Seminar / Training
Unbekannte oder vergessene Internetressourcen vergrößern die Angriffsfläche, ohne in klassischen Inventaren sichtbar zu sein. Das Seminar entwickelt einen kontrollierten Discovery-Prozess von Startpunkten über technische Validierung bis zur fachlichen Eigentümerklärung.
Die Inhalte verbinden Domain-, DNS-, Zertifikats-, IP-, Dienst- und Technologiebeobachtungen mit Assetvalidierung, Shadow-IT-Klassifizierung, Priorisierung und Übergabe in geregelte Prüf- und Remediationprozesse.
Inhaltsübersicht
- Zielbild und Lernziele
- Planung und Vorbereitung
- Konfiguration und Umsetzung
- Praxisstrecke
- Betrieb und Qualitätssicherung
- Organisatorische Verankerung
Zielbild und Lernziele
Die Inhalte verbinden fachliche Einordnung, technische Umsetzung und nachvollziehbare Kontrollen. Nach Abschluss lassen sich die behandelten Aufgaben strukturiert planen, im Laborsystem ausführen und für den späteren Betrieb dokumentieren.
- Startpunkte und zulässige Discovery-Grenzen fachlich und technisch definieren
- Entdeckte Domains, Subdomains, IP-Adressen, Dienste und APIs validieren
- Technologie- und Expositionsmerkmale mit Geschäftskontext verbinden
- Shadow IT von bekannten, fremden und falsch zugeordneten Ressourcen trennen
- Discovery-Ergebnisse deduplizieren und in das bestätigte Inventar überführen
- Risikobasierte Folgeprüfungen aus Exposition und Kritikalität ableiten
- Wiederkehrende Discovery-Läufe mit Qualitäts- und Änderungskennzahlen steuern
Planung und Vorbereitung
Vor jeder Änderung werden Ziel, Geltungsbereich, Abhängigkeiten und Prüfkriterien festgelegt. Dadurch bleibt die Umsetzung reproduzierbar und kann ohne unkontrollierte Auswirkungen auf produktive Systeme vorbereitet werden.
- Geschäftsmarken, Domains, Netzbereiche und weitere zulässige Startpunkte erfassen
- Rechtliche, organisatorische und technische Scanbegrenzungen dokumentieren
- Kriterien für bestätigt, wahrscheinlich zugehörig, fremd und ungeklärt festlegen
- Verantwortliche Stellen für Eigentümerklärung und Freigabe benennen
- Zeitfenster, Lastgrenzen und Eskalationsregeln für aktive Prüfungen definieren
- Nachweise für Entdeckung, Validierung und Entscheidung strukturell vorbereiten
Konfiguration und Umsetzung
Die Konfiguration wird schrittweise aufgebaut. Jeder Arbeitsschritt endet mit einer technischen Kontrolle, bevor der nächste Baustein ergänzt wird.
- Eine Discovery-Definition aus freigegebenen Startpunkten aufbauen
- Ergebnisse nach Domains, Subdomains, IP-Adressen, Diensten, APIs und Cloudmerkmalen gruppieren
- Technische Erreichbarkeit und Zuordnung mit mehreren unabhängigen Merkmalen prüfen
- Dubletten und Weiterleitungen normalisieren, ohne ursprüngliche Beobachtungen zu verlieren
- Verdächtige oder unbekannte Ressourcen in einen Klärungsworkflow überführen
- Bestätigte Ressourcen mit Kritikalität, Kategorie und Eigentümerschaft anreichern
- Folgescans nach Risikoprofil auswählen und nicht bestätigte Ziele aus aktiven Tests ausschließen
- Änderungen gegenüber dem vorherigen Discovery-Lauf kennzeichnen
Praxisstrecke
Die Übung bildet einen zusammenhängenden Arbeitsauftrag ab. Ausgangslage, Zielzustand, Durchführung und Prüfnachweise werden in einem Arbeitsprotokoll festgehalten.
Arbeitsauftrag
- Aus einer vorgegebenen Hauptdomain und einem Netzbereich eine Discovery-Aufgabe planen
- Ein Ergebnisset mit bekannten, neuen, fremden und veralteten Ressourcen importieren
- Jeden Fund anhand definierter Merkmale validieren und einer Statusklasse zuordnen
- Drei Shadow-IT-Kandidaten fachlich priorisieren und Eigentümerklärung vorbereiten
- Bestätigte Assets in das Inventar übernehmen und passende Kategorien setzen
- Für exponierte Dienste kontrollierte Folgeprüfungen konfigurieren
- Neuzugänge, Wegfälle und geänderte Technologien in einem Änderungsbericht zusammenfassen
- Einen Wiederholungslauf simulieren und die Stabilität der Zuordnung prüfen
Kontrollpunkte
- Nur freigegebene Startpunkte und Zielbereiche werden aktiv geprüft
- Ein einzelnes technisches Merkmal reicht nicht für eine Eigentumsbestätigung
- Fremde Ressourcen werden nicht in interne Scanpläne übernommen
- Ursprüngliche Beobachtung und spätere Bewertung bleiben getrennt nachvollziehbar
- Neue exponierte Dienste erhalten eine zeitnahe Risikoprüfung
- Wiederkehrende Läufe erzeugen nachvollziehbare Änderungsdifferenzen
Betrieb und Qualitätssicherung
Für einen belastbaren Betrieb werden technische Funktionskontrollen mit organisatorischen Prüfungen verbunden. Abweichungen werden klassifiziert, priorisiert und mit einem nachvollziehbaren Korrekturschritt versehen.
- Stichproben aus jeder Statusklasse auf korrekte Zuordnung prüfen
- Falsch-positive und falsch-negative Entscheidungen erfassen und Regeln anpassen
- Discovery-Abdeckung je Startpunkt und Assetklasse messen
- Überfällige Eigentümerklärungen und unbestätigte Hochrisikofunde eskalieren
- Last, Laufzeit und Fehlerrate der eingesetzten Engines beobachten
- Historische Änderungen für Audit- und Trendzwecke aufbewahren
Organisatorische Verankerung
Die erarbeiteten Konfigurationen werden in Rollen, Betriebsaufgaben und wiederkehrende Kontrollen überführt. Dadurch entsteht ein dauerhaft nutzbares Vorgehensmodell statt einer einmaligen Laborkonfiguration.
- Verantwortlicher Discovery-Prozess mit genehmigten Grenzen
- Serviceziel für die Klärung neuer internetexponierter Ressourcen
- Übergaberegeln vom Discovery-Fund zum bestätigten Asset
- Regelmäßige Überprüfung von Startpunkten, Netzbereichen und Markenbegriffen
- Kennzahlen für Neufunde, bestätigtes Shadow IT, Klärungsdauer und Abdeckung
Fachbereichsleitung / Trainerleitung / Ansprechpersonen
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de -

Paul Goldschmidt
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: paul.goldschmidt@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 3 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage: 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.797 zzgl. MwSt. Inhaus: € 5.100 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmendenzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmende: | EASM-Teams, SOC, Informationssicherheit, Netzwerk- und Cloudbetrieb, Asset Management |
| Voraussetzungen: | Grundkenntnisse zu DNS, Domains, IP-Adressierung, Webdiensten und dem Patrowl-Assetmodell |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Fachvortrag, Demonstrationen, geführte Konfiguration, praktische Übungen am System und strukturierte Kontrollaufgaben |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop – Seminare mit Trainer vor Ort; Webinar nur bei ausdrücklicher Buchung |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmenden |
| Sprache: | Deutsch – bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen, wahlweise vegetarisch |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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