Performanceprobleme lassen sich nur beurteilen, wenn Datenkanal, Paketgröße, Lastprofil und Systemressourcen bekannt sind. Netzwerk-, Kryptografie-, Server- und Anwendungsengpässe werden messbar getrennt.
Inhaltsverzeichnis
- Seminarprofil
- Lernziele
- Zielgruppe
- Voraussetzungen
- Seminarinhalte
- Praxisübungen
- Qualitäts- und Abnahmekriterien
- Einordnung in das Gesamtprogramm
Seminarprofil
ocserv messen und dimensionieren: TLS/DTLS, TCP-Rückfall, MTU, DPD, CPU, Speicher, Dateideskriptoren, Limits und Kapazitätsmodell. Die festgelegte Dauer ist fachlich begründet: Zwei Tage reichen für Messmethodik, DTLS/TCP-Vergleich, MTU- und NAT-Effekte, Ressourcenanalyse, Limits und ein belastbares Kapazitätsmodell.
Lernziele
- Lastprofile definieren.
- DTLS und TCP-Rückfall vergleichen.
- MTU- und NAT-Probleme beheben.
- Systemressourcen und Limits auswerten.
- Kapazität mit Reserve planen.
Zielgruppe
Plattform- und Netzwerkbetrieb, SRE, Performance Engineering, Systemarchitektur und technische Betriebsleitung.
Voraussetzungen
Gute ocserv-, Linux-, TCP/UDP- und Netzwerkdiagnosekenntnisse.
Seminarinhalte
Schritt 1: Messziele und Lastprofile
Sitzungen, Anmelderate, Paketrate, Latenz, Verlust, Durchsatz, CPU, Speicher und Identitätsantworten werden für Büro-, Datei- und Administrationsverkehr definiert. Zunächst werden Ausgangslage, Abhängigkeiten und Sicherheitsanforderungen erfasst. Danach folgt die schrittweise Umsetzung in einer Laborumgebung. Der technische Zustand wird mit positiven und negativen Prüfungen verifiziert. Abschließend werden Betriebswerte, Rückfallweg und notwendige Dokumentation festgehalten.
- Planung und Voraussetzungen für Messziele und Lastprofile
- Konfiguration und kontrollierte Umsetzung von Messziele und Lastprofile
- Funktions-, Sicherheits- und Fehlerprüfung für Messziele und Lastprofile
- Betriebscheckliste, Abnahme und Rückfallweg für Messziele und Lastprofile
Schritt 2: TLS-, TCP- und DTLS-Pfad
Kontrollkanal, bevorzugter UDP-Datenkanal, TCP-Rückfall, Firewall, NAT und Lastverteiler werden unter identischer Last verglichen. Zunächst werden Ausgangslage, Abhängigkeiten und Sicherheitsanforderungen erfasst. Danach folgt die schrittweise Umsetzung in einer Laborumgebung. Der technische Zustand wird mit positiven und negativen Prüfungen verifiziert. Abschließend werden Betriebswerte, Rückfallweg und notwendige Dokumentation festgehalten.
- Planung und Voraussetzungen für TLS-, TCP- und DTLS-Pfad
- Konfiguration und kontrollierte Umsetzung von TLS-, TCP- und DTLS-Pfad
- Funktions-, Sicherheits- und Fehlerprüfung für TLS-, TCP- und DTLS-Pfad
- Betriebscheckliste, Abnahme und Rückfallweg für TLS-, TCP- und DTLS-Pfad
Schritt 3: Kryptografie und CPU
Algorithmen, Schlüsseltypen, Hardwarebeschleunigung, Kernzahl, Einzelstrom und parallele Sitzungen werden an Sicherheitsvorgaben und realem Durchsatz gemessen. Zunächst werden Ausgangslage, Abhängigkeiten und Sicherheitsanforderungen erfasst. Danach folgt die schrittweise Umsetzung in einer Laborumgebung. Der technische Zustand wird mit positiven und negativen Prüfungen verifiziert. Abschließend werden Betriebswerte, Rückfallweg und notwendige Dokumentation festgehalten.
- Planung und Voraussetzungen für Kryptografie und CPU
- Konfiguration und kontrollierte Umsetzung von Kryptografie und CPU
- Funktions-, Sicherheits- und Fehlerprüfung für Kryptografie und CPU
- Betriebscheckliste, Abnahme und Rückfallweg für Kryptografie und CPU
Schritt 4: MTU und Fragmentierung
Tunnelheader, Paketgrößenleiter, Path-MTU, ICMP, MSS, Black-Hole-Symptome und Plattformunterschiede werden untersucht. Zunächst werden Ausgangslage, Abhängigkeiten und Sicherheitsanforderungen erfasst. Danach folgt die schrittweise Umsetzung in einer Laborumgebung. Der technische Zustand wird mit positiven und negativen Prüfungen verifiziert. Abschließend werden Betriebswerte, Rückfallweg und notwendige Dokumentation festgehalten.
- Planung und Voraussetzungen für MTU und Fragmentierung
- Konfiguration und kontrollierte Umsetzung von MTU und Fragmentierung
- Funktions-, Sicherheits- und Fehlerprüfung für MTU und Fragmentierung
- Betriebscheckliste, Abnahme und Rückfallweg für MTU und Fragmentierung
Schritt 5: DPD, Keepalive und NAT
Totenerkennung, Idle-Verhalten, Mobilität, UDP-/TCP-Zeitüberschreitungen und Wiederverbindung nach Netzwechsel werden abgestimmt. Zunächst werden Ausgangslage, Abhängigkeiten und Sicherheitsanforderungen erfasst. Danach folgt die schrittweise Umsetzung in einer Laborumgebung. Der technische Zustand wird mit positiven und negativen Prüfungen verifiziert. Abschließend werden Betriebswerte, Rückfallweg und notwendige Dokumentation festgehalten.
- Planung und Voraussetzungen für DPD, Keepalive und NAT
- Konfiguration und kontrollierte Umsetzung von DPD, Keepalive und NAT
- Funktions-, Sicherheits- und Fehlerprüfung für DPD, Keepalive und NAT
- Betriebscheckliste, Abnahme und Rückfallweg für DPD, Keepalive und NAT
Schritt 6: Speicher und Dateideskriptoren
Speicher pro Sitzung, System- und Dienstlimits, Warteschlangen und Logvolumen werden gegen das Mengengerüst geprüft. Zunächst werden Ausgangslage, Abhängigkeiten und Sicherheitsanforderungen erfasst. Danach folgt die schrittweise Umsetzung in einer Laborumgebung. Der technische Zustand wird mit positiven und negativen Prüfungen verifiziert. Abschließend werden Betriebswerte, Rückfallweg und notwendige Dokumentation festgehalten.
- Planung und Voraussetzungen für Speicher und Dateideskriptoren
- Konfiguration und kontrollierte Umsetzung von Speicher und Dateideskriptoren
- Funktions-, Sicherheits- und Fehlerprüfung für Speicher und Dateideskriptoren
- Betriebscheckliste, Abnahme und Rückfallweg für Speicher und Dateideskriptoren
Schritt 7: Sitzungs- und Bandbreitenlimits
Maximale Clients, Sitzungen pro Benutzer, Ein- und Ausgangsbandbreite sowie Schutz gegen Anmelde- und Verbindungsfluten werden getestet. Zunächst werden Ausgangslage, Abhängigkeiten und Sicherheitsanforderungen erfasst. Danach folgt die schrittweise Umsetzung in einer Laborumgebung. Der technische Zustand wird mit positiven und negativen Prüfungen verifiziert. Abschließend werden Betriebswerte, Rückfallweg und notwendige Dokumentation festgehalten.
- Planung und Voraussetzungen für Sitzungs- und Bandbreitenlimits
- Konfiguration und kontrollierte Umsetzung von Sitzungs- und Bandbreitenlimits
- Funktions-, Sicherheits- und Fehlerprüfung für Sitzungs- und Bandbreitenlimits
- Betriebscheckliste, Abnahme und Rückfallweg für Sitzungs- und Bandbreitenlimits
Schritt 8: Kapazitätsmodell
Nutzbare Instanzkapazität, Spitzenlast, N+1-Reserve, Wartungsreserve, Wachstum und Schwellen für horizontale Erweiterung werden berechnet. Zunächst werden Ausgangslage, Abhängigkeiten und Sicherheitsanforderungen erfasst. Danach folgt die schrittweise Umsetzung in einer Laborumgebung. Der technische Zustand wird mit positiven und negativen Prüfungen verifiziert. Abschließend werden Betriebswerte, Rückfallweg und notwendige Dokumentation festgehalten.
- Planung und Voraussetzungen für Kapazitätsmodell
- Konfiguration und kontrollierte Umsetzung von Kapazitätsmodell
- Funktions-, Sicherheits- und Fehlerprüfung für Kapazitätsmodell
- Betriebscheckliste, Abnahme und Rückfallweg für Kapazitätsmodell
Praxisübungen
- Messziele und Lastprofile anhand eines vorbereiteten Szenarios planen, umsetzen und technisch prüfen.
- TLS-, TCP- und DTLS-Pfad anhand eines vorbereiteten Szenarios planen, umsetzen und technisch prüfen.
- Kryptografie und CPU anhand eines vorbereiteten Szenarios planen, umsetzen und technisch prüfen.
- MTU und Fragmentierung anhand eines vorbereiteten Szenarios planen, umsetzen und technisch prüfen.
- DPD, Keepalive und NAT anhand eines vorbereiteten Szenarios planen, umsetzen und technisch prüfen.
- Speicher und Dateideskriptoren anhand eines vorbereiteten Szenarios planen, umsetzen und technisch prüfen.
Qualitäts- und Abnahmekriterien
- Jede Konfigurationsänderung besitzt einen dokumentierten Ausgangszustand und einen Rückfallpunkt.
- Erlaubte Funktionen werden positiv, verbotene oder fehlerhafte Zustände ausdrücklich negativ getestet.
- Client-, Server-, Netzwerk- und Identitätssicht werden zeitlich korreliert.
- Geheimnisse, Schlüssel und personenbezogene Sitzungsdaten bleiben geschützt.
- Die Laborergebnisse werden in eine wiederholbare Betriebs- oder Projektcheckliste überführt.
Einordnung in das Gesamtprogramm
Der Kurs ergänzt Netzwerkdesign, Monitoring und Hochverfügbarkeit. Automatisierung unterstützt reproduzierbare Skalierung.
Fachbereichsleitung und Trainerteam
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt. Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Plattform- und Netzwerkbetrieb, SRE, Performance Engineering, Systemarchitektur und technische Betriebsleitung. |
| Voraussetzungen: | Gute ocserv-, Linux-, TCP/UDP- und Netzwerkdiagnosekenntnisse. |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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