Seminar Airtest – Automatisierung von Windows-Anwendungen

Das Seminar entwickelt bildgestützte Windows-Tests mit kontrollierter Fensteranbindung, Eingabesimulation, Assertions und wiederholbarer Diagnose.

Inhaltsverzeichnis

  1. Seminarprofil
  2. Lernziele
  3. Schrittweise Lernstrecke
  4. Praxisbausteine
  5. Zielgruppe und Voraussetzungen
  6. Didaktische Einordnung

Seminarprofil

Windows-Oberflächen besitzen häufig keine einheitlich zugängliche Elementhierarchie. Der Schwerpunkt liegt daher auf Fensteridentifikation, Bildvorlagen, relativen Positionen, Maus- und Tastaturaktionen sowie DPI- und Mehrschirmvarianten. Eine kleine Testsuite zeigt, wie Desktop-Abläufe wartbar strukturiert werden.

Lernziele

  • Windows-Anwendungen reproduzierbar verbinden
  • Bildvorlagen und Koordinaten stabil gestalten
  • Maus-, Tastatur- und Zwischenablageaktionen einsetzen
  • DPI-Skalierung und Dialoge berücksichtigen
  • Desktop-Tests strukturiert protokollieren

Schrittweise Lernstrecke

1. Arbeitsumgebung und Projektstart

  1. Systemvoraussetzungen, Schreibrechte, Projektpfade und notwendige Laufzeitkomponenten werden vor der Installation geprüft.
  2. AirtestIDE und eine lokale Python-Umgebung werden hinsichtlich Zweck, Abhängigkeiten und reproduzierbarer Nutzung getrennt eingerichtet.
  3. Ein Selbsttest validiert Codeausführung, Bildaufnahme, Logverzeichnis, Berichtsfunktion und Zugriff auf das Zielsystem.

2. Windows-Fenster und Desktop-Interaktionen

  1. Anwendungsversion, Startparameter, Benutzerprofil, Fensterbezug, Bildschirmkonfiguration und DPI-Skalierung werden dokumentiert.
  2. Maus-, Tastatur- und Zwischenablageaktionen werden mit Fokus-, Sichtbarkeits- und Dialogprüfungen verbunden.
  3. Fensterbewegung, Größenänderung und Mehrschirmbetrieb werden durch relative Anker und kontrollierte Ausgangszustände beherrscht.

3. Geräte- und Anwendungsverbindung

  1. Zielsysteme werden mit einer festen Diagnosefolge aus Treiber-, Port-, Berechtigungs-, Prozess- und Netzprüfungen verbunden.
  2. Sitzungsaufbau, Anwendungsstart, Statusprüfung und kontrolliertes Beenden werden in wiederverwendbare Hilfsfunktionen überführt.
  3. Verbindungsabbrüche werden protokolliert und nur unter klaren Bedingungen automatisch wiederhergestellt.

4. Bildbasierte Interaktionen und stabile Vorlagen

  1. Bildvorlagen werden auf eindeutige, statische Merkmale begrenzt und von dynamischen Texten, Animationen oder Dekorationen getrennt.
  2. Zielposition, Erkennungsschwelle, Referenzauflösung und erwarteter Kontext werden direkt am Bildobjekt dokumentiert.
  3. Touch, Wischen, Texteingabe, Warten und Assertions werden zu nachvollziehbaren Benutzerwegen mit überprüfbaren Nachzuständen kombiniert.

5. Synchronisation und Zustandsübergänge

  1. Pauschale Pausen werden soweit möglich durch Sichtbarkeits-, Verschwinde-, Eigenschafts- oder Stabilitätsbedingungen ersetzt.
  2. Timeouts werden nach Prozessstufe differenziert und mit einer diagnostisch verwertbaren Fehlerbeschreibung verbunden.
  3. Animationen, Ladephasen und asynchrone Vorgänge erhalten definierte Eintritts- und Austrittskriterien.

6. Python-Testdesign und Wiederverwendung

  1. Tests, Screen-Objekte, Plattformadapter, Bildobjekte, Konfiguration und Testdaten werden in klar getrennte Module gegliedert.
  2. Globale Zustände und doppelte Klickfolgen werden durch explizite Parameter, Rückgabewerte und fachlich benannte Funktionen ersetzt.
  3. Unit- und Integrationstests sichern Hilfsbibliotheken ab, bevor reale Geräte in die Prüfung einbezogen werden.

7. Logging, Berichte und Diagnoseartefakte

  1. Jeder Lauf erhält eine eindeutige Identität, die in Logpfad, Bericht, Screenshot und Zusatzartefakt wiederverwendet wird.
  2. Fachliche Kontrollpunkte und technische Zustandswechsel werden mit unterschiedlich kategorisierten Logeinträgen dokumentiert.
  3. Fehlerartefakte enthalten erwarteten Zustand, tatsächliche Beobachtung, letzten stabilen Schritt und relevante Geräte- oder UI-Daten.

8. Durchgängiges Praxisprojekt

  1. Ein repräsentativer Benutzerweg wird in Ausgangszustand, fachliche Schritte, Kontrollpunkte und Abschlusszustand zerlegt.
  2. Die Testsuite wird schrittweise implementiert, auf Varianten ausgeführt und durch absichtlich erzeugte Störungen geprüft.
  3. Ergebnisse werden anhand von Stabilität, Verständlichkeit, Laufzeit, Wartbarkeit und Diagnosequalität bewertet und verbessert.

Praxisbausteine

  1. Fensterverbindung und reproduzierbarer Start
  2. Bildvergleich bei mehreren DPI-Konfigurationen
  3. Desktop-Test mit Maus und Tastatur
  4. Diagnose bei Fokusverlust und modalen Dialogen

Zielgruppe und Voraussetzungen

Zielgruppe: QA Engineers, Desktop-Tester, Windows-Entwickler, Testautomatisierer und Supportteams.

Voraussetzungen: Python- und Testgrundlagen; Zugriff auf eine Windows-Testumgebung und die Zielanwendung.

Didaktische Einordnung

Zwei Tage reichen aus, weil die Windows-spezifische Lernstrecke klar auf Fensterbezug, Bild- und Eingabeautomation, Stabilisierung und einen vollständigen Praxisfall begrenzt ist.

Kurze Fachimpulse werden unmittelbar durch Demonstrationen, geführte Umsetzungsschritte, eigenständige Übungen und kontrollierte Fehlerfälle vertieft. Jeder Praxisblock verwendet definierte Ausgangszustände, überprüfbare Zwischenergebnisse und dokumentierte Diagnoseinformationen.

Fachbereichsleitung und Trainerteam

Seminardetails

   
Dauer: 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: QA Engineers, Desktop-Tester, Windows-Entwickler, Testautomatisierer und Supportteams
Voraussetzungen: Python- und Testgrundlagen; Zugriff auf eine Windows-Testumgebung und die Zielanwendung
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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