Seminar / Training
Automatisierte Sicherheitsprüfungen entfalten ihren Nutzen erst durch kontrollierte Ziele, passende Prüftiefe, reproduzierbare Ausführung und belastbare Nachprüfung. Das Seminar entwickelt einen sicheren Arbeitsprozess für wiederkehrende Pentest- und DAST-nahe Prüfungen.
Der Schwerpunkt liegt auf Zielabgrenzung, Auswahl geeigneter Engines, sicheren Scanparametern, Testfenstern, Finding-Normalisierung, manueller Plausibilisierung, Wiederholungsprüfung und der Übergabe in Remediation.
Inhaltsübersicht
- Zielbild und Lernziele
- Planung und Vorbereitung
- Konfiguration und Umsetzung
- Praxisstrecke
- Betrieb und Qualitätssicherung
- Organisatorische Verankerung
Zielbild und Lernziele
Die Inhalte verbinden fachliche Einordnung, technische Umsetzung und nachvollziehbare Kontrollen. Nach Abschluss lassen sich die behandelten Aufgaben strukturiert planen, im Laborsystem ausführen und für den späteren Betrieb dokumentieren.
- Passive, schonende und eingriffsintensive Prüfungen risikogerecht unterscheiden
- Freigegebene Assets und Testgrenzen in belastbare Scanprofile übersetzen
- Engine-Auswahl und Parameter nach Zieltyp und Schutzbedarf festlegen
- Laufzeit, Parallelität und Abbruchbedingungen kontrollieren
- Findings normalisieren, plausibilisieren und nach Exposition priorisieren
- Nachprüfungen nach Korrekturen reproduzierbar ausführen
- Prüfnachweise für Betrieb, Entwicklung und Sicherheitssteuerung bereitstellen
Planung und Vorbereitung
Vor jeder Änderung werden Ziel, Geltungsbereich, Abhängigkeiten und Prüfkriterien festgelegt. Dadurch bleibt die Umsetzung reproduzierbar und kann ohne unkontrollierte Auswirkungen auf produktive Systeme vorbereitet werden.
- Testziele, ausgeschlossene Funktionen und erlaubte Prüftechniken dokumentieren
- Geschäftskritische Zeiträume, Lastgrenzen und Notfallkontakte festlegen
- Assets nach Webanwendung, API, Dienst und Infrastrukturkomponente gruppieren
- Scanprofile mit abgestufter Prüftiefe und klaren Abbruchkriterien entwerfen
- Berechtigungen und gegebenenfalls Testkonten getrennt vom Scanprofil verwalten
- Erfolgskriterien für Erstprüfung, Plausibilisierung und Nachprüfung definieren
Konfiguration und Umsetzung
Die Konfiguration wird schrittweise aufgebaut. Jeder Arbeitsschritt endet mit einer technischen Kontrolle, bevor der nächste Baustein ergänzt wird.
- Geeignete Engines registrieren und deren Bereitschaft sowie Kapazität prüfen
- Scan-Definitionen mit eindeutigem Zweck, Assetset und Parameterprofil anlegen
- Passive oder schonende Vorprüfung ausführen und Zielerreichbarkeit bewerten
- Freigegebene vertiefte Prüfung mit begrenzter Parallelität starten
- Status, Laufzeit, Fehlermeldungen und Engine-Auslastung überwachen
- Findings aus mehreren Quellen normalisieren und offensichtliche Dubletten zusammenführen
- Plausibilitätsprüfung anhand technischer Evidenz und erreichbarer Angriffswege durchführen
- Nachprüfung für korrigierte Befunde mit unverändert dokumentiertem Profil vorbereiten
Praxisstrecke
Die Übung bildet einen zusammenhängenden Arbeitsauftrag ab. Ausgangslage, Zielzustand, Durchführung und Prüfnachweise werden in einem Arbeitsprotokoll festgehalten.
Arbeitsauftrag
- Eine Beispielanwendung und eine API als getrennte Zielgruppen modellieren
- Für jede Zielgruppe ein abgestuftes Prüfprofil mit Ausschlüssen erstellen
- Vorprüfung starten und nicht erreichbare oder falsch klassifizierte Ziele bereinigen
- Vertiefte Prüfung kontrolliert ausführen und Laufparameter protokollieren
- Findings nach Asset, Angriffsweg, Schwere und Verlässlichkeit gruppieren
- Zwei Befunde manuell plausibilisieren und einen Fehlalarm begründet zurückstellen
- Eine Korrektur simulieren und eine fokussierte Nachprüfung starten
- Erst- und Nachprüfung in einem prüfbaren Verlauf gegenüberstellen
Kontrollpunkte
- Ziele und Prüftechniken entsprechen der dokumentierten Freigabe
- Abbruch und Begrenzung funktionieren ohne manuelle Datenkorrektur
- Nicht erreichbare Ziele werden nicht als fehlerfrei bewertet
- Dubletten bleiben auf ihre ursprünglichen Scanläufe zurückführbar
- Nachprüfungen verwenden nachvollziehbar gleiche oder bewusst geänderte Parameter
- Technische Evidenz enthält keine unnötigen Geheimnisse oder personenbezogenen Daten
Betrieb und Qualitätssicherung
Für einen belastbaren Betrieb werden technische Funktionskontrollen mit organisatorischen Prüfungen verbunden. Abweichungen werden klassifiziert, priorisiert und mit einem nachvollziehbaren Korrekturschritt versehen.
- Scanprofile gegen Testgrenzen und Schutzbedarf rezertifizieren
- Engine-Fehler, unvollständige Läufe und Zeitüberschreitungen separat auswerten
- Plausibilisierungsquote und Fehlalarmrate je Prüftyp messen
- Wiederholungsläufe auf Stabilität und unbeabsichtigte Lastspitzen prüfen
- Nachprüfungsfristen mit Remediationpriorität verbinden
- Prüfprofile versionieren und Änderungen freigeben
Organisatorische Verankerung
Die erarbeiteten Konfigurationen werden in Rollen, Betriebsaufgaben und wiederkehrende Kontrollen überführt. Dadurch entsteht ein dauerhaft nutzbares Vorgehensmodell statt einer einmaligen Laborkonfiguration.
- Verbindliche Testfreigabe und Zielabgrenzung
- Getrennte Verantwortlichkeiten für Scanbetrieb, Befundbewertung und Korrektur
- Abgestufte Prüftiefe für kritische und empfindliche Systeme
- Nachprüfungsprozess mit dokumentierter Entscheidung
- Kennzahlen für Abdeckung, erfolgreiche Läufe, Fehlalarme und bestätigte Korrekturen
Fachbereichsleitung / Trainerleitung / Ansprechpersonen
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de -

Paul Goldschmidt
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: paul.goldschmidt@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 3 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage: 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.797 zzgl. MwSt. Inhaus: € 5.100 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmendenzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmende: | Security Testing, AppSec, EASM, SOC, Plattformbetrieb und technische Anwendungsverantwortung |
| Voraussetzungen: | Grundkenntnisse zu Webanwendungen, APIs, Schwachstellenmanagement und Patrowl-Assets sowie Scan-Definitionen |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Fachvortrag, Demonstrationen, geführte Konfiguration, praktische Übungen am System und strukturierte Kontrollaufgaben |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop – Seminare mit Trainer vor Ort; Webinar nur bei ausdrücklicher Buchung |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmenden |
| Sprache: | Deutsch – bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen, wahlweise vegetarisch |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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