Seminar / Training
X-CUBE-SBSFU bleibt für zahlreiche etablierte STM32-Produkte und laufende Feldinstallationen relevant. Die Integration erfordert jedoch ein genaues Verständnis der Paketmodule, des Secure-Engine-Vertrauensbereichs, der Linker- und Slotkonfiguration, des Imageformats und der Schutzmaßnahmen. Das Seminar führt von einem unveränderten Beispiel zu einem portierten Produktprojekt.
Inhaltsübersicht
- Zielsetzung
- Zielgruppe
- Voraussetzungen
- Seminarinhalte
- Praxisübungen
- Methodik
Zielsetzung
- Architektur, Module und Vertrauensgrenzen von X-CUBE-SBSFU sicher verstehen
- Board, Flashlayout, Secure Engine, Anwendung und Downloadpfad kontrolliert portieren
- Schlüssel, Imageformat, Versionsprüfung und Schutzmaßnahmen produktionsnah konfigurieren
- Update-, Recovery- und Fehlerfälle mit nachvollziehbarer Diagnose verifizieren
Zielgruppe
Erfahrene STM32-Entwickler, Bootloader-Teams, Maintainer bestehender SBSFU-Produkte, Security-Architekten und technische Qualitätssicherung.
Voraussetzungen
Sehr gute Embedded-C- und STM32-Kenntnisse, Erfahrung mit Linkerskripten, Flash-Programmierung, Debugging und einer STM32Cube-Toolchain. Kryptografische Grundlagen werden vorausgesetzt.
Seminarinhalte
- Schritt 1: Referenzpaket und Zielplattform abgleichen
Unterstützte Serie, Boardbeispiel, Toolchain, Middleware, Kryptobibliothek, Speichergröße und Updatekanal werden dem Produktprojekt gegenübergestellt.
- Schritt 2: Paketarchitektur analysieren
Secure Boot und Update-Funktionen, Secure Engine, Loader oder Downloadpfad, User Application, Image-Werkzeuge und Konfigurationsdateien werden mit ihren Vertrauensgrenzen zugeordnet.
- Schritt 3: Unverändertes Beispiel reproduzieren
Build, initiale Programmierung, signiertes Update, erfolgreicher Start und erwartete Logs werden als Referenzzustand dokumentiert.
- Schritt 4: Flashlayout dimensionieren
Boot- und Secure-Engine-Bereich, aktive Anwendung, Downloadslot, Swap- oder Installationsbereiche, Statusdaten, Recovery und optionale externe Speicher werden angepasst.
- Schritt 5: Linker- und Scatterdateien anpassen
Startadressen, reservierte Bereiche, Vektortabelle, Header, Stack, Heap und Secure-Engine-Grenzen werden zwischen Bootprojekt und Anwendung konsistent gehalten.
- Schritt 6: Board-Support portieren
Takt, GPIO, Flashzugriff, Watchdog, Entropiequelle, Kommunikationsschnittstelle, Resetursache und Debugausgabe werden an die Zielhardware angepasst.
- Schritt 7: Secure Engine integrieren
Kryptografische Operationen, Schlüsselzugriff, isolierte Funktionen, Fehlercodes und Schutzgrenzen werden geprüft, ohne geheime Produktionsschlüssel in den normalen Anwendungscode zu übernehmen.
- Schritt 8: Kryptografisches Schema konfigurieren
Authentisierung, Integrität, optionale Verschlüsselung, Schlüsselmaterial, Firmware-Header und Versionsregeln werden auf das Produktbedrohungsmodell abgestimmt.
- Schritt 9: Anwendung migrieren
Linkeradresse, Startcode, Interruptvektoren, Peripheriezustand, Update-Trigger, Downloadschnittstelle und Übergabeparameter werden in die Produktanwendung übernommen.
- Schritt 10: Image-Erzeugung automatisieren
Post-build-Schritte, Schlüsselreferenzen, Headerparameter, Version, Slotgrenze und Ausgabedateien werden reproduzierbar in Build und Release eingebunden.
- Schritt 11: Updatekanal integrieren
Das signierte Paket wird über den vorgesehenen Loader oder die Anwendung in den Downloadbereich geschrieben und anschließend durch den geschützten Bootpfad verarbeitet.
- Schritt 12: Hardware-Schutz aktivieren
Write Protection, Readout Protection, MPU oder TrustZone-Funktionen, Bootkonfiguration und Debugstrategie werden in einer geprüften Reihenfolge gesetzt.
- Schritt 13: Versions- und Recoveryfälle testen
Gültiges Update, falscher Schlüssel, beschädigtes Paket, ältere Version, unterbrochener Download, Reset während Installation und fehlende Anwendung werden getestet.
- Schritt 14: Bootzeit und Speicherbedarf optimieren
Hash- und Signaturzeit, Flashzugriffe, Logausgabe, Stackbedarf, Slotgröße und externe Speicherperformance werden gemessen und gegen Sicherheitsanforderungen abgewogen.
- Schritt 15: Wartungs- und Migrationspfad festlegen
Patchstrategie, Schlüsselrotation, Toolchainpflege, Supportgrenzen und eine spätere Migration zu MCUboot/OEMiRoT werden in die Produktplanung aufgenommen.
Praxisübungen
- Aufbau und Dokumentation eines unveränderten X-CUBE-SBSFU-Referenzablaufs
- Portierung von Flashlayout, Linkerdateien und Board-Support auf ein Zielprojekt
- Integration einer eigenen Anwendung und automatisierter Image-Erzeugung
- Durchführung gültiger und manipulierter Firmware-Updates
- Aktivierung ausgewählter Schutzmaßnahmen mit Recovery-Check
Methodik
Die Portierung erfolgt strikt inkrementell: zuerst Referenz, dann Speicherlayout, Board-Support, Secure Engine, Anwendung und Updatekanal. Nach jedem Schritt wird ein bekannter Positiv- und Negativfall ausgeführt, damit Fehler nicht über mehrere Schichten kumulieren.
Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de -

Paul Goldschmidt
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: paul.goldschmidt@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 4 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 2.396 zzgl. MwSt. Inhaus: € 6.800 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Erfahrene STM32-Entwickler, Bootloader-Teams, Maintainer bestehender SBSFU-Produkte, Security-Architekten und technische Qualitätssicherung. |
| Voraussetzungen: | Sehr gute Embedded-C- und STM32-Kenntnisse, Erfahrung mit Linkerskripten, Flash-Programmierung, Debugging und einer STM32Cube-Toolchain. Kryptografische Grundlagen werden vorausgesetzt. |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Fachvortrag, Architekturanalyse, Demonstrationen, praktische Übungen am STM32-Zielsystem, Review von Konfigurationen und Testfällen |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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