Seminar Airtest – Intensivseminar Testarchitektur, CI/CD und skalierter Betrieb

Das fünftägige Intensivseminar bündelt Frameworkdesign, Kommandozeilenbetrieb, Mehrgeräte-Tests, CI/CD, Gerätefarm, Reporting und Wartung.

Inhaltsverzeichnis

  1. Seminarprofil
  2. Lernziele
  3. Schrittweise Lernstrecke
  4. Praxisbausteine
  5. Zielgruppe und Voraussetzungen
  6. Didaktische Einordnung

Seminarprofil

Eine lokale Testsuite wird schrittweise in eine skalierbare Plattform überführt. Modulare Architektur, Custom Launcher, Testdatenverträge, parallele Runner, Geräteverwaltung, Qualitätsgates, Sicherheitsmaßnahmen und Betriebskennzahlen werden als zusammenhängendes System implementiert und unter Störungen geprüft.

Lernziele

  • eine skalierbare Airtest-Zielarchitektur entwerfen
  • Runner und Custom Launcher produktionsreif aufbauen
  • Mehrgeräte-Tests und Testdaten isolieren
  • CI/CD und Gerätefarm kontrolliert betreiben
  • Qualität, Security und Wartung organisatorisch verankern

Schrittweise Lernstrecke

1. Frameworkarchitektur und Plattformadapter

  1. Die Zielarchitektur trennt Testfälle, Domänenbibliothek, Plattformadapter, Konfiguration, Ausführung und Berichtserweiterung.
  2. Android-, iOS-, Windows-, Browser- und Engine-Details werden hinter klaren Adapter-Schnittstellen gekapselt.
  3. Kompatibilitätsmatrix, semantische Versionierung und Migrationshinweise schützen Testprojekte vor unerwarteten Änderungen.

2. Custom Launcher und zentrale Konfiguration

  1. Der Launcher übernimmt ausschließlich querschnittliche Aufgaben und vermeidet fachliche Testlogik oder versteckte Seiteneffekte.
  2. Zentrale Initialisierung setzt Logging, Suchpfade, Bildparameter, Laufmetadaten und kontrollierte Vorprüfungen.
  3. Lokale IDE-Ausführung und automatisierte Kommandozeilenausführung werden mit demselben Konfigurationsvertrag getestet.

3. Python-Testdesign und Wiederverwendung

  1. Tests, Screen-Objekte, Plattformadapter, Bildobjekte, Konfiguration und Testdaten werden in klar getrennte Module gegliedert.
  2. Globale Zustände und doppelte Klickfolgen werden durch explizite Parameter, Rückgabewerte und fachlich benannte Funktionen ersetzt.
  3. Unit- und Integrationstests sichern Hilfsbibliotheken ab, bevor reale Geräte in die Prüfung einbezogen werden.

4. Kommandozeile und reproduzierbare Ausführung

  1. Skriptpfad, Geräteangabe, Konfiguration, Logverzeichnis und Berichtspfad werden als stabiler Jobvertrag definiert.
  2. Exitcodes unterscheiden Testfehler, Infrastrukturproblem, Konfigurationsfehler und ungültigen Aufruf.
  3. Aufrufe werden in wiederverwendbaren Runnern gekapselt, damit lokale und automatisierte Ausführung denselben Vertrag nutzen.

5. Batch-, Mehrgeräte- und Parallelausführung

  1. Tests werden nach Ressourcen, Datenkonflikten, Plattform und Laufzeit in unabhängig ausführbare Einheiten zerlegt.
  2. Mehrere Geräte werden eindeutig registriert, reserviert und entweder kooperativ oder in getrennten Prozessen angesprochen.
  3. Parallelität wird schrittweise erhöht und anhand von Durchsatz, Stabilität, Wartezeit und Geräteauslastung bewertet.

6. Testdaten, Ausgangszustände und Bereinigung

  1. App-Version, Benutzerstatus, lokale Daten, Serverdaten, Berechtigungen und Geräteorientierung werden als Vorbedingungen beschrieben.
  2. Testkonten und Datensätze erhalten eindeutige Identitäten, Reservierungsregeln und konfliktfreie Nutzung bei parallelen Läufen.
  3. Vorbereitung und Bereinigung werden idempotent gestaltet und auch nach Fehler oder Abbruch zuverlässig ausgeführt.

7. CI/CD-Pipeline und Qualitätsentscheidungen

  1. Pipeline-Stufen trennen Paketierung, Umgebungscheck, Geräteprüfung, Testausführung, Bericht, Qualitätsentscheidung und Aufräumen.
  2. Testauswahl nach Änderung, Risiko, Plattform und Laufzeit wird als nachvollziehbare Regel implementiert.
  3. Qualitätsgates berücksichtigen Kritikalität, Plattformabdeckung, Infrastrukturstatus und bekannte Quarantänefälle.

8. Gerätefarm, Reservierung und Lebenszyklus

  1. Geräte werden inventarisiert, gruppiert und mit Zuständen für verfügbar, belegt, gestört und in Wartung geführt.
  2. Vor und nach jedem Lauf werden Verbindung, Speicher, App-Zustand, Orientierung, Energieversorgung und Bereinigung geprüft.
  3. Wartungsfenster, Betriebssystemänderungen, App-Verteilung und Austausch defekter Geräte erhalten klare Verantwortlichkeiten.

9. Logging, Berichte und Diagnoseartefakte

  1. Jeder Lauf erhält eine eindeutige Identität, die in Logpfad, Bericht, Screenshot und Zusatzartefakt wiederverwendet wird.
  2. Fachliche Kontrollpunkte und technische Zustandswechsel werden mit unterschiedlich kategorisierten Logeinträgen dokumentiert.
  3. Fehlerartefakte enthalten erwarteten Zustand, tatsächliche Beobachtung, letzten stabilen Schritt und relevante Geräte- oder UI-Daten.

10. Sicherheit und kontrollierter Betrieb

  1. Zugangsdaten, Signiermaterial, Gerätekennungen und sensible Testdaten werden außerhalb des Quellcodes geschützt bereitgestellt.
  2. Runner, Testbuilds und Gerätefarm erhalten minimale Berechtigungen und nachvollziehbare administrative Zugriffe.
  3. Instrumentierung wird ausschließlich in freigegebenen Testkonfigurationen aktiviert und gegen unerwünschten Netzwerkzugriff begrenzt.

11. Assertions und Qualitätsregeln

  1. Technische Vorprüfungen, fachliche Erwartungen und Diagnoseprüfungen erhalten unterschiedliche Assertionstypen.
  2. Fehlermeldungen enthalten Szenario, erwartetes Ergebnis, tatsächliche Beobachtung und relevante Kontextdaten.
  3. Eine Review-Checkliste prüft Testabsicht, Ausgangszustand, Synchronisation, Selektor, Bildobjekt und Bereinigung.

12. Stabilität, Flaky-Analyse und Wartung

  1. Tests werden wiederholt unter identischen und variierten Bedingungen ausgeführt, um Fehlerquote, Laufzeit und Muster zu bestimmen.
  2. Wiederholungen gelten nur für definierte technische Fehlerklassen und dürfen den ersten Fehlschlag nicht unsichtbar machen.
  3. Review, Quarantäne und Wartungsbacklog werden nach Geschäftskritikalität, Fehlerhäufigkeit und Wiederverwendungsgrad gesteuert.

13. Durchgängiges Praxisprojekt

  1. Ein repräsentativer Benutzerweg wird in Ausgangszustand, fachliche Schritte, Kontrollpunkte und Abschlusszustand zerlegt.
  2. Die Testsuite wird schrittweise implementiert, auf Varianten ausgeführt und durch absichtlich erzeugte Störungen geprüft.
  3. Ergebnisse werden anhand von Stabilität, Verständlichkeit, Laufzeit, Wartbarkeit und Diagnosequalität bewertet und verbessert.

Praxisbausteine

  1. Framework-Refactoring
  2. Unbeaufsichtigter Runner mit Exitcodes
  3. Parallele Gerätejobs
  4. Pipeline mit Gate und Artefakten
  5. Betriebsübung mit Geräte- und Infrastrukturfehlern

Zielgruppe und Voraussetzungen

Zielgruppe: Testarchitekten, QA Leads, DevOps Engineers, Plattformbetreiber und Senior Testautomatisierer.

Voraussetzungen: Sichere Airtest- und Python-Kenntnisse; Erfahrung mit CI/CD, Testarchitektur oder Infrastrukturautomatisierung.

Didaktische Einordnung

Fünf Tage sind als Obergrenze notwendig, um die vollständige Skalierungsstrecke von Architektur und Launcher bis zu Parallelbetrieb, Gerätefarm, Governance, Security und Wartung praktisch zu verbinden.

Kurze Fachimpulse werden unmittelbar durch Demonstrationen, geführte Umsetzungsschritte, eigenständige Übungen und kontrollierte Fehlerfälle vertieft. Jeder Praxisblock verwendet definierte Ausgangszustände, überprüfbare Zwischenergebnisse und dokumentierte Diagnoseinformationen.

Fachbereichsleitung und Trainerteam

Seminardetails

   
Dauer: 5 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 2.995 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 8.500 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: Testarchitekten, QA Leads, DevOps Engineers, Plattformbetreiber und Senior Testautomatisierer
Voraussetzungen: Sichere Airtest- und Python-Kenntnisse; Erfahrung mit CI/CD, Testarchitektur oder Infrastrukturautomatisierung
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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Seminar Startdatum Enddatum Ort Dauer
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