Seminar MTG Post-Quantum-Migration und Crypto-Agility

Das Fachseminar behandelt die strukturierte Vorbereitung einer Post-Quantum-Migration durch Krypto-Inventar, Risikobewertung, Zielarchitektur, Pilotierung und dauerhaft anpassbare Kryptokonfiguration. Theorie, Demonstrationen und angeleitete Übungen werden so verbunden, dass technische Entscheidungen, Konfigurationen und Betriebsabläufe unmittelbar nachvollziehbar bleiben.

Inhaltsverzeichnis

  1. Zielsetzung
  2. Zielgruppe
  3. Voraussetzungen
  4. Modul 1: PQC-Risikolage und Migrationsziele
  5. Modul 2: Krypto-Inventar erstellen
  6. Modul 3: Risiko und Migrationsreife bewerten
  7. Modul 4: Crypto-Agility entwerfen
  8. Modul 5: Hybride und post-quantumfähige Übergänge
  9. Modul 6: Pilot, Rollout und Governance
  10. Praxisfälle und Übungen
  11. Qualitäts- und Sicherheitskontrollen
  12. Kompetenzen nach dem Seminar

Zielsetzung

Ziel ist der methodische Aufbau belastbarer Handlungskompetenz für die strukturierte Vorbereitung einer Post-Quantum-Migration durch Krypto-Inventar, Risikobewertung, Zielarchitektur, Pilotierung und dauerhaft anpassbare Kryptokonfiguration. Jede Lerneinheit führt von der Anforderungsanalyse über das technische Sollmodell und die Umsetzung bis zur Prüfung, Fehlerbehandlung und Betriebsdokumentation.

Zielgruppe

Das Seminar richtet sich an Security Architects, PKI- und KMS-Verantwortliche, Enterprise Architects, Governance, Plattformteams und technische Programmleitungen. Die Übungen berücksichtigen Architektur, Administration, Integration, Betrieb und Sicherheitskontrolle in klar getrennten Rollen.

Voraussetzungen

Gute Kenntnisse zu PKI, Kryptografie, Protokollen und Unternehmensarchitektur. Für praktische Übungen werden ein vorbereitetes Schulungssystem und dokumentierte Beispieldaten verwendet.

Modul 1: PQC-Risikolage und Migrationsziele

Behandelt werden langfristige Vertraulichkeit, Signaturen, Identitäten, Datenhaltungsfristen, Abhängigkeiten und Priorisierung. Die fachlichen und technischen Abhängigkeiten werden zunächst abgegrenzt, anschließend in ein prüfbares Sollmodell überführt und danach anhand eines realitätsnahen Szenarios umgesetzt.

Schritt-für-Schritt-Anleitung

  1. Ausgangslage erfassen: Vorhandene Angaben zu den Themen „langfristige Vertraulichkeit“, „Signaturen“ und „Identitäten“ erfassen, den Schutzbedarf bestimmen und zuständige Rollen eindeutig zuordnen.
  2. Sollmodell festlegen: Für die Teilbereiche „Datenhaltungsfristen“ und „Abhängigkeiten und Priorisierung“ verbindliche Regeln, Abhängigkeiten, Statusübergänge und messbare Akzeptanzkriterien formulieren.
  3. Konfiguration umsetzen: Die Konfiguration für den Teilbereich „PQC-Risikolage und Migrationsziele“ im Schulungssystem in kontrollierter Reihenfolge umsetzen, benötigte Objekte verknüpfen und jede Änderung mit Zweck und Rückfalloption dokumentieren.
  4. Funktion und Sicherheit prüfen: Das Zusammenspiel der Teilbereiche „langfristige Vertraulichkeit“ und „PQC-Risikolage und Migrationsziele“ in einem Positivfall, einem Berechtigungs- oder Validierungsfehler sowie einem technischen Störungsfall testen.
  5. Betrieb vorbereiten: Für PQC-Risikolage und Migrationsziele Prüfwerte, Alarmkriterien, Wiederanlaufmaßnahmen, Verantwortlichkeiten und wiederkehrende Kontrollen in einer Betriebsanweisung festhalten.

Modul 2: Krypto-Inventar erstellen

Behandelt werden Algorithmen, Schlüsselgrößen, Zertifikate, Protokolle, Bibliotheken, Geräte, Anwendungen, Daten und Verantwortliche. Die fachlichen und technischen Abhängigkeiten werden zunächst abgegrenzt, anschließend in ein prüfbares Sollmodell überführt und danach anhand eines realitätsnahen Szenarios umgesetzt.

Schritt-für-Schritt-Anleitung

  1. Ausgangslage erfassen: Vorhandene Angaben zu den Themen „Algorithmen“, „Schlüsselgrößen“ und „Zertifikate“ erfassen, den Schutzbedarf bestimmen und zuständige Rollen eindeutig zuordnen.
  2. Sollmodell festlegen: Für die Teilbereiche „Protokolle“ und „Bibliotheken“ verbindliche Regeln, Abhängigkeiten, Statusübergänge und messbare Akzeptanzkriterien formulieren.
  3. Konfiguration umsetzen: Die Konfiguration für den Teilbereich „Geräte“ im Schulungssystem in kontrollierter Reihenfolge umsetzen, benötigte Objekte verknüpfen und jede Änderung mit Zweck und Rückfalloption dokumentieren.
  4. Funktion und Sicherheit prüfen: Das Zusammenspiel der Teilbereiche „Algorithmen“ und „Geräte“ in einem Positivfall, einem Berechtigungs- oder Validierungsfehler sowie einem technischen Störungsfall testen.
  5. Betrieb vorbereiten: Für Krypto-Inventar erstellen Prüfwerte, Alarmkriterien, Wiederanlaufmaßnahmen, Verantwortlichkeiten und wiederkehrende Kontrollen in einer Betriebsanweisung festhalten.

Modul 3: Risiko und Migrationsreife bewerten

Behandelt werden Exposition, Lebensdauer, Austauschbarkeit, Herstellerabhängigkeit, Interoperabilität, Testbarkeit und Kritikalität. Die fachlichen und technischen Abhängigkeiten werden zunächst abgegrenzt, anschließend in ein prüfbares Sollmodell überführt und danach anhand eines realitätsnahen Szenarios umgesetzt.

Schritt-für-Schritt-Anleitung

  1. Ausgangslage erfassen: Vorhandene Angaben zu den Themen „Exposition“, „Lebensdauer“ und „Austauschbarkeit“ erfassen, den Schutzbedarf bestimmen und zuständige Rollen eindeutig zuordnen.
  2. Sollmodell festlegen: Für die Teilbereiche „Herstellerabhängigkeit“ und „Interoperabilität“ verbindliche Regeln, Abhängigkeiten, Statusübergänge und messbare Akzeptanzkriterien formulieren.
  3. Konfiguration umsetzen: Die Konfiguration für den Teilbereich „Testbarkeit und Kritikalität“ im Schulungssystem in kontrollierter Reihenfolge umsetzen, benötigte Objekte verknüpfen und jede Änderung mit Zweck und Rückfalloption dokumentieren.
  4. Funktion und Sicherheit prüfen: Das Zusammenspiel der Teilbereiche „Exposition“ und „Testbarkeit und Kritikalität“ in einem Positivfall, einem Berechtigungs- oder Validierungsfehler sowie einem technischen Störungsfall testen.
  5. Betrieb vorbereiten: Für Risiko und Migrationsreife bewerten Prüfwerte, Alarmkriterien, Wiederanlaufmaßnahmen, Verantwortlichkeiten und wiederkehrende Kontrollen in einer Betriebsanweisung festhalten.

Modul 4: Crypto-Agility entwerfen

Behandelt werden konfigurierbare Algorithmen, Abstraktionsschichten, Richtlinien, Versionierung, Telemetrie und kontrollierte Rückfalloptionen. Die fachlichen und technischen Abhängigkeiten werden zunächst abgegrenzt, anschließend in ein prüfbares Sollmodell überführt und danach anhand eines realitätsnahen Szenarios umgesetzt.

Schritt-für-Schritt-Anleitung

  1. Ausgangslage erfassen: Vorhandene Angaben zu den Themen „konfigurierbare Algorithmen“, „Abstraktionsschichten“ und „Richtlinien“ erfassen, den Schutzbedarf bestimmen und zuständige Rollen eindeutig zuordnen.
  2. Sollmodell festlegen: Für die Teilbereiche „Versionierung“ und „Telemetrie und kontrollierte Rückfalloptionen“ verbindliche Regeln, Abhängigkeiten, Statusübergänge und messbare Akzeptanzkriterien formulieren.
  3. Konfiguration umsetzen: Die Konfiguration für den Teilbereich „Crypto-Agility entwerfen“ im Schulungssystem in kontrollierter Reihenfolge umsetzen, benötigte Objekte verknüpfen und jede Änderung mit Zweck und Rückfalloption dokumentieren.
  4. Funktion und Sicherheit prüfen: Das Zusammenspiel der Teilbereiche „konfigurierbare Algorithmen“ und „Crypto-Agility entwerfen“ in einem Positivfall, einem Berechtigungs- oder Validierungsfehler sowie einem technischen Störungsfall testen.
  5. Betrieb vorbereiten: Für Crypto-Agility entwerfen Prüfwerte, Alarmkriterien, Wiederanlaufmaßnahmen, Verantwortlichkeiten und wiederkehrende Kontrollen in einer Betriebsanweisung festhalten.

Modul 5: Hybride und post-quantumfähige Übergänge

Behandelt werden Parallelbetrieb, hybride Vertrauensketten, Zertifikats- und Schlüsselgrößen, Performance und Kompatibilität. Die fachlichen und technischen Abhängigkeiten werden zunächst abgegrenzt, anschließend in ein prüfbares Sollmodell überführt und danach anhand eines realitätsnahen Szenarios umgesetzt.

Schritt-für-Schritt-Anleitung

  1. Ausgangslage erfassen: Vorhandene Angaben zu den Themen „Parallelbetrieb“, „hybride Vertrauensketten“ und „Zertifikats- und Schlüsselgrößen“ erfassen, den Schutzbedarf bestimmen und zuständige Rollen eindeutig zuordnen.
  2. Sollmodell festlegen: Für die Teilbereiche „Performance und Kompatibilität“ und „Hybride und post-quantumfähige Übergänge“ verbindliche Regeln, Abhängigkeiten, Statusübergänge und messbare Akzeptanzkriterien formulieren.
  3. Konfiguration umsetzen: Die Konfiguration für den Teilbereich „Hybride und post-quantumfähige Übergänge“ im Schulungssystem in kontrollierter Reihenfolge umsetzen, benötigte Objekte verknüpfen und jede Änderung mit Zweck und Rückfalloption dokumentieren.
  4. Funktion und Sicherheit prüfen: Das Zusammenspiel der Teilbereiche „Parallelbetrieb“ und „Hybride und post-quantumfähige Übergänge“ in einem Positivfall, einem Berechtigungs- oder Validierungsfehler sowie einem technischen Störungsfall testen.
  5. Betrieb vorbereiten: Für Hybride und post-quantumfähige Übergänge Prüfwerte, Alarmkriterien, Wiederanlaufmaßnahmen, Verantwortlichkeiten und wiederkehrende Kontrollen in einer Betriebsanweisung festhalten.

Modul 6: Pilot, Rollout und Governance

Behandelt werden Testmatrix, Pilotanwendungen, Messgrößen, Freigaben, Rollout-Wellen, Ausnahmen, Nachweise und kontinuierliche Pflege. Die fachlichen und technischen Abhängigkeiten werden zunächst abgegrenzt, anschließend in ein prüfbares Sollmodell überführt und danach anhand eines realitätsnahen Szenarios umgesetzt.

Schritt-für-Schritt-Anleitung

  1. Ausgangslage erfassen: Vorhandene Angaben zu den Themen „Testmatrix“, „Pilotanwendungen“ und „Messgrößen“ erfassen, den Schutzbedarf bestimmen und zuständige Rollen eindeutig zuordnen.
  2. Sollmodell festlegen: Für die Teilbereiche „Freigaben“ und „Rollout-Wellen“ verbindliche Regeln, Abhängigkeiten, Statusübergänge und messbare Akzeptanzkriterien formulieren.
  3. Konfiguration umsetzen: Die Konfiguration für den Teilbereich „Ausnahmen“ im Schulungssystem in kontrollierter Reihenfolge umsetzen, benötigte Objekte verknüpfen und jede Änderung mit Zweck und Rückfalloption dokumentieren.
  4. Funktion und Sicherheit prüfen: Das Zusammenspiel der Teilbereiche „Testmatrix“ und „Ausnahmen“ in einem Positivfall, einem Berechtigungs- oder Validierungsfehler sowie einem technischen Störungsfall testen.
  5. Betrieb vorbereiten: Für Pilot, Rollout und Governance Prüfwerte, Alarmkriterien, Wiederanlaufmaßnahmen, Verantwortlichkeiten und wiederkehrende Kontrollen in einer Betriebsanweisung festhalten.

Praxisfälle und Übungen

Praxisaufgabe 1

Ein belastbares Krypto-Inventar für einen Beispielbereich erstellen. Die Bearbeitung folgt den Schritten Analyse, Sollentwurf, Umsetzung, Validierung und Dokumentation. Abweichungen werden nach Ursache, Auswirkung und Korrekturmaßnahme bewertet.

Praxisaufgabe 2

Abhängigkeiten nach Risiko und Austauschbarkeit priorisieren. Die Bearbeitung folgt den Schritten Analyse, Sollentwurf, Umsetzung, Validierung und Dokumentation. Abweichungen werden nach Ursache, Auswirkung und Korrekturmaßnahme bewertet.

Praxisaufgabe 3

Eine Pilot- und Rollout-Roadmap mit Rückfalloption entwickeln. Die Bearbeitung folgt den Schritten Analyse, Sollentwurf, Umsetzung, Validierung und Dokumentation. Abweichungen werden nach Ursache, Auswirkung und Korrekturmaßnahme bewertet.

Qualitäts- und Sicherheitskontrollen

  • Konfigurationen werden gegen ein dokumentiertes Sollmodell und definierte Akzeptanzkriterien geprüft.
  • Administrative und fachliche Berechtigungen werden nach Least-Privilege und Funktionstrennung bewertet.
  • Positiv-, Negativ-, Ablauf-, Ausfall- und Wiederanlauffälle werden reproduzierbar getestet.
  • Protokolle, Statusinformationen und Bestandsdaten werden auf Vollständigkeit, Zeitbezug und Nachvollziehbarkeit kontrolliert.
  • Änderungen, Restrisiken, Rückfalloptionen und wiederkehrende Betriebsaufgaben werden in einer Übergabedokumentation festgehalten.

Kompetenzen nach dem Seminar

  • Anforderungen für die strukturierte Vorbereitung einer Post-Quantum-Migration durch Krypto-Inventar, Risikobewertung, Zielarchitektur, Pilotierung und dauerhaft anpassbare Kryptokonfiguration strukturiert erheben und priorisieren
  • eine technisch und organisatorisch belastbare Zielkonfiguration entwerfen
  • Konfigurations- und Integrationsschritte kontrolliert ausführen
  • Fehler anhand von Zuständen, Protokollen und Abhängigkeiten eingrenzen
  • Betriebs-, Sicherheits- und Auditkontrollen nachvollziehbar dokumentieren

Fachbereichsleitung, Trainerteam und Ansprechpersonen

Seminardetails

   
Dauer: 3 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 1.797 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 5.100 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: Security Architects, PKI- und KMS-Verantwortliche, Enterprise Architects, Governance, Plattformteams und technische Programmleitungen
Voraussetzungen: Gute Kenntnisse zu PKI, Kryptografie, Protokollen und Unternehmensarchitektur
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Fachvortrag, Systemdemonstration, angeleitete Schritt-für-Schritt-Übungen, Praxisfälle, Fehleranalyse und dokumentierte Abnahme
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop; Präsenz mit Trainer vor Ort, Webinar bei ausdrücklicher Beauftragung
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch; bei Firmenseminaren ist Englisch möglich
Seminarunterlage: Digitale Dokumentation oder Dokumentation auf Datenträger
Teilnahmezertifikat: ja
Verpflegung: Kalt- und Warmgetränke, Mittagessen, vegetarische Auswahl
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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