vorbehalten.
- Ausgaben, Werte, Locks und Fehlerverhalten durch Vergleich, Plausibilitätskontrolle sowie Positiv- und Negativfälle validieren.
- Als Arbeitsergebnis ein vollständiges Tabellen- und Vertrauensmodell erstellen, Befunde priorisieren und konkrete Retestkriterien festlegen.
2. ACPI- und SMBIOS-Datenerfassung
Schwerpunkt: sichere Dumps, Signaturen, Revisionen, Prüfsummen, OEM-Felder, Speicheradressen und Abgleich mehrerer Erfassungswege.
- Prüfziel, Plattformzustand, Schutzbedarf und sichere Grenzen für „ACPI- und SMBIOS-Datenerfassung“ festlegen.
- Relevante Artefakte, Register, Tabellen und Abhängigkeiten anhand von sichere Dumps, Signaturen, Revisionen, Prüfsummen, OEM-Felder, Speicheradressen und Abgleich mehrerer Erfassungswege erfassen und ordnen.
- Geeignete CHIPSEC-Module und read-only Utility-Abfragen schrittweise ausführen; Änderungen bleiben freigegebenen Laborfällen vorbehalten.
- Ausgaben, Werte, Locks und Fehlerverhalten durch Vergleich, Plausibilitätskontrolle sowie Positiv- und Negativfälle validieren.
- Als Arbeitsergebnis einen reproduzierbaren Datenerfassungs- und Inventarprozess erstellen, Befunde priorisieren und konkrete Retestkriterien festlegen.
3. Sicherheitsrelevante ACPI-Tabellen prüfen
Schwerpunkt: SDEV, MCFG, DMAR oder IVRS, FADT, WSMT, Wake-Vektoren, reservierte Bereiche und inkonsistente Adressangaben.
- Prüfziel, Plattformzustand, Schutzbedarf und sichere Grenzen für „Sicherheitsrelevante ACPI-Tabellen prüfen“ festlegen.
- Relevante Artefakte, Register, Tabellen und Abhängigkeiten anhand von SDEV, MCFG, DMAR oder IVRS, FADT, WSMT, Wake-Vektoren, reservierte Bereiche und inkonsistente Adressangaben erfassen und ordnen.
- Geeignete CHIPSEC-Module und read-only Utility-Abfragen schrittweise ausführen; Änderungen bleiben freigegebenen Laborfällen vorbehalten.
- Ausgaben, Werte, Locks und Fehlerverhalten durch Vergleich, Plausibilitätskontrolle sowie Positiv- und Negativfälle validieren.
- Als Arbeitsergebnis einen priorisierten Tabellenprüfkatalog erstellen, Befunde priorisieren und konkrete Retestkriterien festlegen.
4. S3-Boot-Script und Resume-Pfad
Schwerpunkt: Boot-Script-Lokalisierung, Opcode-Klassen, Dispatch-Ziele, Speicherlage, Schutzgrenzen und Wiederaufnahme kritischer Registerwerte.
- Prüfziel, Plattformzustand, Schutzbedarf und sichere Grenzen für „S3-Boot-Script und Resume-Pfad“ festlegen.
- Relevante Artefakte, Register, Tabellen und Abhängigkeiten anhand von Boot-Script-Lokalisierung, Opcode-Klassen, Dispatch-Ziele, Speicherlage, Schutzgrenzen und Wiederaufnahme kritischer Registerwerte erfassen und ordnen.
- Geeignete CHIPSEC-Module und read-only Utility-Abfragen schrittweise ausführen; Änderungen bleiben freigegebenen Laborfällen vorbehalten.
- Ausgaben, Werte, Locks und Fehlerverhalten durch Vergleich, Plausibilitätskontrolle sowie Positiv- und Negativfälle validieren.
- Als Arbeitsergebnis eine nachvollziehbare Resume-Sicherheitsanalyse erstellen, Befunde priorisieren und konkrete Retestkriterien festlegen.
5. Negativtests und Abweichungsanalyse
Schwerpunkt: fehlende Tabellen, unplausible Längen, fehlerhafte Prüfsummen, ungeschützte Zeiger, unerwartete Dispatch-Einträge und Plattformunterschiede.
- Prüfziel, Plattformzustand, Schutzbedarf und sichere Grenzen für „Negativtests und Abweichungsanalyse“ festlegen.
- Relevante Artefakte, Register, Tabellen und Abhängigkeiten anhand von fehlende Tabellen, unplausible Längen, fehlerhafte Prüfsummen, ungeschützte Zeiger, unerwartete Dispatch-Einträge und Plattformunterschiede erfassen und ordnen.
- Geeignete CHIPSEC-Module und read-only Utility-Abfragen schrittweise ausführen; Änderungen bleiben freigegebenen Laborfällen vorbehalten.
- Ausgaben, Werte, Locks und Fehlerverhalten durch Vergleich, Plausibilitätskontrolle sowie Positiv- und Negativfälle validieren.
- Als Arbeitsergebnis einen validierten Fehler- und Befundkatalog erstellen, Befunde priorisieren und konkrete Retestkriterien festlegen.
6. Betriebsprüfung und Dokumentation
Schwerpunkt: Baseline, Wiederholung nach Firmwareupdates, Vergleich mehrerer Geräteklassen, Evidenzsicherung und Eskalationskriterien.
- Zielzustand, Verantwortlichkeiten, Aussagegrenzen und Kontrollkriterien für „Betriebsprüfung und Dokumentation“ festlegen.
- Benötigte Evidenz und Entscheidungsdaten anhand von Baseline, Wiederholung nach Firmwareupdates, Vergleich mehrerer Geräteklassen, Evidenzsicherung und Eskalationskriterien in einer prüfbaren Struktur erfassen.
- Technische Ergebnisse nach Ursache, Auswirkung, Reichweite und Verlässlichkeit bewerten.
- Maßnahmen, Ausnahmen, Freigaben und Retestkriterien mit Positiv- und Negativfällen operationalisieren.
- Als Arbeitsergebnis ein einsatzfähiges Tabellen- und S3-Prüfrunbook dokumentieren, fachlich abnehmen und in den Regelprozess überführen.
Praxisübungen und Laborszenarien
- Erfassung und strukturierter Vergleich der ACPI- und SMBIOS-Tabellen zweier Laborplattformen.
- Analyse sicherheitsrelevanter Tabellenfelder mit dokumentierten Plausibilitätsprüfungen.
- Untersuchung eines vorbereiteten S3-Boot-Scripts einschließlich Speicher- und Dispatch-Bewertung.
- Erstellung einer wiederverwendbaren Baseline für Firmwareupdate- und Flottenprüfungen.
Zielgruppe und Voraussetzungen
Zielgruppe: Firmware- und Plattform-Security, Systemarchitektur, Endpoint Engineering, Incident Response und technische Revision.
Voraussetzungen: Grundkenntnisse in UEFI, Betriebssystemstart, Speicheradressierung und x86-Plattformarchitektur; erste CHIPSEC-Erfahrung ist hilfreich.
Didaktik und Arbeitsweise
Kurze Architekturimpulse wechseln mit Tabellen-Dumps, strukturierten Dekodierungen und vorbereiteten Resume-Fällen. Der erste Tag schafft das Daten- und Tabellenmodell; der zweite Tag vertieft S3, Schutzbewertung, Abweichungsanalyse und Runbook-Erstellung.
Fachbereichsleitung und Trainerteam
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt. Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Firmware- und Plattform-Security, Systemarchitektur, Endpoint Engineering, Incident Response und technische Revision |
| Voraussetzungen: | Grundkenntnisse in UEFI, Betriebssystemstart, Speicheradressierung und x86-Plattformarchitektur; erste CHIPSEC-Erfahrung ist hilfreich |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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