Unterschiedliche Schreibweisen, unvollständige Versionen und widersprüchliche Herstellerangaben machen Rohdaten für Steuerungs- und Compliance-Aufgaben unzuverlässig. Das Seminar zeigt einen nachvollziehbaren Weg von der Dateneingangskontrolle bis zur freigegebenen, angereicherten Produktidentität.
Inhaltsverzeichnis
- Zielsetzung
- Zielgruppe
- Voraussetzungen
- Seminarinhalte
- Praxisaufgaben
- Arbeitsweise
Zielsetzung
Nach Abschluss des Seminars sind folgende Aufgaben methodisch und technisch bearbeitbar:
- Rohdatenprobleme systematisch klassifizieren.
- Normalisierungs- und Matchinglogik nachvollziehen und prüfen.
- Technology-Catalog-Informationen kontrolliert einsetzen.
- Unbekannte Einträge, Dubletten und Ausnahmen bearbeiten.
- Qualitätskennzahlen und Review-Prozesse etablieren.
Zielgruppe
Datenverantwortliche, IT-Asset-Manager, Software-Asset-Manager, Security-Analysten und Plattformadministratoren.
Voraussetzungen
Grundkenntnisse in Inventarisierung und Softwareerkennung; Zugriff auf repräsentative Rohdaten ist hilfreich.
Seminarinhalte
1. Rohdatenprofil und Qualitätsdimensionen
Zunächst wird sichtbar gemacht, welche Fehlerarten im Datenbestand tatsächlich vorkommen.
- Schritt 1: Datenquellen, Aktualität und Umfang erfassen.
- Schritt 2: Vollständigkeit, Eindeutigkeit, Konsistenz und Plausibilität messen.
- Schritt 3: Typische Varianten bei Hersteller, Produkt, Edition und Version gruppieren.
- Schritt 4: Priorisierte Fehlerklassen und Zielqualität festlegen.
2. Normalisierungsmodell
Rohbezeichnungen werden einer stabilen Produktidentität zugeordnet.
- Schritt 1: Originalwert und normalisierte Zielstruktur gegenüberstellen.
- Schritt 2: Hersteller, Produktfamilie, Produkt, Edition und Version trennen.
- Schritt 3: Alias- und Variantenregeln anwenden.
- Schritt 4: Ergebnis anhand repräsentativer Stichproben validieren.
3. Technology Catalog und Anreicherung
Zusätzliche Technologiemerkmale werden mit Herkunft und Zweck eingebunden.
- Schritt 1: Benötigte Kataloginformationen für Asset-, Security- oder Lizenzprozess festlegen.
- Schritt 2: Produktidentität mit Katalogeintrag abgleichen.
- Schritt 3: Lebenszyklus-, Klassifikations- und Herstellerinformationen prüfen.
- Schritt 4: Angereicherte Felder für nachgelagerte Auswertungen freigeben.
4. Unbekannte Einträge und Ausnahmen
Nicht automatisch zugeordnete Daten erhalten einen geregelten Bearbeitungsweg.
- Schritt 1: Unbekannte Einträge nach Häufigkeit und Risiko priorisieren.
- Schritt 2: Fehlende Kontextinformationen aus Inventar oder Quelle ergänzen.
- Schritt 3: Manuelle Zuordnung mit Begründung und Gültigkeitsbereich erfassen.
- Schritt 4: Wiederkehrende Ausnahme in eine dauerhafte Regel überführen.
5. Dubletten und Konflikte
Mehrfachidentitäten und widersprüchliche Zuordnungen werden kontrolliert bereinigt.
- Schritt 1: Dublettenverdacht über Schlüssel und Ähnlichkeit ermitteln.
- Schritt 2: Technisch unterschiedliche Produkte von Schreibvarianten trennen.
- Schritt 3: Bevorzugten Datensatz und Zusammenführungsregel bestimmen.
- Schritt 4: Auswirkungen auf Reports, Lizenzen und Security-Auswertungen prüfen.
6. Qualitätssteuerung und Freigabe
Datenqualität wird als laufender Prozess organisiert.
- Schritt 1: Qualitätskennzahlen und Grenzwerte definieren.
- Schritt 2: Arbeitsvorrat für unbekannte und konfliktbehaftete Datensätze aufbauen.
- Schritt 3: Vier-Augen-Prüfung für kritische Zuordnungen einführen.
- Schritt 4: Änderungen versionieren und regelmäßig nachmessen.
Praxisaufgaben
- Rohdatenprofil mit Fehlerklassen und Prioritäten erstellen.
- Produktvarianten normalisieren und mit Kataloginformationen anreichern.
- Review-Verfahren für unbekannte Software und Dubletten entwerfen.
Arbeitsweise
Fachliche Einordnung, Demonstrationen und angeleitete Übungen wechseln sich ab. Konfigurationen werden zunächst in einer begrenzten Testmenge aufgebaut, anschließend anhand messbarer Kriterien geprüft und erst danach in einen dokumentierten Betriebsablauf überführt.
Fachbereichsleitung und Ansprechpartner
-

Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt. Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Datenverantwortliche, IT-Asset-Manager, Software-Asset-Manager, Security-Analysten und Plattformadministratoren. |
| Voraussetzungen: | Grundkenntnisse in Inventarisierung und Softwareerkennung; Zugriff auf repräsentative Rohdaten ist hilfreich. |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
Die Ergebnissliste kann durch Anklicken der Überschrift neu sortiert werden.
