Seminar ProjectDiscovery Nuclei – Template-Entwicklung mit YAML, Matchern, Extraktoren und DSL

Seminar / Training

Eigene Templates bilden internes Wissen, wiederkehrende Fehlkonfigurationen und spezifische Prüfhypothesen ab. Damit daraus wartbare und vertrauenswürdige Prüfartefakte entstehen, verbindet das Seminar deklarative Modellierung mit strenger Nachweislogik, Testfällen, Review und kontrollierter Freigabe.

Inhaltsübersicht

  • Zielgruppe
  • Voraussetzungen
  • Lernziele
  • Seminarinhalte
  • Modul 1: Vom Prüfbedarf zur Template-Spezifikation
  • Modul 2: YAML-Struktur, Identität und Metadaten
  • Modul 3: Protokollauswahl und minimaler Request
  • Modul 4: Variablen, Konstanten und Helper-Funktionen
  • Modul 5: Matcher und logische Kombination
  • Modul 6: Extraktoren und interne Datenflüsse
  • Modul 7: DSL für komplexe Bedingungen
  • Modul 8: Mehrschrittlogik und sichere Zustandsänderung
  • Modul 9: Validierung, Regression und Review
  • Modul 10: Bibliothek, Versionierung und Freigabe
  • Praxisübungen
  • Methodik

Zielgruppe

  • Security Engineers und interne Template-Autorinnen und -Autoren
  • Application-, Cloud-, Netzwerk- und Product-Security-Teams
  • Pentest- und Vulnerability-Research-Fachkräfte mit autorisiertem Auftrag
  • DevSecOps-Teams für eigene automatisierte Prüfkataloge

Voraussetzungen

  • Nuclei-Grundkenntnisse und Erfahrung mit der Ausführung vorhandener Templates
  • Grundkenntnisse in YAML, regulären Ausdrücken und Netzwerkprotokollen
  • Verständnis technischer Schwachstellen- oder Fehlkonfigurationsnachweise
  • Laborziele mit dokumentiertem positiven und negativen Zustand

Lernziele

  • Nuclei-Template-Struktur und Metadaten konsistent gestalten
  • Passendes Protokoll und minimalen Prüfablauf auswählen
  • Variablen, Helper und dynamische Werte reproduzierbar einsetzen
  • Matcher, Extraktoren und DSL zu belastbarer Logik kombinieren
  • Fehlalarme, Seiteneffekte und unklare Zustände durch Tests reduzieren
  • Templates validieren, reviewen, versionieren und kontrolliert freigeben
  • Wiederverwendbare interne Template-Bibliotheken strukturieren

Seminarinhalte

Die Inhalte werden vom sicheren Aufbau einer Laborumgebung bis zur reproduzierbaren Anwendung in Entwicklungs-, Betriebs- und Sicherheitsprozessen erarbeitet. Jeder Themenblock verbindet fachliche Einordnung, Konfiguration, Ausführung, Auswertung und Qualitätssicherung.

1. Vom Prüfbedarf zur Template-Spezifikation

Ein Template beginnt mit einer überprüfbaren Hypothese. Zielzustand, Gegenbeispiel, minimaler Request und eindeutige Evidenz werden vor der Implementierung festgelegt.

Schritt-für-Schritt-Vorgehen

  1. Prüfbedarf und betroffene Zielklasse beschreiben
  2. Positiven und negativen Zustand mit erwarteten Signalen dokumentieren
  3. Minimal notwendige Interaktion und zulässige Seiteneffekte bestimmen
  4. Mögliche Fehlalarmquellen und technische Fehler erfassen
  5. Akzeptanzkriterien für ein freigabefähiges Template formulieren

2. YAML-Struktur, Identität und Metadaten

Eindeutige IDs, verständliche Namen, Klassifikation und Tags unterstützen Suche, Filterung und Governance. YAML bleibt lesbar und konsistent eingerückt.

Schritt-für-Schritt-Vorgehen

  1. Eindeutige Template-ID nach internem Namensschema vergeben
  2. Name und Beschreibung auf erkannten Zustand statt Prüfhandlung ausrichten
  3. Schweregrad, Tags und Klassifikation fachlich begründen
  4. Autorenschaft, Referenzfelder und Zusatzmetadaten nach interner Regel pflegen
  5. YAML-Struktur syntaktisch validieren und auf unnötige Felder prüfen

3. Protokollauswahl und minimaler Request

HTTP, DNS, Netzwerk, TLS, Datei, Headless, JavaScript oder Code lösen unterschiedliche Aufgaben. Das einfachste geeignete Protokoll reduziert Risiko und Wartung.

Schritt-für-Schritt-Vorgehen

  1. Benötigte Zielinteraktion und Antwortart klassifizieren
  2. Geeignete deklarative Protokolle vergleichen
  3. Einfachstes ausreichendes Protokoll auswählen
  4. Minimalen Request ohne überflüssige Header, Payloads oder Aktionen erstellen
  5. Tatsächliche Interaktion im Labor gegen die Spezifikation kontrollieren

4. Variablen, Konstanten und Helper-Funktionen

Werte werden nach Lebensdauer und Herkunft getrennt. Dynamische Marker dienen Nachweis und Korrelation, dürfen aber die Reproduzierbarkeit nicht unnötig erschweren.

Schritt-für-Schritt-Vorgehen

  1. Konstanten, Zielwerte, Benutzereingaben und dynamische Werte auflisten
  2. Wiederverwendbare Konstanten zentral definieren
  3. Helper für Kodierung, Hashing oder eindeutige Marker begründet auswählen
  4. Dynamischen Wert im Request und in der Auswertung konsistent referenzieren
  5. Grenzwerte, Sonderzeichen und leere Eingaben als Testfälle ergänzen

5. Matcher und logische Kombination

Matcher entscheiden über den Treffer. Mehrere unabhängige Signale und klare logische Verknüpfung erhöhen die Aussagekraft.

Schritt-für-Schritt-Vorgehen

  1. Primäres Nachweissignal aus der Spezifikation übernehmen
  2. Geeigneten Matcher-Typ für Status, Wort, Regex, Binärwert oder DSL wählen
  3. Matcher zunächst einzeln gegen alle Testzustände ausführen
  4. Unterstützendes Signal ergänzen und UND- oder ODER-Logik festlegen
  5. Ähnliche unverwundbare Antwort gezielt als Fehlalarmtest hinzufügen

6. Extraktoren und interne Datenflüsse

Extraktoren liefern sichtbare Evidenz oder interne Werte. Eindeutigkeit, Typ und Fehlerverhalten werden ausdrücklich geprüft.

Schritt-für-Schritt-Vorgehen

  1. Zu extrahierenden Wert und seine Verwendung festlegen
  2. Extraktortyp passend zu Header, Body, JSON, Regex oder Schlüssel-Wert-Struktur auswählen
  3. Trefferbereich begrenzen und Mehrfachtreffer behandeln
  4. Internen Wert in einem nachfolgenden Schritt verwenden
  5. Fehlende, manipulierte und unerwartet lange Werte testen

7. DSL für komplexe Bedingungen

DSL verbindet Antwortmerkmale, Variablen und Berechnungen. Lesbarkeit und Testbarkeit haben Vorrang vor möglichst kurzen Ausdrücken.

Schritt-für-Schritt-Vorgehen

  1. Komplexe Bedingung in einzelne Teilbedingungen zerlegen
  2. Jede Teilbedingung mit bekannten Antworten prüfen
  3. Variablen- und Funktionsnamen eindeutig verwenden
  4. Ausdruck schrittweise zu einer Gesamtbedingung zusammensetzen
  5. Grenzfälle für Länge, Zeit, Status und fehlende Werte ausführen

8. Mehrschrittlogik und sichere Zustandsänderung

Mehrere Requests sind nur dann sinnvoll, wenn der Datenfluss klar ist. Zustandsändernde Schritte erhalten Testobjekte und Bereinigung.

Schritt-für-Schritt-Vorgehen

  1. Ablauf mit Request-Reihenfolge und Datenübergaben skizzieren
  2. Vorbedingung und ersten Request implementieren
  3. Zwischenwert extrahieren und vor weiterer Nutzung validieren
  4. Nachweisrequest mit minimaler Zustandsänderung ausführen
  5. Testdaten und Sitzung am Ende kontrolliert zurücksetzen

9. Validierung, Regression und Review

Syntaxprüfung allein reicht nicht. Ein Template muss erwartete Treffer liefern, Negativfälle bestehen und unter Fehlerbedingungen verständlich reagieren.

Schritt-für-Schritt-Vorgehen

  1. Automatische Syntax- und Template-Validierung ausführen
  2. Positiven, negativen und technischen Fehlerfall testen
  3. Request-Anzahl, Laufzeit und mögliche Seiteneffekte messen
  4. Peer-Review mit Checkliste für Evidenz, Sicherheit, Metadaten und Lesbarkeit durchführen
  5. Regressionstest für jede fachliche Änderung wiederholen

10. Bibliothek, Versionierung und Freigabe

Interne Templates werden nach Zweck, Protokoll und Vertrauensstatus organisiert. Freigabe und Rücknahme bleiben nachvollziehbar.

Schritt-für-Schritt-Vorgehen

  1. Verzeichnis- und Tagging-Konzept für die interne Bibliothek festlegen
  2. Entwicklungs-, Review- und Freigabestatus abbilden
  3. Änderungen mit Version, Begründung und Testergebnis dokumentieren
  4. Freigegebene Artefakte gegen unbeabsichtigte Änderung schützen
  5. Veraltete oder fehlerhafte Templates sperren und aus Scanprofilen entfernen

Praxisübungen

  • Spezifikation eines internen Prüfbedarfs mit positivem und negativem Zustand
  • Aufbau eines vollständigen Templates mit konsistenten Metadaten
  • Entwicklung robuster Matcher und Extraktoren für mehrere Antwortvarianten
  • DSL-Bedingung mit Grenzfall- und Fehlalarmtests
  • Mehrschrittprüfung mit internem Wert und kontrollierter Bereinigung
  • Peer-Review, Regressionstest und Freigabe in einer strukturierten Template-Bibliothek

Methodik

  • Fachliche Einordnung mit kompakten Demonstrationen
  • Nachvollziehbare Schritt-für-Schritt-Übungen in einer isolierten Laborumgebung
  • Analyse typischer Fehlkonfigurationen, Fehlalarme und Betriebsrisiken
  • Übertragung der erarbeiteten Muster auf eigene technische und organisatorische Rahmenbedingungen

Fachbereichsleitung und Ansprechpersonen

Seminardetails

   
Dauer: 3 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage: 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 1.797 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 5.100 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: Security Engineers und interne Template-Autorinnen und -Autoren, Application-, Cloud-, Netzwerk- und Product-Security-Teams, Pentest- und Vulnerability-Research-Fachkräfte mit autorisiertem Auftrag, DevSecOps-Teams für eigene automatisierte Prüfkataloge
Voraussetzungen: Nuclei-Grundkenntnisse und Erfahrung mit der Ausführung vorhandener Templates; Grundkenntnisse in YAML, regulären Ausdrücken und Netzwerkprotokollen; Verständnis technischer Schwachstellen- oder Fehlkonfigurationsnachweise; Laborziele mit dokumentiertem positiven und negativen Zustand
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, angeleitete Schritt-für-Schritt-Übungen und selbstständige Laboraufgaben
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - alle Formate mit Live-Trainer, Webinar nur bei ausdrücklicher Beauftragung
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Digitale Dokumentation und Übungsunterlagen
Teilnahmezertifikat: ja
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen, wahlweise vegetarisch
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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Seminar Startdatum Enddatum Ort Dauer
Bremen 3 Tage
Berlin 3 Tage
Mainz 3 Tage
Erfurt 3 Tage
Darmstadt 3 Tage
Frankfurt 3 Tage
Paderborn 3 Tage
Essen 3 Tage
Konstanz 3 Tage
Freiburg 3 Tage
Potsdam 3 Tage
Flensburg 3 Tage
Leipzig 3 Tage
Hamm 3 Tage
Rostock 3 Tage
Hamburg 3 Tage
Luxemburg 3 Tage
Hannover 3 Tage
Stuttgart 3 Tage
Dresden 3 Tage
Madgeburg 3 Tage
Regensburg 3 Tage
Jena 3 Tage
Trier 3 Tage
München 3 Tage
Friedrichshafen 3 Tage
Kassel 3 Tage
Ulm 3 Tage
Münster 3 Tage
Nürnberg 3 Tage
Köln 3 Tage
Wuppertal 3 Tage
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