Seminar Nextron THOR – Custom Signatures mit YARA, Sigma und IOCs

Das Seminar vermittelt die Entwicklung, Prüfung und kontrollierte Bereitstellung eigener Detection-Inhalte für THOR. Von einfachen Hash- und C2-Indikatoren über Sigma bis zu performanten YARA-Regeln entsteht eine versionierte Signaturstrecke mit Tests, Scoring und False-Positive-Kontrollen.

Inhaltsübersicht

  • Lernziele und fachliche Einordnung
  • Schrittweise Seminarinhalte
  • Praxisübungen und Laborszenarien
  • Zielgruppe und Voraussetzungen
  • Didaktik und Arbeitsweise

Lernziele

  • Einfache IOC-Formate korrekt erstellen und bewerten.
  • YARA-Regeln für generische und spezifische Scans entwickeln.
  • Sigma-Regeln für geeignete Log- und Eventquellen erstellen.
  • THOR-spezifische Attribute, Scores und Einschränkungen sinnvoll einsetzen.
  • Signaturen testen, verschlüsseln, versionieren und sicher verteilen.

Schrittweise Seminarinhalte

1. Signaturarchitektur und Entwicklungsprozess

Schwerpunkt: custom-signatures-Verzeichnis, Dateitypen, Namenskonventionen, Quellen, Versionen, Tests und Freigaben.

  1. Ausgangslage, Schutzbedarf und Zielkriterien für den Themenblock „Signaturarchitektur und Entwicklungsprozess“ erfassen.
  2. Relevante Datenquellen, Objekte, Rollen und Abhängigkeiten anhand von custom-signatures-Verzeichnis, Dateitypen, Namenskonventionen, Quellen, Versionen, Tests und Freigaben modellieren.
  3. Die erforderliche Konfiguration, Analyse- oder Prozessfolge am Laborsystem schrittweise umsetzen.
  4. Funktion, Berechtigungen, Protokollierung und Fehlerverhalten mit definierten Positiv- und Negativfällen prüfen.
  5. Als Arbeitsergebnis ein vollständiges Detection-Content-Zielbild dokumentieren, fachlich abnehmen und in einen wiederholbaren Standard überführen.

2. Hash- und Dateinamen-IOCs

Schwerpunkt: MD5, SHA1, SHA256, Imphash, Regex, Pfade, Scores, Kommentare und False-Positive-Ausdrücke.

  1. Ausgangslage, Schutzbedarf und Zielkriterien für den Themenblock „Hash- und Dateinamen-IOCs“ erfassen.
  2. Relevante Datenquellen, Objekte, Rollen und Abhängigkeiten anhand von MD5, SHA1, SHA256, Imphash, Regex, Pfade, Scores, Kommentare und False-Positive-Ausdrücke modellieren.
  3. Die erforderliche Konfiguration, Analyse- oder Prozessfolge am Laborsystem schrittweise umsetzen.
  4. Funktion, Berechtigungen, Protokollierung und Fehlerverhalten mit definierten Positiv- und Negativfällen prüfen.
  5. Als Arbeitsergebnis einen geprüften Datei- und Hash-IOC-Satz dokumentieren, fachlich abnehmen und in einen wiederholbaren Standard überführen.

3. C2-, Keyword-, Handle- und Pipe-IOCs

Schwerpunkt: Domains, FQDNs, IPs, CIDR, Konsolenausgabe, Mutex, Events, Named Pipes und Geltungsbereiche.

  1. Ausgangslage, Schutzbedarf und Zielkriterien für den Themenblock „C2-, Keyword-, Handle- und Pipe-IOCs“ erfassen.
  2. Relevante Datenquellen, Objekte, Rollen und Abhängigkeiten anhand von Domains, FQDNs, IPs, CIDR, Konsolenausgabe, Mutex, Events, Named Pipes und Geltungsbereiche modellieren.
  3. Die erforderliche Konfiguration, Analyse- oder Prozessfolge am Laborsystem schrittweise umsetzen.
  4. Funktion, Berechtigungen, Protokollierung und Fehlerverhalten mit definierten Positiv- und Negativfällen prüfen.
  5. Als Arbeitsergebnis einen mehrdimensionalen einfachen IOC-Satz dokumentieren, fachlich abnehmen und in einen wiederholbaren Standard überführen.

4. Sigma-Regeln

Schwerpunkt: Logsource, Detection, Condition, Felder, Schweregrad, Tests, Eventlogbezug und typische Fehler.

  1. Ausgangslage, Schutzbedarf und Zielkriterien für den Themenblock „Sigma-Regeln“ erfassen.
  2. Relevante Datenquellen, Objekte, Rollen und Abhängigkeiten anhand von Logsource, Detection, Condition, Felder, Schweregrad, Tests, Eventlogbezug und typische Fehler modellieren.
  3. Die erforderliche Konfiguration, Analyse- oder Prozessfolge am Laborsystem schrittweise umsetzen.
  4. Funktion, Berechtigungen, Protokollierung und Fehlerverhalten mit definierten Positiv- und Negativfällen prüfen.
  5. Als Arbeitsergebnis einen validierten Sigma-Regelsatz dokumentieren, fachlich abnehmen und in einen wiederholbaren Standard überführen.

5. YARA-Grundlagen

Schwerpunkt: Metadaten, Strings, Bedingungen, Module, Dateitypen, Qualität, Lesbarkeit und Testfälle.

  1. Ausgangslage, Schutzbedarf und Zielkriterien für den Themenblock „YARA-Grundlagen“ erfassen.
  2. Relevante Datenquellen, Objekte, Rollen und Abhängigkeiten anhand von Metadaten, Strings, Bedingungen, Module, Dateitypen, Qualität, Lesbarkeit und Testfälle modellieren.
  3. Die erforderliche Konfiguration, Analyse- oder Prozessfolge am Laborsystem schrittweise umsetzen.
  4. Funktion, Berechtigungen, Protokollierung und Fehlerverhalten mit definierten Positiv- und Negativfällen prüfen.
  5. Als Arbeitsergebnis eine saubere YARA-Regelbasis dokumentieren, fachlich abnehmen und in einen wiederholbaren Standard überführen.

6. Generische und spezifische YARA-Regeln

Schwerpunkt: breite Muster, kampagnenspezifische Merkmale, Dateikontext, Entpackung, Prozessspeicher und Grenzen.

  1. Ausgangslage, Schutzbedarf und Zielkriterien für den Themenblock „Generische und spezifische YARA-Regeln“ erfassen.
  2. Relevante Datenquellen, Objekte, Rollen und Abhängigkeiten anhand von breite Muster, kampagnenspezifische Merkmale, Dateikontext, Entpackung, Prozessspeicher und Grenzen modellieren.
  3. Die erforderliche Konfiguration, Analyse- oder Prozessfolge am Laborsystem schrittweise umsetzen.
  4. Funktion, Berechtigungen, Protokollierung und Fehlerverhalten mit definierten Positiv- und Negativfällen prüfen.
  5. Als Arbeitsergebnis einen abgestimmten generischen und spezifischen YARA-Regelsatz dokumentieren, fachlich abnehmen und in einen wiederholbaren Standard überführen.

7. THOR-spezifische YARA-Attribute

Schwerpunkt: Score, zusätzliche Attribute, Bulk Scanning, Match-Beschränkung und False-Positive-Regeln.

  1. Ausgangslage, Schutzbedarf und Zielkriterien für den Themenblock „THOR-spezifische YARA-Attribute“ erfassen.
  2. Relevante Datenquellen, Objekte, Rollen und Abhängigkeiten anhand von Score, zusätzliche Attribute, Bulk Scanning, Match-Beschränkung und False-Positive-Regeln modellieren.
  3. Die erforderliche Konfiguration, Analyse- oder Prozessfolge am Laborsystem schrittweise umsetzen.
  4. Funktion, Berechtigungen, Protokollierung und Fehlerverhalten mit definierten Positiv- und Negativfällen prüfen.
  5. Als Arbeitsergebnis eine THOR-optimierte YARA-Konfiguration dokumentieren, fachlich abnehmen und in einen wiederholbaren Standard überführen.

8. STIX und Threat-Intelligence-Übernahme

Schwerpunkt: STIX-Strukturen, Indikatorauswahl, Konvertierung, Gültigkeit, Quellenbewertung und Ablauf.

  1. Ausgangslage, Schutzbedarf und Zielkriterien für den Themenblock „STIX und Threat-Intelligence-Übernahme“ erfassen.
  2. Relevante Datenquellen, Objekte, Rollen und Abhängigkeiten anhand von STIX-Strukturen, Indikatorauswahl, Konvertierung, Gültigkeit, Quellenbewertung und Ablauf modellieren.
  3. Die erforderliche Konfiguration, Analyse- oder Prozessfolge am Laborsystem schrittweise umsetzen.
  4. Funktion, Berechtigungen, Protokollierung und Fehlerverhalten mit definierten Positiv- und Negativfällen prüfen.
  5. Als Arbeitsergebnis einen kontrollierten Threat-Intelligence-Importprozess dokumentieren, fachlich abnehmen und in einen wiederholbaren Standard überführen.

9. Performance und False-Positive-Tuning

Schwerpunkt: Regelkomplexität, Stringauswahl, Dateigröße, Häufigkeit, Score, Negativtests und Benchmark.

  1. Ausgangslage, Schutzbedarf und Zielkriterien für den Themenblock „Performance und False-Positive-Tuning“ erfassen.
  2. Relevante Datenquellen, Objekte, Rollen und Abhängigkeiten anhand von Regelkomplexität, Stringauswahl, Dateigröße, Häufigkeit, Score, Negativtests und Benchmark modellieren.
  3. Die erforderliche Konfiguration, Analyse- oder Prozessfolge am Laborsystem schrittweise umsetzen.
  4. Funktion, Berechtigungen, Protokollierung und Fehlerverhalten mit definierten Positiv- und Negativfällen prüfen.
  5. Als Arbeitsergebnis einen messbaren Signatur-Tuning-Prozess dokumentieren, fachlich abnehmen und in einen wiederholbaren Standard überführen.

Praxisübungen und Laborszenarien

  • Erstellung und Test eines vollständigen einfachen IOC-Pakets.
  • Entwicklung einer Sigma-Regel mit positiven und negativen Eventlog-Fällen.
  • Entwicklung mehrerer YARA-Regeln einschließlich THOR-spezifischem Scoring.
  • Verschlüsselung, Paketierung und kontrollierte Bereitstellung eigener Signaturen.

Zielgruppe und Voraussetzungen

Zielgruppe: Detection Engineering, Threat Intelligence, Malware Analysis, SOC Engineering, Incident Response und THOR-Administration.

Voraussetzungen: Gute Grundlagen in Malware-Indikatoren und regulären Ausdrücken; Basiskenntnisse in YARA oder Sigma und Skripting sind hilfreich.

Didaktik und Arbeitsweise

Kurze Fachimpulse werden unmittelbar durch Demonstrationen, strukturierte Konfigurationsschritte, praktische Übungen und kontrollierte Fehlerfälle vertieft. Jede Übung verwendet definierte Ausgangswerte, Prüfpunkte und Dokumentationsanforderungen, damit die erarbeiteten Abläufe als Betriebsstandard wiederholbar bleiben.

Fachbereichsleitung und Trainerteam

Seminardetails

   
Dauer: 3 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 1.797 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 5.100 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: Detection Engineering, Threat Intelligence, Malware Analysis, SOC Engineering, Incident Response und THOR-Administration
Voraussetzungen: Gute Grundlagen in Malware-Indikatoren und regulären Ausdrücken; Basiskenntnisse in YARA oder Sigma und Skripting sind hilfreich
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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Seminar Startdatum Enddatum Ort Dauer
Münster 3 Tage
Nürnberg 3 Tage
Köln 3 Tage
Wuppertal 3 Tage
Bremen 3 Tage
Berlin 3 Tage
Mainz 3 Tage
Erfurt 3 Tage
Darmstadt 3 Tage
Frankfurt 3 Tage
Paderborn 3 Tage
Essen 3 Tage
Konstanz 3 Tage
Freiburg 3 Tage
Potsdam 3 Tage
Flensburg 3 Tage
Leipzig 3 Tage
Hamm 3 Tage
Rostock 3 Tage
Hamburg 3 Tage
Luxemburg 3 Tage
Hannover 3 Tage
Stuttgart 3 Tage
Dresden 3 Tage
Madgeburg 3 Tage
Regensburg 3 Tage
Jena 3 Tage
Trier 3 Tage
München 3 Tage
Friedrichshafen 3 Tage
Kassel 3 Tage
Ulm 3 Tage
Nürnberg 3 Tage
Köln 3 Tage
Wuppertal 3 Tage
Münster 3 Tage
Mainz 3 Tage
Erfurt 3 Tage
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