Kurzprofil
Der Authoritative Server trennt die DNS-Logik von der eigentlichen Datenhaltung. Dieses Seminar macht die Konsequenzen dieser Architektur transparent und zeigt, wie Backend, Betriebsmodus, Änderungsweg und Hochverfügbarkeitsanforderung zusammenpassen.
Die Übungen konzentrieren sich auf BIND-kompatible Zonendateien, generische SQL-Backends und LMDB. Zusätzlich werden Kriterien für weitere Backends sowie Grenzen bei Schreibzugriff, Suche, DNSSEC und Replikation betrachtet.
Inhaltsübersicht
- Kurzprofil
- Zielgruppe
- Voraussetzungen
- Backend-Auswahl und Fähigkeitsmatrix
- BIND-Backend und Zonendateien
- Generische SQL-Backends
- LMDB als lokales Hochleistungsbackend
- Replikation und Konsistenz
- Sicherung, Wiederherstellung und Leistung
- Praxisübungen
- Methodik
Zielgruppe
DNS- und Datenbankadministration, Linux- und Plattformbetrieb, DevOps-Teams sowie Verantwortliche für Migration, Skalierung und Hochverfügbarkeit autoritativer DNS-Daten.
Voraussetzungen
Grundkenntnisse des PowerDNS Authoritative Server oder vergleichbare Erfahrung mit autoritativen DNS-Diensten. Für SQL-Übungen werden einfache Abfragen und grundlegende Datenbankbegriffe vorausgesetzt.
Seminarinhalte
Modul 1: Backend-Auswahl und Fähigkeitsmatrix
- Schritt 1: Anforderungen an Schreibzugriff, Replikation, Suche, DNSSEC und API erfassen.
- Schritt 2: BIND-, SQL- und LMDB-Backend anhand dieser Anforderungen vergleichen.
- Schritt 3: Ungeeignete Kombinationen frühzeitig erkennen.
- Schritt 4: Eine begründete Backend-Entscheidung für ein Beispielszenario treffen.
Modul 2: BIND-Backend und Zonendateien
- Schritt 1: Verzeichnisstruktur und Zonenzuordnung sauber aufbauen.
- Schritt 2: Zonendateien importieren, laden und syntaktisch prüfen.
- Schritt 3: Änderungs- und Seriennummernverfahren festlegen.
- Schritt 4: Grenzen bei dynamischen Änderungen und zentraler Verwaltung bewerten.
Modul 3: Generische SQL-Backends
- Schritt 1: Datenbankschema und Beziehungen zwischen Zonen, Einträgen und Metadaten nachvollziehen.
- Schritt 2: Verbindung, Benutzerrechte und verschlüsselte Zugangsdaten konfigurieren.
- Schritt 3: Zonendaten konsistent importieren und mit Serverwerkzeugen prüfen.
- Schritt 4: Transaktionen, Indizes und Fehlerbehandlung in den Betriebsprozess aufnehmen.
Modul 4: LMDB als lokales Hochleistungsbackend
- Schritt 1: Einsatzprofil, Dateistruktur und Schemaanforderungen einordnen.
- Schritt 2: Datenbank initialisieren und Zonen kontrolliert übernehmen.
- Schritt 3: Schreibpfade, Sperren und Wiederanlaufverhalten testen.
- Schritt 4: Sicherung und Replikationsoptionen passend zum Betriebsmodell wählen.
Modul 5: Replikation und Konsistenz
- Schritt 1: DNS-Zonenübertragung und native Datenbankreplikation gegenüberstellen.
- Schritt 2: Schreibverantwortung und Konfliktvermeidung eindeutig festlegen.
- Schritt 3: Replikationsverzug und inkonsistente Datensätze messbar machen.
- Schritt 4: Ein Wiederanlaufverfahren nach Backend- oder Standortausfall durchführen.
Modul 6: Sicherung, Wiederherstellung und Leistung
- Schritt 1: Konsistente Sicherungspunkte für jedes Backend definieren.
- Schritt 2: Wiederherstellung mit Zonenprüfung und Abfragetest abschließen.
- Schritt 3: Datenbankwartezeiten, Cachewirkung und Servermetriken gemeinsam auswerten.
- Schritt 4: Optimierungen einzeln einführen und anhand reproduzierbarer Last prüfen.
Praxisübungen
- Vergleichende Backend-Auswahl für drei Betriebsszenarien
- Import einer Zonensammlung in BIND- und SQL-Datenhaltung
- Einrichtung eines SQL-Backends mit minimalen Rechten
- Aufbau und Prüfung einer LMDB-basierten Instanz
- Konsistenzprüfung nach simuliertem Replikationsfehler
- Sicherung und Wiederherstellung mit anschließender Zonenvalidierung
Methodik
Die Datenhaltung wird nicht isoliert, sondern stets zusammen mit Betriebsmodus, Änderungsweg und Wiederherstellung betrachtet. Vergleichstabellen, Laboraufgaben und Fehlerfälle führen zu einer belastbaren Backend-Entscheidung.
Fachbereichsleitung und Trainerteam
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weiterer Tag 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt. Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | DNS- und Datenbankadministration, Linux- und Plattformbetrieb, DevOps-Teams sowie Verantwortliche für Migration, Skalierung und Hochverfügbarkeit autoritativer DNS-Daten. |
| Voraussetzungen: | Grundkenntnisse des PowerDNS Authoritative Server oder vergleichbare Erfahrung mit autoritativen DNS-Diensten. Für SQL-Übungen werden einfache Abfragen und grundlegende Datenbankbegriffe vorausgesetzt. |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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