Seminar PowerDNS Authoritative Server – Hochverfügbarkeit und Katalogzonen

Kurzprofil

Hochverfügbarkeit umfasst mehr als zwei laufende Nameserver. Entscheidend sind eindeutige Schreibwege, konsistente Zonen, sichere Übertragungen, automatische Bereitstellung und ein getestetes Verhalten bei Netz-, Backend- und Standortausfällen.

Der Kurs vergleicht primäre und sekundäre Betriebsarten mit nativer Backend-Replikation und zeigt den Einsatz von Katalogzonen für größere Zonenbestände. Übungen bilden Normalbetrieb, Wartung und Störung vollständig ab.

Inhaltsübersicht

  1. Kurzprofil
  2. Zielgruppe
  3. Voraussetzungen
  4. Verfügbarkeitsziele und Fehlerdomänen
  5. Primär- und Sekundärbetrieb
  6. Native Backend-Replikation
  7. Automatische Sekundärbereitstellung
  8. Katalogzonen in größeren Umgebungen
  9. Standort- und Wartungsszenarien
  10. Überwachung und Kapazität
  11. Praxisübungen
  12. Methodik

Zielgruppe

DNS- und Netzwerkadministration, Datenbank- und Plattformbetrieb, Rechenzentrumsbetrieb sowie Architekturteams für hochverfügbare Namensdienste.

Voraussetzungen

Praktische Grundlagen des PowerDNS Authoritative Server, sichere DNS-Zonenkenntnisse und Verständnis von Replikation und IP-Netzen.

Seminarinhalte

Modul 1: Verfügbarkeitsziele und Fehlerdomänen

  1. Schritt 1: Dienst-, Daten- und Standortverfügbarkeit getrennt definieren.
  2. Schritt 2: Abhängigkeiten von Backend, Netzwerk, Zeitdienst und Schlüsselmaterial erfassen.
  3. Schritt 3: Ausfallbereiche und maximal tolerierbare Unterbrechungen bestimmen.
  4. Schritt 4: Messbare Wiederanlauf- und Datenverlustziele festlegen.

Modul 2: Primär- und Sekundärbetrieb

  1. Schritt 1: Benachrichtigung, vollständige Übertragung und inkrementelle Übertragung einrichten.
  2. Schritt 2: Zugriff auf Übertragungen nach Quelle und Signatur begrenzen.
  3. Schritt 3: Seriennummern und Aktualisierungszustand automatisiert prüfen.
  4. Schritt 4: Fehlerhafte Sekundärzustände kontrolliert neu synchronisieren.

Modul 3: Native Backend-Replikation

  1. Schritt 1: Schreibknoten und lesende DNS-Knoten eindeutig zuordnen.
  2. Schritt 2: Datenbankreplikation mit dem Verhalten des DNS-Dienstes abstimmen.
  3. Schritt 3: Verzögerung, Split-Brain und Rückstau erkennen.
  4. Schritt 4: Failover durchführen, ohne konkurrierende Schreibpfade zu erzeugen.

Modul 4: Automatische Sekundärbereitstellung

  1. Schritt 1: Voraussetzungen für automatische Aufnahme neuer Zonen festlegen.
  2. Schritt 2: Vertrauenswürdige Primärsysteme und Namensmuster begrenzen.
  3. Schritt 3: Eine neue Zone automatisiert provisionieren und kontrollieren.
  4. Schritt 4: Fehlprovisionierung und veraltete Zonen geordnet bereinigen.

Modul 5: Katalogzonen in größeren Umgebungen

  1. Schritt 1: Produzenten, Konsumenten und Mitgliedszonen modellieren.
  2. Schritt 2: Katalogzonen erstellen und mit Signaturen schützen.
  3. Schritt 3: Gruppen und Zuordnungen für mehrere Zielsysteme nutzen.
  4. Schritt 4: Änderungen, Löschungen und Primärwechsel kontrolliert verteilen.

Modul 6: Standort- und Wartungsszenarien

  1. Schritt 1: Geplante Wartung ohne Verlust der autoritativen Erreichbarkeit durchführen.
  2. Schritt 2: Netztrennung, Backend-Ausfall und vollständigen Standortausfall simulieren.
  3. Schritt 3: Dienst und Daten in definierter Reihenfolge wiederanlaufen lassen.
  4. Schritt 4: Nachsynchronisierung und Konsistenz vor Rückkehr in den Normalbetrieb prüfen.

Modul 7: Überwachung und Kapazität

  1. Schritt 1: Zonenalter, Transferfehler, Replikationsverzug und Antwortfähigkeit messen.
  2. Schritt 2: Alarmgrenzen nach betrieblichen Auswirkungen priorisieren.
  3. Schritt 3: Lastreserven für Wartungs- und Ausfallsituationen berechnen.
  4. Schritt 4: Regelmäßige Wiederanlauftests in den Betriebsplan aufnehmen.

Praxisübungen

  • Aufbau eines abgesicherten Primär-Sekundär-Verbunds
  • Vergleich von Zonenübertragung und nativer Datenreplikation
  • Automatische Bereitstellung einer neuen Sekundärzone
  • Erstellung und Verteilung einer Katalogzone
  • Simulation eines Standortausfalls mit kontrolliertem Wiederanlauf
  • Prüfung von Konsistenz und Nachsynchronisierung

Methodik

Die Laborumgebung besteht aus mehreren DNS- und Datenknoten. Änderungen werden zunächst im Normalbetrieb geprüft und anschließend unter gezielten Fehlerbedingungen wiederholt, damit Verhalten und Wiederanlauf belastbar dokumentiert werden können.

Fachbereichsleitung und Trainerteam

Seminardetails

   
Dauer: 3 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 1.797 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 5.100 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: DNS- und Netzwerkadministration, Datenbank- und Plattformbetrieb, Rechenzentrumsbetrieb sowie Architekturteams für hochverfügbare Namensdienste.
Voraussetzungen: Praktische Grundlagen des PowerDNS Authoritative Server, sichere DNS-Zonenkenntnisse und Verständnis von Replikation und IP-Netzen.
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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