Das Seminar vermittelt Planung und Betrieb von IPsec- und WireGuard-Verbindungen. Beide Verfahren werden anhand von Standortkopplung, Fernzugriff, Schlüsseln, Routen, Firewall-Regeln, NAT, MTU und Diagnose verglichen und praktisch umgesetzt. Die Auswahl erfolgt nach Anforderungen und Gegenstellen, nicht nach Mode.
Inhaltsverzeichnis
- Lernziele
- Zielgruppe
- Voraussetzungen
- Seminarinhalte
- Praxisübungen
Lernziele
- IPsec und WireGuard technisch und betrieblich vergleichen
- Adress-, Routing- und Schlüsselkonzepte für Tunnel erstellen
- IPsec-Standortkopplungen mit passenden Parametern einrichten
- WireGuard-Peers und erlaubte Netze sicher konfigurieren
- Tunnel, Rückwege, MTU und Schlüsselwechsel systematisch prüfen
Zielgruppe
- Erfahrene Netzwerk- und Firewalladministration
- Administratoren verteilter Standorte
- IT-Sicherheitsbetrieb
- Technische Verantwortliche für Partner- und Cloudanbindungen
Voraussetzungen
Gute Kenntnisse zu IP-Adressierung, Routing, NAT, Firewall-Regeln und VPN-Grundbegriffen. Die Netze und öffentlichen Erreichbarkeiten der Gegenstellen müssen bekannt sein.
Seminarinhalte
Schritt 1: Anforderungen und Gegenstellen aufnehmen
Lokale und entfernte Netze, dynamische oder feste Adressen, Gegenstellenprodukte, Authentifizierung, Verfügbarkeit und zulässige Algorithmen werden erfasst.
Schritt 2: Verfahren auswählen
IPsec wird für breite Herstellerkompatibilität und etablierte Standortkopplungen bewertet; WireGuard für schlanke Peer-Konfigurationen und klare Schlüsselzuordnung. Betriebswerkzeuge und Gegenstellen entscheiden mit.
Schritt 3: Adressüberschneidungen prüfen
Lokale, entfernte und Tunnelnetze werden verglichen. Überlappungen werden vor der Umsetzung bereinigt oder mit bewusst geplanter Übersetzung behandelt.
Schritt 4: Firewall und Erreichbarkeit vorbereiten
Notwendige externe Protokolle und Ports werden nur auf der vorgesehenen WAN-Adresse zugelassen. Doppelte NAT-Strecken, Providerfilter und dynamische Adressen werden berücksichtigt.
Schritt 5: IPsec-Parameter abstimmen
IKE-Version, Authentifizierung, Verschlüsselung, Integrität, Schlüsselaustausch, Lebensdauer und Verkehrsselektoren werden auf beiden Seiten konsistent festgelegt.
Schritt 6: IPsec-Tunnel einrichten
Lokale und entfernte Identität, Netze, Gegenstelle und Schlüsselmaterial werden konfiguriert. Aufbauphase und Datenphase werden getrennt beobachtet.
Schritt 7: IPsec-Datenverkehr freigeben
Tunnelaufbau allein erlaubt noch keine Nutzkommunikation. Zonen- und Firewall-Regeln werden auf die benötigten Netze und Dienste begrenzt.
Schritt 8: WireGuard-Schlüssel erzeugen und schützen
Jeder Peer erhält ein eigenes Schlüsselpaar. Private Schlüssel bleiben ausschließlich auf dem jeweiligen System; öffentliche Schlüssel werden eindeutig zugeordnet.
Schritt 9: WireGuard-Peers konfigurieren
Endpunkt, erlaubte Netze, Keepalive und Routen werden passend zum Szenario gesetzt. Die Liste erlaubter Netze dient zugleich als Routing- und Sicherheitskontrolle.
Schritt 10: WireGuard-Datenverkehr freigeben
Schnittstelle oder Zone und zugehörige Firewall-Regeln werden eingerichtet. Peer-Verbindungen werden mit Positiv- und Negativtests geprüft.
Schritt 11: Routing und NAT kontrollieren
Hin- und Rückwege, statische Routen, Policy Routing und NAT-Ausnahmen werden je Tunnel analysiert. Tunnelverkehr darf nicht versehentlich über eine allgemeine WAN-Regel übersetzt werden.
Schritt 12: MTU und Fragmentierung behandeln
Bei teilweise funktionierenden Verbindungen werden Paketgröße, Path-MTU und gekapselte Protokolle untersucht. Anpassungen werden nur nach Messung vorgenommen.
Schritt 13: Schlüsselwechsel organisieren
Vor Ablauf oder bei Verdacht auf Kompromittierung werden neue Schlüssel parallel vorbereitet, abgestimmt aktiviert und alte Schlüssel anschließend entfernt.
Schritt 14: Tunnel diagnostizieren
Öffentliche Erreichbarkeit, Zeit, Authentifizierung, Aushandlung, Handshake, Routen, Firewall, NAT und Gegenstellenprotokolle werden in einer festen Reihenfolge geprüft.
Praxisübungen
- Vergleich und Auswahl von IPsec oder WireGuard für zwei Szenarien
- Aufbau einer IPsec-Standortkopplung
- Einrichtung eines WireGuard-Peers mit begrenzten Netzen
- Diagnose eines absichtlich erzeugten Routing- oder Parametersfehlers
Fachbereichsleitung / Trainerteam / Ansprechpersonen
-

Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt. Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Erfahrene Netzwerk- und Firewalladministration; Administratoren verteilter Standorte; IT-Sicherheitsbetrieb; Technische Verantwortliche für Partner- und Cloudanbindungen |
| Voraussetzungen: | Gute Kenntnisse zu IP-Adressierung, Routing, NAT, Firewall-Regeln und VPN-Grundbegriffen. Die Netze und öffentlichen Erreichbarkeiten der Gegenstellen müssen bekannt sein. |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
Die Ergebnissliste kann durch Anklicken der Überschrift neu sortiert werden.
