Das fünftägige Intensivseminar bündelt die sicherheitsorientierten Themen des Portfolios. Systemhärtung, Threat Shield, DNS- und Inhaltsfilter, Deep Packet Inspection, Snort IPS, Reverse Proxy, Zertifikate sowie OpenVPN, IPsec und WireGuard werden in einer abgestuften Schutzarchitektur praktisch umgesetzt.
Inhaltsverzeichnis
- Lernziele
- Zielgruppe
- Voraussetzungen
- Abgedeckte Themen
- Seminarinhalte
- Praxisübungen
Lernziele
- Ein belastbares Sicherheits- und Härtungskonzept entwickeln
- IP-, DNS-, Inhalts-, Anwendungs- und Angriffserkennung kombinieren
- Fehlalarme, Ausnahmen, Datenschutz und Leistungsbedarf beherrschen
- Webdienste über Reverse Proxy und Zertifikate kontrolliert veröffentlichen
- Fernzugänge und Standortkopplungen mit OpenVPN, IPsec und WireGuard absichern
Zielgruppe
- IT-Sicherheits- und Firewalladministration
- Security Operations und technische Incident Response
- Administratoren veröffentlichter Dienste und verteilter Standorte
- Verantwortliche für VPN-, Filter- und Härtungsstandards
Voraussetzungen
Gute Kenntnisse zu NethSecurity, TCP/IP, Routing, Firewall-Regeln, DNS und Zertifikaten. Für VPN-Übungen müssen mindestens zwei geeignete Testsysteme oder Gegenstellen vorhanden sein.
Abgedeckte Themen
- Deep Packet Inspection und Anwendungssteuerung
- Intrusion Prevention mit Snort
- OpenVPN für Remote Access und Standortkopplung
- Reverse Proxy und Zertifikatsmanagement
- Sicherheitskonzept und Systemhärtung
- Threat Shield, DNS-Filterung und Inhaltskontrolle
- VPN mit IPsec und WireGuard
Seminarinhalte
Schritt 1: Schutzbedarf und Bedrohungsmodell erstellen
Netze, Verwaltungszugänge, veröffentlichte Dienste, Nutzergruppen und entfernte Standorte werden bewertet. Externe Angriffe, kompromittierte Clients, Fehlkonfiguration und gestohlene Zugangsdaten werden priorisiert.
Schritt 2: Systemhärtung umsetzen
Managementzugriff, Konten, zweiter Faktor, Dienste, Zonen, Regeln, Updates, Sicherungen und Protokollierung werden nach minimaler Angriffsfläche ausgerichtet.
Schritt 3: Mehrschichtige Filterarchitektur planen
IP-Reputation, DNS-Filter, Inhaltskategorien, DPI und IPS werden nach Zweck, Datenbasis und Eingriffstiefe geordnet. Doppelte oder widersprüchliche Sperren werden vermieden.
Schritt 4: Threat Shield konfigurieren
IP- und DNS-basierte Schutzlisten werden zunächst beobachtend aktiviert. Netze, Richtungen, Gruppen und Ausnahmen werden klar abgegrenzt.
Schritt 5: Inhaltskontrolle und Richtlinien anwenden
Kategorien, Zeitsteuerung und gruppenspezifische Regeln werden umgesetzt. Positiv- und Negativtests prüfen Geschäftsziele, blockierte Inhalte und Umgehungsversuche.
Schritt 6: Deep Packet Inspection einsetzen
Anwendungen werden erkannt und in spezifische Regelkriterien überführt. Fehlklassifikationen und verschlüsselter Verkehr werden mit begrenzten Ausnahmen behandelt.
Schritt 7: Snort im IDS-Modus betreiben
Schutzbereiche und Regelkategorien werden ausgewählt. Kontrollierte Ereignisse erzeugen eine Ausgangsbasis für Alarmqualität und Ressourcenbedarf.
Schritt 8: IPS-Sperrwirkung kontrolliert aktivieren
Bewertete Signaturen werden blockierend geschaltet. Fehlalarme werden eng nach Signatur oder Datenstrom ausgenommen und regelmäßig überprüft.
Schritt 9: Reverse-Proxy-Veröffentlichung planen
Hostname, öffentliche Adresse, internes Ziel, erlaubte Methoden, Authentifizierung und Schutzmaßnahmen werden in einem Datenflussmodell dokumentiert.
Schritt 10: Zertifikate und TLS konfigurieren
Zertifikatskette, privater Schlüssel, Namen, Laufzeit und Erneuerung werden geprüft. Der Proxy wird mit sicheren TLS-Einstellungen und begrenzter Firewallfreigabe bereitgestellt.
Schritt 11: OpenVPN Remote Access umsetzen
Tunnelnetz, Benutzeridentität, Zertifikate, DNS und erreichbare Zielnetze werden eingerichtet. Clientprofile werden personenbezogen verteilt und mit Negativtests geprüft.
Schritt 12: OpenVPN-Standortkopplung aufbauen
Lokale und entfernte Netze, Routen, Rückwege und Firewall-Regeln werden abgestimmt. Netzüberlappungen werden vor Inbetriebnahme ausgeschlossen.
Schritt 13: IPsec-Tunnel konfigurieren
IKE- und IPsec-Parameter, Authentifizierung, Lebensdauer und Verkehrsselektoren werden auf beiden Seiten konsistent umgesetzt. Aufbau- und Datenphase werden getrennt analysiert.
Schritt 14: WireGuard-Peers einrichten
Eigene Schlüssel je Peer, erlaubte Netze, Endpunkte, Keepalive und Routen werden konfiguriert. Private Schlüssel bleiben ausschließlich auf dem jeweiligen System.
Schritt 15: VPN-Fehler und MTU-Probleme diagnostizieren
Öffentliche Erreichbarkeit, Authentifizierung, Handshake, Route, NAT, Firewall und Paketgröße werden in fester Reihenfolge untersucht. Gegenstellenprotokolle werden zeitlich abgeglichen.
Schritt 16: Schlüsselwechsel und Widerruf üben
Verlorene Geräte, kompromittierte Schlüssel und reguläre Erneuerung werden ohne unnötige Unterbrechung anderer Verbindungen durchgeführt.
Schritt 17: Sicherheitsbetrieb und Rezertifizierung organisieren
Alarme, Filterausnahmen, Zertifikate, VPN-Zugänge, Regeln und Härtungszustand werden regelmäßig geprüft. Nicht mehr bestätigte Ausnahmen und Zugänge werden entfernt.
Praxisübungen
- Härtungsprüfung und Reduktion der Angriffsfläche
- Aufbau einer abgestuften IP-, DNS-, DPI- und IPS-Schutzkette
- Veröffentlichung eines Testwebdiensts mit Reverse Proxy und Zertifikat
- Einrichtung von OpenVPN, IPsec und WireGuard in mehreren Szenarien
- Fehleranalyse, Schlüsselwechsel und abschließende Sicherheitsabnahme
Fachbereichsleitung / Trainerteam / Ansprechpersonen
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de -

Paul Goldschmidt
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: paul.goldschmidt@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 5 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 2.995 zzgl. MwSt. Inhaus: € 8.500 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | IT-Sicherheits- und Firewalladministration; Security Operations und technische Incident Response; Administratoren veröffentlichter Dienste und verteilter Standorte; Verantwortliche für VPN-, Filter- und Härtungsstandards |
| Voraussetzungen: | Gute Kenntnisse zu NethSecurity, TCP/IP, Routing, Firewall-Regeln, DNS und Zertifikaten. Für VPN-Übungen müssen mindestens zwei geeignete Testsysteme oder Gegenstellen vorhanden sein. |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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