Das Fachseminar behandelt die sichere technische Integration eines eID-Services in digitale Antrags-, Identifizierungs- und Freigabeprozesse. Theorie, Demonstrationen und angeleitete Übungen werden so verbunden, dass technische Entscheidungen, Konfigurationen und Betriebsabläufe unmittelbar nachvollziehbar bleiben.
Inhaltsverzeichnis
- Zielsetzung
- Zielgruppe
- Voraussetzungen
- Modul 1: eID-Prozess und Systemrollen
- Modul 2: Integrationsschnittstellen und Datenmodell
- Modul 3: Sichere Kommunikation
- Modul 4: Anwendungsfluss implementieren
- Modul 5: Datenschutz und Protokollierung
- Modul 6: Test, Abnahme und Betrieb
- Praxisfälle und Übungen
- Qualitäts- und Sicherheitskontrollen
- Kompetenzen nach dem Seminar
Zielsetzung
Ziel ist der methodische Aufbau belastbarer Handlungskompetenz für die sichere technische Integration eines eID-Services in digitale Antrags-, Identifizierungs- und Freigabeprozesse. Jede Lerneinheit führt von der Anforderungsanalyse über das technische Sollmodell und die Umsetzung bis zur Prüfung, Fehlerbehandlung und Betriebsdokumentation.
Zielgruppe
Das Seminar richtet sich an Anwendungsarchitekten, Integrationsentwickler, IAM-Teams, Security Engineers und technische Produktverantwortliche. Die Übungen berücksichtigen Architektur, Administration, Integration, Betrieb und Sicherheitskontrolle in klar getrennten Rollen.
Voraussetzungen
Kenntnisse zu Web-Anwendungen, TLS, Identitätsdaten und API-basierten Integrationen. Für praktische Übungen werden ein vorbereitetes Schulungssystem und dokumentierte Beispieldaten verwendet.
Modul 1: eID-Prozess und Systemrollen
Behandelt werden Anwendung, Identifizierungsdienst, Benutzerfluss, Vertrauensgrenzen, Datenverantwortung und Abbruchfälle. Die fachlichen und technischen Abhängigkeiten werden zunächst abgegrenzt, anschließend in ein prüfbares Sollmodell überführt und danach anhand eines realitätsnahen Szenarios umgesetzt.
Schritt-für-Schritt-Anleitung
- Ausgangslage erfassen: Vorhandene Angaben zu den Themen „Anwendung“, „Identifizierungsdienst“ und „Benutzerfluss“ erfassen, den Schutzbedarf bestimmen und zuständige Rollen eindeutig zuordnen.
- Sollmodell festlegen: Für die Teilbereiche „Vertrauensgrenzen“ und „Datenverantwortung und Abbruchfälle“ verbindliche Regeln, Abhängigkeiten, Statusübergänge und messbare Akzeptanzkriterien formulieren.
- Konfiguration umsetzen: Die Konfiguration für den Teilbereich „eID-Prozess und Systemrollen“ im Schulungssystem in kontrollierter Reihenfolge umsetzen, benötigte Objekte verknüpfen und jede Änderung mit Zweck und Rückfalloption dokumentieren.
- Funktion und Sicherheit prüfen: Das Zusammenspiel der Teilbereiche „Anwendung“ und „eID-Prozess und Systemrollen“ in einem Positivfall, einem Berechtigungs- oder Validierungsfehler sowie einem technischen Störungsfall testen.
- Betrieb vorbereiten: Für eID-Prozess und Systemrollen Prüfwerte, Alarmkriterien, Wiederanlaufmaßnahmen, Verantwortlichkeiten und wiederkehrende Kontrollen in einer Betriebsanweisung festhalten.
Modul 2: Integrationsschnittstellen und Datenmodell
Behandelt werden Anfragen, Rückgaben, Attribute, Statuswerte, Session-Bezug, Fehlerobjekte und Datenminimierung. Die fachlichen und technischen Abhängigkeiten werden zunächst abgegrenzt, anschließend in ein prüfbares Sollmodell überführt und danach anhand eines realitätsnahen Szenarios umgesetzt.
Schritt-für-Schritt-Anleitung
- Ausgangslage erfassen: Vorhandene Angaben zu den Themen „Anfragen“, „Rückgaben“ und „Attribute“ erfassen, den Schutzbedarf bestimmen und zuständige Rollen eindeutig zuordnen.
- Sollmodell festlegen: Für die Teilbereiche „Statuswerte“ und „Session-Bezug“ verbindliche Regeln, Abhängigkeiten, Statusübergänge und messbare Akzeptanzkriterien formulieren.
- Konfiguration umsetzen: Die Konfiguration für den Teilbereich „Fehlerobjekte und Datenminimierung“ im Schulungssystem in kontrollierter Reihenfolge umsetzen, benötigte Objekte verknüpfen und jede Änderung mit Zweck und Rückfalloption dokumentieren.
- Funktion und Sicherheit prüfen: Das Zusammenspiel der Teilbereiche „Anfragen“ und „Fehlerobjekte und Datenminimierung“ in einem Positivfall, einem Berechtigungs- oder Validierungsfehler sowie einem technischen Störungsfall testen.
- Betrieb vorbereiten: Für Integrationsschnittstellen und Datenmodell Prüfwerte, Alarmkriterien, Wiederanlaufmaßnahmen, Verantwortlichkeiten und wiederkehrende Kontrollen in einer Betriebsanweisung festhalten.
Modul 3: Sichere Kommunikation
Behandelt werden TLS-Konfiguration, Zertifikatsprüfung, Endpunktbindung, Authentisierung, Zeitbezug und Schutz vor Wiederholung. Die fachlichen und technischen Abhängigkeiten werden zunächst abgegrenzt, anschließend in ein prüfbares Sollmodell überführt und danach anhand eines realitätsnahen Szenarios umgesetzt.
Schritt-für-Schritt-Anleitung
- Ausgangslage erfassen: Vorhandene Angaben zu den Themen „TLS-Konfiguration“, „Zertifikatsprüfung“ und „Endpunktbindung“ erfassen, den Schutzbedarf bestimmen und zuständige Rollen eindeutig zuordnen.
- Sollmodell festlegen: Für die Teilbereiche „Authentisierung“ und „Zeitbezug und Schutz vor Wiederholung“ verbindliche Regeln, Abhängigkeiten, Statusübergänge und messbare Akzeptanzkriterien formulieren.
- Konfiguration umsetzen: Die Konfiguration für den Teilbereich „Sichere Kommunikation“ im Schulungssystem in kontrollierter Reihenfolge umsetzen, benötigte Objekte verknüpfen und jede Änderung mit Zweck und Rückfalloption dokumentieren.
- Funktion und Sicherheit prüfen: Das Zusammenspiel der Teilbereiche „TLS-Konfiguration“ und „Sichere Kommunikation“ in einem Positivfall, einem Berechtigungs- oder Validierungsfehler sowie einem technischen Störungsfall testen.
- Betrieb vorbereiten: Für Sichere Kommunikation Prüfwerte, Alarmkriterien, Wiederanlaufmaßnahmen, Verantwortlichkeiten und wiederkehrende Kontrollen in einer Betriebsanweisung festhalten.
Modul 4: Anwendungsfluss implementieren
Behandelt werden Start, Weiterleitung, Rückkehr, Ergebnisprüfung, fachliche Entscheidung und verständliche Fehlerbehandlung. Die fachlichen und technischen Abhängigkeiten werden zunächst abgegrenzt, anschließend in ein prüfbares Sollmodell überführt und danach anhand eines realitätsnahen Szenarios umgesetzt.
Schritt-für-Schritt-Anleitung
- Ausgangslage erfassen: Vorhandene Angaben zu den Themen „Start“, „Weiterleitung“ und „Rückkehr“ erfassen, den Schutzbedarf bestimmen und zuständige Rollen eindeutig zuordnen.
- Sollmodell festlegen: Für die Teilbereiche „Ergebnisprüfung“ und „fachliche Entscheidung und verständliche Fehlerbehandlung“ verbindliche Regeln, Abhängigkeiten, Statusübergänge und messbare Akzeptanzkriterien formulieren.
- Konfiguration umsetzen: Die Konfiguration für den Teilbereich „Anwendungsfluss implementieren“ im Schulungssystem in kontrollierter Reihenfolge umsetzen, benötigte Objekte verknüpfen und jede Änderung mit Zweck und Rückfalloption dokumentieren.
- Funktion und Sicherheit prüfen: Das Zusammenspiel der Teilbereiche „Start“ und „Anwendungsfluss implementieren“ in einem Positivfall, einem Berechtigungs- oder Validierungsfehler sowie einem technischen Störungsfall testen.
- Betrieb vorbereiten: Für Anwendungsfluss implementieren Prüfwerte, Alarmkriterien, Wiederanlaufmaßnahmen, Verantwortlichkeiten und wiederkehrende Kontrollen in einer Betriebsanweisung festhalten.
Modul 5: Datenschutz und Protokollierung
Behandelt werden Zweckbindung, erforderliche Attribute, Aufbewahrung, Pseudonymisierung, Zugriffsschutz und Nachvollziehbarkeit. Die fachlichen und technischen Abhängigkeiten werden zunächst abgegrenzt, anschließend in ein prüfbares Sollmodell überführt und danach anhand eines realitätsnahen Szenarios umgesetzt.
Schritt-für-Schritt-Anleitung
- Ausgangslage erfassen: Vorhandene Angaben zu den Themen „Zweckbindung“, „erforderliche Attribute“ und „Aufbewahrung“ erfassen, den Schutzbedarf bestimmen und zuständige Rollen eindeutig zuordnen.
- Sollmodell festlegen: Für die Teilbereiche „Pseudonymisierung“ und „Zugriffsschutz und Nachvollziehbarkeit“ verbindliche Regeln, Abhängigkeiten, Statusübergänge und messbare Akzeptanzkriterien formulieren.
- Konfiguration umsetzen: Die Konfiguration für den Teilbereich „Datenschutz und Protokollierung“ im Schulungssystem in kontrollierter Reihenfolge umsetzen, benötigte Objekte verknüpfen und jede Änderung mit Zweck und Rückfalloption dokumentieren.
- Funktion und Sicherheit prüfen: Das Zusammenspiel der Teilbereiche „Zweckbindung“ und „Datenschutz und Protokollierung“ in einem Positivfall, einem Berechtigungs- oder Validierungsfehler sowie einem technischen Störungsfall testen.
- Betrieb vorbereiten: Für Datenschutz und Protokollierung Prüfwerte, Alarmkriterien, Wiederanlaufmaßnahmen, Verantwortlichkeiten und wiederkehrende Kontrollen in einer Betriebsanweisung festhalten.
Modul 6: Test, Abnahme und Betrieb
Behandelt werden Positiv- und Negativfälle, Zeitüberschreitungen, Abbrüche, Monitoring, Supportdiagnose und Änderungsmanagement. Die fachlichen und technischen Abhängigkeiten werden zunächst abgegrenzt, anschließend in ein prüfbares Sollmodell überführt und danach anhand eines realitätsnahen Szenarios umgesetzt.
Schritt-für-Schritt-Anleitung
- Ausgangslage erfassen: Vorhandene Angaben zu den Themen „Positiv- und Negativfälle“, „Zeitüberschreitungen“ und „Abbrüche“ erfassen, den Schutzbedarf bestimmen und zuständige Rollen eindeutig zuordnen.
- Sollmodell festlegen: Für die Teilbereiche „Monitoring“ und „Supportdiagnose und Änderungsmanagement“ verbindliche Regeln, Abhängigkeiten, Statusübergänge und messbare Akzeptanzkriterien formulieren.
- Konfiguration umsetzen: Die Konfiguration für den Teilbereich „Test, Abnahme und Betrieb“ im Schulungssystem in kontrollierter Reihenfolge umsetzen, benötigte Objekte verknüpfen und jede Änderung mit Zweck und Rückfalloption dokumentieren.
- Funktion und Sicherheit prüfen: Das Zusammenspiel der Teilbereiche „Positiv- und Negativfälle“ und „Test, Abnahme und Betrieb“ in einem Positivfall, einem Berechtigungs- oder Validierungsfehler sowie einem technischen Störungsfall testen.
- Betrieb vorbereiten: Für Test, Abnahme und Betrieb Prüfwerte, Alarmkriterien, Wiederanlaufmaßnahmen, Verantwortlichkeiten und wiederkehrende Kontrollen in einer Betriebsanweisung festhalten.
Praxisfälle und Übungen
Praxisaufgabe 1
Einen vollständigen eID-Ablauf als Sequenzmodell abbilden. Die Bearbeitung folgt den Schritten Analyse, Sollentwurf, Umsetzung, Validierung und Dokumentation. Abweichungen werden nach Ursache, Auswirkung und Korrekturmaßnahme bewertet.
Praxisaufgabe 2
Eine Rückgabe sicher validieren und fachlich verarbeiten. Die Bearbeitung folgt den Schritten Analyse, Sollentwurf, Umsetzung, Validierung und Dokumentation. Abweichungen werden nach Ursache, Auswirkung und Korrekturmaßnahme bewertet.
Praxisaufgabe 3
Fehler-, Abbruch- und Wiederholungsfälle systematisch testen. Die Bearbeitung folgt den Schritten Analyse, Sollentwurf, Umsetzung, Validierung und Dokumentation. Abweichungen werden nach Ursache, Auswirkung und Korrekturmaßnahme bewertet.
Qualitäts- und Sicherheitskontrollen
- Konfigurationen werden gegen ein dokumentiertes Sollmodell und definierte Akzeptanzkriterien geprüft.
- Administrative und fachliche Berechtigungen werden nach Least-Privilege und Funktionstrennung bewertet.
- Positiv-, Negativ-, Ablauf-, Ausfall- und Wiederanlauffälle werden reproduzierbar getestet.
- Protokolle, Statusinformationen und Bestandsdaten werden auf Vollständigkeit, Zeitbezug und Nachvollziehbarkeit kontrolliert.
- Änderungen, Restrisiken, Rückfalloptionen und wiederkehrende Betriebsaufgaben werden in einer Übergabedokumentation festgehalten.
Kompetenzen nach dem Seminar
- Anforderungen für die sichere technische Integration eines eID-Services in digitale Antrags-, Identifizierungs- und Freigabeprozesse strukturiert erheben und priorisieren
- eine technisch und organisatorisch belastbare Zielkonfiguration entwerfen
- Konfigurations- und Integrationsschritte kontrolliert ausführen
- Fehler anhand von Zuständen, Protokollen und Abhängigkeiten eingrenzen
- Betriebs-, Sicherheits- und Auditkontrollen nachvollziehbar dokumentieren
Fachbereichsleitung, Trainerteam und Ansprechpersonen
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag 10:00 Uhr, 2. Tag 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt. Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Anwendungsarchitekten, Integrationsentwickler, IAM-Teams, Security Engineers und technische Produktverantwortliche |
| Voraussetzungen: | Kenntnisse zu Web-Anwendungen, TLS, Identitätsdaten und API-basierten Integrationen |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Fachvortrag, Systemdemonstration, angeleitete Schritt-für-Schritt-Übungen, Praxisfälle, Fehleranalyse und dokumentierte Abnahme |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop; Präsenz mit Trainer vor Ort, Webinar bei ausdrücklicher Beauftragung |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch; bei Firmenseminaren ist Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Digitale Dokumentation oder Dokumentation auf Datenträger |
| Teilnahmezertifikat: | ja |
| Verpflegung: | Kalt- und Warmgetränke, Mittagessen, vegetarische Auswahl |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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